Claras Allerleiweltsgedanken


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Bin ich nun von „anti-age-Dingen“ umgeben? …

oder ist es umgekehrt?

Meine Wohnung und die gesamte Umgebung geben sich große Mühe, mich frisch und munter zu halten und nicht so rapide altern zu lassen.

  1. Mehrmals täglich muss ich mich bücken, weil meine 3 Mülleimer auf der untersten Schrankebene sind, so dass ich immer eine ausdauernde Kniebeuge machen muss
  2. Die Mülltonnen sind wenigstens 150 m weiter als die in der alten Wohnung – habe ich so schon wenig Bewegung, die Müllentsorgung macht es
  3. Die alte Garage war unmittelbar im Keller des Hauses – ca. 50 Schritte. Jetzt muss ich eine Kurzwanderung starten, um an mein Auto zu gelangen – mit schwerem Gepäck auf der Sackkarre gleicht es schon einem Fitnessbesuch in Kurzform.
  4. Von den verlängerten nächtlichen Gängen zur Toilette schrieb ich ja schon mal – auch das hält fit.
  5. Viele Sachen in der Wohnung sind im „Obergeschoss“ der Schränke, so dass ich immer und immer auf einen Zweistufentritt steigen muss – frau gönnt sich ja sonst nichts
  6. Die Rosen vor dem Haus erfordern tiefes Bücken – denn an jeder muss ich riechen, ob da ein Duft zu mir herüber weht.
    3110 Rosen im Vorgarten
  7. Aber der Bewegungsantreiber par excellence ist meine Waschmaschine. Die neue tanzt nicht mehr herum, sondern verrichtet brav und vor allem sehr ruhig ihr Waschwerk. In der Generation meiner Mutter wurde ja immer noch ein Waschtag eingeplant – ich komme mit einem halben aus. Es ist unglaublich, wie lange ein Programm dauert (ohne Öko oder so) Immer und immer wieder gehe ich ins Bad, um nachzusehen, wie viele Minuten jetzt schon vorbei sind.

3110 Waschmaschnine 32

So, der Alltag rüttelt sich langsam zurecht – die neue Glasvitrine ist gekauft, aufgebaut und sogar schon mit Gläsern gefüllt – nur steht sie noch nicht am richtigen Fleck, da die Vorgängervitrine immer noch den Platz blockiert. Ich möchte sie am liebsten an ihren neuen Standort beamen.

3110 Glasvitrine

In den Abendstunden schaue ich mir vom Balkon gern die vielen Lichter meiner neuen „Heimat“ an – da sind die unschönen Industriedächer nicht so zu sehen. Im Abendnebel leuchtet die Metro, aber auf dem ersten Foto ist es mehr Unschärfe durch Verwackeln beim Auslösen.

Und schon bin ich wieder weg!


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Täglich wird hier „Hitchcock“ gespielt …

und zwar natürlich „Die Vögel“

Ich weiß nicht, ob ich das Naturschauspiel der vielen, sehr großen Vögel genießen soll oder ob sich doch ein kleiner Angstgedanke hineinmischt. Sie fliegen sehr dicht an den Scheiben vorbei, ich glaube, ich könnte sie bei den Beinen packen.  Es sind nicht nur Raben und Krähen, auch andere Riesenvögel halten Flugparade ab.

Aber nicht nur das – auf meinem Balkon entdecke ich immer wieder Spuren, dass sie gesucht und „gearbeitet“ haben. Auf dem Fensterbrett stehen viele Halbrundkästen mit Steinen, Muscheln, Leuchtsternen und Leuchtschneeflocken, Glasmurmeln, Dekosand, großen Steinkugeln  und Pflanzen – allerdings, ich gestehe es mit einem ganz kleinen Schamanteil in der Stimme, künstliche, denn sie kommen von einem Ort, wo echte nicht gediehen.

Täglich finde ich besonders die Leuchtteile auf dem Fußboden verstreut und im Kasten breitgestreut.

Ich glaube, wenn ich Vogelfutter für Riesenvögel auslege, bin ich auf meinem Balkon nicht mehr allein 🙂


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Freude teilen …

sollte Frau immer,

auch wenn sie so etwas wie von Blogpause gefaselt hat. Nein, wenn ich euch was erzählen will, werde ich das nach wie vor spontan machen.

