Claras Allerleiweltsgedanken


8 Kommentare

Anbaden???

Wer mich kennt, weiß, dass das eine infame Übertreibung sein muss, denn ich gehe erst freiwillig ins Wasser, wenn dieses fast Körpertemperatur erreicht hat.

Aber ANFRÜHSTÜCKEN hört sich so blöd an – aber genau das haben wir gemacht, und zwar an dem herrlichen 17. März, wo das Wetter schon fast sommerliche Temperaturen für uns bereitgestellt hat.

Doch wie heißt es: „Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gestellt “ – oder zumindest so ähnlich. Was ich jetzt gleich zeigen werde, wird bei Leuten mit gutem Gedächtnis ein „Raus aus den Kartoffeln – rein in die Kartoffeln – oder watt???“ auf die Lippen bringen. Voriges Jahr habe ich bilddokumentarisch unterstützt geschrieben, dass ich die Balkonverkleidung entfernt habe. – Doch kaum war sie weg, habe ich mich zwar über den größeren Lichteinfall gefreut, doch über die hässlichen Balkonkästen-Befestigungen geärgert. – Habe ich recht mit dem Ärgern oder nicht?

2003 Balkongitter 07

Da ja nur ein Teil der Umrandung durch den Sturm beschädigt war, reichte es noch für eine kurze und die lange Seite. Also frisch ans Werk und – anschließend über Kreuzschmerzen geklagt und mich über die Kabelbinder geärgert. Sie so anzubringen, dass die Befestigung nach hinten zeigen, hätte den Aufwand vervielfacht – also gewöhne ich mich jetzt an die „Knoten“

Hier ist die Vorbepflanzungsvariante zu sehen. Meine Balkonkästen werden immer erst im Mai bepflanzt – jetzt müssen die Kakteentöpfe Lückenbüßer spielen. Sieht gar nicht so übel aus.

2003 Balkon Verkleidung 04

Und jetzt die Fotos von der Arbeit, nach deren Erledigung es sich so schön ruhen lässt.

2003 Balkon Verkleidung 06

2003 Balkon Verkleidung 07

Am Abend ist alles geschafft und die Handwerkerin ist fix und alle.

2003 Balkon Verkleidung 09

Das Frühstück am nächsten Morgen in herrlichem Sonnenschein war herrlich.

2003 Balkon Frühstück 11

Im Laufe des Tages wurde noch ein wenig dem Pflanz- und Dekowahn gefröhnt, damit der Frühlingsanfang wirklich würdig begangen werden kann.

2003 Bepflanzung 19

Jetzt ist erst mal genug – denn wenn die Wohnung noch schöner wird, will der Makler, der nächste Woche zu einem Gespräch in jede Wohnung geht, sie sofort und gleich verkaufen – und das kann ich nicht zulassen.!

2003 Balkon Dekostecker 17

2003 Balkon Dekostecker kl 16

 

 


23 Kommentare

Geruch – Gestank – Gekreuch&Gefleuch

Langsam frage ich mich, ob ich wirklich noch in einem „ehrenwerten Haus“ lebe – weniger in dem Sinne, wie es Udo Jürgens besungen hat, sondern vollkommen anders. Ich habe jetzt schwarz auf weiß die Gewissheit, dass der Besitzer Dinge mit dem Haus vorhat, die meinen Interessen vollkommen entgegen stehen. Ich will weder rausgegrault noch raussaniert werden, sondern so lange in Ruhe und Frieden leben können, bis ich keine Treppen mehr steigen kann oder bis ich überhaupt nicht mehr leben kann, weil ich vergesse, regelmäßig Luft zu holen.

Wir sind ein Ensemble aus Vorder- und Hinterhaus, gebaut, besser zusammengepfuscht,  Mitte der 90er Jahre. Im Vorderhaus sind von 17 Wohnungen 4 leer, zwei auf meiner Etage. Das wäre ja nicht tragisch, aber sie werden momentan nicht neu vermietet, dafür aufs feinste instandgesetzt.  – Es ist Fakt, die Wohnungen sollen  verkauft werden. Doch was passiert mit den anderen, die noch bewohnt sind? Sollen die bewohnt veräußert werden? Droht mir dann eine Kündigung wegen Eigenbedarf oder bin ich nur Steuersparmodell für jemand, der das Geld nicht dem Finanzamt geben will?. – Dreist wenn ich das Geld hätte, würde ich in meinem Alter diese Wohnung nicht kaufen, da sie in der zweiten Etage als Alterswohnsitz ungeeignet ist.

