Claras Allerleiweltsgedanken


17 Kommentare

Ich kugle mich durch den Advent …

streue dabei viele Sterne um mich und freue mich, dass alles in Ordnung ist.

Nicht immer hinterfrage ich meine Tätigkeit so stark, wie ich es dieses Jahr mit meiner Adventsschmückerei mache. Aus meinen katholischen Jahren weiß ich, dass das Wort „Advent“ von dem lateinischen „adveniat“ kommt und „Ankunft“ bedeutet. Ich spüre, dass ich (wohnungsmäßig) angekommen bin und diese hier meine letzte Wohnung vor dem Übergang ins Jenseits sein wird. Mein Umzugszyklus bzw. -abstand beträgt 15 Jahre. seit 1970 war es so. – Sollte ich noch einmal umziehen, wird das bestimmt keine Wohnung mehr sein, sondern eine Bleibe oder ein(e) Heim(statt).  – Und genau wegen all dieser Überlegungen habe ich dieses Jahr meine Wohnung förmlich in Vorweihnachtsschale geworfen.

***********

Im Gegensatz zu den Vorjahren war ich dieses Jahr vorfristig mit meiner Adventsdeko fertig. Kein Wunder, das Räumen und Gestalten ist mir von den Wochen davor noch so im Blut.

Bevor ich euch die Fotos zeige, will ich vorbeugen: Es ist bis auf eine Kleinigkeit nichts Neues dazu gekommen, nur anders arrangiert. Ich bin keine Verfechterin davon, jedes Jahr den ganzen Raumschmuck zu erneuern, um ihn auf die neueste Modefarbe „lilagrünpinkorange“ oder so ähnlich abzustimmen. Dazu fehlen mir Geld und Lust, denn mit ein wenig Phantasie lässt sich Altes immer wieder anders hinlegenstellenhängen oder so.

In der vergangenen Woche hatte ich auf der Tauentzienstraße einen Arzttermin. Kenner wissen, dass das die Straße ist, wo das KdW seine Fänge nach zahlungskräftigen Kunden ausstreckt. Da ich noch mehr als eine Stunde Zeit hatte, wollte ich mir den Vorweihnachtstrubel von innen betrachten, da der Schmuck immer recht schön ist. Allerdings war ich von den Schaufenstern ein wenig enttäuscht. Es gab schon Jahre, da habe ich mir die Nase an den Scheiben plattgedrückt. Doch dieses Jahr alles sehr unterkühlt, wenig romantisch, sehr modern und farblich recht eigenwillig, um es mal vorsichtig zu sagen.

Drin ein ca. 10 m hoher Baum, der mit Kugeln nur so überladen war. Alles drängte sich danach, ein Foto machen zu können. Ich habe darauf verzichtet, denn mir gefiel er nicht – er hatte mit dem, was ich mir unter einem Weihnachtsbaum vorstelle, so gar nichts mehr zu tun – ich hätte ihn stattdessen Wohlstandsbaum genannt.

Der Baumschmuck in den Auslagen rund um den Baum ließ an Ausgefallenheit nichts zu wünschen übrig – es gab von vergoldeten Turnschuhen über andere Geschmacklosigkeiten bis hin zu Big Ben und Eiffelturm alles, was an den Baum gehängt werden könnte. Die Kugeln übertrafen sich gegenseitig in Kunstfertigkeit und Kitsch, aber auch im Preis.

Und wenn ich dann sah, wie Frauen ihre Einkaufskörbe mit türkisfarbigen Edelkugeln bis oben hin füllten, verstand ich, dass Deutschland im Ausland als reiche Nation angesehen wird.

All dieser ausgefallene und ausgeflippte Weihnachtsschmuck konnte nicht erreichen, dass ich meinen nicht mehr schön fand. Ich kam nach Hause, holte aus dem Keller die große Weihnachtskiste hoch und schmückte, schmückte, schmückte – bis ich mir den leicht angesammelten Frust von der Seele geschmückt hatte.

Die Adventszeit ist die einzige Zeit, in der ich die Farbe Gold oder Messing ohne Magengrimmen in meiner Wohnung ertragen kann. Was mich aber bewogen haben mag, diese kleinen goldigen (Konfetti-)Sterne auszustreuen, kann ich mir nur mit leicht getrübtem Bewusstsein erklären. Oder die Idee ist im Unterbewusstsein von der Staubsaugerindustrie gesponsert – ich finde diese Goldsterne ÜBERALL in der Wohnung, obwohl ich sie nur im Wohnzimmer auf die Schrankwand geschüttet habe.

