Claras Allerleiweltsgedanken


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2013 wird geprüft

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an. Ich werde die Statistik nicht kommentieren – aber sie zeigt unheimlich viel von dem, was mich in diesem Jahr blogmäßig beschäftigt hat.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 44.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 16 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Wenn eine eine Reise tut … 2

… dann kann sie was erzählen.

Von dem Schock „NICHT EIN EINZIGES SCHILD ZEIGTE DEN BAHNHOFSNAMEN“ hatte ich mich mittlerweile erholt und war offen für neue Überraschungen.

5.20 Uhr die S-Bahn fuhr planmäßig los, kam dennoch verspätet an – nicht tragisch. Ich raus aus dem Zug – kein Empfangskomitee – auch nicht tragisch. Koffer und ich die Treppe runter – kein Hinweis, ob sich der Ausgang rechts oder links befindet. Muss die Bundesbahn wirklich sooooooo sparen, dass sie es schon mit solchen kleinen Hinweisschildern versucht? – Treppe hoch – nur Bahnsteig 4. Also wieder Treppe runter und andere Treppe wieder hoch – Morgensport soll gut und durchblutungsfördernd sein. Da plötzlich Tochter gesichtet und Auto gesichtet und schnell eingestiegen und beide SOFORT zu Haus im Bett verschwunden und erst gegen 10.00 Uhr aufgestanden.

Von den innerfamiliären Intimitäten will ich hier nicht plaudern – das gehört hier nicht hin und interessiert auch keinen. Aber über die zwei hauserschütternden Knallbummse will ich noch ein Wort verlieren. Zweimal habe ich erfolglos mit dem Kopf versucht, das Glas der Wohnzimmertür mit dem Kopf zu durchstoßen. Mein Blick war schon auf den lockenden Frühstückstisch gerichtet, so dass ich die geringe Grenze von 3 mm Sicherheitsglas so gar nicht mehr beachten wollte. Erst, als meine Nase einen mächtigen Hieb spürte, hatte ich das Gefühl, dass ich im Kampf gegen die Tür 1:0 verloren hatte. – Beim nächsten Versuch schickte ich meine Stirn in den Kampf, aber auch die gewann nicht, also stand es 2:0 für die Tür  und ein  Horn zierte noch einige Tage mein Obergesicht.

Das Wetter war alle Tage „Homeweather“ – wir verließen kaum das Haus. Nur an den ersten beiden Tagen vergnügten sich Enkel und Oma zuerst auf dem Weihnachtsmarkt. Die Pyramide war wirklich schön und verbreitete richtig Vorweihnachtsstimmung – die darunter versammelten Trinker allerdings weniger.

3012 Pyramide

Wenn die wegtorkeln, ist ihr Wahrnehmungsvermögen ähnlich verschwommen wie hier auf meinem Foto.

3012 Betreutes Trinken

Wir leisteten uns eine „Spiralkartoffel“, die mit 3,00 € ihr Geld nicht wert war – wenn ihr meine Meinung wissen wollt.

3012 Kartoffelspirale

Die falschen Weihnachtsmänner und -frauen, die ich ständig um mich herum hatte, belebten dann wieder die Weihnachtsmarktfreude.

3012 Falscher Bart 3012 Falsche Bärtin

Am zweiten Tag besuchten wir einen Zirkus, der sich allerdings mit erwähnenswerten Attraktionen ein wenig zurückhielt. Lediglich die 4 gleichzeitig in einer Kugel von ca. 6 m Durchmesser rasenden Motorräder verbreiteten ausreichend Gestank, Krach und ließen eine Angstgänsehaut wachsen.

Ich bin ja ein ausgesprochen spielerischer Typ, aber die siebente Runde Phase 10 ließ dann selbst bei mir leichte Ermüdungserscheinungen aufkommen, aber es gab noch anderes im Angebot, auch Vorlesen, obwohl beide bestens lesen können. Angeschaute DVDs und die Erprobung des neuen Dartspiels brachten Abwechslung. Doch offenbar ist Dart nicht mein Sport, denn vor Jahren hatte ich selbst ein Spiel. Die Angst um die durchlöcherte Umgebungswand und um die „antike Kuckucksuhr“ ließ es mich dann bald verschenken. Und als hier die Enkel meine fehlgeleiteten Pfeile ständig in und unter der Bücherwand suchen mussten, bestanden sie auch nicht mehr auf meiner weiteren Teilnahme.

Die Rückfahrt führte mich witzigerweise auf dem gleichen Schlafsesselplatz wie auf der Hinfahrt nach Haus – nur dieses Mal hatte ich einen erwachsenen Mann als Nachbar – und da wurde es echt eng. Als Ausgleich erkannte ich meinen Heimatbahnhof auf Anhieb und war irgendwie wieder froh, zu Haus zu sein. Es muss was an dem Sprichwort dran sein: „Zu Haus ist es am schönsten“.

Ich wünsche euch allen einen unbeschwerten Wechsel in das neue Jahr, bleibt alle gesund und verlernt das Lachen nicht!

Und drei Clara-typische Empfehlungen habe ich noch für euch:

Ihr habt noch einige Stunden Zeit, um unerwünschte Dreckecken in eurem Leben oder eurer Wohnung zu beseitigen:

3112 Dreckecke

Meine „Dreckecke“ sieht so aus. Ich hasse diese bürokratischen Formulare, die man bei solch einem schlechten Gedächtnis immer aufheben muss, sonst kann ich das nächste Mal nicht richtig reagieren.

