Claras Allerleiweltsgedanken

Abgeschnitten

15 Kommentare

Den Beitrag habe ich gestern geschrieben und den heute fälligen Hundepost auf morgen verschoben.

Es ist ein Beitrag zu der Zahl 13, eine meiner Lieblingszahlen – aber nicht nur dazu.

Ich räumte und rümpelte ein wenig im Keller. Dabei fiel mir die Lampe von Heiko in die Hände. Obwohl sein Tod jetzt 17,5 Jahre her ist, stand diese Lampe immer noch dort. In der Wohnung hatte ich keinen Platz für sie finden können – doch im Sperrmüll wollte ich ihr auch keinen einräumen. Ich drehte und wendete sie und hatte plötzlich eine Idee für einen Standort … bis mir etwas eigenartig vorkam. Das Zuleitungskabel war weg – einfach abgeschnitten. Wo, wann und von wem abgeschnitten – ich weiß es nicht. Aber jetzt unbrauchbar. Oder wollte mir einfach nur jemand das Loslassen erleichtern?

**************

Und sofort stellte ich eine Gedankenbrücke zu dem Schriftstück her, das mir vor einigen Tagen mitteilte, dass ich jetzt ein Zeichen habe, eine Nummer bin und jetzt nur noch auf eine Entscheidung warten muss – auf eine Handlung warten soll, die wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Aus verschiedenen Gründen nicht stattfinden wird.

Doch was mache ich mit meinen Gefühlen und Gedanken zu den „Zaungästen“? Auch erst mal für 17 Jahre in den Abstellraum stellen? – Bei meinem Alter und der schnelllebigen Zeit bestimmt keine gute Entscheidung!
Wer kann oder will eine durchgeschnittene Leitung reparieren? Ein Internet-Elektriker? — Ich las doch gerade, dass das Internet kaputt sei – da kann ein Elektriker sicher auch nichts mehr löten.Und was will der Mann löten, wenn das verschwunden ist, um was es geht. Vor kurzem hatte ich eine Diskussion auf einem Blog – ob gut oder schlecht will ich nicht beurteilen, auf jeden Fall lang und ausgiebig. Doch nun, da ich noch einmal was schauen wollte, ist der Artikel nicht mehr da, er ist gelöscht. Also kann ich doch nur schlussfolgern, dass wir Menschen uns zum Teil das Internet selbst „kaputt“ spielen oder schreiben. – Immer intensiver überlege ich, ob ich unter solchen Bedingungen mitspiele? Manchmal bin ich ja bekanntlich etwas langsamer als andere.

Als ich mir die Schadstellen so ansah, wusste ich, dass einige Kabel reparabel wären, weil sich nicht durchtrennt sind, sondern nur einen Wackelkontakt haben.

In verschiedener Hinsicht trifft das Attribut „ABGESCHNITTEN“ für das Jahr 2013 zu.

01 Kollateralschäden mit Text02 Kollateralschäden

Advertisements

Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Abgeschnitten

  1. Es gibt sicher bei jedem die unterschiedlichsten Beweggründe, warum die von dir bebilderten „Ex-Leser/Kommentatoren“ nicht mehr herkommen. Mit so einem Beitrag trägst du sicher nicht dazu bei den „Wackelkontakt“ zu reparieren. 😦

    Diese Collage empfinde ich wie einen modernen „Internetpranger“ mit der Aktion erreichst du sicher nicht das, was du dir erhofft hast! Auch so manche Stichelei (Pillen ein werfen, gesund spritzen) von dir, die du als lustig empfandest, hat bei mir dazu geführt auf Distanz gehen.

    Im übrigen schließe ich mich den Ausführungen von Frau Tonari an. Mir ist meine Zeit auch zu schade, sie mit nichts bringenden Diskussionen zu verdaddeln. Das Leben findet für mich nicht im Internet statt!

