Claras Allerleiweltsgedanken

Büro … Bürokrat … Bürokratie

23 Kommentare

Man kann es mit der Korrektheit auch übertreiben!

Ich will in das Bauhaus Tempelhof, um zur Befestigung von 4 Füßen der alten Liege passende Muttern zu kaufen. Damit nichts schief geht, habe ich einen deutlich zerschrammten Fuß als Muster in der Tasche. – Außerdem hat der Elektriker eine 10-Ampere-Sicherung knallen lassen. Da ich diese Technologie der Porzellansicherungen mit farbigem Plättchen zur Kennzeichnung für die Stärke schon fast vergessen habe, nehme ich die defekte mit.

Da ich es eilig habe, frage ich an der Information, wo ich die gewünschten Sachen am schnellsten bekommen kann. Als sie meine beiden Musterstücke in der Hand sieht, meinte sie: „Da muss ich einen Beleg über Kundeneigentum ausstellen und schreibt tatsächlich: ‚Möbelfuß und Sicherung‘

Es geht doch nichts über deutsche Gründlichkeit.

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Heute ist der Fußbodenbelag geliefert worden – eine Palette mit 13 Paketen – jedes Paket wiegt 20 kg. – Zum Glück waren heute auch die Fliesenleger da – der eine von ihnen, ein ehemaliger Landesmeister im Gewichtheben, hat mir mit den Paketen kräftig unter die Arme gegriffen. Wie Streichholzschachteln packte er jede dieser 13 Kisten und schaffte sie in den Fahrstuhl. – Da aber die Wohnung heute übervoll war, wurden sie erst einmal im Treppenhaus gelagert – 8 Stufen unter meiner Wohnung.

Und diese 8 Stufen ging ich zum Feierabend 13 mal hoch und runter – treppauf immer ein Paket in den Armen. Ihr ahnt gar nicht, wie schwer 260 kg sein können – auch, wenn sie sich auf 13 Pakete aufteilen.

Wäre ich BiertrinkerIn, „schrübe“ ich jetzt: Da habe ich mir aber mein Feierabendbier redlich verdient.

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So, und jetzt zu den Fliesen. Am Fliesenleger hat es bestimmt nicht gelegen, dass ich nicht so richtig glücklich war, als alle an der Wand waren (von 3 Paketen sind genau eine und eine dreiviertel übrig geblieben) – er hat ja von Anfang an gesagt, die Fliesen passen nicht zur Küche.

Da das Fenster nach Norden geht, kommt natürlich kein Sonnenstrahl in das Fenster, auch wenn es hell genug ist. Ich hatte die Fliesen immer nur bei hellem Sonnenschein betrachtet – und da leuchteten und funkelten sie nur so. Und das fehlte mir jetzt – es wirkt ziemlich dunkel. Aber ich denke, wenn die Decke weiß sein wird, helle Tapete an die Wand kommt und ausreichend weiße Küchengeräte vor die Fliesen gestellt werden, dann wird alles ganz anders aussehen. Also abwarten.

Der Kommentar des Malers: „Sieht aus wie aus den 70er Jahren – wo er Recht hat, hat er Recht – aber es gibt Schlimmeres – vor allem, weil ich auch bald in den 70er Jahren leben werde.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “Büro … Bürokrat … Bürokratie

  1. Jetzt weiß ich, weshalb du Berlinerin geworden bist: Da gab es in den 70igern Fliesen! 😊Ich denke noch an meine Fliesen – TAPETE im Bad damals (oder sagten wir Kacheln?), schön altrosa gesprenkelt. Mit irgendeiner Oberschicht, die abwischbar war…
    Aber dein Rot hat was, warte bis der Elektriker fertig ist und du deine eigenen Lichtspiele veranstalten kannst.

    • Liebe Biene, ich schwöre und kreuze dabei nicht die Finger hinter dem Rücken – das ist mein erster Raum, in dem ich mich um Fliesen kümmere. 1971 bin ich auf der Fischerinsel in einen Ost-Neubau gezogen, wo schon alles graumeliert und kleinkariert gefliest war – im Jahr 2000 zog ich in einen Westneubau und es sah so ähnlich aus. Deswegen verstand ich ja auch nicht, was die alle mit ihren 70er Jahren hatten – sogar mein Sohn hat so ähnlich geantwortet, als er nach seiner Meinung über die Fliesen gefragt wurde. Er hat die 70er Jahre, in denen er geboren wurde, auch anders in Erinnerung als knallrot.
      Diese „ekelhafte“ kachelähnliche Tapete kenne ich auch – aber nicht bei mir.
      Morgen kommen ein paar aktuelle Fotos.
      Liebe Grüße zu dir!

  2. 🙂 cool

  3. Liebe Clara, da du kein Biertrinker bist, hast du den Satz nicht geschroben. 🙂
    Ich liebe übrigens rote Küchen. Keine Ahnung warum. Bei mir sind es die Möbel, bei dir die eben Fliesen.
    Lass dich mal nicht kirre machen. Was meinst du wie schön es ist, wenn du mit dem Kaffeepott und Beine hoch in deiner Küche sitzt. Das wird schon. Und „nicht zeitgemäß“ ist für die Kunden gemacht, damit sie um keinen Preis als altmodisch gelten und neu kaufen.
    Gruß von der Gudrun

  4. Kein Untergrund für PRILblumen.

  5. Klara, mit 70er Jahre ist die rote Farbe gemeint. Die Tomaten – Roten, deine zweite Abbildung, wurden damals aus uranhaltigem Material hergestellt und strahlten, deshalb wurden sie sehr schnell wieder vom Markt genommen. NICHT dein Rot. Wo hast du sie eigentlich noch aufgetrieben. Unser Fliesenhändler könnte sie nicht mehr besorgen.