Am 23. Oktober – taggenau einen Monat nach dem Umzug am 23. September – war mein Superhandwerker noch einmal bei mir und hat mich von ALLEN Sorgen befreit, die ich noch hatte. Nicht nur, dass er Löcher gebohrt, einen Schuhschrank versetzt, Rückwände vom Regal gespachtelt und geschliffen, Fußbodenleisten versenkt und Schubladen befestigt hat – NNNNNNEEEEEIIIIIIIIINNNNNNNN, er hat mir auch einen Heizungsinstallateur besorgt, der sicher mein Problem mit den dauerheizenden Heizkörpern lösen kann, ohne dass es mich ein Vermögen kostet. Da der Maler die Stauwärmefühler beim Renovieren abgeschnitten hat, wissen die Heizkörper jetzt nicht, dass ich es eigentlich kühler haben will. Vielleicht lässt es sich schon mit neuen Thermostatventilen regeln.

Aber was noch viel, viel besser ist: Er will meinen Supervitrinenschrank, er passt von der Holzart in sein Büro. Nach oben kommen seine erspielten Pokale vom Fußball, nach unten Akten oder sonstiges, was mir auch egal ist. Ich habe ihn gleich und spontan leer geräumt, so dass der Weg frei ist für die Glasvitrine, die natürlich nur blitzende Gläser aufnehmen wird. Also soll sich mein Geschirrspüler schon mal auf zwei Sonderschichten einstellen.

Ich kann es noch nicht fassen – dann fehlt nur noch das Bett, aber das ist eine der leichtesten Übungen, da sie notfalls gegen 60 Öcken Zahlung das alte auch mitnehmen. Ich möchte es aber lieber verschenken, denn es ist ja noch gut.

Für euch war es jetzt sicher weniger Freude als für mich, aber das Leben ist nicht immer gerecht 🙂


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War es nur die lange Abwesenheit???

… oder ist mir das Bloggen wirklich ein wenig fremd geworden? Die Probleme, die von außen auf mich einstürmen, erscheinen mir alle so viel wichtiger als das, was ich hier schreibe, was andere schreiben.

Natürlich finde ich immer wieder Beiträge, zu denen ich mich hingezogen fühle, die meine Augen und mein Herz lächeln lassen – aber ich finde eben auch Beiträge, wo es mir vor Graus die innerlichen Schuhe auszieht. Es gibt einfach Sachen, die sollten nicht öffentlich abgewatscht werden. Aber es wird hier immer wieder so sein – für jede Meinung, für jeden Artikel wird man seine Claqueure finden.

Heute gegen 10 Uhr kommt mein Superhandwerker, der hier alle Wände mit Farben und Tapeten versehen hat, und macht die letzten notwendigen Arbeiten. Vielleicht habe ich dann die Augen und das Herz wieder frei für andere Eindrücke, über die es sich lohnt, einen Post in meinen Blog zu setzen. Sonst schweige ich eben ein wenig.

Im letzten Jahr durfte ich ja nicht aufs Fahrrad steigen, weil ich es mit dem „Schwindeln“ nicht so genau genommen habe – mir war fast immer schwindlig. Deswegen habe ich mir jetzt ein Ersatzfahrrad gekauft, auf dem ich voller Wonne bei allen möglichen Gelegenheiten in der Küche sitze. – Es ist wie Urlaubsfeeling – an den Amsterdamer Grachten vorbeiradeln und Kaffee trinken.

2310 Stuhl mit Fahrrad

Gefunden habe ich diesen Stuhl in einem Berliner Einrichtungshaus der ausgefalleneren Art, im Rahaus. Wenn jetzt noch einer sagt, das Leben ist nicht bunt, dann kann er sich dort vom Gegenteil überzeugen.


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Es ist kompliziert geworden …

das Leben.

Früher kaufte frau einen Zweistufentritt, klappte ihn auseinander und erreichte die Schüsseln im obersten Fach – oder auch nicht, dann musste die Leiter ran.

Heute bekommt frau eine Anweisung von 50 Seiten dazu, die sich nennt „Klapptritt – 2-stufiges Modell“.

Na gut, von der Anleitung sind nur 3 Seiten in deutsch, alles andere ist 15sprachig 🙂

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Mein Auto hat mich heute zum wiederholten Male geärgert, indem es nicht anspringen wollte. Mich hat ja vor einigen Wochen der ADAC nachts 20 Minuten um die Häuser gejagt, damit sie sich wieder ein wenig auflädt. Das war entschieden preiswerter als die heute gewählte Variante. FRÜHER hätte frau für ca. 210,00 DM mindestens zwei Batterien bekommen, für die sie heute 108,00 Eus von mir haben wollten – na gut, ein wenig Einbaukosten waren auch dabei.

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Sie machen mir Angst –

die leisen und die lauten Aggressionen.

Mein unterschwellig vorhandenes Lehrerinnengen kann ich ja ab und an nicht verstecken. So habe ich schon des öfteren mehr oder weniger freundlich Jugendliche (oder auch Erwachsene) in der S-Bahn gebeten, doch ihre dreckigen Schuhe vom gegenüberliegenden Sitz zu nehmen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich von „die Alte spinnt“, einfach negieren oder Vogel zeigen.

Doch was ich vorgestern erlebte, schlägt dem Fass den Boden mitten ins Gesicht. Ich sah wieder einen jungen Mann – ich war mir nicht sicher, ob er Ausländer ist oder nicht. Ausgesucht freundlich sagte ich zu ihm „Wären Sie bitte so nett und nehmen Sie ihre Schuhe vom Sitz …“ – Mehr hätte ich gar nicht sagen können. Er hat mich so angebrüllt, bedroht, mir fast ins Gesicht gespuckt bei seiner feuchten Aussprache. – In dem Moment habe ich geahnt, wie sich Leute fühlen, die anderen in einer Notsituation in Verkehrsmitteln oder auf Bahnsteigen helfen wollen.

Berlin ist eine sehr aggressive Stadt, natürlich nicht die Stadt, sondern die Leute, die hier wohnen. Das merkt man fast überall – keiner hat Zeit, kaum einer nimmt Rücksicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist es besonders zu merken, aber auch beim Auto fahren. Ich gehörte jetzt nicht mehr zu den Rasern und Rennern, wie früher, also versuchen die anderen, mir beim (sinnlosen) Überholen fast den Kotflügel abzufahren. – Aber ich will mich micht besser machen, als ich bin. Desöfteren schimpfe ich auch laut oder leise in meinem Auto vor mich hin: „Mensch, dann trag doch dein Auto um die Kurve!“, wenn es mir nicht schnell genug geht.

Ich glaube, in der Großstadt ist solches Verhalten noch viel extremer als in kleineren Städten. Immer öfter bin ich froh, wenn ich in meinen geschützten 4 Wänden sein kann.

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Jetzt gebe ich euch noch ein leichtes Rätsel. DAS habe ich über mein Bett geklebt – was ist es? Alleswisser wie Daggi und ihr Schriftführer halten sich bitte ein wenig zurück.


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Keller-Blitzlichtgewitter – mit Fotos

oder: Der Elektriker schickt seine Schatten hinterher. Die Minikatastrophen schreiten munter fürbass.

Daggi hat Recht: Ich hatte die Überschrift eingestellt und sonst nichts weiter – da hätte ich auch nichts erkannt. So ist das, wenn frau vor dem Rechner fast einschläft. Jetzt ist es nach 2.00 Uhr. Ich war beim Doppelkopfspielen – heute ohne Auto, weil ich bei Regen im Dunklen kaum gucken kann. Aber für die Zukunft: Lieber halb blind und langsam im eigenen Auto fahren als stundenlang auf den Bus warten. – Doch den Text will ich noch vervollständigen.

Erstens: Doch jetzt zum „Gewitter“. In den Kellern ist zu wenig Licht. Deswegen haben sich viele eine Lampe im eigenen Keller angebracht, die sie dann für wenige Minuten in die Gemeinschaftssteckdose stecken, um was sehen zu können. So auch ich, zumal ich diese Lampe und den Tipp für ihren Gebrauch ererbt habe. – Einige Male ging es schon gut. Doch letztens gab es ein kleines Funkenfeuerwerk, als ich den Stecker hineinsteckte. Doch als ich ihn wieder entfernen wollte, kam der große Donner mit viel Funkengetöse. Vor Schreck ließ ich alles los – und??? Der Stecker steckte in der Dose, doch alles andere war verschmort und hatte sich vom Stecker getrennt.