    Viel Spaß und liebe Grüße von mir 🙂

    PS: Auch wenn ich nicht kommentiere, so weiß ich trotzdem was du hier schreibst. 😛

    • Hallo Lucie, als ich ca. eine Stunde nach unserem Telefonat deinen Kommentar auf meinem Smart-phone las, war ich doch ein wenig überrascht. Beim Gespräch hattest du keine Bedenken anklingen lassen.
      Gerade du weißt ziemlich genau, dass ich teilweise darunter leide, so wenig Aufgaben und Pflichten, keine Arbeit, kaum Familie und keine Enkelkinder hier vor Ort zu haben und durch meine Ohren nicht an allen realen Situationen teilnehmen zu können, so dass das virtuelle Leben für mich eine größere Rolle spielt, als ich manchmal möchte. Mein Metier ist die Sprache, Schreiben lockt mich mehr als Fernsehen und auch mehr als lesen. Das musst du mir also nicht erzählen, dass für dich Leben nicht im Internet stattfindet – bei mir ist es also ein wenig anders. – Ein bisschen ist es so, als wenn du einem Schriftsteller sagst: „Das Leben findet nicht in Büchern statt“ oder einem Regisseur: „Filme sind nicht das Leben“ – Das alles weiß ich wohl, ich weiß auch, dass ich weder Schriftsteller noch Regisseur bin, doch die Beschäftigung mit Artikeln, Projekten und Geschichten hilft mir sehr oft, die Gedanken an unangenehme Sachen zu vergessen und mich auf anderes zu konzentrieren. Und auch da weißt du durch Telefonate mehr als andere, dass es davon einige gibt, nämlich von unangenehmen Sachen. Zu Handarbeiten habe ich null Bock, zu manch gewünschten Lebensvergnügungen fehlt mir das Geld und der Computer und die Beschäftigung mit ihm sind preiswert. – Und ich glaube immer noch daran, dass Diskussionen nicht sinnlos verbrachte Zeit sind und wenn ich es gar nicht erst versuche, wird sich nie etwas (für mich) ändern. Auch ein negatives Ergebnis ist ein Ergebnis, denn Klarheit in meiner Situation muss ICH mir verschaffen, nicht du und auch kein anderer. Es sollte wohl jede frei für sich entscheiden, ob sie ihre Zeit „verdiskutiert = verdaddelt“ oder „verschreibt“ oder „Bilder verarbeitet“. Und ob Bloggen sinnvoll oder sinnlos verbrachte Zeit ist, darüber haben sich schon ganz andere einen Kopf gemacht.
      In dem Telefonat hatten wir festgestellt, dass sogar du, die du dich mit Fotos gut auskennst, ein sehr gutes Gedächtnis hast und damals bei dem Projekt mitgemacht hast, nur ein einziges Foto dieser beiden Collagen zuordnen kannst. Ich glaube nicht, dass ich etwas Ehrenrühriges über die (kaum zu erkennenden) Ferngebliebenen geschrieben habe, was auch nur halbwegs den Begriff „Pranger“ rechtfertigt. Wer früher lange und intensiv bei mir gelesen hat, dem ist auch ohne solche Erwähnungen klar, dass es „Einbrüche“ gegeben hat. – Dass es nicht die richtige Methode ist, da kannst du durchaus Recht haben – nach ca. einem halben Jahr Leitungsstörung ist das hier Galgenhumor, weil ich bei den wenigsten von einem reparablen Zustand ausgehen kann. Außerdem – wer liest diesen Artikel denn? Offiziell doch kaum jemand von denen, die ich mit den Fotos gemeint habe. Tägliche Seitenaufrufe von uralten, gleichen Artikeln lassen vermuten, dass es einige „undercover-Mitleser“ gibt.
      Dass ich daran nicht vollkommen unbeteiligt bin, ist mir –
      Ich wollte nachsehen, womit ich dir zu nahe getreten bin mit „Humor“ über Pillen und Tabletten, den du nicht witzig empfunden hast. Dafür habe ich die gesamte Worddatei aller Texte von 2013 und das Netz durchsucht, aber ich habe nur den einen Text vom 10.März https://chh150845.wordpress.com/2013/03/10/vielleicht-krank-nein-spontanheilung/ gefunden. Dieser Post wird es nicht sein. Wenn du jedoch die anonyme Aussage vom November „Die eine schluckt ständig Tabletten …“ als Grund für deine Verärgerung ansiehst, tut es mir Leid. Doch ich denke, dein Ärger hat früher begonnen, wie mir mein Bauchgefühl so sagt.
      Wer viel schreibt, hat natürlich auch öfter die Chance, ins Fettnäpfchen zu treten Mein Worddokument von 2013 zeigt mir, dass ich allein mit den Artikeln ca. 60.000 Wörter getippt habe – eine ähnliche Menge kommt noch einmal mit Kommentaren zusammen – schreiben ist jetzt offenbar „meine Welt“ (dieser Kommentar hat ca. 750 Wörter, ich kann mich offenbar nicht kurzfassen). Würde ich mich auf Erläuterungstexte zu meinen Fotos oder ähnliches beschränken, wäre die Situation anders, würde mir aber nicht das bringen, was ich bisher im Bloggen gesucht habe.
      Mit der Lenny-Serie habe ich versucht, mich auf neutralem Boden zu bewegen – doch leider habe ich auch da das Gefühl: Wer mich missverstehen will, lässt sich auch da nicht davon abhalten. Sicher bin ich keine Bloggerin, die alles nur lieb, nett, positiv und ganz, ganz freundlich schreibt und sieht – so bin ICH nicht, so ist das Leben nicht – und dennoch denke ich, dass ich in kaum einer Situation jemanden wirklich angegriffen habe, ihn mit Worten treffen oder gar verletzen wollte – doch offenbar sind die Empfindungen der Leser anders, als ich sie manchmal einkalkuliere.
      Wir beide sollten in aller Ruhe überlegen, was wir mit der „angebrochenen Situation“ machen.

