Claras Allerleiweltsgedanken

20.00 Uhr – Meldungen der Tagesschau

4 Kommentare

Zum heutigen Valentinstag ist bei unserer Redaktion ein Gedicht von Emerenz Meier eingegangen, dass wir hier für alle die Frauen einstellen wollen, die anders als ihre Umwelt sind oder sein wollen und denen wir gratulieren. Vielleicht vom Tanzen müde, können Sie sich jetzt an diesen Zeilen erfreuen!

Hinter dem männlich anmutenden Namen verbirgt sich eine bayrische Schriftstellerin, die von 1874 bis 1928 lebte, so dass wir ihr wunderbares Gedicht

„Wenn sich ein Weib aus der Herde hebt“

straffrei veröffentlichen dürfen.

Wenn sich ein Weib aus der Herde hebt
Und nicht nach der alten Schablone lebt,
Dann soll’s von der Menge gesteinigt werden,
Wie es Gesetz ist und Brauch auf Erden.

Doch gab man ihm eine Gnadenfrist,
Solange es jung und sauber ist,
Erst wenn sich’s zur alten Jungfrau entwickelt,
Wird es gekreuzigt, darauf zerstückelt.

Und hat sich ein Mann ein Weib erwählt,
Das mehr versteht als er von der Welt,
Mag es sein Haus sonst auch wohl verseh’n,
Der Scheidung soll nichts entgegensteh’n.

Denn der Mann sei weise, das Weib sei dumm,
Solch alte Gebote stößt man nicht um,
Heißt doch in jedem Fall er der Ernährer,
Auch wiegt sein Gehirn um einiges schwerer.

Und wenn von dem Alten Testament,
Man sonst schon das meiste erlogen nennt,
Die eine Wahrheit bleib ungebrochen:
Gott schuf die Eva aus Adams Knochen.

Zuviel ist dem Weibe bereits erlaubt,
Die Türkin trägt heut noch im Sack ihr Haupt.
Hier will sie Arzt sein und Pillendreher,
Lehrer, Jurist und Schaltersteher.

Gefährdet durch Weibes Intelligenz
Ist heut der Männer Existenz,
Ihr Ansehen flieht wie der alte Glaube
An ihre Kraft und ans Glück der Haube.

Doch tausend noch halten am alten Recht
Und schreien: Nieder mit dem Geschlecht,
Dem dritten, Wolzogens‘ Kampfgenossen,
Es sei verachtet, verfemt, verstoßen.

Ja, fort mit jeder, die emanzipiert,
Auf selber gebahnten Pfaden irrt,
Man schichte Scheiter, man werfe Steine,
Denn die Welt schuf Gott für den Mann alleine.

*************

Heute ist ja nicht nur der vielleicht entbehrliche „Tag der Blumen- und Pralinenindustrie“, sondern auch noch der Tag, der sich unter der Bezeichnung

„One Billion Rising“

eingebürgert hat – Frauen tanzen gegen Gewalt und Unterdrückung. In dem kurzen Video gibt es erschreckende Szenen, was Frauen angetan werden kann – aber es gibt am Ende auch die Hoffnung, dass das überwunden werden kann.

Meist bette ich keine Videos ein und schaue mir auch keine an, weil ich bisher keine vernünftigen Kopfhörer für den Computer angeschlossen habe. Aber bei einem guten Zweck ist das schon mal anders.

In meiner Geschichte, die am 16. beginnt, wird es keine Gewalt gegen Frauen geben – und die, die beschrieben wird, wird zum Guten gewendet.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

4 Kommentare zu “20.00 Uhr – Meldungen der Tagesschau

  1. Eigentlich wollte der Kerl ja, dass sie die Bude fegt!
    Harry-Potter-Sachen kenne ich nicht, von daher…

  2. Dazu fällt mir dieser Cartoon ein, den ich irgendwo sah: Ein Kerl hält einer jungen Frau `nen Besen hin und herrscht sie an: Du weißt ja wohl, für was der da ist!?
    Klar, sagt sie, schwingt sich drauf und fliegt weg……

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