Zweitens: Auch hier oben im Flur scheint dieser Superelektriker, der mir in den ersten Tagen meines Renovieraufenthaltes in der Wohnung einen Schreck nach dem anderen eingejagt hat, seine Spuren hinterlassen zu haben. Ich nutze jetzt die Deckenbeleuchtung nicht, da die Glühlampen flackern und der Schalter knistert. Ein Kabelschmorbrand wäre wirklich das letzte, was ich bräuchte.

Drittens: Warm – wärmer – am wärmsten ist es in meinem Zimmer, wo ich doch so gern kalt schlafe. Alle Heizkörper stehen auf Sternchen oder auf Null – und drei von den fünf vorhandenen bullern wie dolle und verrückt. Allerdings sind daran der Maler und ich Schuld. Die Temperaturfühler, die an einem langen, starren Draht unter dem Putz waren, hat er natürlich auf meinen unwissenden „Befehl“ abgeschnitten – und jetzt wissen die Heizkörper nicht mehr, wie warm es in ihrer Umgebung ist – und heizen erst mal volles Rohr. Die Installationsfirma meinte, den Austausch gegen Thermostatventile sollte man erst nach der Heizperiode machen, sonst kann es richtig teuer werden. – Zu DDR-Zeiten war es ähnlich: Die Heizkörper bullerten und die Leute haben dauergelüftet.

Viertens: Passend zur Wand wollte ich eine Seitenwand vom Schrank auch lila streichen, da dort eh ein Anstrich nötig war – warum nicht lila. Also alles vorbereitet und frisch an die Arbeit gegangen. Plötzlich: ein Claraaufschrei.

Was war passiert? Die Rolle hatte sich vom Griff gelöst, war ungebremst in die Farbschale gefallen. Dabei hat sie den Inhalt auf meiner Hose und ringsherum verbreitet. Das Ringsherum war schnell sauber gemacht und die Hose liegt im Müll. Hat mir eh nicht richtig gefallen.

So, mehr Kataströphchen gibt es für heute nicht, dafür noch ein paar nachgereichte Fotos.

Für so eine schicke lila Werkzeugkästenecke schmeiße ich doch gern eine Farbrolle in den Farbbehälter – alles schon vergessen!

Nicht zu fassen – beim Anbringen der vier Fächer (der vierte fehlt hier noch) gab es keinerlei Katastrophe – keinen blauen Daumennagel oder anderes. – Jetzt muss nur noch der Eckschrank weg und dann ist das Wohnzimmer perfekt.

1810 WZ Couchecke 16

 


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Marienfelde ist un-schön …

… aber nicht überall. Ich bin beim Aussuchen der Wohngegend einfach von der Hauptstraße falsch abgebogen. Wäre ich nicht links in den belebten Richard-Tauber-Damm eingebogen, wo die Aussicht aus dem Fenster unheimlich viel hässliche Industrie zeigt, sondern nach rechts in die Halker Zeile, dann wäre ich in einer wunderschönen ruhigen Straße mit gediegenen Einfamilienhäusern gelandet, die schon einen bedrohlichen Geruch nach Reichtum und Snobismus haben. – Und spätestens da habe ich erkannt, dass ich vielleicht doch nicht FALSCH abgebogen bin, denn in eine snobistische Wohngegend hätte ich nun gleich gar nicht gepasst.

Wenn ich mich wirklich mal erholen will, möchte oder gar muss, fahre ich in den Park, von dem ich schon erzählte. Er entschädigt für viele un-schöne Ecken in Marienfelde.

