Claras Allerleiweltsgedanken

„Streik“ ist ein Wort …

12 Kommentare

das ich momentan nur mit Würgegefühl aussprechen kann.

Wer an einem „neuralgischen“ Punkt sitzt, wo die Arbeitsniederlegung ganz viele Menschen stört und beeinträchtigt, nutzt seine Macht aus – manchmal öfter, als die Leute dafür Verständnis haben.

Seit vielen Wochen ist die Nord-Süd-Linie der S-Bahn lahmgelegt, weil es wichtige Tunnelarbeiten zu erledigen gibt. Die S1, die S2 und die S25 sind davon betroffen. Viele Leute haben dadurch bis zu 30 Minuten längeren Weg – auf einer Strecke. Gut – soll ja am 4. Mai beendet sein. Die Umfahrung dafür geht größtenteils auf dem Ring vonstatten.

Das zweitwichtigste Verkehrsmittel oder sogar das wichtigste, weil meist das zuverlässigste, ist die U-Bahn. Die U2 geht horizontal quer durch Berlin – besser „ging“, denn sie ist jetzt auch schon einige Zeit lang unterbrochen und fährt nur stückweise. – Auch hier geht die Umfahrung oft über den Ring.

Und jetzt der Streik der Gewerkschaft der Lokführer, der beim Erscheinen dieses Posts Geschichtge ist. Zwei Tage können ja eigentlich gar nicht so schlimm sein – denkt sich Lieschen Müller – aber als Begleiterscheinung zu den anderen Einschränkungen ist es ätzend!!! Warum hat eigentlich die BVG mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahn nicht gleich mitgestreikt??? Da wäre mal zwei Tage tote Hose in Berlin!

Aber der DHL-Streik ging vorüber, das andere auch – der oder die Berliner sind hart im Nehmen!

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

12 Kommentare zu “„Streik“ ist ein Wort …

  1. Hier in Potsdam sollen ja ab Montag Busse und Straßenbahnen streiken, es ist ein Graus.
    Das Ausnutzen der Monopolstellung finde ich schlichtweg rücksichtslos.
    Die Forderung nach mehr Geld könnte übrigens jeder stellen und letztlich kurbelt es Süd Inflation nur so richtig an.

    • Genau, liebe Orangata, so ähnlich sehe ich es auch. Vielleicht, wenn wir schon als Kinder mit Streik und seinen Auswirkungen aufgewachsen wären, fänden wir das normaler. Aber für mich ist es eine andere Form der Erpressung. – Andererseits – gäbe es keine Gewerkschaften, könnten die Arbeitgeber zum Teil wilde Sau spielen und die Arbeitnehmer hätten gar keine Rechte. – Schön wäre es, wenn die das untereinander klären könnten, nicht auf unserem Rücken.

  2. Busse und die Leipz’scher Bimmel fuhren. Insofern hatte ich nichts zu leiden. In meinem Kaff ist auch alles etwas näher beieinander. Da kann man noch hinwandern..Für die Pendler zur Arbeit in den Landkreis oder aus dem Landkreis war es wahrscheinlich eine arge Herausforderung. Manches Wichtige firl halt einfach aus.
    Deine S-Bahn ist trotzdem ein Abenteuer. Ich weiß noch, wie oft mich mein Sohn angerufen hat um Zeit zu überbrücken. Da fuhr die Bahn nicht, oder die Route war geändert, …. Jetzt ist er froh, dass er nicht mehr am Poppes von Berlin wohnt.
    Gruß von der Gudrun

  3. Ich verfolge es in den Nachrichten mit. Auch, wie (meist junge Leute) sich zu Fahrgemeinschaften organisieren, um einander zu helfen.
    Ein Hieb gegen die Willkür aller, in der der Reisende zum Spielball wird, auch wenn ich verstehe, dass ein Streik manchmal das einzige Mittel sein kann, um sich gegen das Bahnmonopol zu wehren.
    Immer schlecht, wenn Unschuldige darunter zu leiden haben.
    Doch förderlich für ein besseres Miteinander in der zu viele Leute ein Auto haben, für das sie auch teuer Geld bezahlen müssen, wo durch Fahrgemeinschaften Umwelt und Geldbeutel geschont werden können….

    • MANCHMAL das einzige Mittel – damit hätte auch ich kein Problem. Irgendwie werde ich jedoch das Gefühl nicht los, dass sie sich immer öfter abwechseln: Piloten und Bahner. Wie „einziges Mittel“ fühlt sich das so nicht mehr an – und dann fragt man sich als Kunde schon, ob das alles noch so gerechtfertigt ist.
      Zur DHL sag ich aktuell besser nix, die liegen mir immer noch schwer im Magen.

      • Connie, manchmal kann auch ich Verständnis für Streik aufbringen. Aber wenn die Herren Piloten schon in jüngsten Jahren in ihre „wohlverdiente“ Rente möchten, und das mit höchstem Gehalt, da hört dann doch mein Verständnis auf. – Ich sehe schon, wir „einfaches Fußvolk“ werden die Gedanken der Großen und Mächtigen nicht verstehen.

  4. Aber man kann schon froh sein, dass man nicht mehr zur Arbeit muss und dabei auf diese Verkehrsmittel angewiesen ist, oder?

    • Aber hallo, liebe Sonja. Natürlich bin ich froh, dass ich mich nicht Arbeitstag für Arbeitstag in solch ein überfülltes, „dampfendes“ Monster quetschen muss. – Ich hätte hier Glück, da ich fast an der Endstation wohne und immer einen Platz bekäme – nur umsteigen dürfte ich dann nicht – weiter innen ist alles immer voll. – In so einem Moloch zu wohnen, hat auch seine Nachteile.

  5. Siehste, das ist der Vorteil vom Land. Hier fahren keine Züge und S-Bahnen. Da sitzt man mit oder ohne Streik auf dem Trockenen. DHL-Streik würde sich allerdings hier auch auswirken. 🙂

    • Wenn die Verkehrsverbindung besser gewesen wäre und für ständig weitere Einschränkungen nicht auch noch immer höhere Fahrpreise fällig geworden wären, würde ich heute noch auf dem Lande wohnen.

      • Manchmal verfluche ich diese große Stadt hier, habe aber weder Mut noch Kraft, ins Umland zu ziehen oder ganz wo anders hin. In P., wo ich gerade gestern war, ist man innerhalb des Ortes aufgeschmissen, da fährt nichts – aber die Bahn fährt jede Stunde, sogar nach Berlin.

    • Ute, irgend etwas muss doch für Leute ohne Auto – sehr alte und zu junge – fahren. Dann sind es eben die Busfahrer, die mit einem Streik alles lahmlegen können. – Alle versuchen es ja mal – die Erzieher, die nicht verbeamteten Lehrer, das Pflegepersonal – aber es streiken immer nur solche Berufsgruppen, die durch ihren Dienst an anderen Macht haben. – Ich kann mich wohl immer noch nicht mit „Streik“ anfreunden.

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