3112 Dreckecke Clara

Umgebt euch mit solchen Kindern oder Menschen wie Anna – und das Leben hält ungeheuer viel Freude für euch bereit:

3112 Anna verkleidet

Und last but not least – erkennt die falschen Schlangen in eurer Umgebung rechtzeitig, das erspart Ärger und Verdruss. Anna hilft auch dabei.

3112 IKEA Anna Schlange 47

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Den fotografischen Jahresrückblick – für jeden Monat ein typisches Foto – gibt es im Fotoblog.


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Wenn eine eine Reise tut … 1

… dann kann sie was erzählen.

Und es begab sich zu der Zeit, als Kaiser Augustus Clara Himmelhoch auf Reisen gehen wollte, um himmelhohe erdennahe Geschenke in der Familie zu verteilen und – wie sich herausstellen sollte – auch zu empfangen. Behufs diesen Zwecks erwarb sie per Internet eine preisgünstige Fahrkarte und stand eine volle Stunde vor Abfahrt des Zuges am richtigen Tag am richtigen Bahnhof.

22.15 Uhr geplante Abfahrt, aber der Stau im Schlafsesselwagen-Einstieg war so groß, dass wir schon dort die ersten Verspätungsminuten einfuhrenstanden. Mein erster Eindruck von dieser Bundesbahn-Wagenform: Strandkörbe in Reih und Glied. Die Liegesessel sehen wirklich so aus. Die Hälfte guckt vorwärts, die Hälfte rückwärts.

Unterbringungsmöglichkeiten für Koffer reichlich, für Menschenpopos eher weniger großzügig, denn diese Sitze – zwei links, zwei rechts wie ein Strickmuster – sind so schmal, dass die seitlichen Bedienungshebel einen bleibenden Eindruck im reisenden Weichfleisch hinterlassen – wahrscheinlich trugen alle Testpersonen Konfektionsgröße 36/38. Bis Größe 40 kann man noch sitzen, aber darüber muss man fast mit dem Schneidbrenner rausgeschnitten werden.

Ich hatte als Nacht-Bett-Nachbarin eine kluge 8jährige, die ich schon auf dem Bahnsteig wohlwollend betrachtet hatte. Dort musste sie ständig und immer wegen ihres kleinen Bruders bei der Mutter zurückstecken oder wurde ausgeschimpft. Vielleicht fühlte sie sich deswegen so wohl bei mir, dass sie mir dann aus Freude beim Schlafen wohlwollend mal ihr Bein auf meinen Bauch oder mal ihren Arm in mein Gesicht ablegte. Das hinderte mich zwar am Schlafen, doch das fiel mir unter diesen Bedingungen eh sehr schwer.

Das volle Neonlicht war 23.30 Uhr noch an, ständig rammelten neue Reisende in den Wagen – ruhig schlafen geht anders. Die Lütte unterhielt mich mit Schwänken aus ihrer „Jugendzeit“. Als Gegenleistung bot ich ihr meinen Fensterplatz an, damit ich sie beim Aussteigen um 4.58 Uhr nicht störe, da sie bis zur Endstation fuhr.

Mein Handy weckte mich um 4.50 Uhr, denn eine Durchsage für den Bahnhof gibt es aus Ruheschutzgründen nicht. Ich war gerade aufgestanden, da wird der Zug langsamer und fährt in einen unbeschilderten Bahnhof ein. Ich schwöre, kein Ortsschild weit und breit. Ich panisch den Koffer gegriffen, obwohl es 5 Minuten vor der Zeit war. Leute gefragt, deren Antwort: „Nein, das ist noch nicht Heidelberg, wir sind doch mit Verspätung abgefahren, da kann das doch noch gar nicht Hbg sein. Dennoch zur Tür gegangen, ausgestiegen, wieder jemand auf dem Bahnsteig gefragt, ob das Heidelberg sei. Antwort „I don’t understand and I don’t know“. Nicht hilfreich – bis vor gegangen und immer noch kein Schild. Die Antwort des zugbegleitenden Schaffners war so pampig, dass ich mich beinahe bei ihm entschuldigt hätte, dass ich ihn gefragt habe: „Was soll’s denne sonscht sein?“.

Feststellung meinerseits: Gleis 9 in Heidelberg leistet sich keine Ortsschilder, sondern verlässt sich darauf, dass der Blick zum Gleis 8 nicht durch stehende Züge verdeckt wird, denn dort stehen ausreichend „HEIDELBERG-Schilder“

Ich will eure Jahresrestzeit nicht zu sehr strapazieren und erzähle euch den Rest morgen.

Damit es aber morgen nicht zu viele Fotos werden, zeige ich euch jetzt schon mal, mit welchem „Feinfug“ (auf keinen Fall „Unfug“ dazu sagen) wir uns die Zeit vertrieben haben. Der Enkel hat eine gewisse Komikgabe, die er weder vom Vater noch von der Mutter geerbt haben kann. Der Opa kommt auch nicht in Frage. Über den Rest denke ich mal noch ein wenig nach.