  2. Kennste den? https://archive.org/web/
    Ob da alles Alte drin ist, weiß ich aber nicht.

  3. Ich habe Ideengut zur abgeschnippelten Lampensache beizutragen:
    Vielleicht lässt sich eine Lichterkette reinwursten. Die hat eigenes Kabel und dann leuchtet’s wieder. 🙂

    • Liebe GWFBW oder liebe Anke, zu spät: Die Lampe ist (endlich) im Müll gelandet. Sie hat stilmäßig nicht zu meiner Einrichtung gepasst und gab auch zu wenig Licht. Ich habe die Glühlampen rausgeschraubt und sie in der Tonne versenkt. – Meine handwerklichen Kenntnisse hätten mich auch ein normales Kabel anlöten lassen können (wenn ich mir einen Lötkolben und Lötzinn besorgt hätte), ohne den Umweg über eine Lichterkette zu nehmen – aber ich hielt es wohl an der Zeit, mich von ihr zu trennen. – Manchmal tut Trennung not oder gut oder überhaupt.

  4. Das Internetten ist gar nicht so einfach wie ursprünglich gedacht liebe Clara. Frau Tonari hat das ja wohl auf den Punkt gebracht. Im Übrigen besteht das Problem überall im Internet, wenn es um die Verständigung von Menschen geht, nicht nur in der Bloggerwelt. Deshalb weiss ich nicht ob Nichtbloggen das Problem löst. Meine Meinung: nicht alles was ich lese muss ich kommentieren und nicht alles was ich denke muss ich schreiben. Selbst bei meinen Strickfreundinnen muss man sich das immer wieder sagen. Die Verständigung mit dem Schreiben, ohne das man sich in die Augen sieht, führt immer wieder zu Irritationen. Und noch etwas, jeder sollte sein Meinung haben dürfen, ohne das Andersdenkende über ihn herfallen, das sollte auch so eine grundsätzliche Denke sein, wenn man im Internet liest (ausgenommen böse Inhalte) Wenn ich aber bestimmte Streitthemen nicht zu meinem Blog passen oder gar nichts mit dem Thema zu tun haben, dann würde ich diese wohl auch löschen. Irgendwo sollte alles seinen Sinn haben.
    Aber wie dem auch sei, ich hoffe nicht, das ich Dich nicht mehr lesen kann 🙂

    • Marion, du schreibst: „Im Übrigen besteht das Problem überall im Internet, wenn es um die Verständigung von Menschen geht, nicht nur in der Bloggerwelt.“ – Na gut, beim Mailen ist es vielleicht auch noch möglich, sich misszuverstehen, aber das würde es bei einem handgeschriebenen Brief auch geben. – Doch wo anders als in Bloggershausen drücke ich mich nicht aus im Netz. Ich schreibe und lese keine Kommentare bei Tageszeitungsartikel. – Ich denke manchmal, es ist generell schwerer geworden die Verständigung unter Leuten, Gruppen, Völkern und vor allem Rassen. Sehr oft ist die eine Seite stärker und lebt diese Stärke auch aus.
      Du: „… und nicht alles was ich denke muss ich schreiben.“ JEIN! Denn wenn alles nur unter den Teppich gekehrt wird, gibt das auch keine gute Atmosphäre. Wahrscheinlich ist eine gut ausgewogene „Schreib- und Redekultur“ hier tatsächlich hilfreich.
      Manchmal entwickeln sich bei einer Postthematik durch die Kommentare auch Nebenthemen, die anfangs vielleicht nicht angeschnitten waren, aber dennoch dazu passen. – Ich jedenfalls von meiner Einstellung her würde so etwas nicht löschen, da es ja keine „Unanständigkeiten“ waren, die da ausgetauscht wurden, sondern Gedanken, wenn auch kontroverse.
      Marion, Hund Lenny geht bis Ende des Monats – und dann sehen wir weiter! – Einen schönen Tag ins Nachbarländle!

