Claras Allerleiweltsgedanken


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Am legendären 13. gründet Clara H. aus B.-L. eine Sekte

54 Jahre ist es her, an dem der Ausspruch von Walter Ulbricht

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten! „

Lügen gestraft wurde. – Und jetzt ist sie fast schon so lange wieder weg wie sie da war – also Schnee von gestern???

Da ich nur eine gebildete Leserschaft habe (wissen alle viel mehr als ich), könnt ihr sicher mit der Bhagwan-Sekte was anfangen. Religion oder Sekte, Menschenfänger oder Seelentröster – das will ich jetzt alles nicht untersuchen. – Da diese Bewegung von einem Mann ins Leben gerufen wurde, sah ich mich versucht, eine Gegenbewegung aufzumachen:

Die Packwahn-Bewegung 🙂

Was habe ich mich früher immer über meine Mutter belustigt, die Wochen vor einem Termin wie Urlaub anfing, Sachen zusammen zu suchen oder gar schon Koffer zu packen.

Ich übertreffe das um Vieles: Ich packe MONATE vor dem Umzug. Wie schön werden die letzten Tage vom 18. bis 22. September vor dem Umzug sein, denn da sitze ich dann nur noch zwischen Kisten, Säcken, abgebauten Regalen und und und … und freue mich, wenn die Technik noch funktioniert. Ansonsten kann ich dann Däumchen drehen – denn es wurde ja schon vor Unzeiten gepackt!

Der Gedanke an eine neue Liege hatte zur Folge, dass die Bettkästen beider Polsterliegen geleert und feste blaue Säcke gefüllt wurden – natürlich fein säuberlich etikettiert, ich will es mir ja schließlich nicht mit den Umzugsleuten verderben.

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Es gibt Umzugsunternehmen, die akzeptieren keine Müllsäcke als Verpackungsmaterial – wahrscheinlich wollen sie lieber noch 20 von ihren Kisten loswerden. Meiner ist da zum Glück tolerant – also konnte alles kuschlig-Weiche schon weg.

Na gut oder na schlecht – den Wuffs wird es nicht darin gefallen.

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Wie so oft im Leben: Entweder ist von allem zu viel oder zu wenig da. Bei Lampen ist es bei mir definitiv zu viel, aber ich brauche es immer hell. – Diese hübschen Zwillinge wurden auf den „Verschenkmarkt“ gestellt – und es fanden sich Liebhaber.1308 Packwahn 63

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In meinem Zimmer bestand seit längerer Zeit eine mich nicht zufriedenstellende Situation – in einem Kleiderschrank hatte ich in grenzenlosem Übermut eine Tür entsorgt und diese Lücke notdürftig lilastoffig geschlossen.

Doch dann sah ich in der Voranzeige meines A-Discounters ein Angebot für schmale Schiebegardinen.

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Ausführungs- und Anbringungsgedanken machte ich mir danach – zuerst holte ich zwei Packungen. Ohne die dünne Untergardine wäre der Durchblick zu großzügig.

So weit – so gut, dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz, aber wir Mädels aus der DDR haben gelernt, aus jeder misslichen Situation eine winwin-Lage zu machen.

Kritisch wurde es erst, als ich die mit aufgeklebtem Klettband versehenen Plastikschienen vorbohren wollte, um sie dann im Schrank besser festschrauben zu können. Nach zwei Bruchbohrern gab ich auf. Uralter Klebstoff machte es auch – zumindest halten sie bis jetzt noch.

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Nackt und bis oben tür- und hüllenlos steht er da

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Da schon abgeschnitten, als noch die Türen vom Oberschrank dran waren, ist eine Seite kürzer. Da kommen dann zwei weiße Plastikkisten hinein und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

Diese Variante hängt jetzt schon einige Zeit – und sie gefällt mir immer noch.

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Vollendet wurde es mit Kisten aus dem blaugelben Möbelhaus.

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Und jetzt noch 3 brandheiße Fotos aus der Redaktion der „Fliesenabteilung“