Vor einiger Zeit wurde ich von einem schrecklich kreischigen Geräusch geweckt. Neugier, dein Name sei Clara, ich gleich in die Sachen und raus auf den Flur, da es durch den Spion fast nach einem Einbruch aussah. Der anwesende Hausverwalter erzählte mir, dass die beiden Mieter seit langem nicht bezahlt hatten und sich unauffindbar verabschiedet hatten. Dabei machten sie einen recht soliden Eindruck. – Jetzt wurde die Wohnung vom Schlüsseldienst geöffnet. Der an die Tür geheftete Brief vom  Obergerichtsvollzieher und das ausgewechselte Schloss machten auf die Mietflüchtlinge keinen Eindruck, denn sie wurden nicht mehr gesehen.

Und dann kam ein Freitag im März. Von überlauten Geräuschen auf dem Hausflur wurde ich geweckt.  Ich stand auf – und mich überfiel schon in meinem Flur ein schrecklicher Geruch – zum Gestank wuchs er sich erst aus, als ich die Wohnungstür öffnete. Riesengroße – noch leere – Mülltonnen standen in der Nische, eine große Gruppe von Männern diskutierte heftig – die beiden Wohnungen wurden zwangsgeräumt. Bei einer konnte man nur von entrümpeln, entmüllen, entwanzen, entstinken, entlausen entsonstwas sprechen. Diese Frau war alkoholkrank (vielleicht), drogenabhängig (fast sicher) und Messie hoch drei 100%ig. In dieser 3-Zimmerwohnung sind zwei Jungen aufgewachsen, haben zusätzlich zu ihr alle Nase lang andere Liebhaber gewohnt. Nachts wurde immer mal wieder einer mit größtem Gebrüll rausgeschmissen. Zusätzlich vegetierten ein Hund, eine Katze und ein Meerschweinchen in diesem Dreckgestanknest. –

Als die Tür offen stand, roch es, als wenn entweder alle Tiere munter ihre Hinterlassenschaften in die Ecken gemacht haben oder alle verwest irgendwo rumliegen. So viel fliegendes Ungezieferzeug könnt ihr euch nicht vorstellen. Da ist ja der wochenlang nicht geleerte Briefkasten, in dem sich offenbar Mahn- und Klagebriefe häuften, ein Kinderspiel gegen das, was die Entrümpler in der Wohnung vorfanden. Sie haben alle nur mit Schutzmasken gearbeitet.

Aber das ist nicht die einzige Etagen“belustigung“.  Meine unmittelbare Nachbarin sorgt nachts gegen 2 Uhr auch öfter mal durch alkoholbedingte Lautmusikexzesse für heftigen Ärger. Als der Mann noch hier lebte, rückte nachts des öfteren die Polizei an. – Oder es bellten die zwei Riesenhunde aus dem Erdgeschoss, die stundenlang allein waren und sich nicht beruhigten. Diese Mieterin ist auch schon gegangen worden. – Ihr seht, langweilig wird es hier nicht.  Bloß gut, dass ich nicht belle und nicht saufe, diese Gründe für eine Zwangsräumung fallen schon mal weg.

Schlimm ist nur, dass die Verwaltung fast allen ausländischen Familien, deren wir sehr viele hier haben, schon massiv mit Kündigung gedroht hat. Ärger haben jedoch bisher nur die Deutschen gemacht: Hunde, Messie, Mietnomaden, Prügelorgien usw. usf.

Na, wenn das kein EHRENWERTES HAUS ist, dann weiß ich auch nicht. Und in diesem „Öko-Haus“ wimmelt es jetzt vor Spinnen an den Treppenflurdecken, vor Motten und vor noch viel schlimmeren Tieren, die ich gar nicht wage, hier zu erwähnen. Sie haben vier Beine, einen langen Schwanz und fangen mit „R……“ an. Schrecklich! Ich werde noch freiwillig ausziehen.

1903 Messiewohnung 61Und das ist NICHT MEINE KÜCHE!!!! 0103 Clara - Schriftzug


23 Kommentare

Bekennerschreiben – Update

Keine Angst – hier kommt kein Bekennerschreiben einer unterirdischen Bloggerorganisation, die sich zu einem Angriff auf fremde Blogs bekennt.

