Claras Allerleiweltsgedanken

Versprechen …

11 Kommentare

muss man ja nicht unbedingt einhalten.

Ich habe es zwar noch anders gelernt und praktiziere es weitestgehend auch anders, doch die Sitten-, Anstands- und Moralvorstellungen haben sich ein wenig gelockert in den letzten Jahrzehnten. Der Mensch will frei sein, will tun und lassen können, was ihm passt. Ich werde es nicht ändern können – auch wenn ich es manchmal gern wollte.

Da lese ich doch an der einen Ecke:

0611 Straßenspruch 13

Natürlich freue ich mich über ein so offen zur Schau geschriebenes Kreide-Pflaster-Liebes-Bekenntnis. Aileen ist vielleicht sehr glücklich über diese vier Worte – doch vielleicht will sie die lieber von einem anderen hören oder lesen, vielleicht gehen sie ihr am Poppes vorbei, weil sie den Schreiber gar nicht leiden kann.

Und dann geht die Zeit ins Land, vielleicht so drei Jahre? Vielleicht auch ein bisschen mehr? Bei so vielen unterschiedlichen Zeitanzeigern (zum Glück alle ohne Batterie, so dass sie weder nach Sommer- noch nach Winterzeit gehen) kann man das immer nicht soooooo genau sagen.

0611 Die Zeit vergeht

Tja, und dann biege ich wieder mal um eine Ecke und muss das lesen:

0611 Versprechen ade

Tja, und jetzt frage ich  mich (wie so oft bei Trennungen in Freundschaften oder Verliebtschaften, Verlobtschaften und Ehen), ist die Verlassene nun ein

0611 Glückskind ??? Oder verdient sie unser Mitgefühl, weil es ihr schlecht geht.

Verfügen wir über Intelligenz und Gefühl, dann werden wir uns schon richtig entscheiden in unserem Verhalten.

0611 Intelligenz

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

11 Kommentare zu “Versprechen …

  1. Auch wenn sich die Vorstellungen von Moral und vor allem von Taktgefühl gewandelt haben, so empfinde ich es immer noch als Bonus, wenn man auf taktvolle Menschen trifft. Ein Lächeln zur richtigen Zeit, ein frei gemachter Platz in der Strassenbahn (nein, nicht für mich, das kommt noch früh genug 😉 ) und die Unterstützung der unbekannten Fremden beim Überqueren der Strasse.
    Es geht noch.
    Und irgendwie hellt der Takt den grauen Alltag auf.

    • Mit allem, was du schreibst, liegst du richtig, nur war es nicht das, was mir am Herzen lag. Sicherlich haben gebrochene oder nicht eingehaltene Versprechen auch ein wenig mit Moral und Taktgefühl zu tun. Taktlos im höchsten Maße finde ich z.B., eine lange Freundschaft oder gar eine Verlobung per SMS zu kündigen. Dieses Verhalten in der Straßenbahn mit Platz anbieten ist für mich mehr Höflichkeit. – Bei dem Hinübergeleiten fremder alter Menschen über die Straße habe ich immer diesen Werbespot(?) vor Augen, wo ein Mann eine alte Dame fast schon rüberzerrt, die aber gar nicht rüber wollte.
      Aber wie gesagt, prinzipiell hast du Recht.

  2. Versprechen zu halten ist wahrlich manchmal nicht einfach. Bleibst du eisern dabei, kann das auch schon mal an die Substanz gehen.
    Vielleicht macht es denjenigen auch sehr unglücklich, wenn er sein Versprechen nicht bricht. (Eheversprechen z.B.)
    Und so manches Mal ist einem die Intelligenz abhanden gekommen, weil man so perplex ist in einer Situation. Nachher, wenn sich alles normalisiert hat und es zu spät ist um intelligent zu reagieren, könntest du dir in den Hintern beißen oder darin verschwinden :mrgreen: Nächstes Mal..sagst du dir zähneknirschend.

    Ach wie gerne wären wir immer Glückskinder.

    Liebe Grüße und einen schönen Mittwochabend wünsche ich dir, liebe Clara

    • DAs Eheversprechen und die kirchlichen (katholischen) Gelübde von Ordensleuten und Priestern scheine mir am schwersten eizuhalten zu sein, weil sie über so einen langen Zeitraum hinweg gültig sind.
      Manche brechen es pro forma nicht, gehen dann aber dennoch ihrer Wege. Da bin ich lieber für klare Verhältnisse.
      Meistens bin ich in den meisten Situationen recht schlagfertig. Die Intelligenz kommt selten abhanden.

  3. Mit Zusagen sollte man vorsichtig sein und mit Versprechen erst recht. Die sind noch eine Stufe höher. Und wenn man sie nicht einhalten kann oder will, dann muss man den Mut haben, das rechtzeitig kund zu tun.
    Manche Trennungen stellen sich nach dem ersten Schmerz als lebensaufheiternd heraus und als Glücksfall. Das habe ich neulich in der Bekanntschaft beobachtet.

    • So versuche ich es auch zu halten: nur das versprechen, was ich auch einhalte – auch im Negativen. Ich kann Kindern nicht irgendetwas „androhen“, was sich dann als Witz herausstellt. Das bekommen sie ganz, ganz schnell mit.
      Aber mit dem katholischen Eheversprechen „Bis dass der Tod euch scheidet“ habe ich auch meine Probleme – ich finde, auch Gott ist nicht berechtigt, so ein Versprechen zu fordern, was man an seinen vielen abtrünnigen Priestern ja sieht. – Ehe müsste in Zeitabschnitten geführt werden dürfen – aller 5 Jahre eine Erneuerung oder Bestätigung von beiden Partnern per Formular, aller 10 Jahre persönlich mit Vorsprache. Dadurch würden sich viele die teuren Anwälte und Scheidungskosten sparen.
      Die Schrift auf dem Stein drückt ja etwas ähnliches aus wie: „Mir gehts auch ohne dich gut, vielleicht sogar besser.

      • Das ist ein weites Feld, über das man lange diskutieren könnte. Ich kenne das ja auch und war immer vorsichtig mit Androhungen. Denn die muss man dann auch durchführen, sonst hat man ‚versch…‘

  4. Wo kämen wir denn hin, wenn einmal gegebene Versprechen nicht gehalten würden…?
    Das Uhrenskulpturwerk gefällt mir!

    • Sonja, letztendlich ist jede Scheidung so ein gebrochenes Versprechen – doch Versprechen, die ein ganzes Leben gelten sollen, sind wirklich mehr als schwer einzuhalten.
      Zu Batterie-billig-Preis-Zeiten hatte ich mal alle Uhren gleichzeitig in Betrieb – da waren sie zugriffsfreundlicher untergebracht und ich habe fast jeden Tag eine andere getragen. – Jetzt wechsle ich kaum noch, habe immer die große mit Datumsanzeige am Arm.

  5. Sehr schön zusammengestellt und geschrieben – viele liebe Grüße von einer zur Zeit sehr „beschäftigten Leonie

    • Hallo Leonie, du Liebe, wann bist du denn mal gerade nicht sehr beschäftigt, da sich ja offenbar ein großer Teil deines Lebens im Um- und Aufbruch zu befinden scheint. – Vietnam war ja eigentlich zu bewegt, um dort Kraft zu schöpfen – dennoch wünsche ich dir, dass du dich in deiner neuen Wohnumgebung bald wieder richtig wohlfühlst. Du scheinst da ja anpassungsfähig zu sein, wie deine Wohnungen auf Teneriffa zeigen.
      Mach es gut und besser und am besten – das wünscht dir Clara

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