Claras Allerleiweltsgedanken

Schwedt an der Oder …

35 Kommentare

war zu DDR-Zeiten bekannt durch das große Textilkombinat. Davon ist nichts übrig geblieben. Auch sonst scheint von industrieller Erwerbstätigkeit nicht viel in Schwedt und Umgebung zu sein – die Stadt macht keinen wohlhabenden Eindruck. Kunst gab es einiges, was mir gefallen hat – und Wasser. Eine Stadt am Fluss hat schon immer für mich einen besonderen Reiz. In der Nähe der Donau geboren, an der Neiße gelebt, an der Elbe (Dresden) studiert, an der Spree die Berliner Luft geschnuppert, an der Elbemündung geliebt, am Rhein Fahrrad gefahren, am Neckar einen Teil der Familie geparkt! Gibt es eigentlich Städte ohne Flüsse????

Das sind hier also ODER-Möven, die auch nicht anders aussehen als andere Möven, nur dass sie Polnisch verstehen, weil sie ja ständig hin und her fliegen.

1009 Collage Möven

Und jetzt Kunst satt.

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Ich hoffe, jeder erkennt die Seejungfrau

Wie es aber kommt, dass die Seejungfrau ein Baby im Arm hat, das verstehe biologisch, wer will. – Vielleicht ist das hier der Vater von dem kleinen Seejungfrauen-Baby, der jetzt ganz schnell davon reitet, um keine Alimente zahlen zu müssen???

1009 Schw Skulptur Reiter 85

Als die Seejungfrau noch eine Mädchenjungfrau war, hat sie ganz unbeschwert mit ihrem Liebsten getanzt. – Diese Skulptur strahlt den typischen DDR-Kunst-Charme aus.

1009 Schw Skulptur Liebespaar 18

Und jetzt noch zwei Collagen von der Rathaustür, die ganz mit Skulpturen geschmückt war. – Dass die Industrie eine Rolle spielte, verstehe ich ja – aber warum Pferde für Schwedt so bedeutend sind, habe ich nicht erforscht.

1009 Collage Rathaustür (2)

Offenbar wurde die Industrie durch Natur und Obstbau ersetzt und die Pferde durch die symbolischen Pferdestärken. 1009 Collage Rathaustür 2

Und morgen gibt es noch was im Fotoblog über Schwedt.

Advertisements

Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

35 Kommentare zu “Schwedt an der Oder …

  1. Lass dich auch heute grüßen, schönen Samstag, Klaus

  2. Nach Schwedt habe ich es nicht geschafft. Nur Eisenhüttenstadt habe ich aus der Ferne gesehen. Meine Schwägerin zieht in eine neue Wohnung, 15. Stock, direkt an der Oder. Um den Ausblick beneide ich sie wirklich. Dank dir war ich nun doch in Schwedt, wenn auch nur mal ganz kurz. Ein guter Beitrag ist es geworden, liebe Clara.

    • Gudrun, im 15. Stock zu wohnen ist herrlich, nur der Fahrstuhl darf nicht ausfallen. Wir haben von 1981 bis (leider nur) 1985 im 16. Stock auf der Fischerinsel gewohnt. Dort haben sie grundsätzlich Silvester die Fahrstühle stillgelegt – aus Sicherheitsgründen. – Nie mehr wieder im Leben so eine schöne Aussicht gehabt – auf den „bösen Onkel Springer, der immer Enten in die Zeitung setzt“ und so.
      Ich gucke mal in meinem Fotoarchiv – in Eisenhüttenstadt war ich wohl auch schon.
      Heute wieder volles Programm.

