Claras Allerleiweltsgedanken

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier –

25 Kommentare

einmal dusselig, öfter dusselig.

(ich will nicht sagen: immer dusslig)
Ob ich von meiner beinah geplatzten Italienreise schon mal berichtete, weiß ich gar nicht – ansonsten lest ihr es ein zweites Mal, da es einen konkreten Anlass gibt.

Anfang des 21. Jahrhunderts – eine Woche Urlaub gebucht, bezahlt, Busplatz reserviert. Ich stehe am Abreisetag am Busbahnhof – nur komischer Weise allein, zumindest an dem bezeichneten Steg keine Mitfahrer, keine Gepäckstücke, kein Bus. Ich rufe mittelgradig irritiert meinen Sohn an und bitte ihn, das Unternehmen zu recherchieren und dort Erkundigungen einzuziehen.

Er bekam folgendes zur Antwort: Hätte ihre Mutter gestern zur gleichen Zeit gestanden, hätte sie all das vorgefunden, was sie jetzt vermisst.

(Aber sie waren so kulant und haben mich einige Tage später die Reise ohne Umbuchungsgebühren machen lassen.)

Und jetzt wäre mir um ein Haar ähnliches passiert, nur keine Urlaubsreise nach Italien, sondern eine Weihnachtsreise zu den Enkeln stand auf dem Spiel. Meine Kalendereintragung war auf Sonntag, 22.12. nach 22.00 Uhr (City-Night-Express) ausgestellt. Fahrkarte, Bahnkarte und Kreditkarte als Legitimation schon eingepackt, Vorfreude auf Sonntag Abend bzw. Montag früh dosiert.

Dann doch noch einmal ein Blick auf die Fahrkarte. Das Reisedatum ist der 21.12. – und hier hätte mir dann der Schaffner gesagt: Gestern Nacht hätten sie bequem in einem solchen Sessel ruhen können.

Wäre die Bahn kulant, hätte ich keine neue Karte zum vollen Preis bezahlen müssen – doch wäre sie es nicht, dann …

Das ist das Leben, was so wunderbar bloggenswert ist! 🙂

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

25 Kommentare zu “Der Mensch ist ein Gewohnheitstier –

  1. Dann bleibt nur noch eine gute Reise zu wünschen. Und verwechsle nicht die Wagennummer, damit Du nicht mitten in der Nacht noch einem Mitreisenden den Sessel abtreten musst.
    Grüßle Bellana

    • Bellana, ich könnte mir ein viel schrecklicheres und realistischeres Szenario ausdenken: Clara steigt in den falschen Wagen, der Zug wird irgendwo halbiert und fährt an unterschiedliche Ziele. Sie steigt zwar zur richtigen Zeit aus, aber auf dem Bahnhofsschild steht ein ganz anderer Name als sie erwartet.
      Uff!!!!!!!!! Dem habe ich vorgebeugt – gleich beim Einsteigen muss ich Fahrkarte, Bahnkarte und Identifikationskarte zeigen – dann nehme ich meinen RICHTIGEN Liegesessel ein und werde hoffentlich zur richtigen Zeit geweckt – sicherheitshalber kann ich ja mein Handy stellen, damit ich gestiefelt (in den heute gekauften) und gespornt (leere Redewendung) um 4.58 Uhr (kein Schreibfehler) am Ausstieg stehe.
      Tja, Opfer müssen gebracht werden.
      Dir auch schöne Tage!

  2. Hausschuhe sind wichtig. Vielleicht solche Riesenbärenpuscheltatzen? Oder feine Sandälchen, gesunde?
    Chinasamtschläppchen tät ich mögen.
    Gute Reise und grüße mir die Menschen nahe der schönen alten Stadt!
    Soll an Weihnachten Temperaturen im zweistelligen Bereich geben, könntet Ihr ins Straßencafe…

    • Bei diesen glatten Holztreppen sollte ich als Hausschuh am besten Spikes mitnehmen, mache ich aber nicht – ich will mich ja nicht unbeliebt machen. Ich packe diese Kinderlauflernsocken ein – nur in meiner Größe.
      Und du sprichst von Sommerhitze und meine Tochter befürchtet Glatteis am Berg, was eine Autoabholung zu fast nächtlicher Stunde (5.33 Uhr) vereiteln oder vereiseln würde.
      Mache ich!