Advertisements


17 Kommentare

Wenn ich auf mein Display schaue …

und dort von den unterschiedlichsten Anbietern mit Billigangeboten überflutet werde, die alle was mit Black Friday zu tun haben, zweifle ich am Verstand der Menschheit. Ich soll bei den Bombenpreisen zuschlagen – aggressiver kann man eine Werbung kaum noch gestalten.

Diese Verkaufsschlacht mit stark reduzierten Preisen gibt es zu Beginn der Adventszeit in den USA schon mehrere Jahre. Doch jetzt, wo an einem Freitag in Paris diese Massaker stattfanden, hatte ich sofort gedacht, die Händler meinen diesen Freitag.

Das römische Reich ist untergegangen, weil die Menschen nur noch ihren Genuss im Kopf hatten – wir werden untergehen, weil wir nur noch Schnäppchenpreise im Kopf haben.

Ruhig bleiben – weitaus weniger als die Hälfte aller Sachen, die uns „aufgeworben“ werden sollen, brauchen wir wirklich.

2811 Einkaufshektik


23 Kommentare

Bügeln oder trinken!?!?

Nachdem ich mich zuerst für das Trinken entschied, konnte ich dann nicht mehr bügeln – und somit hatte sich die Frage dann erübrigt. –

PS: Vielleicht ist Rotwein doch trinkbar???

2711 Bügeln oder trinken

Warum die Getränkevorräte in dem Bügelfach stehen, ist einfach zu erklären. In einem anderen Fach war alles besetzt bzw. das Fach war nicht hoch genug. Aber sollen denn Flaschen nicht eh liegend gelagert werden?

Sollte ich doch noch zum Weintrinker mutieren, muss ich über eine weinwürdige Lagerung nachdenken.

2711 Rotweingläser

Warum dann nach einiger Zeit so ein Durcheinander im Rotweingläserbestand entstand, weiß ich auch nicht so richtig. 🙂

2711 Rotweingläser Durcheinander bearb


18 Kommentare

Vaters Tochter, Mutters Sohn …

ist vielleicht nicht die richtig Überschrift für die Fotos, die ich zeigen will – aber mit dem zweiten Teil des Satzes hat es schon etwas zu tun. Am Samstag Nachmittag waren Sohn und Hund mal wieder zu einem Kurzbesuch da, der ausnahmsweise mal nicht nur aus Arbeiten bestand – nein, wir haben auch miteinander gevespert. Allerdings klingelt ja bei ihm aller paar Sekunden geschäftlich oder privat das Telefon und sein Gewinn hat sich wieder etwas vermehrt.

Ich hatte mir vor einiger Zeit eine Uhr mit allem Schnickschnack gekauft, die allerdings mit zwei Schrauben befestigt werden musste. Und wie der Teufel es so will, bin ich beim zweiten Loch um 2 mm tiefer gerutscht, so dass die Uhr zu meinem Missfallen etwas schräg hing.

Plötzlich sah ich, dass sie gerade ist, ohne dass ich irgendwelche Bohrgeräusche gehört habe. – In diesem Fall fällt der Apfel nicht weit vom Stamm – er sah es sofort und es störte ihn auch sofort. Ganz einfach mit einem Stück Papier schaffte er Abhilfe und meine Zeitmesserseele strahlte.

Motto bei mir: In jeden Raum gehört eine Uhr – und ans Handgelenk auch noch eine. – Die funkgesteuerten zu den handgesteuerten verhalten sie wie 3 : 3.

Die letzte Uhr in der Galerie meine ich – ich hatte sie noch schiefhängend fotografiert, doch mit dem Fotoprogramm ist das schneller zu beheben als in der Praxis.


16 Kommentare

Zeitmissmanagement wieder gerade gerückt

Überall – in der Natur und in vielen Blogs – konnte ich sehen und lesen, dass der November fast T-Shirtwetter im Angebot hat und es für die Jahreszeit viel zu warm ist.

Wiesen grünten, Blumen blühten, Blätter fielen trotzdem von den Bäumen. –

Doch gestern gab es den ersten weißen Niederschlag. Schnee möchte ich es nicht nennen, eher waren es heftige Graupelschauer, die gegen meine Fenster prasselten und sogar einige Zeit auf dem Balkon und auf der Brüstung liegen blieben.