      • Das sehe ich mir gleich an. 🙂 Seit langem schon bin ich begeistert von der Oder. Ich könnte dort stundenlang laufen. Alles ist noch urwüchsig, vielleicht weil es ein Grenzfluss war.
        Du hast viele Skulpturen fotografiert. In Frankfurt gibt es auch sehr viele, besonders an der Oderpromenade. Ich finde so etwas schön, es macht eine Stadt gemütlich.
        Die Wohnung meiner Schwägerin ist in einem Musterbau. In Frankfurt wurden die Platten gefertigt und der Architekt dieser Bauweise hat Musterhäuser errichten lassen. Das Haus gibt es nur einmal. Die Mangelwirtschaft hatte den Bau verhindert. So viele verschiedene Plattenbauten, mit Erker, Dachterrassen u.ä. wie in Frankfurt habe ich noch nie gesehen. Die Plattensiedlungen in Leipzig sind eher hässlich. Klotz halt. Ich könnte mir vorstellen, in Frankfurt zu wohnen, aber solche Gedanken gehen gerade gar nicht. 🙂
        An einer Stelle schreibst du, dass die Skulptur Charme hat. Stimmt. Weißt du Clara, lass uns ab und zu etwas davon zeigen. Ohne viele Worte. Diese Anregung nehme ich mir von dir hier mit.

  3. vielleich ist es nicht ihr baby .. vielleicht hat sie es vor dem ertrinken gerettet , hebt es nach oben über das wasser:)

    schöne bilder clara ❤️

    • Diese Variante gefällt mir – so könnte es wirklich sein, die gute Sirene, die das Kind vor dem Ertrinken rettet.
      Alles Gute, keine Panne, viel Sonne und überhaupt – das wünsche ich dir!

      • danke clara … ich finde bestimmt was lilaniges für dich auf der insel:)

        • Darf ich Ratschläge geben??? 🙂 Ein wirklich weiches Armband, das nicht drückt und das ich zusätzlich zur Uhr tragen könnte. Es kann ruhig aus den jetzt modernen kleinen Gummiringen bestehen, vielleicht in zwei verschiedenen Lilatönen? Das schmückt dann zwar nicht mein Schlafzimmer, sondern mich – aber das ist doch noch viel besser, oder???
          Sonne pur für dich und 14 Tage WasserWellenWunderSpaß! Du bleibst ja dank Auslandsflat angeschlossen.
          Ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Mitbewohner „seinen Namen verloren“ hat und nur noch der alte Mann ist? Wenn ich mir vorstelle, dass er gerade 10 Jahre älter ist als ich – ob ich in 10 Jahren auch so ängstlich, unbeweglich oder so bin? Ich denke nicht? Meine Mutter war eher der Typ dafür.

          • ich werde so ein armband suchen für dich:)

            jo ich weiss das ich nur noch “ sehr alter mann “ sage. Das ist er auch , jeden tag wird er bestimmt 100 jahre älter. Meine eltern ( wurden beide fast neuzig ) waren nicht so .. waren noch voller leben! ER ist und wandelt wie gestorben. Obwohl ich tagtäglich einiges mit ihm unternehme .. er ist irgendwo stehen geblieben. Er versteht mich immer falsch trotz höhrgerät .. er gibt immer lustige antworten/kommentare auf sätze die ich VÖLLIG anders meinte :O)
            er weiss mittags nicht mehr was morgens war .. er schlurpft den ganzen tag hinter mir her , weiss nicht was er mit sich anfangen soll. Er ist einer der ältesten menschen die ich kenne … nicht immer einfach:)

          • Ich kann dich so gut verstehen ich nehme Dich einfach mal ganz ganz fest in den Arm weil ich für mehr im Moment nicht Zeit habe ich muss gleich weg wir gehen mit Anna auf dem Flughafen Tempelhof Flugdrachen angucken

          • aber es ist alles extrem ok jetzt :0) … ich fahr ans meer

  4. Schöne Skulpturen, die Seemutti is keine Jungfrau..nie nich 😉
    Die Tür find ich auch echt stark.

  5. Die Türcollage ist stark!!!
    Überhaupt 🙂

  6. Liebe Clara,
    was für wunderbare Seiten Schwedt doch hat, Du zeigst sie uns, die wir dieses Städtchen nicht kennen, Danke dafür ♥
    Die Skulpturen und vor allem auch die Reliefs sind wirklich besonders bemerkenswert und sehr interessant!
    Liebe Freitagsgrüße
    moni