Seit gestern ist ALLES anders – oder zumindest ein wenig ist anders. Ich habe nämlich meine alte Telefonnummer zurück, die Ka<bel Deutschland inzwischen angebrütet hat, so lange, wie sie darauf gesessen haben. Zum Glück hat sie sich nicht verändert. – Ich muss den Magenta-Riesen wirklich loben, mit einer Engelsgeduld haben sie mich durch alle Tücken des Konfigurationsprogramms geführt. Es klappte nicht, weil die Nummer zwar schon „da“ war, aber noch nicht ins System eingepflegt werden konnte. Ich konnte zwar anrufen und sie erschien auf der Gegenseite auch auf dem Display, aber ich konnte nicht angerufen werden: Wie lange der Spruch: „Diese Nummer ist nicht vergeben!“

Und dann bin ich auf den letzten Point den Spiegelschrank losgeworden – zwar nur für einen Appel und ein Ei – aber er steht mir nicht mehr im Weg und behindert nicht die Aufstellung meines „Traumbetts von der kleinen Hävel-Frau“. Im Märchen ist es zwar der Hävelmann, aber wir sind ja flexibel.

Die Serie meiner „Zweitversuche“ läuft. Als erstes erzählte ich ja von dem Polsterliegendrama. Der Sohn hat die Standorte der Liegen getauscht, so dass das Besucherzimmer zu einer wunderschönen neuen Liege gekommen ist. Das Zimmer ist fast fertig. Ein handwerklich begabter Mensch muss noch 3 Bilder andübeln (mit Nägeln kommt man hier nicht weit) und den Spiegelschrank an der Wand befestigen – dann hat das Zimmer ausgesorgt. – Auf dem ersten Foto irritiert der Spiegelschrank rechts, denn der zeigt Sachen, die dort gar nicht stehen.

Bei dem Zimmer kann man sagen: klein, aber oho.

Am Sonntag kommt eine junge Chilenin, die VIELLEICHT für einige Zeit einzieht, schau’n wir mal.

Und jetzt der andere Zweitversuch. Ich hatte mir eine Waschmaschine von Gorenje gekauft. Die muss so leicht gewesen sein, dass sie beim Schleudern nicht nur laut gegen die Nachbarwände polterte und fast im Bad Samba tanzte, sondern insgesamt sehr laut war. Und wenn ich was nicht leiden kann, dann ist das Lärm. – Nun frage mich aber bitte keiner, warum das Waschbecken offen ist. Vielleicht ist das ein Geheimversteck. Meine alte Maschine war höher und hat das Loch abgedeckt.

Am 14. wurde die Austauschmaschine geliefert. Mal sehen, ob sich der Spruch „Aus Erfahrung gut“ bewahrheitet oder doch „Auspacken – einschalten – geht nicht“ sich im Laufe der Zeit als richtig erweist. Der erste Versuch lief schon mal gut an.

Eigentlich bin ich viel zu müde zum Schreiben – ich zeige euch jetzt nur noch ein paar Fotos, dann gehe ich ins Bett. Auf die Zahl im Feedreader darf ich gar nicht schauen – 225 ungelesene Artikel.

In der Küche wärmt mir eine kleine Brücke meine nackten Füße beim Frühstückskaffee, haben jetzt viele notwendige Utensilien hängend ihren Platz gefunden und geht Familie Mörser auf Sonntagsausflug 🙂

Am Flur wurden nur noch kleine Dinge geändert. Der blaue Schrank wurde woanders aufgestellt und die Wände werden jetzt vom „Nachwuchs“ verziert. Manche Möbel passen in den Flur wie Maßanfertigung. – Dass der Einbauschrank Gold wert ist, wusste ich von Anfang an – doch im Laufe der ersten Tage habe ich ihn täglich mehr schätzen gelernt.

Im Wohnzimmer fange ich jetzt an, auf hohem Niveau zu jammern. Der wunderschöne Holzvitrinenschrank ist zwar wirklich wunderschön, nur nicht in meinem Wohnzimmer – dort passt er einfach nicht zu den anderen weißen Möbeln. Ich überlege schon krampfhaft, wie oder wo ich ihn verkaufen oder verschenken kann, denn ich habe ihn ja mehr oder weniger auch geschenkt bekommen. Ich habe gesehen, dass es Schränke dieser Art nicht unter 1000,00 € zu kaufen gibt, deswegen möchte ich wenigstens  so viel dafür bekommen, dass ich mir eine weiße Vitrine kaufen kann. Ich meine den braunen Eckschrank vom ersten Foto. – Der Fernseher ist in der Ecke, die ich nicht fotografiert habe. Im Schweiße meines Angesichtes habe ich mir alle gewünschten Sender geladen und sortiert. – Ich sage ja, es wird und alles geht seinen sozialistischen kapitalistischen Gang.