Nein, Clara bekennt sich zu ihrer Fernsehserienleidenschaft. Ob es an dem Erstberuf als Physiotherapeutin oder an dem unerfüllten Wunsch nach einem „medizinischen Schwiegerkind“ (am besten Zahnarzt) liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls kann sie an einer „Arztserie“ selten vorbei schauen – schon der charismatische Schwarzwaldklinikdoktor, mehr noch aber sein hübscher „Sohn“ Sascha riefen mich regelmäßig an die Kiste, die damals noch recht klein und unscheinbar war.

Seit langer Zeit läuft ja „In aller Freundschaft“ – und die Schauspieler von dort sehe ich -zig mal häufiger als die Mitglieder meiner näheren und ferneren Familie – ich „fiebere “ fast schon mit ihren Schicksalen mit – in Maßen natürlich nur 🙂

Und diese Serie hat vor kurzem „ein Kind“ bekommen – der Herzensbrecher und Schwesternverführer Niklas hat Karriere gemacht und ist der Klinik in Leipzig untreu geworden. Seine neue Wirkungsstätte ist jetzt Erfurt, er ist Oberarzt und die neue Serie heißt „Die jungen Ärzte“.

So weit – so gut, das war jetzt alles Vorgeplänkel. Vor langer Zeit hat finbar = Lu ein Foto von 5 Eiszapfen gezeigt, das mich an eine Hand erinnerte. Zwei der 5 Eiszapfen waren „zusammengewachsen“ . Hand = Handchirurg = neue Serie = Starchirurg Dr. Morot – genau in dieser Reihenfolge liefen meine Gedanken ab. Ein kleines Mädchen, deren Mittelfinger und Ringfinger zusammen gewachsen waren, kam in die Klinik. Nicht nur die Karriere einer Pianistin wäre ihr verwehrt gewesen. – Gut, er hat es gemacht, er hat es exzellent gemacht – zumindest laut Film – und es gab während der Op ausnahmsweise mal keinen Herzstillstand :-).

Dieser Mann ist fachlich der Schmuck der Klinik, doch menschlich ist er der hinterletzte Armleuchter, den man sich vorstellen kann. Er springt mit den jungen Assistenzärzten wie mit Leibeigenen um und behandelt seine gleichgestellten Kollegen wie Fußabtreter.

So, und jetzt komme ich endlich zu meinem Anliegen.

Warum besetzt die ARD so eine menschlich fiese Rolle ausgerechnet mit einem Schauspieler mit Migrationshintergrund? Der Unmut gegen Ausländer bzw. gegen Eingewanderte ist doch in unserem Land bei vielen Leuten wahrlich schon groß genug, da muss das Fernsehen diese Abneigung nicht noch schüren. –

Hugh – ich habe gesprochen! 0103 Clara - Schriftzug

Auf meine Anfrage erhielt ich vom Sender folgende Antwort:

Liebe Frau Himmelhoch,

wir bedanken uns sehr für das Interesse an „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“. Auch, dass Sie sich so intensiv Gedanken zum Format machen, wissen wir sehr zu schätzen. Im Bezug auf die Besetzung versuchen wir immer gemeinsam mit Regie und Produktion, die bestmögliche Besetzung für die jeweiligen Rollen zu bekommen. Da spielen ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Auch für den von Ihnen angesprochenen Part.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie auch weiterhin die Serie schauen würden. …. Blablabla

Wenn ihr mich fragt: Die Antwort ging am Thema vorbei!


14 Kommentare

Der „schnapszahlige“ Go(e)ldjunge aus Lichtenberg …

ist natürlich mein Sohn, der genau vor 44 Jahren das Licht des Görlitzer Kreißsaales erblickte. Wunschkind – Sonnenkind – Spätsprechkind – Nuschelkind – einiges davon gilt noch heute — anderes ist dazu gekommen, manches ist nicht mehr so wichtig, wieder anderes hat sich verändert.

Im Fotoblog gratuliert dir dein Stadtbezirk – wenn das bei deiner Oma so ist, soll das bei dir auch sein! Und hier gratuliere ich dir. Damit dir nie das Kleingeld ausgeht, habe ich eifrig für dich gesammelt – jede Münze 44 mal – bis zu welchem Wert der Münzen, das musst du selbst erkunden.

