Claras Allerleiweltsgedanken


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Meine Liebe ist erloschen

und zwar ziemlich „plötzlich“ und vor allem vollkommen „unerwartet“, obwohl im letzten Artikel eine Leserin mit Recht fragte, ob es ein „Plötzlich“ gibt, das erwartet wird.

Egal wie, ich machte mich am 24. 8. in mein bisher wirklich geliebtes Möbelhaus IKEA auf, um meine Bestellung endlich an den Mann oder die Frau zu bringen. Seit Wochen weiß ich, was ich will, seit Wochen kenne ich die Preise, seit Wochen will ich, dass die Ware geliefert wird und dabei auch gleich montiert wird. Ich habe weder Bock auf Selbstaufbau noch will ich mir kundige Helfer suchen, die das machen oder mir dabei helfen.

Ich habe alles auf einer Liste ausgedruckt, die ich am Freitag, dem 21. 8., zusammengestellt habe. Darauf stehen ein großes Kallaxregal, ein kleines, 2 Fächer mit Schubladen und 2 Fächer mit Türen für dieses Regal, ein Tisch und zwei Stühle.

Als die Summe, die mir die Verkäuferin nennt, um einiges von der auf meinem Bestellzettel abweicht, werde ich stutzig. Sie erklärt mir, dass IKEA am Samstag, dem 22.8. , bei vielen Positionen gewaltig die Preise erhöht hat. Der Tisch, der vorher 99,00 € gekostet hat, schlägt jetzt mit 119,00 € zu Buche, geringfügig mehr als 20%. Bei den dazugehörigen Stühlen bin ich mit 5,00 € pro Stuhl = 12 % ja noch richtig gut weggekommen.

Diese Preiserhöhung wirkt sich in dreifacher Hinsicht aus. Die Transportkosten richten sich nach dem Warenwert und die Montagekosten ebenfalls. Neben einer Montagegrundgebühr von 79,00 € (egal, wie viel oder wenig montiert werden soll, das ist wahrscheinlich dafür, dass sich ein Monteur ins Auto setzt) werden 15 % von jedem montierten Teil berechnet.

Ihr Zugpferd, die Kallax-Regale haben sie preislich nicht verändert, das wäre wahrscheinlich zu vielen Leuten ins Auge gesprungen.

Da mich diese unendliche Pfeile-Lauferei momentan sehr anstrengt (für die Abkürzungen ist mein inneres Navigationsgerät nicht gut genug), wird es kaum noch Besuche bei den Blau-Gelben geben.

Lucie hat mir zum Geburtstag einen Gutschein für dieses Einkaufshaus geschenkt – danke auch hier noch einmal dafür – der wird noch Einschubkästen für das Regal „bezahlen“ – aber dann gehe ich gar nicht mehr in Möbelhäuser, weil dann meine Wohnung eingerichtet ist.