Wenn der Bengel (12 Jahre) plötzlich so auftaucht, muss ich einfach lachend zum Fotoapparat greifen. Mit Pfeil und Stern wurde er verunstaltet, damit ihn keiner erkennt und als Clown engagiert.

3012 CA Quatschmacherclown unerkannt

Vielleicht ist es unpädagogisch, aber als ich ihn plötzlich sooooooooo sah, konnte ich nur noch wiehern vor lachen, was die ernsten Eltern nicht so recht verstehen wollten. Hier und überall sollen und wollen beide Kinder anonym bleiben.

3012 CA Toilettentaucher Phönix

Die Kleine (7 Jahre) will ihrem Bruder in nichts nachstehen und grübelte ununterbrochen, wie sie die Linse des Fotoapparats auf sich konzentrieren konnte. Ihre großen „Ohrgehänge“ schafften den ersten Klick

3012 CA Ohrringdame

Als sie anfing, sich als Möbelpackerin zu verdingen, bekam ich Angst um die antiquarische Wohnungseinrichtung – der Papa vielleicht noch mehr als ich.

3012 CA Anonyme Möbelträgerin

Das Multitalent – nicht nur auf dem Flügel – präsentiert sich hier mal incognito, denn die Schar der „schlüpferhandkusswerfenden Verehrerinnen“ soll ja noch im Zaum gehalten werden – momentan wüsste er mit solchen Avancen noch nichts anzufangen.

3012 CA Pianist incognito


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Der kleine Katzenfant ClaCho 3

Neuer Tag – neues Glück. Von dem reichhaltigen Frühstück der Familie wird ClaCho  satt, denn er braucht ja nicht viel. – Die Familie will es sich zu Haus gemütlich machen, aber er ist unternehmungslustig und will neue Entdeckungen machen. – Doch wie aus dem Haus kommen? Die Türklinke kann er nicht erreichen. Da kommt ihm eine stinkige listige Idee. Er setzt ein kleines Häufchen, für das der Nachbarhund verdächtigt wird. Die Mutter, die es zuerst riecht, will es sofort nach draußen bringen – und schon ist  ClaCho aus der Tür hinaus.

Als erstes begegnet ihm ein kleiner weißer Bär, der sich mit einer roten Mütze verkleidet hat. Seine Kumpel, die neben ihm sitzen, sind ClaCho etwas unheimlich, aber der Bär trennt sich auch von ihnen. – Diesem Bär schließt er sich an – und der Bär kann ihn auch sehen und riechen – Tiere können eben oft mehr als wir Menschen.

2712 Bär

Sie gehen durch die Gegend und immer noch ist alles beleuchtet. ClaCho wundert sich, dass es so oft Sterne sind, die da leuchten. Bei ihm zu Haus sind die am Himmel, doch hier ist alles so hell, dass man die echten Sterne nicht sehen kann, also holen sich die Menschen künstliche Sterne herbei. – Ab und an findet er einige Sterne ganz besonders schön – solche, die wie ein Kugeligel aussehen und in verschiedenen Farben zu sehen sind. Zwei davon hat er hier für euch aufgezeichnet. – Der eine Baum hatte besonders glitzernde Sterne aus Glas – die sind bestimmt echt teuer, denn wenn sich eine Firma mit „SWA…“ dafür hergibt, die an den Baum zu hängen, muss …. ja muss … ClaCho für seine Mama ein Souvenir von der Erde mitbringen, damit die ihm auch glaubt, dass er wirklich diesen irdischen Trip gemacht hat. – ClaCho springt hoch – aber beim ersten Mal klappt es nicht. Die Sterne sind ziemlich fest mit dem Ast verbunden. Doch Hartnäckigkeit wird belohnt, er hält einen besonders schönen in der Hand.2712 SwarowskiStern

Auch andere Sachen aus der Natur holen sich die Menschen ins Haus – z.B. große Zapfen. Warum gehen sie nicht in den Wald, um sie dort zu bestaunen. Oder gar Schneeflocken im Fenster??? Er hat schon oft Leute in den rollenden Kisten über diesen Schnee schimpfen hören. Aber am Fenster als leuchtende Schneeflocken – da können sie den Schnee leiden????

ClaCho versteht die Menschen nicht so richtig.

Heute ist es anders auf den Straßen als gestern und vorgestern. Die Menschen stehen nicht mehr so gemütlich rum und trinken Heißes, was torkelig im Kopf macht. Auch riecht es nur noch wenig nach dieser leckeren Wurst – Alle hasten sie durch die Straßen. ClaCho und der Bär laufen ihnen einfach hinterher. Fast alle haben irgendwelche Pakete unter dem Arm. Mit diesen Paketen gehen sie alle in das gleiche Haus hinein, sprechen eine Weile mit der Frau hinter dem Tisch, geben ihr das Paket und gehen mit einem anderen Paket wieder nach Haus. Offenbar hat ihnen das erste Paket nicht so gut gefallen wie das neue. – Seltsam, seltsam

Natürlich gehen der Weihnachtsmannbär und ClaCho auch in das Haus. Der Bär ist nicht unsichtbar und wird von allen Kindern mit einem großen Hallo begrüßt. Sie wollen ihn am liebsten auf den Arm nehmen, aber das will er nicht, denn er hat ja den unsichtbaren ClaCho an seiner Seite, mit dem er weiter das Haus erkunden will.

