Claras Allerleiweltsgedanken

Hans Huckebein – Update!!!

12 Kommentare

Update“ könnte ja bedeuten, ich will melden, dass der Koffer wieder da ist, abgegeben von reuigen Sünderlein, ehrlichen Findern, pfiffigen Bahnbeamten.

Er ist nicht da – aber zu den „pfiffigen Bahnbeamten“ will ich was schreiben. Auf meine sofort online erstellte Verlustmeldung bekam ich heute eine Meldung eines am 3.3. im Bahngelände aufgefundenen Rollkoffers. Für 0,59 €/Minute musste ich bei dem Fundservice anrufen. Als mir der Beamte sagte, dass absolut nichts von den Merkmalen übereinstimmte und der Fundort in Bremen ist, habe ich mich schon darüber „gefreut“, wie die Bahn ihren Kunden das Geld hintenherum aus der Tasche zieht. (Zurück zum ursprünglichen Text)

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Zwei auf einen Streich …. nämlich entsorgen und (Elektroenergie) sparen.

Diese Story könnte auch heißen „Die Liebe der Diebe zu mir ist wieder entflammt!“ –
Andere stellen Entsorgungsprojekte auf, um sich von Sachen zu trennen – ich habe das sehr unelegant auf eine ganz schnelle Weise gelöst.

Am Montag kam ich von meiner Reise zurück. Eine Woche nur Ruhe, Spaziergänge in Gottes schöner Natur, friedliche und nicht-kriminelle Menschen, halbe Hunde, schöne Pumpen, hübsche Bänke, ein SKK = SuperKuschelKater – das konnte ja nicht gut gehen.

Weitere Fotos kann man im Fotoblog sehen.

Wie bei Anno im gestrigen Post: Bis zur letzten Figur ging es dort gut, bei mir ging es bis zur fast letzten S-Bahnstation gut.

Mein IKEA-Koffer, durch einen angezippten Rucksack etwas dick und unförmig, stand ca. 1,5m hinter mir an der Tür des S-Bahnwagens, weil er so schlecht zwischen die Sitzreihen passt. Jede Station drehte ich beim Anhalten meinen Hals in die Kofferrichtung. Doch dann kam ein Anruf. Froh, endlich wieder Empfang durch E-Plus genehmigt zu bekommen (7 Tage ging nichts in dieser Richtung), konzentrierte ich mich auf das Phone und ließ am S-Bahnhof Lankwitz meinen Koffer ohne Augenkontakt.

Und ohne diesen meinen Augenkontakt wird der Koffer wohl den Rest seines Lebens bleiben müssen – denn als ich mich an der nächsten Station aussteigefertig machen wollte, war der Koffer weg. Zum Glück hatte ich Geld, Ausweise und Wohnungsschlüssel an der Frau.

Pullover, Hosen, Schuhe, Jogginganzug – alles verschmerzbar, doch um die selbsteinfärbende Brille und die Computerbrille, alle Ladekabeltechnik, um die elektrische Zahnbürste und die Munddusche tut es mir schon Leid, auch das alte Navi konnte ich noch verwenden.

Apropos Navi und Orientierungssinn. Schon auf der Hinfahrt hatte ich ein ähnliches Erlebnis, doch da lag es an meiner Dummheit. Als ich von der Toilette in die falsche Richtung abbog und damit auch im falschen Wagen landete, wähnte ich mich auch schon von Tasche über Koffer bis zu Jacke bestohlen – doch das kam mir dann doch eigenartig vor. – Ein Gang in die richtige Richtung klärte alles in Wohlwollen auf.

Der Polizist hat in einem rasenden Tempo von 35 Minuten meine Personalien, den Diebstahlort und die drei wichtigsten Koffer- und Gegenstandsbeschreibungen aufgenommen. Bei dieser Wahnsinnsgeschwindigkeit ist es mir um unsere Diebe nicht bange – die haben immer genug Zeit zum Weglaufen.

Ich behaupte immer: „Wovor man sich fürchtet, das tritt ein!“. Beim Zwischenstopp in Hamburg saß ich am Bahnhof auf einer Bank, meinen Fuß durch den Henkel der Tasche gefädelt. So ängstlich bin ich sonst nie – vielleicht hatte ich da schon eine Diebstahls-Vorahnung.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

12 Kommentare zu “Hans Huckebein – Update!!!

  1. Das ist ja der reinste Alptraum..mit dem Koffer, davon hab ich immer geträumt. Ich hoffe du bist dagegen irgendwie versichert. Das ist wirklich sehr ärgerlich.
    Liebe Grüße

    • Die in der Hausratsversicherung enthaltene Reisegepäckversicherung zahlt nur bei RAUB, nicht bei Diebstahl. Ich weiß nicht, wie das in den Zügen wäre, wo man die Koffer gleich am Eingang in vorgesehene Boxen stellt, die nicht verschlossen sind.

