Claras Allerleiweltsgedanken


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Unruhegeist Clara war ungehorsam

… zum Glück aber ohne Folgen!

Ich kam vom Orthopäden und hatte eine Spritze in den Schleimbeutel meines rechten Beines bekommen. Und danach war ich vollkommen euphorisiert – mag es an der schönen „Saftbar“ in dieser einladenden Praxis gelegen haben, mag mich der wirklich gute Orthopäde in diese Stimmung hineingelächelt und -getätschelt haben oder war die Spritze wirklich so schnell wirkend – ich kam nach Hause und strotzte vor Tatendrang.

Ich hatte einen Tag zuvor eine Diskussion mit dem Umzugsunternehmen meiner Wahl geführt. – Für den kompletten Umzug, der nicht so ganz wenig und klein ist, wollten sie 950,00 € haben, was ich so human fand, dass ich gleich innerlich auf 1000,00 aufgestockt habe. – Doch dann überkam mich der Wunsch, auch noch entrümpeln zu lassen. Ich selbst mit dem kleinen Auto kann es nicht – und mein Sohn hat zwar ein größeres Auto, aber einen Hund und ein Geschäft, dafür keine Zeit. Also wollte ich es professionell ausführen lassen – 5 Tage nach dem Umzug.

Die Entrümpelungsarbeiten sind relativ überschaubar – der größte Posten sind die 48 m² Auslegeware, mehrere Regalbretter, 1 Stuhl, mehrere Dübel entfernen und Löcher verschmieren und eben die beiden Oberschränke, von denen ich jetzt gleich erzählen werde.

Erster Vorschlag: 650,00 € – den habe ich jedoch rigoros abgelehnt, ich hätte dann auch die Erstzusage für den Umzug zurückgezogen. – Dann kam es auf der Gegenseite zu Verhandlungen. Der Kompromiss sah so aus, dass sie alles an einem Tag machen wollen, dafür schon um 7.00 Uhr auf der Matte stehen – und dann seh’n wir mal. Komplett soll jetzt alles 1250,00 € kosten, womit ich sehr gut leben kann.

Warum mich dann aber doch der Teufel ritt und ich die Sache mit den zwei Oberschränken selbst in die Hand genommen habe, weiß ich nicht. Ich wollte wissen, wie die Schränke in niedriger wirken.

Hätte es mir jedoch nicht gefallen, hätte mir das auch nicht viel genutzt – zumindest ohne den ersten Oberschrank hätte ich leben müssen, denn bei der Ein-Personen-Schrank-Entsorgung ist nicht alles heil geblieben. Doch was erwartet man von Schrankwänden, die jetzt fast 34 Jahre in meinem Besitz sind – die dürfen schon etwas morsch und altersschwach sein, denn Möbel altern schneller als kernige Blogger und Bloggerinnen. – Aber da es mir gefiel, habe ich kühn und keck mit dem zweiten weitergemacht. Ich habe so unendlich viel entsorgt, dass ich jetzt aufgelockerter leben möchte und nicht bis zur Decke hoch mit Schrankwänden zugepflastert sein möchte. Zumal ich später noch schlechter auf Hocker oder gar Leitern steigen kann. – Ich muss mal in mich gehen – wenn alles an Ort und Stelle ist, werde ich einen Schrank aussparen mit der Belegung – vielleicht kann er dann auch weg.

Und dann ging es an die Entsorgung im Recyclinghof. Der neue rote Spanngurt leistete mir gute Dienste, denn damit konnte ich immer mehrere Bretter zusammenbinden. Am liebsten hätte ich diese Pakete vom Balkon auf die Wiese geworfen, aber da hätte man mich sicher wegen öffentlichen Ärgernisses belangt. – Der größte Teil der Leute stellen bei Nacht und Nebel ihren Sperrmüll an die Tonnen und lassen die Allgemeinheit für die Entsorgung zahlen. Ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich wieder einen defekten Balkonstuhl stehen sehe. Drei Tritte und er wäre so in Teile zerlegt, dass diese bequem in die Tonnen passen. – Oder einen riesigen Fernsehkarton. Da juckt es mich schon sehr, in den Wohnungen nachsehen zu können, wer gerade einen neuen Panasonic aufgestellt hat. – Ein Cutter und der Karton wäre ratzfatz klein und mülltonnentauglich.

Als ich den Container mit den entsorgten Möbeln sah, fiel mir wieder mal auf, dass es Deutschland sehr gut gehen muss. Ich habe schon Gewissensbisse, wenn ich so uralte Möbel entsorge – andere haben die kaum, wenn ihre Möbel älter als 5 Jahre sind.

