Claras Allerleiweltsgedanken


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Man kann auch übertreiben

Heutzutage sind die Pflaster so steril und so aufreißsicher verpackt, dass ich „fast verblute“, bevor ich überhaupt das Pflaster aus der Verpackung geschält habe.

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Jetzt zeige ich euch Fotos, die im ersten Moment nach einem Pflaster für die Seele schreien – aber in ca. 10 Tagen wird von diesen „Wand-Wunden“ nichts mehr zu sehen sein.

Alle Tapeten werden bis auf den Beton abgeweicht. Das war für den Maler und seine „Assistentin“ – (wenn ich Langeweile habe und auf einen Termin oder anderes warte, dann beteilige ich mich an dem Abfetzen der Tapete) – ein wirklich hartes Brot, besonders im Wohnzimmer. Sein Standardausspruch: „Die müssen mit Pattex geklebt worden sein“. Sie gingen wirklich nur quadratzentimeterweise ab. Anders im kleinsten Zimmer: Eingeweicht und die Bahnen blieben zum Teil von oben bis unten heil – allerdings auch da drei Schichten. Die Vliestapeten spalten sich ja in eine Ober- und eine Unterschicht – und das ist nicht politisch gemeint. – Aber noch darunter war zum Ausgleichen von Unebenheiten Papiertapete geklebt. – Genau nach einer Woche – Freitag zum Arbeitsschluss, war alles abgerissen. Die Müllsäcke stapeln sich nur so – und die langen Gardinenblenden samt indirekter Neonröhrenbeleuchtung versperren den Balkon.

Den hatte ich neben dem bereits fertigen Badezimmer schon aufgehübscht – neue Balkonkästen mit Vorratsbewässerung gekauft (die kosten ja inzwischen auch ein halbes Vermögen) und die fertigen Pflanzbehälter aus der Wohnung hingetragen und einfach in die Kästen gesetzt.

Etwas will ich noch zu dem hübschen Badezimmerschrank sagen, der leider meiner Waschmaschine weichen muss. Darin müssen die Kronjuwelen der englischen Krone gelagert worden sein, denn der Schrank war hinten in eine Schiene eingehängt, überall mit Silikon verkittet und  mit mehreren Schrauben rechts und links an die Nachbarschränke verschraubt. Sogar der sehr pfiffige Maler wollte schon das Handtuch werfen, bis er den Trick mit den Schubladen gefunden hat.

Der Schrank war sooooooooooo schwer, dass ich ihn noch nicht mal vor die Wohnungstür tragen konnte, geschweige die Treppen zum Keller. Wahrscheinlich lagert hinter den Pfeilen der Kronschatz!!!!!  – deswegen das Gewicht 🙂

Und hier zum Entspannen noch ein schönes Foto:

0908 Balkonausblick 93

Berlin ist nicht Paris – und Marienfelde nicht Mont martre, aber ich fand es dennoch passend: