Claras Allerleiweltsgedanken

Nie richtig Kind – nie richtig erwachsen! RB

17 Kommentare

Jetzt geht sie also los, die Rückschau-Serie. Ich habe Artikel rausgesucht, die mir wichtig sind. Mal werde ich rebloggen, mal kopieren. Manches ist nach 5 Jahren vielleicht noch gleich, bei anderem hat sich die Sicht verändert.

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Dezember 2009

An was mag es wohl liegen, dass ich das Gefühl habe, immer noch nicht richtig erwachsen geworden zu sein? Liegt das an den fehlenden Kuscheltieren in meiner Kindheit, dass jetzt lauter Löwen, Hunde, Krokodile und Bären aus Plüsch in meiner Wohnung verteilt sind??? Oder hat meine manische Grundeinstellung im Leben auch etwas damit zu tun, dass sich mein Wohnzimmer, mein Bad – nein – alle meine Räume so sehr   von den Räumen anderer Erwachsener unterscheiden?
Aber nicht nur Plüschtiere sind meine Begleiter. In meinem Bad ist alles voller Fische, Seepferdchen, und Seesterne, Schlingpflanzen, Schildkröten, Muscheln, Seeigel und was es nicht noch alles an Meeresbewohnern gibt.

Wer sich schon keinen Urlaub auf Hawaii leisten kann, sollte sich  Meeresgefühle auf andere Weise verschaffen. – Damit ihr mir das auch glaubt, zeige ich euch jetzt ein paar Bilder. – Die Reaktionen der Besucher zeigen mir auch ohne Worte, ob sie zu den “Kindern” oder zu den “Erwachsenen” dieser Welt zählen.
Meine Kinder freuen sich immer wieder darüber, wenn dann auch noch Sterne am Himmel oder phosphoreszierende Delphine im Dunklen leuchten – aber nicht nur die Kinder freuen sich darüber, ich auch, sonst hätte ich es nicht gemacht.

Was kann frau denn noch so alles sammeln in ihrer Wohnung? Antiquitäten? Ist nicht mein Ding – alt werde ich von allein und zu teuer sind sie außerdem. – (Öl-)Gemälde – kann ich mir nur in der Form von Kunstdrucken leisten. Pompöse Bilder mit Goldrahmen sind auch nicht so mein Geschmack. Also blieben mir nur Fächer mit chinesischen Schriftzeichen und Rosen.
Vielleicht finde ich auf diese Weise jemand, der oder die mir sagen kann, was ich da so an meiner Wand zu stehen habe – ich hoffe nur gute Sachen!

Original: https://chh150845.wordpress.com/2009/12/12/nie-richtig-kind-nie-richtig-erwachsen/

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Nie richtig Kind – nie richtig erwachsen! RB

  1. Ich denke, man sollte auch nie ganz „erwachsen“ werden, sich Kindlichkeit bewahren. Wie will man sonst Ideen finden oder Lösungen. Dieses „um-die-Ecke-denken“ können nur Kinder so richtig. Wir müssen uns da schon Mühe geben.
    Ich weiß nicht, was du willst? Wer soll sonst auf deinem Sofa sitzen als ein Löwe. 🙂
    Gruß von der Gudrun

    • hahaha, die Antwort mit dem Löwen auf dem Sofa gefällt mir seeeeehr. Ich könnte die Stückzahl erhöhen und sagen: Auf dem Sofa sollen sitzen: ein Löwe aus Plüsch und eine Löwin aus Fleisch, Knochen, Blut, Herz und Hirn.

  2. Liebe Clara,
    ich bin bekennender Plüschtier-Fan, JA…und das ist gut so.
    Ich denke mal, die meisten Menschen verwechseln „Kind bleiben“ mit „kindisch“ !!!
    Liebe Grüße
    moni

    • moni, damit hast du Recht – wahrscheinlich denken sie, solche Menschen wie ich sind nur albern und kindisch, aber ich sage mir immer, es ist viel leichter, sich dumm zu stellen als sich klug zu machen. 🙂

  3. Erwachsen sein heißt ja auch nicht, dass man nicht mehr verspielt und kreativ sein darf. Erwachsensein hat doch nur mit „Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen“ zu tun. Und warum sollte es irgendjemandem weh tun, wenn du zB in deinem Bad diverses Meeresgetier an der Wand hängen hast ? Und wessen Angelegenheit ist das, außer deine eigene ? Es braucht nur das entsprechende Selbstbewußtsein zu sagen: mir gefällt das, egal was andere dazu sagen und dann auch den anderen die Freiheit lassen zu sagen „mir gefällt das aber nicht“. Und wenn das so ist, wo ist dann das Problem ?
    PS: die Fächer gefallen mir sehr …. und die Idee sich selbst vor 5 Jahren wiederzubegegnen finde ich auch sehr spannend

