Claras Allerleiweltsgedanken

Die Welt ist auch nur ein Dorf – RB

17 Kommentare

Diese wahre Begebenheit ist als Geschichte über die Jahre hinweg einer meiner Lieblingsposts geworden. Mir wurden fast seherische Fähigkeiten zugeschrieben, obwohl alles nur Jux und Dollerei war. – Jetzt denke ich (obwohl ich nicht mehr in die Sauna gehe): Wer weiß wie ich heute entscheiden würde??? 🙂 😉 – denn er sah wirklich gut aus!!!

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Februar 2010

Die Welt ist auch nur ein Dorf

Eine fröhliche Clara-Geschichte

Clara freute sich riesig auf den Besuch ihrer Freundin Jutta aus Hamburg. Als Jutta endlich da ist, sitzen beide in der gemütlichen Wohnküche bei einer Tasse Clarakaffee und einem Kännchen Juttatee. Nach kurzer Zeit bittet Jutta um das Telefon, weil sie sich übermorgen mit ihrem Cousin verabreden möchte.
Neugierig, oder besser natürlich wissbegierig, wie Clara schon immer war, fragt sie: “Wie heißt er denn, der Knabe?” Etwas irritiert über diese despektierliche Bezeichnung für ihren “ehrenwerten” Cousin antwortet sie: “Max Mütze”.
Noch irritierter jedoch guckt sie, als Clara fröhlich in die Küche trötet: “Den kenn’ ich.” Jutta verstand öfter mal Claras Späßchen nicht so richtig. Würde er “Rhinozeros” heißen, könnte sie Claras Ausruf verstehen, aber so wartete sie einfach noch ein wenig mit dem Wählen. Vielleicht hörte dieses vollkommen sinnlose Fragespiel gleich auf und entpuppte sich als typischer Clarawitz.

Doch jetzt ging Clara in die Offensive: “Hat dein Cousin drei Töchter?” Nach kurzer Überlegung nickte Jutta. “Wohnt er in einem Einfamilienhaus in Reinickendorf?” Langsam wurden Juttas Augen immer ungläubiger, sie ließ sogar ihren heißgeliebten Ostfriesentee kalt werden und bejahte nur stumm.
Natürlich bekam Clara mehr und mehr Oberwasser und spielte ihre letzte, alles entscheidende Frage wie den Kreuzbuben beim Skat aus: “Arbeitet er in der Blaustraße beim Evangelischen Konsistorium als Rechtsanwalt?” Hätte Jutta ein Gebiss getragen, es wäre ihr vielleicht rausgefallen, so weit sperrte sie den Mund auf. Bei der Straße musste sie passen, doch alles andere stimmte.

Am Anfang war es für Clara noch ein vergnügliches Spiel gewesen. Woher sie diese Selbstsicherheit beim Fragen nahm, wusste sie selbst nicht. Er hatte niemals von einer Cousine in Hamburg gesprochen, nur die anderen Fakten hatte er nach und nach bei den vielen Treffen in der Sauna ausgeplaudert.
Bis hierhin klärte Clara ihre Freundin auf. – Dass er aber nach jedem Saunagang näher rückte und am Ende am liebsten in ihrer Wohnung das Bett (stundenweise) mit ihr geteilt hätte, das behielt sie dann doch lieber für sich. Und da er nicht obdachlos war, lehnte sie dieses Ansinnen kategorisch ab.

Original: https://chh150845.wordpress.com/2010/02/24/die-welt-ist-auch-nur-ein-dorf/

Kommentare: Es werden nur die 2010 abgegebenen Kommentare aufgezählt: Ruthie

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Die Welt ist auch nur ein Dorf – RB

  1. Liebe Clara,
    in den letzten Tagen wieder mal mit schlechtem Gewissen relativ stumm gewesen,beginne ich nun wieder mit meiner Wanderschaft, um mir mal wieder um „die Ohren und die Augen zu hauen“, was ich verpasst habe 😉 Heute habe ich nun bei deiner Clara- Geschichte angefangen. Das ist doch die erste aus der Reihe, oder??