Plötzlich wieder diese spitzen Bäume. ClaCho erfährt, dass sie Weihnachtsbäume genannt werden und in vielen, vielen Wohnungen in dieser Zeit stehen. Bei ihm zu Haus stehen Bäume im Wald, wo sie hingehören. Einmal im Jahr gehen die Einwohner von Katzenfantien mit leckeren Sachen wie Äpfeln, Nüssen, Kastanien, Eicheln, Heubündeln, Futterstangen und ähnlichen Sachen in den Wald und schmücken die Bäume damit. Es dauert überhaupt nicht lange, da treffen die ersten hungrigen Gäste ein. Die Kinder müssen sich am Waldrand ganz still verhalten, damit sie diei Tiere nicht verscheuchen.

Diese heimatlichen Bäume gefallen ihm viel besser als die eiskalten hier in diesem Haus. Wer mag die sich wohl ausgedacht haben??? Bestimmt kein Papa, der zu Hause kleine Kinder hat, denn die wollen etwas anderes.

2712 Tannenbäume künstl 04 2712 Tannen verfr

Doch langsam ist ihm der ganze Trubel zu viel und er will wieder nach Haus. Ein Phone, um seine Mama anzurufen und sich zu wünschen, dass sie ihn abholen kommen möchte, das hat er nicht.

Aber er hört was von einem großen Feuerwerk, das in vier Tagen stattfinden soll. Zu diesem Anlass werden ganz viele Raketen in den Himmel geschossen. Er beschließt, sich bis dahin noch ein wenig die Zeit zu vertreiben und auch auszuruhen, damit er dann auch die Kraft hat, sich an der Rakete zu festzuhalten.

Also – ClaCho sagt tschüss und denkt mal darüber nach, ob ihr an dem Tag wirklich sooooooooo unendlich viel Krach machen wollt!

2412 ClaCho

Liebe Grüße an alle und von allen, die hier in der Geschichte mitgespielt haben.


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Der kleine Katzenfant ClaCho 2

Mit gefülltem Magen geht auch ein Katzenfantkind viel lieber auf Entdeckungsreisen als mit leerem. Etwas bange ist ihm schon, so weit weg von Mama und Papa und den nervigen Geschwistern – doch er ist guten Mutes, dass das Abenteuer gut zu Ende gehen wird.

2412 ClaCho

Von dem Licht, das überall strahlt, ist er ganz geblendet, er muss seine lichtempfindlichen Augen zu Schlitzen verkleinern. 2712 Weihn 2013 71 Doch plötzlich reißt er sie ganz weit auf – denn einen Baum, der oben spitz ist und über und über mit Licht und glitzernden Bällen geschmückt ist, hat er noch nie gesehen.

2712 Tanne Hbf C

Dieser Baum steht vor einem Gebäude, das viel prächtiger ist als die anderen, die er bisher gesehen hat. Die Schriftzeichen hat er abgeschrieben, da stand auf einem Schild RATHAUS – zu Haus will er seinen Papa fragen, was das bedeutet, denn der kann menschisch. – ClaCho kann es sich nicht verkneifen, er muss so einen glitzernden Ball in die Hand nehmen. Huch, der ist ja ganz leicht – damit hat er nicht gerechnet und prompt fällt der rote Ball ihm aus der Hand.

2612 Weihn 2013 66

Gleich will er ihn mit dem Fuß hochholen …. ….. aber das hat sich erübrigt, denn er guckt auf die Reste des Balls. Er liegt in lauter kleinen glitzernden Teilchen auf der Erde. – Plötzlich hört er, wie jemand was von einer „kaputten Weihnachtskugel“ ruft. Also, nichts wie weg. Angst hat er nicht, denn er ist ja unsichtbar.

Die Überraschungen wollen gar kein Ende nehmen. Als er ein kleines bisschen vom Markt weggeht, sind die Bäume auch hell – aber nicht, weil sie Lampen haben. Nein, sie sind weiß, aber Kugeln haben sie auch.

2712 Daggi als Weihnachtskugeln

ClaCho springt sofort auf einen Ast – und ist eben so schnell wieder unten, denn das weiße Zeug ist ar…kalt, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber die lustigen Gesichter auf den Kugeln hat er dennoch erkannt. (Foto Blinkfeuer) Von Daggi hat er auch auf seinem Planeten schon mal gehört und freut sich jetzt ein Loch in den Bauch, dass er sie hier gefunden hat. – Und gleich springt er noch einmal hoch – er kommt sich wie ein Welterkundungsforscher vor. Er fasst diese weiße Masse an, leckt daran, da wird sie in seinem Mund zu Wasser. Das findet er gut, denn er hat großen Durst. Als er die Masse mit beiden Händen zusammenschiebt, formt sich wie von allein eine Kugel daraus. Fast will er sie als Ersatz für die zersprungene an den Baum hängen, doch da sie nicht so glänzt und zu schwer ist, lässt er es bleiben. Aber auf den Kästen, die alle am Wegrand stehen, muss er noch schnell was malen. Dabei lässt er sich von den lustigen Kugelgesichtern anstecken.

