Claras Allerleiweltsgedanken

Berlin, ick liebe dir … RB

10 Kommentare

Manchmal liebe ich Berlin, weil  es früher mal so war wie mit Frankfurt: Das konnte man auch einteilen in ein Frankfurt an der Oder und eines in Frankfurt am Main. Berlin konnte man einteilen in Berlin (Ost) = Hauptstadt der DDR und in Berlin (West) – heimliche Hauptstadt der Bundesrepublik, bis dann das ganze Berlin zur unheimlichen Hauptstadt wurde.

Was es mir für Vorteile bringt, dass die gesamte Regierung einige wenige km von mir entfernt arbeitet und zum Teil auch lebt, habe ich in den ca. 25 Jahren noch nicht rausbekommen, aber wie es sich sonst so hier wohnt, schreibe ich euch unten in dem Text.

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Link: Berlin, ich liebe dich …

manchmal aber eher nicht

16. August 2012 20 Kommentare

Werktags – rushhour – Regenwetter – Kälte – eben Hochsommer wie überall. Berlin-Ostkreuz, einer der am stärksten frequentierten Umsteigebahnhöfe – durch Bauarbeiten aber um 50 % im Platzangebot reduziert, zum Glück aber auch durch die Ferien weniger Fahrgäste.  Alles reduziert, Bahnsteige, Treppenkapazitäten und nun auch Züge. Normale Zugfrequenz: Aller 5 Minuten – heute: 20 Minuten kein Zug  – und der Platz unter dem trockenen Wartezimmerhäuschendach wird immer knapper. Die Burschikosen drängen sich an der einen Seite rein, so dass an der anderen Seite die nicht so Stabilen in den Regen gedrückt werden.

Dann S-Bahn-Einfahrt – mit reduziertem Wagenangebot. Ich ergatterte noch einen Stehplatz in dem Wagen, in dem es garantiert keiner geschafft hätte umzufallen. Und dann ging es los:

  • Mundgerüche
  • Kleidungsgerüche
  • Schweißgerüche
  • Essensgerüche
  • Flatulenzgerüche

Und jetzt eineinhalb Minuten Bildungsfernsehen, auch für Kinder, aber nicht nur *hihi*

Flatulenzen

Ich war heilfroh, dass ich ganz schnell wieder aussteigen konnte – besser gehen im Regen als stehen im Gestank.

In Berlin muss man hell(e) und schnell sein. Damit ersteres besser gelingt, werden zur Zeit überall die Gaslampen gegen Elektrolampen ausgetauscht. Gas ist wohl teurer, aber ich habe so ein wenig das Gefühl, dass es mal wieder eine Aktion nach dem Motto ist: “Spare mit jedem Cent, egal, wie viele Euro dabei draufgehen.”

Schnell sein muss man auf Rolltreppen und an Ampeln. Da kann es schnell mal passieren, dass die dritte Reihe die erste überholen will, ohne dass es eine Überholspur gibt. – Für Langsame ist Berlin nicht die am besten geeignete Stadt.

 
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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

10 Kommentare zu “Berlin, ick liebe dir … RB

  1. Och naja…inner gemütlichen bummeligen S-Bahn mit wenig Leuten fahr ich gern, besser als die hektischen Autofahrer.
    Du hast Recht, liebe Clara, manchmal drängt sich dort allerdings auch son Fäkalienduft vom 00 auf.

    • Na ja, inzwischen kann ich mir ja die fahrgastärmeren Zeiten leisten, weil ich nicht mehr im Berufsverkehr unterwegs bin. Bloß dann dünnt die S-Bahn auch die Zugfolge oder die Wagenlänge aus, so dass es fast das gleiche ist wie in der rush hour.

  2. Diese Riechsachen lassen das Rad lieben, das freie Gehen, den köstlichen Duft des eigenen Autos- das man in der Stadt nicht bräuchte…So eng mit anderen Menschen stehen müssen, das ist für mich kaum auszuhalten; ich vermeide es, ich brauch meine unverletzte Aura—-a, aaaah.

    • Hallo Sonja, du hast ja vollkommen Recht – aber die BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft) liebt keine Menschen mit Aura, dann da könnte sie ja nur die Hälfte Fahrgäste transportieren 🙂
      Berufsverkehr ist schon was extrem Schlimmes, aber ich muss ihn mir ja schon lange nicht mehr antun.

  3. Bääääh! Da lob ick mir mein Radl!
    (Sowieso, von allen Gestänken abgesehen! 🙂 )

    • Sicher ist Fahrrad fahren schöner, nur in Berlin sind zum Teil die Entfernungen zu groß. Zu meinem Sohn sind es knapp 20 km eine Strecke, da fahre ich doch lieber mit S- und U-Bahn, denn Auto macht ja bei den verstopften Straßen auch nicht mehr so viel Spaß. mehr

  4. Oh ja, liebe Clara,
    Berlin ist eine wunderbare, vielseitige und sehr interessante Stadt! Und es hat so viele wunderbare Plätze, Grünanlagen, Wasser und..und..und.., da verstehe ich Deine Liebe gut!
    Herzliche Montagsgrüße
    moni

    • Wenn man Geld und Unternehmungsgeist hat und viel Sinn für Kultur, da ist Berlin bestimmt traumhaft schön. – Aber beides habe ich kaum noch, so dass ich es jetzt sehr schätze, dass ich am ruhigen Stadtrand liege und Wald und Wasser und Brandenburg ganz nahe sind.
      Montagsnachtgrüße zu dir!

  5. Allein die Überschrift löst so viel aus…obwohl ich die Stadt so selten besuchte. Sie beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue.
    So viele Gesichter und Facetten.
    Vor drei Jahren besuchte ich die Max Liebermann-Villa.
    Da war ich das erste Mal am Wannsee.

    • Berlin ist nach meinem Empfinden schöner für Besucher als für Bewohner, denn ich finde, die Hektik überwiegt.
      Dieser Wannsee mit der Liebermannvilla ist ca. 8 – 10 km von mir entfernt, denn ich wohne ja auch im Süden.
      Landschaftlich gesehen hat Berlin wirklich viel zu bieten, auch kulturell – nur hat es einfach zu viele Leute.

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