Claras Allerleiweltsgedanken

2024 – Kleine rosa Stiefelchen

8 Kommentare

Ihr denkt es euch, ich denke es mir – die Dominis sollten Recht behalten mit ihren trapsenden, trampelnden Nachtigallen.

Ihr Sohn und Anna waren stark beschäftigt, so dass es manches Mal knapp wurde, sich einmal im Monat zu treffen. Aber an die Silberhochzeit von Johannis und Claudia dachten sie trotz allen Stresses trotzdem. Sie schenkten ihren Eltern mit Felix  gemeinsam ein Wochenende in einem Wellnesshotel. Die Mama war sofort hellauf begeistert, der Papa zog zuerst ein langes Gesicht – aber als er von dort zurückkam, hatte er schon die Buchung für ein nächstes Wochenende in der Tasche, so begeistert war er. Weniger von den Wasseraufenthalten, sondern mehr von den Tennisplätzen. Sein Schlaganfall war ohne Folgen geblieben – und jetzt trieb er mehr Sport, trank weniger Bier, rauchte gar keine Zigarette mehr und fühlte sich rundum wohl.

Doch eines Tages war eine richtige Einladung im Briefkasten.

Mutter Claudia konnte es sich nicht verkneifen, sie rief sofort Felix und Kay an und fragte, ob die auch eine Einladung hätten. Vor allem die Einladung war nicht für ihre kleine Wohnung ausgestellt, sondern in ein hübsches Lokal.

Und es traf ein:

Die beiden feierten Verlobung und gaben bekannt, dass Anna schwanger ist und nach 4 Monaten noch jemand zur Familie gehören wird. Was kann man von wohlmeinenden Eltern anders erwarten als dass sie nach dem Hochzeitstermin fragten. Die ganzen ökonomischen Begründungen von Kindergeld und Kitaplatz und Müttergeld begriffen sie nicht – ach, was war das früher doch alles relativ unkompliziert gewesen. Doch nach ganz kurzer Zeit überwog die Freude auf das zu erwartende Enkelkind. Nach langer Überredung ließen es sich die beiden aus der Nase ziehen: Es wird ein Mädchen und bald werden rosa Stiefelchen vor der Tür stehen.

2403 2024 Rosa Stiefel

Mit den Eltern von Anna verstanden sich die Dominis sehr gut, nur wohnten sie nicht in dieser Stadt. Die Omas in spe machten hinter dem Rücken von Anna schon Pläne. Die Anna-Mutter stellte sich für Krankheit des Babys zur Verfügung, wenn Anna unbedingt arbeiten gehen musste, weil eine Ausstellungseröffnung direkt bevorstand. – Und die Anno-Mutter freute sich schon darauf, auch mal in der Woche auszuhelfen.

Bei der Entbindung im Jahr 2025 „halfen“ Papa Anno beim Pressen, die beiden Opas beim Trinken, die beiden Omas beim Kuchenbacken – und so wurde Felicitas mit Freude auf der Erde begrüßt. Felix wurde Patenonkel, so dass man den Kreis derer, denen man bei Bedarf das Kind mal „aufs Auge drücken“ konnte, noch um eine zuverlässige Person erweitert war. Felix freute sich wie ein „Bekloppter“, dass dieses süße Patenkind seinen Namen in weiblich bekommen hatte – ein größeres Zugehörigkeits-Geschenk hätte ihm die Familie nicht machen können.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

8 Kommentare zu “2024 – Kleine rosa Stiefelchen

  1. Das geht ja rasant vorwärts, liebe Clara, erinnert mich ein wenig an mein Zuhause und den ewigen Onkel dort.
    Sehr harmonische Familie in deiner Geschichte – man wartet förmlich auf Rückschläge.
    Liebe Grüße

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    • Mit 4 (oder 5) Fotos legt meine Geschichte 7 Jahre zurück, also wirkliche Siebenmeilenstiefel.
      Ich muss sagen, diese Familie gefällt mir auch – und es kommen noch sehr viel neue Personen dazu. Ausgesprochene Stänkerbatzen waren nur die Eltern von Felix – ansonsten fällt keiner so richtig aus der Rolle, nur ein wenig.

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  2. Oh, ich stelle gerade fest. Du bist bereits in der Zukunft. Das wird ja immer spannender :-). liebe Grüße Leonie

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    • Die „Zukunft“ an sich wird keine große Rolle spielen, ich werde keine technischen Extravaganzen beschreiben oder loben oder so.
      Ich wollte Anno nur zu einem runden Datum in der (Literatur-)Welt erscheinen lassen, damit alle besser rechnen können. 1900 erschien mir zu blöd, das Jahrhundert hatte viele Tücken. – Also wählte ich 2000 – und die Story oder „Saga“ wird 2084 enden – geht aber mit rasanten Schritten vorwärts.

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  3. „Wasseraufenthalte“ ist mein Wort des Tages!
    Warum fällt mir zum Text noch der Ausdruck „Verdeckte Ermittlungen“ ein? Merkwürdig.
    Gruß von der, die fast nie Rosa trägt.

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    • Ich war zwar noch nie zu einem Wellnessaufenthalt, aber ist es denn nicht so, dass man zwischen den verschiedensten Becken, Temperaturen und Wasserbewegungen wählen kann, um sich aufzuweichen???
      Meine Farbe ist neuerdings auch mehr lila, weniger pink, und richtiges rosa auch kaum, das wirkt UNANGEBRACHT und gefällt mir nicht mehr.
      Die „verdeckten Ermittlungen“ machen in meinem Hirn noch nicht klick!
      MIR kam es wohl in erster Linie darauf an, den Felix mehr als sympathisch rüberkommen zu lassen. Deswegen habe ich ihm den Namen „Felicitas“ zugedacht.

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