2612 G Auto Schnee Mondgesicht

Dann sieht er einen Baum, der lässt sein Herz jubeln. Total weiß, also ganz kalt – aber an den Ästen hängen Geschenke. Hier baumeln so eigenartige Schuhe dran mit Metall darunter – aber sicherlich gibt es auch andere Bäume mit anderen Geschenken – hofft er zumindest.

2612 Baum mit Schlittsch 06

Neugierig, besser wissbegierig, wie er ist, will er wissen, aus was diese weiße kalte Masse besteht, doch das Experiment will nicht so recht gelingen. Die Adventsfee hat ein Einsehen mit ihm – sie lässt es schneien. Ganz begeistert schnappt er nach den Flocken. Plötzlich kommt eine ziemlich große Schneeflocke und lässt sich auf seiner Hand nieder. Bevor er ihre Schönheit zu Ende bewundern kann, ist die Flocke weg und auf seiner Haut bleibt nur noch ein kleiner Wassertropfen. – Jetzt versteht er auch, dass sich die Menschen künstliche Schneeflocken ins Fenster hängen, weil die echten immer so schnell schmelzen.

2712 Adv 2

Zuerst dachte ClaCho, dass alle Bälle rot sind, die an den Zweigen der Bäume hängen. Doch dann bemerkt er, dass es ganz viele verschiedene Farben gibt. Die glitzernden in gold oder silber gefallen ihm nicht so sehr, aber es gibt grüne, blaue, lila und weiße. Beim genauen Hinsehen bemerkt er, dass es nicht nur Bälle sind, die angehängt werden.

Ob es Engel oder Vögel oder anderes ist, kann er von unten nicht so genau erkennen. Und noch einmal hochzuspringen, das wagt er mit seiner Erfahrung nun wirklich nicht.

Da ihm kalt geworden ist, muss er sich allmählich ein warmes Plätzchen suchen. Klein, schnell und unsichtbar, wie er ist, ist das eine seiner leichtesten Übung. Er sucht sich eine Familie mit Kindern aus und hängst sich einfach hinten dran, als die vom Markt gehen. Beinahe hätte es eine Panne gegeben, denn er hatte nicht damit gerechnet, dass die in so eine stinkende, laute Kiste mit 4 Rädern einsteigen, um nach Hause zu gehen. Im letzten Augenblick konnte er in den Kofferraum springen – und da ging der Krach auch schon los. So ein kleines Katzenfantkind hat sehr empfindliche Ohren. Als dann plötzlich laute Musik ertönte, war der Krach nicht besser, sondern nur anders.

Sich mit ins Haus zu schmuggeln, war überhaupt nicht schwer, denn das Vierrad (so hatte es ClaCho genannt) war offenbar so wertvoll, dass es mit ins Haus genommen wurde. Von dort war ClaCho mit einem Satz in der warmen Stube. Die Mutter der beiden Mädchen gefiel ihm sehr. Ganz kurz musste er schlucken, weil er plötzlich so ein komisches Gefühl im Hals hatte. Noch nie von zu Haus weg, kannte er das Wort „Heimweh“ natürlich nicht – wer weiß, was er diesem Empfinden jetzt für einen Namen gab.

Die Mama stellt eine große Schüssel mit Gebäck auf den Tisch. Diese süßen Teilchen haben oft eine andere Form und sind mit süßen Sachen bestrichen oder bestreut – einfach köstlich. Menschenkinder sind nicht so aufmerksam wie Katzenfantenkinder – sie merken nicht, dass immer mal ein Plätzchen verschwindet, was gar keiner genommen hat. Außerdem ist die Beleuchtung endlich so, wie er sie von zu Hause kennt. Auf dem Tisch stehen Leuchter mit brennenden Kerzen.

2712 Weihn 2013 75 kl

Ganz schnell merkt der kleine Kerl, dass er sich hier auf der Erde nie und nimmer einbilden sollte, irgendwas zu kennen, weil es so ist wie zu Haus. Als er nämlich seine Händepfoten über die Flamme halten will, um sie aufzuwärmen, hätte er beinahe einen Schmerzensschrei ausgestoßen, weil er sich ein wenig verbrannt hatte.

Am Ende dieses Tages war er sehr glücklich, als er sich vor dem warmen Kaminfeuer zusammenkuscheln konnte, um seine Augen zuzumachen.

Umwelt Kaminfeuer

Mitten in der Nacht, als der Kamin kalt war, schimpfte er auf den „Feueraufpasser“. Wenn er das zu Haus war und das Feuer ausgehen ließ, bekam er einen sanften Rüffel von seiner Mutter und einen etwas stärkeren vom Vater, denn der musste das Feuer wieder entzünden.

********* Aber jetzt ist genug, doch es geht weiter!


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Der kleine Katzenfant ClaCho 1

ClaCho und seine Geschwister balgen sich, was das Zeug hält. Leider sind sie dabei nicht in ihrem gemütlichen Haus, sondern auf einer großen Wiese, die dicht an einen Abhang grenzt, den man schon fast als Abgrund bezeichnen könnte. Abwechselnd 2412 ClaChorufen Papa oder Mama zu ihnen herüber, dass sie vorsichtig sein sollen, damit sie nicht runterfallen. – Doch genau das ist es, was ClaCho reizt – er will nicht immer brav sein, nicht immer das machen, was ihm von Papa oder Mama aufgetragen wird. Heimlich, still und leise kriecht er aus dem Knäuel seiner Geschwister raus. Da die Dämmerung schon aufgezogen ist, fällt es gar nicht auf, dass er sich zu dem Abhang schleicht.