  5. Es gibt Tage, da habe ich keine Zeit oder bin einfach nicht in der Lage zu schreiben oder zu kommentieren,. Dann lese und like ich. Liebe Grüße nach Berlin Leonie

    • Ach, liebe Leonie, es geht nicht darum, 3 Tage oder 3 Wochen nichts mehr zu hören von dem Gegenüber. Aber wenn es 3, 4, 5, 6, oder auch 7 Monate sind, dann denke ich, dass ich mit Recht von einer „gestörten oder abgeschnittenen Leitung“ ausgehen kann.
      Dir wünsche ich einen sonnigen Tag auf deiner Lieblingsinsel!

  6. Mancheine(r) mag eben keine Diskussionen auf dem Blog.
    Ich erinnere mich an eine, die sachlich und mit fachlich untersetzten Argumenten ich zu führen bereit war und die trotz Linkverweisen im Internet (wenn man schon mir und meiner Berufserfahrung nicht glaubt) damit endete, dass ich mir ein ziemlich schnippisches “ Dir geht es nur darum, recht zu haben“ fing. Ich habe die Diskussion ohne Widerrede beendet und mich still von diesem Blog verabschiedet.
    Für so merkwürdiges Verhalten ist mir meine internette Zeit zu schade. Manchmal scheint es besser, einfach mal die Kresse zu halten 😉
    Leider hatte ich nicht die Gelegenheit, Deine Diskussion, die inzwischen gelöscht ist, richtig verstehend zu lesen. Ein zu kurzes Überfliegen ließ mich allerdings ahnen, dass du sehr schnell angepiekst reagiert hast. Ob überreagiert wollte ich noch mal genau angucken, aber dafür ist es nun zu spät. Mir schien, da war viel Emotionalität im Spiel plus Fehlinterpretationen.
    Die Gefahr bei Diskussionen im Netz besteht im geschriebenen Wort. Du siehst kein Gesicht mit all den Regungen dahinter. Du hörst nicht den Klang der Stimme. Du weißt nichts über die Tagesform. Drum ist es in meinen Augen schwierig, wirklich sachlich zu argumentieren und es auch so rüberkommen zu lassen, wie man es gemeint hat. Toll, wenn die anderen Teilnehmer es auch so empfangen. Leider aber eher nicht die Regel. Und das ist oft zunächst nicht böse gemeint, entzündet sich aber in Diskussionendlosschleifen immer mehr. Darauf hat nicht jeder Lust. Weder als Gegenpol noch als Mitleser. Und Schlichtungsversuche enden oft in der Katastrophe, weil der Streithammelberuhiger dann auch sein Fett wegbekommt 😉

    • Wenngleich ich keine Ahnung habe, um was genau es geht, möchte ich mich einigen Grund legenden Aussagen.von Frau Tonari anschließen:

      Du siehst den andern nicht.
      Wie gut versteht der andere mich?
      Habe ich mich klar genug ausgedrückt?
      Also…die Sprache ist mein Handwerkszeug, aber manchmal bin auch ich missverständlich und dann käme eigentlich die Kultur, nämlich eine gute Streitkultur, so wie wir es in der Diskussionsrunde in der Schule mal gelernt haben.
      Es ist schade,
      Unterschiedliche Meinungen schaffen Kommunikationsbasis, schaffen neue Wissensgrundlagen und Sorgen für andere Sichtweisen und Perspektiven.
      Warum nicht darüber sprechen…?
      Was haben wir uns (theoretisch) aneinander zu vergeben außer unterschiedlichen Meinungen, die nicht verheiratet miteinander werden müssen…?

