Claras Allerleiweltsgedanken

Wenn eine eine Reise tut … 2

13 Kommentare

… dann kann sie was erzählen.

Von dem Schock „NICHT EIN EINZIGES SCHILD ZEIGTE DEN BAHNHOFSNAMEN“ hatte ich mich mittlerweile erholt und war offen für neue Überraschungen.

5.20 Uhr die S-Bahn fuhr planmäßig los, kam dennoch verspätet an – nicht tragisch. Ich raus aus dem Zug – kein Empfangskomitee – auch nicht tragisch. Koffer und ich die Treppe runter – kein Hinweis, ob sich der Ausgang rechts oder links befindet. Muss die Bundesbahn wirklich sooooooo sparen, dass sie es schon mit solchen kleinen Hinweisschildern versucht? – Treppe hoch – nur Bahnsteig 4. Also wieder Treppe runter und andere Treppe wieder hoch – Morgensport soll gut und durchblutungsfördernd sein. Da plötzlich Tochter gesichtet und Auto gesichtet und schnell eingestiegen und beide SOFORT zu Haus im Bett verschwunden und erst gegen 10.00 Uhr aufgestanden.

Von den innerfamiliären Intimitäten will ich hier nicht plaudern – das gehört hier nicht hin und interessiert auch keinen. Aber über die zwei hauserschütternden Knallbummse will ich noch ein Wort verlieren. Zweimal habe ich erfolglos mit dem Kopf versucht, das Glas der Wohnzimmertür mit dem Kopf zu durchstoßen. Mein Blick war schon auf den lockenden Frühstückstisch gerichtet, so dass ich die geringe Grenze von 3 mm Sicherheitsglas so gar nicht mehr beachten wollte. Erst, als meine Nase einen mächtigen Hieb spürte, hatte ich das Gefühl, dass ich im Kampf gegen die Tür 1:0 verloren hatte. – Beim nächsten Versuch schickte ich meine Stirn in den Kampf, aber auch die gewann nicht, also stand es 2:0 für die Tür  und ein  Horn zierte noch einige Tage mein Obergesicht.

Das Wetter war alle Tage „Homeweather“ – wir verließen kaum das Haus. Nur an den ersten beiden Tagen vergnügten sich Enkel und Oma zuerst auf dem Weihnachtsmarkt. Die Pyramide war wirklich schön und verbreitete richtig Vorweihnachtsstimmung – die darunter versammelten Trinker allerdings weniger.

3012 Pyramide

Wenn die wegtorkeln, ist ihr Wahrnehmungsvermögen ähnlich verschwommen wie hier auf meinem Foto.

3012 Betreutes Trinken

Wir leisteten uns eine „Spiralkartoffel“, die mit 3,00 € ihr Geld nicht wert war – wenn ihr meine Meinung wissen wollt.

3012 Kartoffelspirale

Die falschen Weihnachtsmänner und -frauen, die ich ständig um mich herum hatte, belebten dann wieder die Weihnachtsmarktfreude.

3012 Falscher Bart 3012 Falsche Bärtin

Am zweiten Tag besuchten wir einen Zirkus, der sich allerdings mit erwähnenswerten Attraktionen ein wenig zurückhielt. Lediglich die 4 gleichzeitig in einer Kugel von ca. 6 m Durchmesser rasenden Motorräder verbreiteten ausreichend Gestank, Krach und ließen eine Angstgänsehaut wachsen.

Ich bin ja ein ausgesprochen spielerischer Typ, aber die siebente Runde Phase 10 ließ dann selbst bei mir leichte Ermüdungserscheinungen aufkommen, aber es gab noch anderes im Angebot, auch Vorlesen, obwohl beide bestens lesen können. Angeschaute DVDs und die Erprobung des neuen Dartspiels brachten Abwechslung. Doch offenbar ist Dart nicht mein Sport, denn vor Jahren hatte ich selbst ein Spiel. Die Angst um die durchlöcherte Umgebungswand und um die „antike Kuckucksuhr“ ließ es mich dann bald verschenken. Und als hier die Enkel meine fehlgeleiteten Pfeile ständig in und unter der Bücherwand suchen mussten, bestanden sie auch nicht mehr auf meiner weiteren Teilnahme.

Die Rückfahrt führte mich witzigerweise auf dem gleichen Schlafsesselplatz wie auf der Hinfahrt nach Haus – nur dieses Mal hatte ich einen erwachsenen Mann als Nachbar – und da wurde es echt eng. Als Ausgleich erkannte ich meinen Heimatbahnhof auf Anhieb und war irgendwie wieder froh, zu Haus zu sein. Es muss was an dem Sprichwort dran sein: „Zu Haus ist es am schönsten“.

Ich wünsche euch allen einen unbeschwerten Wechsel in das neue Jahr, bleibt alle gesund und verlernt das Lachen nicht!

Und drei Clara-typische Empfehlungen habe ich noch für euch:

Ihr habt noch einige Stunden Zeit, um unerwünschte Dreckecken in eurem Leben oder eurer Wohnung zu beseitigen:

3112 Dreckecke

Meine „Dreckecke“ sieht so aus. Ich hasse diese bürokratischen Formulare, die man bei solch einem schlechten Gedächtnis immer aufheben muss, sonst kann ich das nächste Mal nicht richtig reagieren.