Und da erinnert er sich genau an das immer und immer wieder ausgesprochene Verbot: Nicht mit Anlauf den Abhang runterspringen! Und ohne viel zu überlegen, nimmt er einen riesigen Anlauf und springt … springt … fliegt …. fällt.

Während des schier endlosen Fallens kann er immer wieder nur denken: Huch, bis hierher ging‘ noch gut. Etwas flau ist ihm natürlich in der Katzenfant-Magengegend, doch seine Neugier siegt, Neugierde auf das, was kommen wird. Wenn die Erwachsenen etwas so vehement verbieten, dann kann da nur ein tolles Geheimnis dahinter stecken.

Und genau in diesem Moment gibt es einen heftigen Bums. Katzenfantenkinder überleben so etwas, und das nicht nur, weil sie sieben Leben haben, sondern, weil sie eben anders sind als Menschenkinder. ClaCho schüttelt sich ein wenig und staunt. Er will seinen Augen gar nicht trauen, was er alles gleich im ersten Augenblick wahrnimmt. Er begreift schlagartig, dass er bei den sogenannten Menschen gelandet ist, vor denen ihn seine Eltern immer gewarnt haben.

ClaCho hat im Vergleich zu den vielen Menschen, die ihn auf dem Platz umgaben, auf dem er gelandet war, einen deutlichen Nachteil: Er ist viel kleiner als alle, na eben so klein, wie eine Mischung aus Katze und Babyelefant klein ist, da konnte er nicht auf die Tische gucken. Außerdem musste er mächtig aufpassen, dass er in dem Gewühl nicht zerquetscht wird. Andererseits hatte er auch unglaublich viele Vorteile, die diesen einen Nachteil mehr als ausglichen. Aus einer Erzählung wusste er, dass ihn die Menschen weder sehen noch hören können – deswegen hatte auch keiner seine Landung bemerkt. Als Ausgleich für seine fehlende Körpergröße konnte er enorm in die Höhe springen und in der Weite nahm er es mit jedem Menschenkind seines Alters auf.

Er stand auf einem Platz, der viele, viele kleine Holzhäuser hatte – doch am Rand des Platzes standen zusätzlich riesengroße Häuser (für seine Größe hätten die kleinen Holzhäuser wirklich gereicht). Fast alle Fenster hatten Kerzen oder leuchtende Ketten hinter den Scheiben zu hängen, das fand er schön – schön aber nur dann, wenn sie nicht so ekelhaft flimmerten und in allen möglichen Farben leuchteten – das tat seinen empfindlichen Katzenfanten-Augen weh.

2712 Weihn 2013 69

ClaCho fragt sich, ob die Menschen hier alle schlecht sehen können, weil sie so unendlich viel Licht brauchen.

cropped-lampen-festival-udl.jpg

Auf seinem Planeten war Licht etwas sehr Teures und sehr Seltenes, denn jeder, der Licht verbrauchte, musste dafür hart arbeiten. Doch hier  schmückten die Menschen mit riesenlangen Lichterketten auch außen ihre Häuser, obwohl da gar keiner saß und lesen wollte. Leuchtende Tiere mit einem Wagen hintendran gab es auch. Halt – ein Wagen ist das doch nicht, er hat ja keine Räder. Da ClaCho keinen Schnee kennt, kennt er natürlich auch keinen Schlitten und deswegen weiß er nicht, was das Reh da hinter sich her zieht.

Jetzt will er auf Erkundungstour gehen. In der Mitte des Platzes stand eine „Torte“ (Pyramide), die sich immer drehte, auch diese mit Lichtern oder besser Kerzen bestückt.

2512 Pyramide

Figuren waren darauf festgeklebt – und die rannten wie die Wahnsinnigen – nicht um die Wette, da keiner den anderen überholen konnte. Da ClaCho nicht nur springen, sondern natürlich auch rennen konnte, war er fast geneigt, mitzurennen – doch immer nur im Kreis ohne Start und Ziel – das erschien ihm widersinnig. Er kletterte auf den unteren Tortenring und sah da ein Baby in einem Holzbett liegen. Das interessierte ihn nicht so sehr – zu Hause hatte er genug kleine Geschwister – aber mit dem Ochsen und dem Esel und den Schafen in der anderen Etage wollte er spielen – doch die standen nur rum bzw. rannten natürlich wie alle im Kreis. Er denkt so bei sich: „Hoffentlich spuckt das Baby nicht alles wieder aus, was es getrunken hat.“

Auf diesem Platz riecht es ganz lecker nach vielen, vielen verschiedenen Versuchungen, die ClaCho zu Haus nicht immer bekommt. Er versteht zwar die Menschensprache nicht richtig, doch viele Sachen kann er sich trotzdem erklären. Die Leute halten Tassen in ihren Händen, aus denen es dampft und nach etwas riecht, was zu Haus nur der Katzenfantenpapa trinken darf. Hier trinken es fast alle – halt – die Tassen für die Kinder werden aus einem anderen Topf gefüllt. – ClaCho springt elegant auf den Tisch hoch – und in einem unbeobachteten Augenblick trinkt er aus der Tasse, die nach dem Papagetränk riecht. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiih, das schmeckt ja eklig.