    • So eine hochkarätige Enkelwoche bringt den Zeitplan ganz schön ins Beben 🙂 Anna und die neue kleine Sechsjährige waren in dieser Woche dran und die richtigen Enkel waren auch da – abwechselnd, erst der 13jährige und dann die 8jährige herzige Enkeltochtet. Die ist bei Alltagsdingen so etwas von umsichtig, dass es eine helle Freue ist. Der Große dagegen will nur ins Smartphone schauen, um mich bei Quizduell in den Kategorien Comics und Computerspielen zu besiegen oder zu programmieren. Das normale Leben oder irgendwelche Aufträge werden nur wortgetreu ausgeführt, ohne dabei mitzudenken. Er ist wonnig sonnig süß anstrengend.
      Ich fand diese Kupferreliefs auch sehr gut gestaltet.

  7. Wieder mal einen interessanten Foto- Einblick gezeigt, liebe Clara 😉
    Die Tür, die Rathaustür, die tät mir ja schon richtig gut gefallen. Wäre aber, denk ich, etwas zu breit für meinen Eingangsbereich *lächel* Aber gefallen tät sie mir *hihi*

    Lass dir noch liebe Grüße und Wünsche für ein tolles Wochenende hier
    Heike

    • Heike, ich könnte es mir gar nicht mehr vorstellen, in einen anderen Ort ohne Fotoapparat zu fahren. Mit Bildern kann ich so oft viel schneller zeigen, was mir gefiel, worüber ich gelacht habe oder was vielleicht sogar wirklich bemerkenswert war.
      Heute will ich mit Anna Drachen auf dem Tempelhofer Flugfeld ansehen gehen. – Und am Abend ist Doppelkopfturnier, freu mich!
      Hexe inzwischen vollkommen in die Flucht gejagt???
      Bestgelaunte Grüße von mir

  8. es macht richtig Spaß, deine Berichte zu lesen, beste Grüße, Klaus

  9. Am besten gefallen mir die polnisch verstehenden Möven 😀 Die realkommunistische Kunstrichtung ist da schon eine andere Sache …

    • Ich denke immer und immer wieder, das hier wie da Kunst gibt, die einem gefällt und die es nicht tut, unabhängig davon, aus welchem Land und aus welcher Weltanschauung der Künstler kommt.

      • Natürlich ist das alles ganz subjektiv. Mir gefällt halt diese ideologische 30er-Jahre Kunst nicht. Aber, du hast ganz Recht, das muss nicht heißen, dass mir nicht irgendwann einmal irgendein Werk dieser Stilrichtung unterkommt, dass mir extrem gut gefällt.

        Eigentlich hat es auch nicht so sehr mit „gefallen“ sondern mit „berühren“ zu tun. Ich erwarte von einem Kunstwerk, dass es mir unter die Haut geht, sonst interessiert es mich bestenfalls lauwarm 🙂

        Aber danke für die Photos, die einen guten Eindruck vermitteln und liebe Grüße

        • DAs ist ein guter Ausdruck „sonst interessiert es mich bestenfalls lauwarm“ – man nimmt es wahr, vielleicht spricht man sogar ein wenig darüber, aber es geht eben nicht unter die Haut. – Leider schaffen das wohl wenige Kunstwerke in unserer überfütterten Zeit.
          Die Kunst ist aber wohl nicht aus der NS-Zeit, also den 30er Jahren, sondern aus den 60er und 70er Jahren – eben DDR-Realismus, wie er von einem schönen Sozialismus träumt.
          Gute Nacht sagt Clara

  10. Schwedt habe ich noch nie gehört. Ist aber ein hübsches Städtchen, zumindest die Skulpturen sehen gut aus 🙂 Stadt ohne Fluß, jaaa, da lebe ich . Die Donau ist 30 km weit weg.

