Claras Allerleiweltsgedanken


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Vertrauenssache (Akustiker)

Vornweg eine Meldung aus aktuellem Anlass: „Die Damen und Herren Spamschreiber haben sich meinen Post zu Herzen genommen. Am gestrigen Tag hatte ich die doppelt so hohe Zugriffszahl wie sonst – und dabei nur einen einzigen Spamkommentar. Man muss nur mal drüber reden. – Und jetzt zum Tagesprogramm:

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„Gut kauen kann ich schlecht, aber schlecht hören kann ich gut.“

Dieser Kalauer geht zwar anders, aber das ist die für mich abgewandelte Variante. Ich weiß manchmal wirklich nicht, mit welcher dieser beiden Sachen ich mehr Probleme habe.

Also ich mal wieder zu der Akustikerin meines Vertrauens – und das meine ich jetzt ohne Ironie. Ich bin dort seit 7 Jahren in „Behandlung“. Sie macht einen Hörtest und erklärt mir, dass mein rechtes Ohr mehr als 30 % an Hörvermögen eingebüßt hat in den letzten 2 Jahren. Nach ihrer Aussage müssen in solchen Extremfällen die Kassen auch zahlen, wenn die erforderlichen 6 Jahre für neue Geräte noch nicht vorüber sind. – Nach ihrer Aussage könne man die vorhandenen nicht mehr gut genug anpassen. – Ich also neue getestet. Da die Technik von Richtmikrofonen und Störschallunterbindung in den 4,5 Jahren natürlich Riesenfortschritte gemacht hat, war das Ergebnis gut bis sehr gut – aber die finanzielle Eigenleistung war auch „gut“, nämlich wieder knappe 3,000 €. Außerdem hatte ich keine Lust, die Kasse jetzt schon wieder mit Sonderleistungen zu behelligen. Deshalb lehnte ich ab.

Alles blieb, wie es war, bis ich im Netz eine Akustiker-Anzeige sah, auf die ich mich meldete. Diese Akustikerkette war schon fast aufdringlich – also machte ich einen Termin. War es ein Zufall, dass es genau der war, bei dem meine Mutter 5 Jahre in guter Betreuung war?

Ein Hörtest ist das A und O für jede Behandlung. Als er das Ergebnis hatte, fragte er nach den älteren Hörprofilen. Ein Vergleich zeigte, dass sich nichts, wirklich nichts verschlechtert hatte, weswegen auch keine Kasse auch nur einen Cent gezahlt hätte. Später bestätigte mir das auch noch mein Ohrenarzt, dass alles beim alten geblieben ist: Schlecht, aber nicht hoffnungslos 🙂 – War es also ein fauler Trick des anderen Ladens, mich schneller dazu zu überreden, seine Gewinnspanne zu vergrößern? – Hier wollte wohl jemand, dass ich nicht nur meine Geräte, sondern auch mein Geld in den Sand setze???

2611 Hörgeräte in den Sand

Dann verbesserte er die jetzigen Geräte durch eine Neueinstellung gewaltig. Und damit gelang es ihm in einer Sitzung, soviel Vertrauen aufzubauen und für den anderen Akustiker abzubauen, dass ich jetzt bei ihm getrost die 1,5 Jahre auf die neuen Geräte warten kann.

Und das war mal wieder eine vertrauensbildende Maßnahme zu einem unserer Akustiker.