Claras Allerleiweltsgedanken


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2035 – Incognito

Gleich übergehend von der Silvesterfeier wurde in Annos 35. Geburtstag hinein gefeiert. Die „halben“ und die runden – wenigstens die wurden immer mit Freunden und Familie gefeiert. Seine Eltern sah Anno ja häufig, da sie sich oft um die Kinder kümmerten, doch der Kontakt zu Annas Eltern war inzwischen nicht mehr so eng wie anfangs – vielleicht, weil sie in einer anderen Stadt wohnten, vielleicht, weil sie ein wenig dachten, sie seien etwas Besseres als Annos Eltern. Das hatte zwischendurch schon zu Auseinandersetzungen zwischen Anno und seiner Frau geführt, die dann aber immer wieder mit Versöhnung endeten. Sie liebten sich wirklich sehr – immer noch – auch wenn sie jetzt schon so lange zusammen waren.

Anna war gerade mit ihren home-office-Aufgaben beschäftigt und hatte sich kopfüber in eine schwierige Aufgabe gestürzt, als sie ein markerschütterndes Gebrüll hörte. Sie glaubte, Benno sei die Treppe runter gefallen. Felicitas war in der Schule, von ihr konnte also keinerlei Gefahr ausgehen. Anna rannte die Treppe zum Kinderzimmer nach oben. Benno lag auf der Erde, hatte erbrochen und aus seiner Windelhose floss Blut. Ohne auch nur einen Moment nachzudenken, packte sie den Jungen, trug ihn die Treppe runter, setzte ihn ins Auto und jagte mit total überhöhter Geschwindigkeit ins nahe gelegene Klinikum. Vielleicht wegen des Geruchs, vielleicht auch, weil die Schwester die Dringlichkeit der Sache erkannt hatte – Benno kam sofort dran … und Benno kam auch sofort auf den OP-Tisch. Weiterlesen