  6. Liebe Clara,
    vielleicht kannst Du die „blutroten“ Fliesen mit diesen Unterschranklichtstäben zum Leuchten bringen???
    Mach schön langsam, damit du gesund und munter bleibst!
    Angenehmen Dienstag und liebe Grüße
    moni

    • Gestern wollte ich das mit der Beleuchtung probieren – aber die Elektrik in der Küche ist weitestgehend ausgeschaltet, weil der Maler noch werkeln muss.
      Danke für deine lieben Grüße, liebe moni!

  7. 🙂 Ich musste auch gleich an die 70 er denken! L.G. Anja

  8. Die Fliesen müssen dir gefallen und sonst niemandem 🙂 Mir persönlich gefällt das Rot, egal ob es modisch in die Jahre gekommen ist oder nicht. Wir sind ja schließlich auch ein wenig in die Jahre gekommen, oder?

    • Und so was von sind wir in die Jahre gekommen – wären wir nicht in die Jahre gekommen, müsste ich mir jetzt keine Gedanken über die Neuausstattung einer Wohnung machen.
      Ich weiß bei allen „70er-Jahre-Bemerkungen“ noch nicht mal, ob die Größe der Fliesen, die Farbe oder die Oberfläche gemeint ist – weil ich eben andere 70er Jahre als die „aus dem Westen“ erlebt habe. Ich hole meine 70er Jahre jetzt nach 🙂

  9. Musste gerade grinsen, das erste, was mein Mann sagte : die 70er lassen grüßen. Zu der Zeit hat er sie massenhaft verlegt. Es ist nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber mit jetzt doch weißen Geräten solltest du das hinkriegen. Ich habe mir weiße mit ein bisschen beige ausgesucht.
    Wenn du so weiter machst, wirst du noch zum Muskelpaket 🙂

    Alles liebe und frohes Schaffen
    Barbara

    • In den 70er Jahren in der DDR gab es nie und nimmer solche tollen Fliesen – und der Herr und Meister Fliesenleger hat die Fliesen selbst von der italienischen Firma auch relativ viel gelobt – der Unterbau wäre wohl nur zweitklassig – das obenauf sei schon in Ordnung. – Also MEINE 70er (Fliesen-)Jahre verliefen eintöniger. Und in meinem Alter muss ich nicht mehr absolut mit der Mode gehen – das mache ich bei Mode und anderen Sachen auch nicht mehr – mir muss es gefallen. Diesen Luxus leiste ich mir einfach.
      Und da die Häuser mit meiner Wohnung Anfang der 70er Jahre gebaut wurden, passt es doch gut. Zumindest ICH werde am Ende begeistert sein – muss ich ja, sonst hätte sich das viele Geld nicht gelohnt. 🙂 😉

      • Recht hast du – es muss DIR gefallen.
        Wenn erst mal alles eingerichtet ist, fügen sie sich schon ein.

        • Zumindest wird es keine 0815-Küche, so wie sie hier im Haus produziert wurden n- nein, es wird eine 1508-Küche :-). – Wenn die neuen Eigentümer in meinem jetzigen Haus ihre Wohnungen kaufen, dann lassen bestimmt viele die langweiligen Fliesen raushacken. Viel Spaß wünsche ich dann den Mitbewohnern bei dem Krach. – Ich musste nichts raushacken lassen, weil nichts da war – und im Bad bleibt alles so – passt.

  10. Da möchte ich deinem Ex-Gewichtheber widersprechen, also ich finde die Küchenfliesen super, notfalls einfach die Küchenbeleuchtung heller drehen.

    • Da möchte ich dich nur ein ganz, ganz kleines bisschen korrigieren: Der Ex war nur Geselle, Adlatus, Hilfskraft – und der hat gar nichts gesagt. Der MEISTER hat sich geäußert – und ich werde damit leben, denn ich weiß, am Ende wird es auch mir gefallen, wenn alles fertig ist. – Stimmt, unter den Hängeschränken ist Neonbeleuchtung – wenn die strahlt, strahlen bestimmt auch die Fliesen.
      Schau’n wir mal.

  11. Sie wirken jetzt schon….
    Wie sie erst aussehen, wenn es fertig ist…
    Oooh….✨👍

    • Liebe Fee, danke – du baust mich wieder auf. – Mit den Terminen gibt es viel Hin und Her. Seit langer Zeit steht der 13. als Beginn für die Parkettarbeiten fest – darauf hat der Maler seine Arbeit ausgerichtet. – Heute erklärt er mir, er würde am liebsten schon heute anfangen und war stinkig, dass bis 12.00 Uhr keiner in der Wohnung ist. – Na gut, jetzt hat er sich auf morgen verschieben lassen, aber der 12. ist eben nicht der 13. – und ein Tag kann dem Maler ganz schön fehlen.
      Und wenn ich mir dann auch noch verstelle, dass der „Prachtelektriker“ beim Montieren der Lampen eine von diesen gewichtigen Exemplaren auf das Parkett donnern lässt, dann bekomme ich Albträume.
      Was der Maler an „Subunternehmer“ vermittelt hat, war nicht billig, aber gut und hat funktioniert – was ich privat und unter der Hand vermittelt bekam, musste erst kräftig zurechtgerüttelt werden.

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