    • Das mit der „Stadt ohne Fluss“ war mehr ein Joke. Ich denke, es gibt mehr Städte ohne als mit Fluss.
      Schwedt ist auch relativ klein. Wäre es nicht in Brandenburg, würde ich es sicher auch nicht kennen.

  11. Tjaaa…Gibt es eigentlich Städte ohne Flüsse????
    Sischer datt. Schlimmer aber: es gibt Städte mit Textilindustrie, die leider keine Textilkombinate sind.
    Stehen aktuell unter Wasser, sind aber nicht am Mississippi oder in der Ukraine und somit nicht relevant. Wenn es aber brennt, ist Löschwasser knapp. Da KIKste dann, wo de bleibst. Oder die Reste der Familie geblieben sind. ZEEMAN zu, rufen sie! Oder mach den ADLER! Vom FREIHANDEL plärren sie. Und wehe dem, der ihnen nicht den depperten Jelzin gibt. Und Sozis freuen sich schon, wenn bei 48% Wahlbeteiligung sie 12,3% ergattern. Dummköpfe sonders Gleichen. Ohne AfD hätte die Braune Pampe mehr als sie in Sachsen. Und was Kunst ist, würde wie in Ungarn einer bestimmen….ach, im SPD Duisburg sagt auch ein Oberbürgermeister Link- der heißt so, mitten in der SPD- privat initiierte Kunstausstellungen ab. Das sollte mal der Putin sich wagen! Aber wenn Bayern und Hessen aus dem Länderfinanzausgleich aussteigen wollen, will ich aus der Oberpleitemetropole keinen Cent für den Ostschrott da oben zahlen müssen. Quatsch, Ostschrott, das ist globaler Schrott, Rohstoffverschwendung.

    • Klug, wie du immer bist, willst du mir oder uns sagen, dass die berüchtigte Firma mit der „Hier-werden-sie-geholfen-Werbeikone“ unter Bedingungen fabrizieren lässt, die menschenunwürdig sind. Da war doch tatsächlich so ein Brand in einer Werkstatt oder was ähnliches.
      „Adler“ ist wohl auch pleite gegangen, zumindest gibt es in Berlin die beiden Geschäfte nicht mehr, die ich kannte.
      Mit dem Ostschrott und der Rohstoffverschwendung kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Als Joseph Beuys seine ganzen Plastiken und vor allem die beiden Schienen in die Welt der Kunst brachte, fragte ich mich ähnliches. – Und meinst du nicht, die Rheinorange ist auch Materialverschwendung.
      Über Kunst lässt sich nicht streiten und über Politik streite ich nicht, schon gar nicht mit dir!

  12. Finde ich ja interessant, dass ich jetzt Schwedt kennenlerne. Meine Kollegin sagte kürzlich, sie wären aus Schwedt zugezogen. Ich hatte das nie zuvor gehört, die Autobahnausfahrt aber auf meiner Urlaubsfahrt zum Wolfgang gesehen. Danke – immer wieder schön, per Blog auch dort hinzukommen, wo man sonst nicht hinkommt 🙂

    • Ein bisschen unrealstisch sind diese Blogreisen aber doch, denn selten werden alle Aspekte einer Stadt gezeigt, meist doch nur die schönen. Ich habe schon ein wenig den Hang zum Morbiden und zeige, wie in Nauen, auch ein total verfallenes Haus. Und beschwöre damit ungewollt Diskussionen herauf, die dann Folgen haben, die ich nicht beabsichtigte.
      Hier bei Schwedt habe ich ja im Text meine Begeisterung schon in Grenzen gehalten.

Ich freue mich, wenn du etwas kommentierst!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s