Claras Allerleiweltsgedanken

Claras Allerleiweltsgedankensplitter (3)

15 Kommentare

Oder die Vorbildwirkung von Erwachsenen

Wartezimmer einer kinderpsychiatrischen Beratungsstelle. Eine Mutter kommt mit zwei Mädchen zur Tür herein, daseine geht in das Behandlungszimmer, das andere sitzt neben ihr. Ca. 8 Jahre, sehr brav, sehr still, sehr gelangweilt. Die Mutter tippt und tippt und tippt immer noch auf ihrer Smartphonetastatur herum, hat keinen Blick, kaum eine Geste für das Mädchen übrig, sie muss ja mailen, simsen, kommentieren oder sonstwas. Fragen ihrer Tochter beantwortet sie kurz und abgehackt.

Ihr Smartphone konnte so oder so hübsch aussehen, mir tat das Mädchen Leid.

0411 Smartphone 9

0411 Smartphone

(Diese Hüllen sind noch aus meiner Pink-Periode 🙂 – das gleiche in lila habe ich noch nicht erstanden)

Als das zweite Mädchen wiederkommt, steht sie auf und verlässt grußlos den Raum.

Clara, man kann seine Kinder so oder so erziehen – und das hier war mehr die Methode „so“ 🙂

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

15 Kommentare zu “Claras Allerleiweltsgedankensplitter (3)

  1. Mir fällt auch mehr und mehr auf, dass die Welt um mich (im Restaurant, im Wartezimmer beim Arzt, beim Warten an der Bushaltestelle usw.) zu 90% mit Simsen o.ä. beschäftigt ist. Gehöre nicht dazu, da ich meine Lesebrille nie dabei habe und ich sowieso nichts sehen kann. Zu Hause Mailen reicht für mich 🙂 liebe Grüße und ein schönes Wochenende Leonie

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    • Genau so ist es: Wenn ich öffentlich unterwegs bin, haben mindestens 8 von 10 ein elektronisches Gerät vor sich – entweder hören sie Musik, lesen im E-Book, machen was auf ihrem Smartphone oder arbeiten an ihrem Notebook. – In dieser Beziehung hat sich die Umwelt wirklich rasant verändert. – Das kann ich ja immer noch verstehen – aber das auch ein schmusendes Pärchen, Mutter und Kind oder andere Menschenkonstellationen grundsätzlich so ein Ding zwischen sich haben, das verstehe ich immer weniger. – Ich wünsche dir dennoch, dass du bald wieder in der Natur mit Fahrrad oder mit Hund oder auch mal allein unterwegs sein kannst.

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  2. „… die sind ja noch eine üblere Plage als Auto, nimmer loszubekommen…“ du sagst es: Ein Auto kann ich nicht mit in die S-Bahn nehmen, um darauf rumzuspielen und laut damit Musik zu hören.
    Lange, lange nach Mitternachtsgrüße von mir

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    • Vielleicht hätte ich mein kleines Auto auch mehr hätscheln, tätscheln und streicheln sollen – vielleicht wäre es dann auch zu einem wunderschönen größeren Auto geworden. – Aber ich habe es nicht gemacht, weil ich gar kein größeres Auto möchte.

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  3. „Da quatsche ich denn schon mal saublöd dazwischen …“ recht getan!!! Aber lustig sind sie schon. Wenn ich niemanden damit nerve, spiele ich schon ganz gern damit herum.
    Gute Nacht!

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  4. Lucie, deine Meinung über diese bunten Flimmerkisten kenne ich ja noch – doch wenn die mit einem laufenden Video schon den kleinsten Kindern in die Hand gedrückt werden, da hört für mich auch der Spaß auf.
    Diese Dinger werden immer größer, immer bunter, immer schöner und haben offenbar ein riesiges Suchtpotential.
    Gute Nacht und liebe Grüße zu dir und an die Smartphonetipperin 🙂

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  5. Liebe moni, gerade hatte ich eine ähnliche Unterhaltung, doch da war ich die „Schuldige“. Wenn ich in großer, sehr lauter Runde Doppelkopf spiele, ist das von der Konzentration her wahnsinnig anstrengend für mich und ich verstehe sehr, sehr wenig von den Bemerkungen der anderen. – Bin ich dann nicht mit Spielen dran, weil wir vielleicht zu 5 oder 6 sind, dann gucke ich zur „Erholung“ schon mal in das Phone rein – da „verstehe“ ich wenigstens was, wenn ich lese.
    Leider passen die Hüllen nicht auf mein jetziges – ich habe sie verschenkt. Aber die hell-lila finde ich auch sehr gut im dunklen Zimmer.

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  6. Ist ja OK wenn die Mutter mal kurz auf dem Smartphone tippt, aber doch nicht so eine lange Zeit. In der Wartezeit bis ihre andere Tochter kommt, hätte sie auch nutzen können um sich alleine mal in Ruhe mit der Tochter unterhalten können.

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    • Hallo Doris, das mit dem Kind beschäftigen oder gar spielen und unterhalten scheint wirklich ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. – Im Bus oder in anderen Verkehrsmitteln beobachte ich immer öfter, dass den Kleinen (unter 2 Jahren) im Kinderwagen das Phone in die Hand gedrückt wird, damit die das Video sich ansehen können. So hat die Mutter Ruhe.
      Richtig gutheißen kann ich diese Entwicklung nicht, aber ich werde sie auch nicht aufhalten können.

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  7. Ich gebe allen hier uneingeschränkt Recht. ABER: Das war ja nur eine Momentaufnahme. Und vielleicht sollte man den Blick auch mal auf die Mutter richten?

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    • Liebe Jutta, vielleicht hast du ja Recht – vielleicht war es wirklich eine Ausnahmesituation, doch leider hatte ich nicht diesen Eindruck. –
      Ich habe die Frau ca. eine Stunde lang beobachten können. Immer wieder hörte ich, wie die Tochter neben ihr was von ihr wollte – sie aber abwehrte und sie vertröstete.

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  8. Schlimm sowas. Keine schöne Methode seine Kinder zu erziehen oder ihnen ein Vorbild zu sein wenn das Smartphone wichtiger ist als alles andere und ein Guten Tag und Auf Wiedersehen nicht mehr gängig ist. Und ich mag mir gar nicht vorstellen wie die beiden Kinder sich mit dieser Mißachtung gefühlt haben.
    Liebe Grüße
    Armida

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    • Hallo, liebe armidadarja, einen schönen nächtlichen Gruß zum Willkommen auf meinem Blog!
      Ich glaube, diese Smart- und sonstigen Phones sind ein Segen und eine Seuche gleichzeitig. In der S-Bahn stieren von 7 Leuten garantiert 5 auf dieses Ding – und ganz unschuldig bin ich auch nicht, gebe ich ehrlich zu.
      Ich habe die Frau ca. eine Stunde lang beobachten können. Immer wieder hörte ich, wie die Tochter neben ihr was von ihr wollte – sie aber abwehrte und sie vertröstete. – Vielleicht war es wirklich eine Ausnahmesituation, doch leider hatte ich nicht diesen Eindruck.
      Liebe Grüße von Clara

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  9. Ja, leider kann man Kinder nur in Ausnahmefällen vor ihren Eltern schützen.

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