Claras Allerleiweltsgedanken

Whg 9 – Ein Streifen – kein Streifen …

14 Kommentare

ein Strich – kein Strich …

Clara ist zum Strich“mädchen“ geworden. Keine Angst, ich bin nicht auf den Seniorenstrich gegangen, obwohl ja in Berlin fast nichts unmöglich ist. Nein, ich habe mich einen ganzen Abend mit Strichcodes beschäftigt und dabei 4 Stunden lang den Mindestlohn erarbeitet, aber es war hart und ein wenig deprimierend.

2906 Strichcode

So ein Strichcode besteht aus 13 Zahlen, die nacheinander mühsam eingetippt werden mussten. Meist waren die Zahlenkolonnen recht klein gedruckt und eng beieinander, so dass das Programm meckerte: Diese Codierung kann nicht erkannt werden.

Was habe ich nun gemacht. Bei einem Buch- und CD-Aufkäufer habe ich Bücher angeboten und viele, viele CDs. Manche Bücher oder CDs waren so alt, dass sie keinen normgerechter 13stelligen Code hatten, also machte ich zwei Häufchen:

Die „guten“ ins Töpfchen, die „schlechten“ ins Kröpfchen.

Leider standen mir nicht so viele Tauben zur Verfügung wie weiland dem lieben Aschenputtel.

Also musste ich mich einzig und allein auf meine Augen, meine Tasten und mein Gefühl verlassen, deswegen hat es ja auch so lange gedauert. Unter 10,00 € wird kein Paket angenommen – wenn es aber für viele Bücher und CDs Beträge von 25 Cent oder manchmal noch weniger gibt, fragt man sich, was die ganze Quälerei soll. Doch verschenken kann man ja auch nicht ohne weiteres – außerdem bleiben noch genügend Bücher übrig, die ich verschenken oder verteilen möchte.

Der Lohn für einen Abend betrug dann rund 30,00 € – schnell das Label ausgedruckt, den Sendeschein – alles in ein großes und recht schweres Paket gepackt, mit Knüllpapier aufgefüllt und mit der neuen Sackkarre vom Auto zur Post gebracht.

Und dann konnte ich mich wieder schöneren Dingen widmen als dem Ausdünnen der Bestände.

Als ich meinen Buchsbaum auf dem Balkon ansah, dachte ich so bei mir, dass er sich dem „Ausdünnen“ angeschlossen hat – er sah aus die ein Weihnachtsbaum im Osten – der hatte auch nie genug Äste, dass es für rundherum gereicht hätte. – Ich weiß gar nicht, was den Buchsbaum bewegt hat, auf einer Seite so auszutrocknen.

2906 Ostweihnachtsbaum

 Und dann saß ich bei dem wunderschönen Sommerwetter auf meinem Balkon und sinnierte, ob ich sehr traurig sein soll, dass ich ihn bald nicht mehr haben werde. Das viele Grün und die Ruhe werde ich vermissen. Und just in diesem Moment fing es auf der Vattenfall-Baustelle an zu „randalieren“. Spätestens da bekam ich bestätigt, dass ein Umzug sooooooo schlecht doch nun auch nicht ist. Es konkurrieren Baulärm mit Straßenlärm – nur der Baulärm gewinnt, denn er ist wahrscheinlich 2017 oder sogar schon 16 beendet – der Straßenlärm keinesfalls.

Und wenn ich dann von dem ganzen Straßenlärm einen wirren Kopf bekomme, dann gehe ich mit diesem Kopf-Gedöns zum Psychologen G. Döns 🙂

2906 Gedöns

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

14 Kommentare zu “Whg 9 – Ein Streifen – kein Streifen …

  1. Liebe Clara,
    wir hier im Südwesten schmelzen langsam so vor uns hin. Wenn es so weitergeht, sind wir bald danin geschmolzen!
    Da bricht einem schon beim Lesen Deiner Aktivitäten der Kreislauf zusammen. Das sind Arbeiten wenn es regnet, stürmt und/oder schneit. 😉
    Scherz beiseite, ich liebe ja den Sommer und die Wärme, aber momentan ist es ein wenig zuviel des Guten!!!
    Angenehmen Rest-Freitag, behalte einen kühlen Kopf,
    ich schicke liebe Grüße
    moni