    Jedenfalls hast du mir ein breites Schmunzeln auf den Mund verpasst, welches mich heute in den Samstag und weiter noch bis zum Besuch bei meinem Sohn (deren WH- Bewohner wieder an der Reihe sind) begleitet. Danke dafür 😉
    Wünsche dir zunächst einen wunderbaren Samstag mit gefüllten Stiefeln vor der Türe
    Liebe Grüße
    Heike

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    • Liebe Heike, falls du wirklich das Reblog-Projekt von Anfang an verfolgen möchtest, dann musst du auf meinem Blog zum 1.Dezember oder zu diesem Link gehen:
      https://chh150845.wordpress.com/2014/12/01/23874/
      Ich schreibe den nur, weil ich vermute, dass du ihn nicht gelesen hast, weil sonst sicher ein Like gekommen wäre.
      Und der zweite war:
      https://chh150845.wordpress.com/2014/12/02/es-ist-nicht-schwer-rb/
      Die letzten 15 Einträge bei mir stehen in der Seitenleiste. Sie sind alle mit RB am Ende gekennzeichnet.
      Meine Schuhe habe ich sicherheitshalber gar nicht erst vor die Tür gestellt, denn ich wüsste nicht, wer einen davon füllen sollte.
      Viel Spaß beim Sohn und seinen Mitbewohnern und einen schönen Tag wünscht dir
      Clara

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      • Liebe Clara 😉
        dankeschön. Damit nimmst du mir für morgen früh um 4 Uhr, wenn ich dann eh wieder wach werde, die Langeweile. Sonst komm ich wieder auf die Idee, selbst wieder seitenlange Geschichten zu kritzeln *lächel*

        So dürfen sich dann morgen früh meine Augen von deinen Einträgen berieseln lassen und ich lege meine Hände stumm in den Schoß … sofern ich sie nicht gleich festbinden muss *lächel* damit sie mir nicht ausbüxen 😉

        Ich habe meine Schuhe auch nicht vor die Türe gestellt, aus Sorge um die Sorge, heute morgen gar keine Schuhe mehr dort vorzufinden 😉

        Jetzt mache ich mich auf den Weg und wünsche dir noch einen wunderschönen Tag
        Liebe Grüße
        Heike

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        • Früher habe ich es schon mal erlebt, dass eine Nachbarin was vor die Tür oder in den Schuh gesteckt hat – doch ich mache es ja auch nicht, weil die Kinder viel zu viel Süßes naschen.
          Wenn du original auf meiner Seite bist, kannst du doch ganz bequem rückwärts klickern – das mache ich auch, wenn ich längere Zeit nicht auf einem Blog gewesen bin.
          Eine gute Zeit wünsche ich dir!

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          • so werde ich das tun liebe Clara 😉
            die letzten Tage waren immer ziemlich ausgefüllt, so, dass ich nur immer mal Zeit für Stippvisiten hatte auf den Blogs und die Muße nun, etwas mit Ruhe zu lesen und zu betrachten, kommt nun langsam zurück und ich werde deinen Ratschlag gerne befolgen und klickere mich langsam in deinen Geschichten zurück. Wenn du`s rascheln und klickern hörst … keine Sorge liebe Clara, das bin ich dann nur *lächel*
            Einen wunderbaren Tag wünsche ich dir heute mit guten Gedanken und Wohlfühlmomenten.
            Liebe Grüße
            Heike

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          • Stell dir vor, die liebe Nachbarin hat mich gestern gefragt, ob mir der kleine Weihnachtsmann geschmeckt hat. – Da hat sie wirklich was hinter meinem Türgriff versteckt und irgendwelche Idioten haben es gemaust. – Hier ist nichts mehr niet- und nagelfest.

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  2. Ja aber schade irgendwie, dass der Sauna-Cousin nicht hin und wieder bleiben durfte, wäre ja vielleicht nett gewesen 🙂

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  3. Aber doch nicht nur „da er nicht obdachlos war“- oder?
    Seherische Fähigkeiten mal auf jeden Fall!

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  4. Eine köstlich amüsante ClaraGeschichte.

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    • Carlheinz, soll oder muss ich es mir verkneifen, zu sagen: „Tja, so bin ich!!! 🙂 “
      Ich hätte diese Geschichte nie in dieser Deutlichkeit geschrieben, wenn Jutta damals mitgelesen hätte – inzwischen haben wir nur noch „Geburtstagskontakt“.

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  5. siehste mal, ich hatte zwar vor der staasi meine Geheimnisse, würde der jetzigen Horch- und Guckgesellschaft auch nicht alles erzählen wollen, aber das ist denen ja egal – aber vor meinen „geliebten Mitbloggern vor dem Herrn“ habe ich nur wenige Heimlichkeiten. Obwohl das Lieblingsadventslied in den DDR-Kindergärten hieß: „So viel Heimlichkeit, in der Weihnachtszeit, meine Puppen sind verschwunden, hab nicht mal den Bär gefunden …“ Wenn das mal keine Allegorie auf die von der Staasi abgeholten Leute war.
    Bis Weihnachten müssen wir alle noch oft schlafen, du musst bis zu deinem „Weihnachten“ nur noch einmal schlafen.

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  6. So , so ..sehr unterhaltsame Gute Nacht Geschichte 🙂

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