  3. Liebe Clara,
    wenn so etwas einmal passiert, gelingt es meistens noch, Tolerant mit sich selbst zu sein. Wäre es jetzt nochmal passiert, das wäre dann echt ärgerlich gewesen. Ich freue mich jedenfalls mit dir, dass du den Fehler noch rechtzeitig bemerkt hast. Ohne ein Quentchen Glück geht halt garnix, gell.
    Liebe Grüße
    moni

    • Ach moni, ich habe mir angewöhnt, in SOLCHEN Sachen immer tolerant zu mir zu sein, sonst könnten Clara und Christine gar nicht unter einem Dach miteinander wohnen.
      Wäre es jetzt passiert, dann hätte ich eine Freudsche Reise in mein Unterbewusstsein machen müssen. – Damals war nicht nur ich alleine Schuld, denn da gab es mit dem Termin ein Hin und Her – und ich hatte eben die letzte Fassung nicht abgespeichert.
      Auf unser Quäntchen Glück – darauf prosten wir jetzt vorfristig!

  4. Ja, ja was soll ich dazu sagen? *grins*
    Dann solltest du dich sputen, da hast du sicher noch einiges zu erledigen. 🙂

    • Eigentlich nicht – außer den Hund aufmuntern und dem Sohn das Rückgrat stärken. – Einkaufen muss ich nichts mehr, am Samstag vormittags gehe ich noch mit Anna zu Ikea und abends liege ich schnarchend im Zug. Für 5 Tage brauche ich nicht viel Gepäck – Bahnfahren erzieht zu kleinem Gepäck.

  5. Also mich erinnert das wiederum an den Song von Roland Kaiser „Sieben Fässer Wein“ und die Zeile „…Hochzeit? Mein Sohn, dein Termin war gestern!“
    kreisch 🙂 🙂 🙂
    Mensch Clara, und ich befürchtete schon, nur ich wäre so.. äh… verträumt *grins*

    • Ich schwöre und gelobe (ohne hinter dem Rücken gekreuzte Finger), dass ich die Termine meiner standesamtlichen und kirchlichen Hochzeit, die meiner beiden Entbindungen und die der zwei wichtigen Beerdigungen NICHT vertrödelt habe – und zu mehr bin ich offenbar nicht in der Lage *GRINS*
      Frau muss auch stark sein für ihre Schwächen, sonst wären wir durch unsere Nur-Tugenden unausstehlich!

  6. Glück gehabt. Also bitte in Zukunft jeden Termin doppelt und dreifach kontrollieren. Muss ich übrigens auch, liebe Clara 🙂

    • Ich will ja nicht unken – doch ich habe offenbar wirklich eine Zahlen-, Uhrzeit- und Datumsschwäche, von der Orientierungsschwäche mal ganz abgesehen.
      Ich merke mir am Telefon nicht von Null bis gleich, ob es 10.15 oder Viertel zwölf gewesen ist, wo ich das nächste mal antanzen soll, vom Tag ganz zu schweigen. Ich bräuchte eine eigene Sekretärin, die alles gleich mitschreibt.
      Oder ich habe meine Zahlenbegabung an die nächste/n Generation/en weitergegeben und selbst zu wenig behalten.

  7. Oh-oh, das hätte schiefgehen können. Und um Weihnachten herum gibt’s wohl kaum Ersatz bzw. freie Plätze. Dann musst du ja schon packen …

    • Es ist ein Wagen mit Liegesesseln – da hätte es bestimmt keinen freien gegeben. – Ich brauche ja nicht so viel mitzunehmen, da Nachtzeug, Hausschuhe und sonstwas alles vorhanden ist – und die Geschenke sind fertig.

  8. Reinhard Mey hat am 21. Geburtstag. Tja.

  9. gerade noch die Kurve gekriegt 🙂

  10. Erinnert mich stark an das Lied vom Reinhard Mey „Ankomme Freitag, den 13. um 14:00 Uhr, Christine“ liebe Clara *gggggggggggg*
    GLG von der Pauline ♥

    • Ob Reinhard M. sich mit mir beraten hat, denn im bürgerlichen Leben heiße ich ja Christine. Nur er hat seiner Person im Lied die Chance gegeben, am richtigen Tag alles richtig zu machen – bei mir war der „richtige“ Tag leider schon vorbei.
      Freut mich, wenn ich euch erheitern konnte.
      ClaraChristine aus Berlin schickt liebe Grüße zu Pauline aus Bayern

      • Meine liebe ClaraChristine aus Berlin, hätte vielleicht schreiben sollen „das Lied von RM, aber aus Claras Sicht und Handlungsweise“ *ggg*
        Ganz herzliche Grüße von der Pauline aus Niedersachsen, die zwar Bayern heiß und innig liebt, aber weder von dort kommt noch dort wohnt, leider ♥

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