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    • Liebe moni, vom Prinzip her hast du natürlich vollkommen Recht. Da aber bei mir zwischen erleben und schreiben und dann zwischen schreiben und lesen meist einige Zeit vergeht, kannst du 100%ig sichern sein, dass ich so eine Frohnarbeit nicht bei der großen Hitze erledigt habe.
      Leider will ich mit meinem Umzug nicht mehr warten, bis es stürmt und schneit – das mit dem Regen bekomme ich hin.
      Ich habe über + 25 ° schon immer Probleme – ich mag es lieber schattiger und kühler, nicht kalt.
      Aber wenn du schmilzt, kannst du besser fließen und kommst geflossen schneller an einen anderen Ort. Willst du jedoch nach Übersee, musst du gut aufpassen, denn da verfließt sich frau schon mal ganz schnell 🙂
      Lieben Gruß von mir

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  2. Schließe mich Ute nahtlos an!
    Diese Organisation ist vorbildlich!✨

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  3. Das Buchsbäumchen wird den Umzug wohl nicht mehr mitmachen. Den Herrn Döns brauchst du zum Glück jetzt noch nicht. Toll, wie du alles organisierst.

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    • Aber wie der Buchsbaum mitziehen wird. Er bekommt eine Fensterseite auf dem Balkon – und vielleicht erholt er sich dann sogar wieder.
      Heute war sage und schreibe der sechste Umzugsberater hier – auf sieben bringe ich es noch – und dann fällt die Entscheidung. Momentan sind noch 3 im Rennen – von heute weiß ich noch keinen Preis und vom 7. natürlich auch noch nicht. – Er gab mir den Rat, auf dem Angebot muss FESTPREIS stehen, sonst können die bis zu 300,00 oder sogar 400,00 aufschlagen am Ende – erst unterbieten sie um ca. 200,00 und dann ….

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  4. die Kräne auf der Vattenfall-Baustelle haben bestimmt dem Buschbaum erschreckt.
    Es ist eine Affenhitze in Bonn. Wünsche ich wäre in Berlin !!
    Viele Grüße

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    • „Schätzelein“, ich habe dir schon immer gesagt, es ist ein Fehler, von Berlin wegzuziehen. – Jetzt hast du den Temperaturausgleich – deine Berliner Wohnung war zu kalt und jetzt ist dir dafür zu warm. 🙂
      Dr Buchsbaum kann die Kräne zwar nicht sehen, aber falls er eben so lärmempfindlich ist wie ich, kann ich mir diese Reaktion schon vorstellen.
      Lasse dich grüßen!

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  5. Am Anfang dieses leicht Frivole, dann das herbe Sortieren, die Bäumchenkrankheit, Vorzüge und Nachteile, aufgezählte-alles passt!
    Das mit dem dringend nötigen Aussortieren will mir noch kaum gelingen – und wenn ich mal so 10-20 Bücher an ein öffentliches Regal getragen habe, merkt man davon nichts, leider. Bei deiner systematischen Ordnung ist das sicher eher der Fall! Weiter so!

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    • Danke für das „alles passt!“ – Sonja, ich will nicht mehr die vielen Meter Bücherregale mit Büchern, die ich doch nicht noch einmal in die Hand nehmen werde. Über eine Höhe von 2,10 m wird nichts mehr untergebracht, denn Leiterkletterei und Fußbank- oder Hockerkletterei erst recht – frau wird ja nicht standfester mit dem Alter. – Bis vor kurzem hatte ich über der Couch vier Regalbretter in 1,80 m Länge hängen. Sie sind noch da – jetzt über der Computerstrecke. Jetzt erreiche ich mühsam das dritte Brett. Und früher musste ich immer auf die Liege klettern – das hat ihr wohl auch nicht so richtig gut getan.
      Im Wohnzimmer warten nach den riesigen zwei Paketen noch ca. 2 laufende Büchermeter aufs Verschenken. Mal sehen, wie viel ich davon noch an die Frau oder an den Mann bringen kann.
      Ich glaube, so konsequent habe ich noch nie „ausgedünnt“ – das muss schon was mit Altersweisheit zu tun haben.

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  6. Ich denke, den letzten Schritt kannst Du Dir sparen :-). Liebe Grüße nach Berlin aus dem tropischen Bonn, Leonie

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    • Liebe Leonie, wenn ich am Abend auf dem Fernseher so die Wetterkarte verfolge, tut mir die alte Hauptstadt mit ihren fast subtropischen Temperaturen richtig Leid. Ich als Löwin müsste ja Hitze abkönnen – aber das kann ich keinesfalls, ich flüchte immer und gleich in den Schatten. Gestern Nachmittag waren auf meinem Balkon auch 44° – jenseits von Gut und Böse.
      Wie gut habe ich es doch, dass ich mir die Zeiten meiner Arbeit so gut einteilen kann und in der schlimmsten Mittagshitze im Schatten Siesta halten kann.
      Lieb grüßt die Clara, die nun also doch nicht zu Herrn Gedöns geht.

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