Mal sehen, jetzt möchte ich eine Polsterliege über eBay loswerden, ganz humaner Preis, weil ich denke, ich könnte mir eine komfortablere gönnen. Ich bin sicher so blöd, wenn ich sie nicht loswerde, behalte ich die alte.

Ich bin ja erblich belastet mit unangebrachter Sparsamkeit: Ich schmeiße ohne Probleme Schuhe weg, aber wenn die Schnürsenkel noch in Ordnung sind, hebe ich diese auf. Glaubt ihr nicht? Beweisfoto kommt: Ich könnte den Christos Konkurrenz machen im Verpacken und Verschnüren – ich bin gewappnet.

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Genug, ich muss mich jetzt meinem Vergnügen außerhalb des Computers widmen.


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Der Weiden-Fliegen-Rosen-Dom

Vor langer Zeit gab es mal in einer Landesgartenschau einen Weidendom – einfach geflochten aus Weidenzweigen. Muss mich beeindruckt haben, denn sonst wüsste ich heute nicht mehr davon.

Und bei einem Discounter gab es vor kurzem etwas gegen Fruchtfliegen. Vielleicht ist es Tierquälerei, wenn diese Wesen mit ihren Füßen an der klebrigen Locksubstanz hängen bleiben – aber früher diese Leimfliegenfänger waren auch nichts anderes. – Und jetzt bereite ich den Fruchtfliegen noch ein Abschiedsfoto von ihrem Grab, das auch aussieht wie ein gotischer Domgewölbe.

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Und dann fand ich es passend, dass die verblühten Rosen auch eine Stätte bekommen, an der sie zu Ende blühen können.

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PS: Diese Fotos habe ich gleich am zweiten Tag nach Aufstellung gemacht. Würde ich euch jetzt die Fliegenfalle zeigen, könntet ihr bemerken, dass die zu solchen Mengen dort festgeklebt sind, dass die Geschichte vom „Schwan kleb an“ eine laue Kindermär ist.

 


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Meine Waschmaschine ist wie ich als Kind

„??? Warum das denn?“
„Ja, sie will nicht umziehen. Ich habe als Kind oder Jugendliche einen schrecklichen Terror veranstaltet, als ich eine Straße weiter umziehen sollte!“
„Und du meinst, deine Waschmaschine will diese lumpigen 7 km nicht umziehen? Wie kommst du denn darauf?“
„Sie geht lieber kaputt und schmeißt in ihrem Inneren unüberhörbar mit Metallteilen um sich – na gut, nur beim Schleudern. Aber weißt du, wie schrecklich sich das anhört?“
„Na, dann kannst du doch einfach einen Monteur bestellen!“
„Das habe ich einmal im Leben gemacht und bin gottsjämmerlich übers Ohr gehauen worden. Die haben die Maschine mitgenommen, ich konnte nicht überprüfen, was sie wirklich gemacht haben – und dann habe ich eine Reparaturrechnung bezahlt, dafür hätte ich gut eine Neue bekommen. Als Gegenleistung sollte ich LEBENSLANGE Garantie und kostenlose Reparaturen haben, nur – die Firma gab es zwei Jahre später nicht mehr. Die hatte sich mit dem Geld anderer Dummer und mit meinem abgesetzt.“
„Na gut, nach 15 Jahren hat sie sich ja auch ihren Ruhestand verdient – vielleicht nimmt sie ja noch ein Bastler“

„Genau, so mache ich es! Vielleicht hat sie ja doch den Hund oder den Bären nicht vertragen“

So, jetzt kommt die „echte Geschichte“ – nicht in Dialogform – für mich ist sie einfach kaum zu glauben.

Am nächsten Tag befüllte ich die Maschine erneut – denn wenn ich sie schon wegwerfen muss, will ich wenigstens keine Wäscheberge horten bis zur Neuanschaffung. Ob ich den bösen (pädagogischen) Gedanken gehegt habe, der da heißt: „Wenn du dich nicht zusammenreißt und spurst, fliegst du auf den Schrott!!!!“  weiß ich nicht.Oder habe ich etwa gar den schrecklichsten aller schrecklichen Müttersätze im Kopf gehabt: „Wenn du jetzt nicht artig bist, hat dich die Mami nicht mehr lieb!“

Es kann aber auch sein, dass sie mitbekommen hat, dass ich mich den ganzen Abend im Netz nach einer neuen umgesehen habe – wer weiß, jedenfalls ging es. Jetzt hat sie wohl das störende Teil auf den Boden „“geschleudert““ – im wahrsten Sinne des Wortes – wo es nicht mehr stört und Laut gibt – und schon ist Ruhe. Nach meinem Empfinden schleudert sie nicht mehr so schnell – doch das kann ich aushalten.