  2. manchmal hat man aber auch Pech, wünsche dir alles Gute, KLaus

  3. Sich empören bringt nichts, obwohl man das könnte mit einem Riesengebrüll. Bezüglich der Inhalte, wer weiß, wo die das hingekippt haben. Könnte man Fundbüros anrufen, z.B. von dieser Bahn? Mir ist das große Warnung bezüglich unserer baldigen Reise nach Prag. Dort auch schon heiße Dinge in Richtung Beklautwerden erlebt. Ich bin an beiden Augen Graustaroperiert und brauch überhaupt keine Brille mehr….Tröst und überleg….

    • Ich habe alle Fundbüros angemailt oder verständigt – aber du siehst ja, wie die DB das macht. Die sind mit ihren Computern noch nicht mal in der Lage (oder wollen nicht in der Lage sein), die Fundorte nach Städten zuzuordnen.
      Ganz OHNE Brille kann ich nicht sein, weil mein Astigmatismus zu stark ist, aber ich MÖCHTE auch nicht ohne sein, das windet so an den Augen. Ich habe seit meinem 23. LJ eine Brille.
      Eine Linse für Alles-Korrektur ist für nicht Privatversicherte so teuer, dass ich mir davon einiges leisten könnte. Das rechte Auge ist ja schon korrigiert, aber da geht es auch nicht ohne Brille. nur unscharf.

  4. Das ist ärgerlich. Gut, dass du deine Wertsachen bei dir hattest. Sollen den Dieben die Pullover jucken, die Finger im Zipverschluss hängen bleiben und die elektr. Kabel Schläge verursachen.

    • Ute, du kannst ja nochmal das Update lesen, wie die Bahn ihre Kunden vera…lbert.
      Andersherum glaube ich, hätte ich meine Wertsachen im Rucksack vorn am Koffer drin gehabt, wäre ich sicher oder zumindest vielleicht neben dem Koffer stehen geblieben.
      Das ist wirklich sehr, sehr ärgerlich!

  5. Ach, das ist ja megaärgerlich und bedeutet wieder jede Menge Rennerei. Als wenn du nicht schon genug um die Ohren, Zähne etc. hättest.
    (Hauptstadt der Diebe ist wohl noch immer Barcelona, aber wir nähern uns…)
    Mögen deine Klamotten jemanden zweckdienlich wärmen. Und den Fluch für den Dieb behalte ich jetzt für mich 😉

    • Zum Glück war nichts an Papieren, Geld oder Schlüsseln drin – aber dann hätte ich den Koffer mit dem aufgeschnallten Rucksack vielleicht auch nicht so „ausgesetzt“. Die beiden Brillen sind der schlimmste Verlust – die anderen Elektrosachen lassen sich verschmerzen oder allmählich ersetzen.
      Jetzt überlege ich ernsthaft, die Grauer-Star-Operation auch am linken Auge schon machen zu lassen, denn danach bräuchte ich eh eine andere Brille für Computer und Ferne.
      Ich befürchte, die Mädels haben den Koffer behalten und den Inhalt in eine Mülltonne gekippt.

  6. War da ein Wecker- tick- tack- Modell drin? Dann hat den Koffer der Sprengmeister der Bundespolizei.
    Ansonsten gilt ja, je näher an der Börse, desto größer die Kriminalität. In Hamburg nennt man die Börsianer aber Reeder. Oder den Anno- Versand, der bezahlt seine Spedition „Herpes“ ja eher mies. Bleibt als Trost, frierende Kinder (gibt es in Kuba nicht- höhö!) können in der Metropole der Reichen sich jetzt in Claras- Pink gewanden. Trosttätschel!

    • Daggi, danke für den Trosttätschel. – Nichts im Koffer war pink, nur einmal lila, einmal gestriffen 🙂
      An den Sprengmeister habe ich auch schon gedacht, dass der meinen Koffer in die Höhe jagt, wenn die (blöden) Gören den einfach nur so aus Jux mitgenommen haben.
      Nu lass meinen Anno aber aus dem Otto-Versand raus, der arme Kerl muss noch zur Schule gehen.

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