2311 Rosen im Vorgarten

2311 Novemberwiese

2311 Novemberwiese 3

2311 Novemberwiese 2


22 Kommentare

A*L*D*I, A*L*D*I, ruft’s aus dem Wald …

… besser: aus Claras Wohnung

Ich könnte doch den Artikel mal weiterreichen und Einkaufsprovision erbitten. – Da dieses Geschäft jetzt in meiner unmittelbaren Nähe ist, KANN ich einfach nicht daran vorbei gehen, ohne mal hineinzuschauen. – Wenn ich mir die Galerie so ansehe, stelle ich fest, es gibt Zimmer, die sind von diesem Anbieter kaum „betroffen“, und es gibt Räume, da strotzt es nur so. – Was das KdW den gut Betuchten ist, ist A*LDI den weniger gut Bemittelten. – Über die Qualität hatte ich selten zu klagen.

 


17 Kommentare

„hier werden sie geholfen“ …

… frei nach verona p., ehemals verona f.

ich hoffe, sie hat sich diesen satz nicht patentieren lassen, sonst bekomme ich (wieder mal) ärger – deswegen habe ich ihn ein wenig verändert.

für grammatikschwache leser übersetze ich jetzt den ausspruch:

hier bei clara wird ihnen geholfen, hier geht ihnen über manches manchmal ein licht auf 🙂 – oder auch nicht!

*************

Ich brauche in fast allen Situationen Licht, meist sogar viel davon – nur beim Schlafen nicht, aber auch dort stört es mich nicht wesentlich. Mit Deckenflutern kann man energiefressend (Halogenstab, 300 Watt) den Raum erhellen – besser geht es aber mit den neumodischen LED-Lampen. Da „frisst“ eine Lampe mit Deckenfluterteil und Leselampenarm insgesamt 37 Watt – da kann frau doch nicht meckern.

Deckenbeleuchtung macht den Raum zwar heller, aber beleuchtet keine Arbeitsflächen. Deswegen habe ich diese Lampen zwar, nutze sie jedoch wenig.

Na gut, die viel gepriesenen Sparlampen bringen ja auch schon was – aber wehe sie fallen mir in meiner Totterigkeit mal runter – wer fegt dann das Quecksilber zusammen? Oder ist das nur als Dampf da drin? Früher als Kind habe ich mal mit Quecksilberkugeln gespielt, als ein Fieberthermometer kaputt ging. Zum Glück habe ich es schadlos überstanden.

Bei der folgenden Collage kann man den (richtigen) Eindruck gewinnen, ich habe eine besondere Affinität zu Deckenstrahlern.

Aber ich versichere euch, ich habe noch viele, viele andere Lampen. Ob ich im ersten Leben mal Lampenhändlerin war???

Jetzt habe ich euch genügend zuge“lampt“.


31 Kommentare

europas (un)politik und die flüchtlingskatastrophe

Ich habe nicht um Genehmigung gebeten, diesen Artikel rebloggen zu dürfen – aber er spricht mir so sehr aus dem Herzen, dass ich spontan dachte, das muss ich auch auf meinem Blog zeigen.
Wenn ich nur wüsste, welche Politiker welcher Partei eine Politik machen würden (wenn sie an der Macht sind, nicht im Wahlkampf!!!), die menschenwürdig für ALLE ist – ich würde hoffen, dass alle Deutschen sie dann wählen.

einsiedlerblog

wessen interessen wurden beim irakkrieg eigentlich durch angriff verteidigt? tatsache ist, die flüchtlingsströme nach europa sind keine unvorhersehbare naturgewalt, sondern die antwort auf die westliche (un)politik. wir aber haben diese clowns an die macht gewählt!

flucht ist existenziell, nicht romantisch, sondern gefährlich, verzeifelt, entwürdigend, erbärmlich, aber die einzige hoffnung darauf, dass das leben weitergeht. würden sich die zustände der flüchtlinge nicht in europa abspielen, würde die eu sofort hilfe schicken.
flüchtlinge-berlin
wo aber ist europa? unser europa, vertreten durch die muppets (wie sie obama gerne nennt) ist inhuman und unsolidarisch, innen- und aussenpolitisch völlig überfordert. eine jämmerliche grossmacht, die keinen kollektiven willen zeigt, im mittleren osten politisch tätig zu werden, dort wo zentrale ursachen für die flucht liegen, in krieg und zerstörung, im terror des islamischen staates, in kollabierenden ländern wie dem irak und syrien. wir erleben dort den beginn einer völkerwanderung in einer dichte, die es vorher noch nie gegeben…

Ursprünglichen Post anzeigen 558 weitere Wörter