3112 Dreckecke Clara

Umgebt euch mit solchen Kindern oder Menschen wie Anna – und das Leben hält ungeheuer viel Freude für euch bereit:

3112 Anna verkleidet

Und last but not least – erkennt die falschen Schlangen in eurer Umgebung rechtzeitig, das erspart Ärger und Verdruss. Anna hilft auch dabei.

3112 IKEA Anna Schlange 47

*********

Den fotografischen Jahresrückblick – für jeden Monat ein typisches Foto – gibt es im Fotoblog.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

13 Kommentare zu “Wenn eine eine Reise tut … 2

  1. Komm trotz des ganzen Krachs gut ins neue Jahr. Männer können einfach nicht ohne Knallerei sein. Bei meinem konnte ich gerade noch verhindern, dass er mehr als eine Batterie kauft. Schließlich schießt die ja gleich mehrfach……
    Alles Gute für 2014
    Bellana

  2. Liebe Clara,
    im neuen Jahr wünsche ich Dir:
    12 Monate Gesundheit,
    53 Wochen des Glücks,
    8760 Stunden an Ausdauer,
    525.600 Minuten der Ruhe,
    31536000 Sekunden der Liebe.
    Einen guten Rutsch und alles Liebe und Gute für 2014
    herzlichst
    moni

    • moni, da musste ich doch gleich meinen Taschenrechner bemühen. Schön, bei dir gibt es mehr Glück als Wochen im Jahr – eine auf Reserve, falls mal eine verloren geht.
      Bei den vielen Minuten der Ruhe muss ich dann allerdings aufpassen, dass ich nicht zu lange schlummere, denn dann bin ich ja hier weg vom Fenster.
      Dir auch alles Gute wünscht
      Clara

  3. Beule am Kopp? Da muss ich ja den Neujahrs- Tätschel behutsam zuteilen.

    • Ach Daggi, was bist du wieder fürsorglich, nicht vorsorglich. Beule oder Brüsche wurde ja gleich am ersten Morgen, kurz nach der schlecht durchschlafenen Nacht, geholt – da war ich mit den Gegebenheiten noch nicht so vertraut. Nur bei heftigstem Drücken merke ich noch was – aber du tätschelst ja immer zart und patschhändig AUF den Kopf, nicht gegen die Stirn.
      Also keine Angst – Clara hält schon was aus!

  4. Eine Reise war immer dann schön, wenn man wieder sicher zu Hause angekommen ist 🙂
    Einen guten Rutsch für dich und alles Gute im Neuen Jahr.

  5. Schön gelacht habe ich. Vor allem über den geschickt angewandten Begriff „Obergesicht“.
    Wunderbar bebilderte Romane gibt es hier zu lesen- und ich hoffe, es geht im neuen Jahr weiter damit. Komm gut durch den dritten Weltkrieg und pflege Dein Obergesicht plus alles Drumrum!

    • Sonja, jetzt musste ich doch tatsächlich erst suchen, wie und wo ich den Begriff „Obergesicht“ verwendet hatte – und dabei meinte ich tatsächlich nur meine Stirn.
      Ich werde den „dritten Weltkrieg“ hinter Doppel-Sicherheitsglas-Scheiben verbringen, Stöpsel in den Ohren (andere als mein Enkel auf dem Foto) und mit geschlossener Balkontür.
      Schau’n wir mal, was 2014 bringt – hoffentlich erst mal einen gesundeten Hund, der immer noch an seinem Hinternbiss herumdoktert, dh., nicht er, sondern der Tierarzt und der Sohn.
      Ich werde Seele und Gesicht pflegen – das gleiche wünsche ich dir!

  6. Liebe Jahreswechselgrüße. Komm fröhlich rein ins neue Jahr. Kannst ja die Ohrunterstützer ausschalten, dann wird es nicht gar so laut um Dich herum.
    Liebe Clara, ich wünsche Dir von Herzen ein unbeschwerteres 2014 als es das alte Jahr war. Möge weniger Missgunst, weniger Trauer und mehr Frohsinn in den nächsten 12 Monaten stecken.

    • Ich habe mich so über deinen Kommentar gefreut, dass ich ihn einzig und allein mit einem „Besuch in deiner Badewanne“ beantworten konnte. – Ohropax liegt bereit. 2014 kann eigentlich wirklich nur besser werden, zumindest von der Seite der Verluste her zu urteilen. – Wenn es mir gesundheitlich nicht schlechter geht als jetzt, dann kann ich mit meinen munteren Geschichten nach wie vor andere, die erfreut werden wollen, erfreuen.
      Ganz viel Gutes in Haufen und Körnchen für dich und den besten aller Reise-/Lebens-/Berufs-/Küchenbegleiter. Zählte ich all seine Funktionen auf, säße ich heute Abend noch hier an diesem Kommentar! 🙂

  7. Nach dieser Reise mit so vielen Erlebnissen wünschen ich Dir einen guten ruhigen Rutsch ins Neue. liebe Grüße Leonie

    • Danke, liebe Leonie – im großen und ganzen war es ja überhaupt nicht (soooooooo) viel, was ich in diesen Tagen erlebt und gemacht habe. Vielleicht ist mir lediglich die Gabe verliehen worden, auch aus Kleinigkeiten eine Großigkeit zu machen.
      Ruhig kann es höchstens für mich werden – um meine Wohnung herum wird wieder der dritte Weltkrieg ausbrechen, zumindest detonationsmäßig.
      Ganz liebe Grüße zu dir und Vierbeinerfreund Lasko

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