Geldberge, Geldhaufen, Kollektenteller – das alles habe ich für dich geräubert, damit du und Lenni immer genug zu essen und zu fressen habt. 🙂

Einen lieben Gruß von Mama 0103 Clara - Schriftzug

 


8 Kommentare

100 Jahr, weißes Haar …

… so wärst du heut‘ hier.- Aber es hat nicht sollen sein. – Einen Gruß und ein Dankeschön schicke ich jetzt himmelwärts. Ich hoffe, es hat dir jemand auf den Stufen zur Himmelstür geholfen. (Foto von der Rückseite eines Grabsteins)

1503 Himmelstreppe

Die Stadtverwaltung Teltow hat dir auch ein Schreiben geschickt. Du sollst Bescheid geben, ob du anlässlich deines 100. Geburtstages den Besuch eines Vertreters der Stadt Teltow zu Haus empfangen möchtest. Damit auch alles klappt, solltest du dich bis zum 23.2. melden, damit ein Termin vereinbart werden kann. Ich habe das mal für dich erledigt und deren Computer verklickert, dass er dich in einen anderen Status versetzen soll, nicht, dass die zum 101. auch wieder kommen wollen 🙂

Das zeigt mir wieder mal, dass Computer und Vernetzung viel zu hoch eingeschätzt werden – und die NSA hat zumindest in Teltow noch nicht Fuß gefasst.

1503 100 Prozent

Also, machs gut – ich will ja nicht unbedingt sagen: Bis bald, aber man weiß ja nie.

1503 100 Geburtstag 1

Jeder, der sie kennt, kann ja heute ein kleines Gebet für sie sprechen oder zumindest ein paar freundliche Worte – da freut sie sich bestimmt.

Mit Gruß von 0103 Clara - Schriftzug

 


19 Kommentare

Als Detektiv ungeeignet

oder: Kurzes Comeback der Diashow

An einer der letzten Tage, als ich an Freizeit zu viel und an Ruhe zu wenig hatte, diese zu genießen, kam ich auf die Idee, „Detektiv“ zu spielen, Leute zu „verfolgen“. – Die Vorbereitung bestand darin, mir folgende „Aufträge“ zu erteilen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dann wurde das erste Verkehrsmittel nach Losentscheid bestiegen – bei mir können das fünf Busse und eine S-Bahn sein. Kurz nach dem Einstieg ziehe ich aus dem verdeckten Stapel die erste Karte und suche darauf hin mein „Opfer“. – Habe ich mir eines ausgesucht, wird es „fixiert“ (unauffällig natürlich) und beim Ausstieg folge ich ihm eben so unauffällig. Selbst gestellte Aufgabe ist, es (das „Opfer“) erst dann wieder aus den Augen zu lassen, wenn es ein Gebäude gleich welcher Art betritt – ansonsten heißt es: Spur verfolgen, dran bleiben.

Hier und gleich die Begründung für die Überschrift: Dreimal habe ich dieses Spielchen an dem Tag gemacht – und nur bei einem bin ich bis ans Ziel gelangt (bei einer Familie mit einem freilaufenden 🙂  Kleinstkind keine große Herausforderung)  – die beiden anderen gingen mir im Gewusel und wegen meiner versuchten Unauffälligkeit verloren – vielleicht ließ ich mich aber auch von interessanteren Dingen  ablenken.

Schön finde ich, dass ich auf diese Weise in Gegenden komme, wo ich

  • a) schon lange nicht mehr war
  • b) noch nie war oder
  • c) auch nicht wieder hin möchte.

Die Familie mit dem Kind war in einem der Hochhäuser an der Jannowitzbrücke zu Haus. Der Pfau, der schon seit langen Jahren dort steht und im Sommer bewässert wird, hat für mich nichts an Schönheit verloren. Der Pfau ist von Margit Schötschel-Gabriel. –  Hier könnt ihr den Brunnen zu Sommerzeiten sehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eine weitere mir selbst auferlegte Bedingung ist, das Verkehrsmittel zu wechseln, wenn ein neues Opfer erkoren werden soll. Da es im allgemeinen U-Bahnen, S-Bahnen, Busse, Straßenbahnen, Regionalzüge und Fähren gibt, ist das keine Schwierigkeit.

Irgendwann landete ich am S-Bahnhof Lichtenberg. Dort hatte man versucht, wilden Sprayern zuvorzukommen, indem man die freien Flächen mit Spray-Kunst füllte. Ich fand es sehens-, fotografierens- und zeigenswert.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und mit einer wunderschönen Hauswandmalerei verabschiede ich mich für heute!

1403 Hauswandmalerei 81

Lieben Gruß von 0103 Clara - Schriftzug