Plötzlich sieht er alles etwas verschwommen 2612 Weihn 2013 67und muss ganz laut vor sich hin lachen. Mama sagt dann immer zu Papa: „Geh du erst mal deinen Rausch ausschlafen!“ Am liebsten hätte er es gleich ausgespuckt, aber er hatte ja eine gute Kinderstube. Er wundert sich überhaupt nicht, warum die Leute immer lauter und lustiger wurden, je öfter sie sich ihre Tasse füllen ließen.

Plötzlich entdeckt er eine noch viel größere Verlockung auf dem Tisch – braun gegrillt und knusprig. Inzwischen hat er so einen Hunger, dass er beschließt, jetzt und gleich auf Beutezug zu gehen. Er greift das heiße, lange Ding und springt vom Tisch. Er kann gerade noch bemerken, wie der eigentliche (Bratwurst-)Eigentümer die Wurst verzweifelt unterm Tisch sucht, wo sie natürlich nicht ist. ClaCho beißt rein und ist begeistert. Nur die weiße, pappige Scheibe, die neben der heißen Ware lag, schmeckt ihm gar nicht. Aber da kommt schon Abhilfe. Auf einem kleinen Teich schwimmen Enten, denen wirft er die Brocken von dieser Scheibe hin.

2512 Enten 41

********* und morgen geht es weiter.

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Der kleine Katzenfant ClaCho (Vorspann)

Eine verspätete Adventskalendergeschichte nach Katzenfant-Art

Vornweg schreibe ich, dass diese Geschichte als Erstidee für die Chaos-Katze ist. Der Adventskalender ist aufgebraucht, alle Päckchen sind entweder aufgegessen, ausgelesen oder angesehen – also kann jetzt noch eine kleine Nach-Weihnachtsgeschichte verdaut werden.

Doch nebenbei ist die Geschichte auch für Omas und Opas, Mamas und Papas, Söhne und Töchter und Enkel, denen man vorlesen darf oder die schon selbst lesen können – und auch für meine beiden, bei denen ich gerade bin.

**********

Ich lade euch jetzt ein, mit mir an den Abenteuern von ClaCho teilzunehmen. Er, seine Eltern und seine Geschwister und alle anderen Katzenfanten leben  nicht hier, nicht hier bei uns, sondern eben in der Katzenfantenwelt auf ihrem eigenen Planeten, der ganz weit weg von uns ist und den man nur mit dem Hubschrauber der Phantasie erreichen kann.

Die Zeichnung, die ich von ClaCho gemacht habe, ist sehr mangelhaft – doch ihr wisst ja, fotografieren lässt er sich nicht, da er unsichtbar ist. Ihr müsst ihn euch in etwa so vorstellen:

2412 ClaCho

Ich habe von einer lieben Blogfreundin einen Adventskalender mit Bildertürchen geschickt bekommen. Weil ich mich sehr gefreut habe, will ich euch jetzt an dieser Freude teilhaben lassen und eine Geschichte spinnen, die diese Bilder zum Inhalt hat. (Die Begriffe sind immer in rot geschrieben).

Ich wünsche euch eine frohe Weihnachtszeit mit meinem so anderen, bei IKEA fotografierten Weihnachtsbücherbaum.

2412 G Weihnachtsbaum aus Büchern

Die Geschichte steht morgen hier an dieser Stelle.


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Kugeln der natürlichen Art

Gottes und des Gesetzes Mühlen mahlen langsam, …

2212 Wassermühlengeplätscher

heißt es jedenfalls. Und das ist natürlich nichts für mich, die ich fast immer ungeduldig bin. Deswegen lasse ich schon ganz bewusst von manchen Dingen, die Geduld erfordern, die Finger.

Aber bei der Sache, die mich seit Tagen bedrückt, ist nicht meine Geduld und Ausdauer gefragt und gefordert, ich kann da nur zusehen und wünschen, dass alles wieder ins Lot kommt. Mein Bewusstsein zwischen Realität und Wunschdenken ist fast so gespalten wie hier bei diesem Stein. Es gibt ein großes Pro in meinem Kopf und ein großes Contra in meinem Bauch – oder auch umgekehrt.

2212 Steine 55

99 % der Umwelt befasst sich am heutigen Tag mit Kugeln und Kerzen und „Keschenken“ – und ich befasse mich mit Steinen, die auf meinem Gemüt rumkugeln, also auch was mit Kugeln.

2212 Steincollage

Jetzt bin ich einige Tage nicht „hier“, sondern „dort“, deswegen wünsche ich allen treuen, offenen und auch den versteckten Leserinnen und Lesern sehr schöne Tage ohne diesen so befürchteten Streit, wie er bei überforderten Menschen oder auch aus anderen Gründen schon mal sein kann. – Frohe Weihnachtstage!

Ich habe vorgearbeitet, so dass am 24. eine Geschichte beginnt, die von dem kleinen Katzenfanten (meine Erfindung) Clacho handelt, der von seinem Planeten auf unsere Erde fällt. – Viel Spaß beim Lesen oder Vorlesen.


