Claras Allerleiweltsgedanken

Muttertag verlegt

8 Kommentare

1105 Grabsteincollage 2

Diese Grabsteine auf dem Stahnsdorfer Friedhof, auf dem ich vor ein paar Tagen mal wieder gewesen bin, haben zwar außer mit dem gemeinsamen Friedhof nichts mit meiner Mutter zu tun – doch sie haben mich zum Nachdenken gebracht.

  1. Irina ist so alt wie Heiko geworden und hat bestimmt auch jemanden hinterlassen, dem es fast das Herz zerrissen hat
  2. Jan, noch keine 40 Jahre alt, hat offenbar eine Frau und drei Kinder auf dieser Welt zurückgelassen, die die Erinnerung an Mann und Vater nur durch Erzählungen wach halten können.
  3. Sylvia – 20 Jahre jünger als ich und schon zwei Jahre tot – da waren bestimmt auch andere Wünsche an das Leben vorhanden
  4. 1933 im schlimmsten Schlamassel geboren – doch mit 80 Jahren hoffentlich in Frieden gestorben
  5. Bei Klausx2 und Helga, die alle in unmittelbarer Nähe bestattet wurden, hat der Steinmetz vielleicht auf die Möglichkeit hingewiesen, dass es auch mit der Unterschrift geht
  6. Helga und so unendlich viele andere zeigen mir, dass langes Leben kein Privileg ist
  7. Die beiden Klaus-Männer, die sich sicher nie im Leben gekannt haben, sind so dicht beieinander geboren und dann auch so dicht beieinander gestorben. Der ältere ging vor und nahm seinen Titel mit ins Grab oder auf den Stein.

1105 Grabsteincollage

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

8 Kommentare zu “Muttertag verlegt

  1. sehr interessante gedanken , sehr schön geschrieben , sehr schön fötelet. Ich mag friedhöfe nicht, ich geh da nicht hin und darum mache ich mir auch keine gedanken darüber. So was denke ich aber immer bei alten grossen bäumen, bei alten häusern etc. was haben die schon alles gesehen , was könnten die uns alles erzählen – wer ist da ein und ausgegangen, ganz ohne internet , händy usw.

    lass dich drücken:)

    • Ich glaube, mit alten Häusern oder besser noch mit alten Bäumen ist es schöner. Obwohl, alte Häuser erinnern mich meist an Verfall – aber mit alten Bäumen ist die Vorstellung sehr, sehr schön, was die unter ihrer Krone oder an ihrem Stamm schon alles erlebt haben.
      Du sagst es wirklich und wahrhaftig: Viele, viele Jahrtausende vor uns hat die Menschheit ohne Internet und ohne Handy überlebt – und hat es ohne Sofortinfos auch ausgehalten.
      Danke fürs Drücken! Das nehme ich aber für anderes.

      • nein häuser erinnern mich nicht an verfall … ich überlege wie das gewesen sein könnte in sehr alten häusern oder burgen . Die kleider , das kochen , waschen , die etikette … he he

        • ich bin da sicher DDR-geschädigt, weil es da so viele vergammelte Häuser gab, wo ich mir lieber nicht vorstellen wollte, wie es da durch die Fenster gezogen hat, wie der Putz von der Decke fiel usw. – Ich weiß, ich bin da unprosaisch, ‚zeihung!

  2. das geht mir nun auch so, einen guten Sonntag, Klaus

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