      Liebe Clara, was du schreibst, zeigt mir mal wieder wie wenig wert auch erachtet wird über die Gedanken die du dir machst über Themen.
      Du möchtest vielleicht noch einmal etwas wieder lesen und plötzlich ist alles gelöscht
      Einfach so, weg, futsch, so ist das Internet-schnelllebig nicht von Bestand.
      Darum speichere ich so viel…ich lese gerne auch mal nochmal nach, vor allem aber auch, wenn es um eine sensible oder brisante Thematik ging…

      Lieben Gruß von der heut morgenmüden Karfunkelfee…

      P.S: Du kriegst die Lampe wieder heile…bestimmt! …nur bisschen Elektriktictic…soll ich Dir unseren Sennestädter Elektroinstallateurmeister, Herrn Th… schicken? Wenn er gleich losfährt und alle andern Kunden absagt, könnte er vielleicht am späten Nachmittag mit seinem Werkzeugköfferchen bei Dir eintreffen…;)

      • Danke, liebe Karfunkelfee, für deine Gedanken zu dem Thema.
        Du schreibst: „…und dann käme eigentlich die Kultur, nämlich eine gute Streitkultur, die wir alle mal in der Schule gelernt haben …“ – vielleicht ist die Schule bei den meisten einfach schon zu lange her, so dass wir das Gelernte vergessen haben. 🙂 Vielleicht ist es auch einfach Unlust, sich auseinanderzusetzen, weil so viele schon im echten Leben genug Probleme haben, dann brauchen sie die nicht noch im Netz. – Wahrscheinlich fällt es uns Menschen schwer, bei grundsätzlich anderen Ansichten die Emotionen draußen zu lassen – die hohen Scheidungszahlen sprechen eventuell auch dafür, dass Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen schlecht umgehen können.
        Du: „Einfach so, weg, futsch, so ist das Internet – schnelllebig nicht von Bestand.“ Doch hier war ja nicht das Internet nicht von Bestand, sondern es wurde wissentlich und absichtlich in das Internet eingegriffen, also auch etwas abgeschnitten.
        Das mit dem abspeichern von brisanten oder interessanten Sachen lerne ich auch noch, doch dann weiß ich immer nicht, unter welcher Thematik ich es abspeichern soll und finde es trotzdem nicht wieder. 🙂

    • Liebe Tonari, da wir ja in der Schule keine „Streitkultur“ gelehrt bekamen, versuche ich es, in meinem hohen Alter noch zu erlernen. Doch ein wenig fehlt mir dabei die Weisheit, so wie du hier schreibst:
      „Ich habe die Diskussion ohne Widerrede beendet und mich still von diesem Blog verabschiedet.“
      Mit diesem Können wäre ich drei Schritt weiter.
      Sicherlich sehe ich meine Diskussionsbeiträge oft anders als mein Gegenüber oder die MitleserInnen. „Angepiekst“ vielleicht, doch „überreagiert“ nach meiner Meinung eher nicht, da sachlich und ohne Angriffe, zumal ich anfangs noch von der Blogbetreiberin und einer Leserin für die Diskussion gelobt wurde.
      Du: „Darauf hat nicht jeder Lust. Weder als Gegenpol noch als Mitleser.“ – Wenn diese Endlosdiskussionsschleife als Kommentare verläuft, muss ja niemand von den Mitlesern wirklich noch lesen. Seit langem kann ich bei WP keine Kommentarantworten der anderen abonnieren – ich bekomme nur noch die direkte Antwort auf meinen Kommentar angezeigt. Also, wenn mich das Thema nicht interessiert, klicke ich einfach nicht mehr auf diesen Blog.
      Und als Blogbetreiber, zumal von einem grundsätzlich kommentar-moderierten Blog, habe ich doch ganz andere Möglichkeiten der Beendigung, als den Post zu löschen oder privat zu stellen.
      Vielleicht ist es mir wichtiger als manch anderem, auch über schwierige Dinge zu „reden“, also in diesem Fall ist natürlich ist „schreiben“ gemeint – nicht nur lustige, schöne oder tierische Sachen zu verbloggen. Blöd, aber ich bin so 🙂
      Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast für deine Antwort, denn du hast so viel anderes um die Ohren als das Bloggernetz. Deswegen ganz, ganz lieben Dank!

Ich freue mich, wenn du etwas kommentierst!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s