Claras Allerleiweltsgedanken

Gut hören kann ich schlecht …

10 Kommentare

doch schlecht sehen kann ich gut. Diesen Kalauer am Anfang, weil ich zumindest den ersten Teil davon wieder live erleben durfte. – Dann höre ich aber mit den „Gebrechlichkeitsartikeln“ auf, sonst denkt ihr noch, ich wäre alt.

Aus einem total erschöpften Fernsehschlaf gegen 22 Uhr aufwachend, sehe ich, dass meine Nachbarin bereits 4 mal angerufen hatte. Ich nahm an, dass es um den Wohnungsschlüssel geht, den sie mir während ihrer 5wöchigen Abwesenheitszeit zurückgeben möchte. Ich rufe bei ihr an und sie erzählt:

„Mir geht es nicht so gut, ich wollte dich fragen, ob du eine Kartasse für mich hast.

“ „Eine was bitte? Was ist denn das?“

„Na eine Kartasse eben, wie soll ich dir denn das erklären?“

„Ich schwöre, ich habe das Wort noch nieeeeeeeeee gehört. Meinst du eine Wärmflasche für den Bauch? – Gibt es nicht ein anderes Wort dafür?“

Und Julia, schon mittelschwer gereizt: „Ja, Erdäpfel“

„Ach du meinst eine Kartoffel!!! Sage das doch gleich!“

„Nichts anderes habe ich die ganze Zeit gesagt!“

Und da wundert man sich, wenn in der großen Politik Missverständnisse auftreten! Aber ich hatte auch keine Hördremmel drin, weil ich ja eigentlich hätte Fernsehgucken wollen.

*********

Ist das ein Wunder, dass ich schlecht hören kann, wo ich doch meine Hördremmel in den Sand gesetzt habe! (Nur für das Foto!!!)

1607 Hörgeräte in den Sand

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

10 Kommentare zu “Gut hören kann ich schlecht …

  1. Ich würde mächtig zu knabbern haben, wenn mein Gehör mal nicht mehr so funktionieren sollte wie jetzt. Ehe ich sehe, höre ich und orientiere mich auch danach.
    Gut hören kann aber auch zu Problemen führen. Ein Freund war mal stocksauer, weil ich im Restaurant nicht ihm, sondern dem äußerst spannendem Gespräch zwei Tische weiter zugehört hatte.
    Gut, dass die Hörgeräte immer besser werden. Ich glaube, die erleichtern dir das Leben sehr.
    Gruß an dich.

    • Hallo Gudrun, ab und an, besonders, wenn es mir mal nicht so gut geht, denke ich an den berühmten Ausspruch, der bei fast jedem Akustiker im Laden hängt: „Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können trennt von den Menschen“
      Wenn ich mir vorstellte, ich könnte nicht mehr telefonieren, wie ich das ja mit dem rechten Ohr schon nicht mehr kann, das wäre ein schrecklicher Einschnitt. -Aber so, der Mensch gewöhnt sich an sehr vieles. Täte man das nicht, würde man immer vergnatzt herumlaufen.
      Ein Leben ohne die zwei kleinen „Männchen“ im Ohr wäre für mich nicht mehr denkbar. So ist das eben.
      Und tschüss sagt zu dir DIE Clara

      • Ich bewundere dich, wie du damit umgehst, wie du auf der Suche bist, nicht alles als gegeben hinnimmst. Das ist wirklich bewundernswert.
        Ich kann ja entscheiden, was ich hören will und was lieber nicht. Du hast es da viel schwerer.

        • Gudrun, das ist aber lieb von dir. Doch wie heißt es so schön: Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. – Da ich insgesamt 13 Hörstürze hatte, kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wie das war, richtig und alles zu hören.
          Ich glaube, ich kann mir noch ernsthaftere Beeinträchtigungen vorstellen.
          Lasse dich grüßen!

