Claras Allerleiweltsgedanken


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Reminiszenzen von der Heimwerkerfront

Nachdem jetzt alles in Sack und Tüten ist, nur noch ein paar kurzweilige Sätze zu den „Bauarbeiten“. Der Techniker war nicht nur jung und freundlich, sondern auch noch schnell und kompetent. Alles paletti – und meist mehr als 25.000 Geschwindigkeit im Angebot.

Wie der Kater, der alle seine Rendezvous absagen muss, gehe ich jetzt auch von Abo zu Abo und sehe, wo ich eine Arcor-Adresse verwendet habe, da diese in 14 Tagen abgeschaltet werden. Doch das ist dann wirklich das letzte, was nötig ist.

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In meinem Kopf spukte der Gedanke, vier von vier vorhandenen Halogen-Deckenflutern gegen LED-Leuchten zu ersetzen, da bei drei von ihnen entweder die Deckenleuchte oder die Leseleuchte nicht funktionierten. Doch als ich den Preis hochrechnete (ca. 230,00 für vier) und gar, als ich erfuhr, dass ich das LED-Geleuchte wegwerfen muss, wenn die LEDs durchgebrannt sind, nahm ich davon Abstand. Wie könnte ich beweisen, dass die LEDs nicht die versprochenen 100.000 Stunden geleuchtet haben??? – Stattdessen nahm ich einen Schraubenzieher und ein Papiertaschentuch in die Hand und ersetzte entweder die Leselampe oder oben die Deckenstrahlerglasröhre. – Und siehe da, bei zwei Lampen hat es funktioniert. – Lampenprojekt abgeschlossen.

Kurzzeitig spukte auch der Gedanke in meinen Gehirnwindungen, die braune, alte, Cordsamtliege durch eine ganz schöne lila-weiß-gestreifte zu ersetzen, aber auch das wurde wieder verworfen – aus unterschiedlichsten Gründen.

0508 Arbeitsplatz SZ 74

0508 Lila Liege Roller 83

Da die Liege 10 cm höher gesetzt werden müsste und mir keine Lösung einfiel, die vernünftig aussieht und vom Preis her erschwinglich ist, habe ich den Gedanken verworfen. Für die rund 300,00 € eingesparten Euro bin ich lieber ganz vornehm und reichhaltig essen gegangen. Wer das wunderbare Chinarestaurant in Oberhausen oder in Greifswald kennt, weiß, wie ich schlemmen konnte – ich war nachher so angenehm gesättigt, dass jeder Gedanke an eine Liege weg war aus dem Kopf.

Ich habe mich für folgende Lösung entschieden:

0508 Lila Liege SZ 85

Und zum Spannbettlaken passende lila Bettwäsche hatte ich vorher schon!

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Dann musste noch der „großer-Fernseher-Gedanke“ aus dem Kopf verjagt werden. Der Platz wäre ja jetzt durch die freigewordenen 1,40 m vorhanden. Der relativ kleine, den ich jetzt habe, würde bestimmt irgendwie im Schlafzimmer Platz finden. Doch mal ehrlich – braucht eine Person zwei Fernseher? Nein, nicht wirklich. Stattdessen habe ich mir einen gemütlichen Leseplatz eingerichtet. – Ich konnte mich bisher mit dem wuchtigen Erbstück meiner Mutter nie richtig anfreunden – doch auch ich komme langsam in das Alter, wo man gemütliche Mittagsschläfchen-Sessel braucht, denn dieser hier kann mit Motorbetrieb abgesenkt werden. – Hier sieht man einen der reparierten Halogendeckenfluter.

0508 Leseplatz

Könnt ihr euch erinnern, wie ich über die Schräglage meiner Bettstatt parlierte? Das erste Provisorium waren zwei Bücher, deren Auswahl lediglich durch ihre gleiche Stärke bedingt war. Als ich sie durch Klötzer – mühevoll in „Laubsägearbeit“ auf dem Balkon geschnitzt –  ersetzte, machte ich mir so meine Gedanken darüber. (Den kleinen Schraubstock habe ich eeeeeeeeeewig nicht benutzt – jetzt war ich froh, dass ich ihn fand.)

Clara und ihre Säge beim "Schnitzen"

Clara und ihre Säge beim „Schnitzen“

Dass der Klotz inzwischen mit schwarzer Folie bezogen ist, weiß jeder, der meinen Hang zum Perfektionismus kennt.

0508 Unterlegklotz 63

Doch nun zu den kurzzeitig unterliegenden Büchern:
0508 Unterlegbuch 65

… und spontan und gleich habe ich geantwortet: „Nein, der Hund nicht, höchstens seine Oma!!!!“

Mit dem zweiten Buch hätte es ja gar zu politischen Verwicklungen kommen können, wenn jemand geglaubt hätte, es sollte eine Dauerunterwerfung unter mein Bett-Bein werden. Und deswegen ist es gut, dass die Bücher wieder frei sind

0508 Unterlegbuch 67