Bei den Neuen war mir eine „Candy“ aufgefallen – sie würde als C gut zu den anderen CC= Clara…. passen. Sie ist ein besonders schlankes Mädchen und hat statt der sonst üblichen 45 cm Tiefe bei den Slim-Modellen nur 33 cm zu bieten, dafür aber einen höheren Preis, weil nur wenige Leute superslim kaufen wollen. Als ich diesen Gedanken meinem Sohn unterbreitete, meinte er, die „Dame“ sei nicht aus gutem Hause. Er vermisste so einen Familiennamen wie B*osch, S*iemens, S*amsung (die machen neuerdings auch in WM), M*iele oder die nicht mehr so guten wie B*auknecht, B*eko, AE*G oder LG. – Jetzt werde ich beim nächsten Wohnungsbesuch, den ich bald durchführe, ausmessen, ob die Maschine doch 45 cm tief sein darf und die Badezimmertür trotzdem aufgeht oder ob doch Candy einziehen wird.

Und tschüss für heute!


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Gut hören kann ich schlecht …

doch schlecht sehen kann ich gut. Diesen Kalauer am Anfang, weil ich zumindest den ersten Teil davon wieder live erleben durfte. – Dann höre ich aber mit den „Gebrechlichkeitsartikeln“ auf, sonst denkt ihr noch, ich wäre alt.

Aus einem total erschöpften Fernsehschlaf gegen 22 Uhr aufwachend, sehe ich, dass meine Nachbarin bereits 4 mal angerufen hatte. Ich nahm an, dass es um den Wohnungsschlüssel geht, den sie mir während ihrer 5wöchigen Abwesenheitszeit zurückgeben möchte. Ich rufe bei ihr an und sie erzählt:

„Mir geht es nicht so gut, ich wollte dich fragen, ob du eine Kartasse für mich hast.

“ „Eine was bitte? Was ist denn das?“

„Na eine Kartasse eben, wie soll ich dir denn das erklären?“

„Ich schwöre, ich habe das Wort noch nieeeeeeeeee gehört. Meinst du eine Wärmflasche für den Bauch? – Gibt es nicht ein anderes Wort dafür?“

Und Julia, schon mittelschwer gereizt: „Ja, Erdäpfel“

„Ach du meinst eine Kartoffel!!! Sage das doch gleich!“

„Nichts anderes habe ich die ganze Zeit gesagt!“

Und da wundert man sich, wenn in der großen Politik Missverständnisse auftreten! Aber ich hatte auch keine Hördremmel drin, weil ich ja eigentlich hätte Fernsehgucken wollen.

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Ist das ein Wunder, dass ich schlecht hören kann, wo ich doch meine Hördremmel in den Sand gesetzt habe! (Nur für das Foto!!!)

1607 Hörgeräte in den Sand

 


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Schöne Fotos …

sind das vielleicht keine!

Aber nur in einer Hinsicht sind sie nicht schön – man sieht so incognito darauf aus. Oder habt ihr mich gleich erkannt? Z. B. an den neugierig ausgerichteten Kulleraugen? – Doch sie sind in anderer Hinsicht sogar sehr schön – sie beweisen, dass im Kopf kein bösartiges rundes Kullerchen ist, was mich so schwindelig macht. Eine negative Diagnose kann manchmal sehr schön sein. Ein MRT ist zwar laut, aber aussagekräftig. Ein Tumor ist es also nicht. – UND ES IST BEWIESEN: Ich habe ein Gehirn!

Wäre der Befund schlecht ausgefallen, hätte es keinen Post gegeben – vielleicht hätte es eine neue inoffizielle Gruppe bei Fb gegeben, wer weiß.

Doch was ist es dann? Der Ohrenarzt hat bestätigt, dass es auch kein Morbus Menière ist – eine Krankheit, bei dem einem anfallsweise stark schwindelig wird bis hin zum Erbrechen. Da sind die Knöchelchen im Innenohr aus dem Gleichgewicht gekommen, so dass der Patient sein Gleichgewicht verliert. – Von Anfang an wusste ich: DAS ist es nicht. Denn mir ist nicht anfallsweise, sondern so gut wie IMMER schwindelig. Der Kreislauf wird es auch nicht sein, denn nicht nur bei Lageveränderung „schwindele“ ich.

Ich habe das Gefühl, ständig zwei Gläser über den Durst getrunken zu haben, so dass ich immer einen Linksdrall habe. Viele blaue Flecke an meiner linken Seite bezeugen, dass ich nicht immer gut genug die Kurve bekomme.

Das bedeutet, dass ich nicht Fahrrad fahren darf. Das Autofahren wollte er mir auch verbieten, aber da habe ich protestiert. – Jetzt in der Umzugsphase ist aber viel schlimmer, dass ich nicht auf Leitern und Hocker klettern soll. Zu 98 % halte ich mich daran – und für den Rest ist mein Schutzengel zuständig.