  2. Tja, wenn man sich aber auch so undeutlich ausdrückt 🙂 🙂 Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich als junges Mädchen jeden Film im Fernsehen kommentieren musste. Erst fragte Oma „Was hat der eben gesagt?“ – dann Vater „Wie war das gerade?“ 🙂 Da gab es allerdings auch noch keine so guten Hörgeräte.

    • Diese jungen Leute heutzutage nuscheln alle – an vorderster Front nuschelt mein Sohn, aber das werde ich auch nicht mehr rausbekommen aus ihm.
      Fernsehen mache ich ja grundsätzlich ohne Hörgeräte – nur mit einem vernünftigen Kopfhörer – aber so super ist das auch nicht, immer mit so dicken Dingern auf den Ohren rumzulaufen.
      Ich stelle immer wieder fest, dass ich mich an manche „Macken“ ganz gut gewöhnt habe, andere fallen mir da schwerer. Da es aber ist, wie es ist, brauche ich da nicht groß nachzudenken.

  3. Neuzeitliches Brandgeschoss aus Gusseisen der Vorderlader-Artillerie…Clara…😂😂😂
    Na, Bravo!
    (Filmzitat vom schwerhörigen Erzherzog Franz-Karl, denke an meine Lieblingsfigur aus den schmachtigen Sisi-Filmen, der mit diesem Ausspruch die Krönung kommentierte und seither ist dieses Filmzitat in unserer Familie ein Dauerbrenner, wenn etwas nicht richtig verstanden wird.)
    Ui…jetzt weißt Du auch, dass ich die Sisi-Filme ALLE gesehen habe…und mit Romy Schneider herumgesehnsüchtelt.
    Aber…da war ich noch ein Backfisch.
    An spätere Sozialdramen dachte ich da noch nicht, doch Fassbender sollte mich alsbaldigst belehren, dass das Leben kein Königshof ist und die Liebe ein ganz schöner Schmarrn sein kann….😉✨

    • Hallo, meine liebe Fee, langsam glaube ich, dass mir das ganze Hin und Her und da ein Angebot einziehen und dort ein Angebot ablehnen die Gehirnmasse erweicht – oder mich begriffsstutzig werden lässt.
      Wie lautete das Zitat von Erzherzog Franz-Karl genau? Sagte der einfach nur „Na, bravo!“?
      Sisi und all ihre Filme ist ja an uns armen Ostkindern ohne Fernseher vorbei gegangen – und danach konnte ich sie auch nicht mehr aufwärmen – so etwas muss man in groß auf der Leinwand sehen.
      Langsam ist alles in Sack und Tüten – gestern war die Vertragsunterzeichnung.
      Ganz liebe Grüße zu dir von mir

  4. Hätte jetzt „Karkasse“ gedacht, aber das wäre ja Kocherei,,,,,

    • Auch mit „Karkasse“ hätte ich nichts richtiges anfangen können.
      Als Webdefinition lese ich: „Eine Karkasse ist ein neuzeitliches Brandgeschoss aus Gusseisen der Vorderlader-Artillerie. Ein kalibergroßer „Käfig“ aus Bandeisen mit napfförmigem Boden wurde mit glühenden Kohlen gefüllt, um feindliche Schiffe und brennbare Gebäude in Brand zu schießen. ..“ – das wollte sie sicher nicht.
      Dann sagt Wiki bei Karkasse (Reifen) folgendes – und das habe ich schon mal gehört: „Die Karkasse ist das tragende Gerüst in Gummireifen, Treibriemen und Transportbändern. Sie besteht aus Gewebeschichten, die in Gummi eingebettet sind und als Festigkeitsträger fungieren.“
      Und dann lese ich bei einem anderen Wiki-Eintrag: „Karkasse oder Carcasse (frz. Carcasse „Gerippe“) steht für:
      Karkasse (Küche), das Gerippe von Geflügel und anderen Tieren“
      Also alles nicht aufklärend.

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