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Hans Huckebein – der Unglückshund

Es heißt ja: Wenn es kommt, kommt es dick – und Lenny hat es momentan nicht leicht.

Es war etwas vorgefallen, was das ständige Tragen eines Maulkorbs erforderlich machte – laut Anweisung der Tiermenschen, die sich damit auskennen.

Er also mit diesem Ding vor dem Maul und seinem Besitzer an der Leine in ein Geschäft hinein. Und dort krallt sich innerhalb von Zehntelsekunden ein „freier“ Hund in sein Hinterteil und Lenny kann sich nicht wehren. Das Loch habe ich heute gesehen. In der Natur lecken die Tiere an ihren Wunden – heutzutage tragen sie Tüte, damit sie nicht die Wunde immer wieder aufreißen können. Das wird bestimmt seine Laune nicht bessern, die momentan schon fast an Depression rankommt.

Durch den Maulkorb, der beim Fressen scheuert, wird er gegen Futter, Herrchen und Gott und die Welt aggressiv und verweigert das Futter.

Und zusätzlich sieht der arme Kerl am ganzen Körper  aus wie ein Schachbrett. An allen Gelenken ist er rasiert worden, damit eine Spezialistin etwas in die Gelenke einspritzen kann. Er gehört zu einer genetisch vorbelasteten Rasse, die an angeborener Hüftdysplasie leidet. Und diese Injektionen sollen Schmerzen beheben oder ihnen vorbeugen. – Gut, dass ich heute keinen Fotoapparat dabei hatte, es würde euch teils zu Lachtränen, teils zu Mitleidstränen rühren. Aber gefressen hat er wenigstens wieder ein wenig, als er ständig von mir gestreichelt wurde.

Claraspruch über Hund:

Hat der Mensch Zeit für den Hund, hat er oft kein Geld für ihn – und hat er genügend Geld, dann mangelt es ihm oft an der Zeit für so ein Tier.

… und sein Besitzer muss gerade sehr viel arbeiten, um u.a. die ganzen Kosten für den Hund zu erarbeiten.


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Hans Huckebein – der Unglücksmensch

Oder: Auch die Technik ist im Weihnachtskoller – oder wie soll ich das verstehen?

Beispiel 1: Clara in der Küche – selten, aber machbar, bei der Essenszubereitung aus frischen Zutaten zum Salat und zu den Bratkartoffeln.

Da ein Klingelgeräusch. Im Wohnzimmer die verfügbaren Fest- und Mobiltelefone gecheckt – keines leuchtet, keines klingelt. Also auf Fehlleistung der Hördremmel geschoben. – Weiter gearbeitet.

Ca. 5 Minuten später erneutes Klingeln – eindeutig Festnetz. Abgenommen und sofort Lucies Stimme: „Na, bist du mit dem Spülen fertig?“

Nicht immer bin ich ein Blitzmerker, aber jetzt begriff ich gar nichts – und das muss sie mir über 500 km und mehr angesehen haben. Sie berichtet, dass sie vor paar Minuten ihr Handy klingeln hörte. Noch während des Suchens, vernahm sie Küchengeräusche. Als sie es gefunden hatte, sah sie auf dem Display meine Handynummer und ging ran – nur da waren nichts als die üblichen Küchengeräusche und ihrer Meinung nach auch Stimmen.

Das Protokoll meines Gerätes zeigte mir, dass ich angeblich um 13.28 Uhr ihre Nummer gewählt habe und 2 Minuten und 55 Sekunden mit ihr in Kontakt war – und das alles, obwohl das Handy auf der Schrankwand lag.

Dass sich mein Navi ab und an selbständig macht und sich anstellt, daran habe ich mich schon gewöhnt. Aber dass jetzt das Phone die gleichen Wege beschreitet – bedenklich, bedenklich. Da kann man frau doch echt sauer werden. – Und das gleiche ist einige Tage später noch einmal passiert. Ob mein Anbieter meint, ich sollte meine 300 Freiminuten auch nutzen???

2012 Sauer werden

Beispiel 2: Eben so wenig erklärbar, dafür 10x so schmerzhaft.

Ich habe eine kleine kesse 5jährige zu Besuch, die das erste Mal in meiner Wohnung ist. Wir spielen etwas und mit ist es zu dunkel. Ich will die Leselampe vom Deckenstrahler dazu schalten. Plötzlich löst sich der obere Teil und hängt nur noch am Kabel. Das Abdeckglas fällt auf den Teppich.

2012 Abdeckglas Deckenstrahler 08

Was mich in diesem Moment danach greifen ließ, kann nur Vergesslichkeit oder Dummheit gewesen sein. Entweder, ich vergaß, dass die Lampe an und somit das Glas kochend heiß ist oder ich wollte den dämlichen Teppich vor Brandflecken schützen.

2012 Brandfleck Teppich 04

Letzteres schaffte ich nicht – wie man hier oben sieht – und zusätzlich hatte ich an drei Fingern der rechten Hand Brandblasen, die bei vielem hinderlich waren – zum Glück nur für 2 Tage. Die waren zum Glück nicht so fotogen, sondern mehr zu fühlen.

2012  Leiden

Und ich sagte mir immer wieder:

Brandblasen nicht aufstechen!

Brandblasen nicht aufstechen!

Brandblasen nicht aufstechen!