    • Danke, liebe Myriade, für dein „flammendes Plädoyer“ für das Kindlichsein, für das Anderssein. Jetzt, nach 5 Jahren, kann ich auch besser damit umgehen als damals, als ich es schrieb. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn die gleichaltrigen Erwachsenen und auch die eine Generation Jüngeren nicht unbedingt immer etwas sagen, aber an ihrem „süffisanten“ Lächeln merkte ich, was sie dachten, wie sie sich mokierten. – Ich hatte im Bekanntenkreis Leute, deren Wasserhähne waren (fast) vergoldet, überall edles Kristall, antike Möbel, barocke Bilderrahmen, teure Einzelstücke – für die war ein Besuch bei mir in der Wohnung vielleicht ein Schockprogramm, doch die meisten fanden und finden es amüsant oder sogar ausgesprochen gemütlich.
      Ich dachte und denke über mich, dass ich vielleicht Selbstbewusstsein habe – manchmal vielleicht sogar zu viel – es aber am Selbstvertrauen hapert.
      Wenn ich pro Monat der Vergangenheit einen Artikel raussuchen will, muss ich mir ja kurz mal alle Revue passieren lassen. Und das finde sogar ich spannend, die ich die alle geschrieben habe 🙂
      Danke für deinen guten Kommentar, ich habe mich sehr darüber gefreut.

  4. Liebe Clara, du schreibst, du hast das Gefühl, immer noch nicht richtig erwachsen zu sein. Das ist gut und sollte auch so bleiben, werde bitte nie richtig erwachsen, bewahre das Kind in dir und lebe es aus.

    • Lieber Carlheinz, danke für deine Ermutigung.
      1995 habe ich eine meiner vielen Fahrradgruppenreisen vom Jugendherbergsverband gemacht, an der natürlich auch viele Jugendliche teilgenommen haben.
      Als Freizeitbeschäftigung waren wir einmal in einem Spaßbad mit großen, langen Rutschen, ich am wildesten. – Am Abend meinte ein 17jähriger zu mir: „Wenn ich später auch so ähnlich wie du bin, dann habe ich keine Angst mehr vor dem Erwachsenwerden.“ Ich nahm ihn nur in den Arm und meinte: „Um dich, Rico, hätte ich nicht einen Moment Angst, dass da irgend etwas schief läuft.“

  5. Ein klein wenig Kind muss man sich doch bewahren, oder? Bei mir sitzen überall sog. „Simsenhocker“ herum. Das sind kleine Püppchen oder Tiere, die die Beine über den Fenstersims herunter hängen.
    Du siehst, die alten Beiträge sind immer noch „up to date“ und man kann sie wieder neu kommentieren.

    • Ute, ich glaube, damals hat wirklich noch niemand kommentiert, da ich ja ganz neu „auf dem (Blogger-)Markt“ war.
      Später, als ich dann von Blogspot zu WordPress gewechselt bin, hat er wohl die Kommentare nicht mitgenommen.
      Jetzt ist es natürlich für die „alten Hasen“ (das meine ich nur in Bezug auf die Lesezeit in meinem Blog, und da gehörst du auf jeden Fall dazu) leichter, mich einzuschätzen, weil ich ja schon 5 Jahre lang freimütig aus meinem Inneren und Äußeren berichte. 🙂

  6. Wunderbar!
    In der Nacht war ich perplex, dass ich das hierzu passende Gedicht rausgesucht und gepostet habe, einige Minuten VOR deinem herrlichen Beitrag!

    • Sonja, da kann ich nur sagen: „Zwei Kluge, ein Gedanke“.
      Entschuldige bitte, dass ich annahm, meine BärenLöwenSchildkröte hätte dich animiert. Doch so finde ich es noch viel, viel grandioser.
      Meine Beiträge werden Punkt 00.05 Uhr zur Welt gebracht, schon seit Jahren – Ordnung muss ja schließlich auch in einem AltfrauenKinderleben sein!!! 🙂

  7. An diesen Post kann ich mich (mehr) nicht erinnern..habe ich damals nicht gelesen?, vergessen?..oder? Einen nächtlich leuchtenden Sternenhimmel hatte ich auch viele Jahre und wenn ich auf Teneriffa Sterne finden würde, würde ich auch hier einen anlegen…liebe Grüße nach Berlin Leonie

    • Leonie, da kannten wir beide uns noch in gar keiner Weise. Ich war von Dezember 2009 bis März? 2010 bei Blogspot und bin dann dort weggegangen. In der ersten Zeit hatte ich noch sehr wenige LeserInnen.
      Allerdings sind manche der alten Artikel durch die Verknüpfungen, die WP von sich aus macht, im Laufe der Zeit dann doch bekannter geworden.
      Mir gefällt der Sternenhimmel im Bad auch immer noch, nur die Befestigungs“knete“ wird im Laufe der Jahre etwas morsch und dann regnet es Sterne – und ich kann Sterntaler spielen, so ich denn ein Hemdchen anhätte 🙂

  8. ich habe einen phosphoreszierenden Sternenhimmel über meinem bett – und einen elchkopf ( aus bast ) namens falada an der wand und überall hängen noch kleine dinge aus damianos kindergartenzeit. Im bad habe ich auch fische an der wand und viele die mich besucht haben , finden ich lebe wie in einer puppenstube … ein paar fanden es auch hässlich … pfffff , na und : P

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