Claras Allerleiweltsgedanken

Wenn ich auf mein Display schaue …

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und dort von den unterschiedlichsten Anbietern mit Billigangeboten überflutet werde, die alle was mit Black Friday zu tun haben, zweifle ich am Verstand der Menschheit. Ich soll bei den Bombenpreisen zuschlagen – aggressiver kann man eine Werbung kaum noch gestalten.

Diese Verkaufsschlacht mit stark reduzierten Preisen gibt es zu Beginn der Adventszeit in den USA schon mehrere Jahre. Doch jetzt, wo an einem Freitag in Paris diese Massaker stattfanden, hatte ich sofort gedacht, die Händler meinen diesen Freitag.

Das römische Reich ist untergegangen, weil die Menschen nur noch ihren Genuss im Kopf hatten – wir werden untergehen, weil wir nur noch Schnäppchenpreise im Kopf haben.

Ruhig bleiben – weitaus weniger als die Hälfte aller Sachen, die uns „aufgeworben“ werden sollen, brauchen wir wirklich.

2811 Einkaufshektik

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Wenn ich auf mein Display schaue …

  1. Du hast vollkommen Recht. Die Menschheit ist wirklich verrückt geworden. Und dieses nach den Anschlägen in Paris so zu zelebrieren finde auch sehr makaber.

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    • Hallo, willkommen in Claras Plauderstübchen!
      Ich kenne mich weder mit Modelabels noch mit anderen Dingen aus – und den Begriff „Black Friday“ hatte ich bis dato noch nie gehört. Für mich gab es gar keine andere Interpretation als Freitag, den 13., in Paris. Mir kam das K….
      Auch wenn es nicht so ist, sensibel finde ich es dennoch nicht.

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      • Ja dieser Trend kommt wohl aus den USA. Ich finde es auch nicht taktvoll…können sich aber die Konzerne eigentlich auch denken, ich meine immerhin sitzen da über all hoch bezahlte Menschen.

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  2. «bombenpreise» deutet auf wenig sensibles sprachbewusstsein hin!

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    • „Geiz ist geil“ und all die anderen saublöden Werbesprüche wollen wohl offensichtlich auch nur Primitivlinge ansprechen!
      Leider Gottes ist im normalen Alltag auf einer Party der Begriff „Bombenstimmung“ noch verbreiteter als man denkt.

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  3. Wenn mir, egal ob Werbung oder wer anders sagen will was ich zu tun oder zu lassen habe und mir Slogans und Phrasen um die Ohren drischt wie anderen Menschen ihre Welt in Stücke fliegt, dann geschieht etwas, das mir selten geschieht:
    Ich reagiere wie ein Dampfkessel ohne Überdruckventil.
    Dass mir die Wur nicht aus den Ohren pfeift ist alles.
    Ich schreie: bei Gott, ich will Boykottttt! setze mich auf meinen Renner und reagiere mich ab, bevor ich beginne so polemisch und emotional zu kommentieren wie jetzt gerade.
    Leider regnet es heute Morgen…
    Roarrrrrrr……👹

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    • Fee-Chen, für dich habe ich mir extra etwas Zeit gelassen – meine wichtigste Aufgabe für heute ist erfüllt – ich bin meine alte Schlafliege los – es wird darüber zu lesen sein.
      Meine GMX-Mailadresse, die ich seit meinen Computeranfängen habe, scheint sehr spam- und werbeintensiv zu sein, denn das Fach ist ab und an voll, ohne dass ich was davon bestellt habe – also fast eine Form der Nötigung. Doch will ich die nicht, dann darf ich auch kein Smartphone haben wollen. – Blöde verkreuzte Welt.
      Ich hätte dir so gern ein wenig anständiges Ghost-Wetter geschickt, habe aber keines hier im Angebot. Also musst du weiter um den Wohnzimmertisch kreisen oder fahren 🙂
      Das Teufelchen von oben gefällt mir sehr – auf dem Phone gibt es auch noch eines in lila, das bin ich dann, wenn ich wütend bin.
      Drüxx für dich!

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      • Liebe Clara, das Problem mit dem Spam kenne ich auch. Ich lösche jeden Tag 10 Spam-Mails und Newsletter, die ich nie bestellte. Ab und zu kommt mal einer angephisht, doch auch diese optimistischen Sonnenscheinhacker aus Mesophilizien oder sonstwoher gehen mir sonstwo vorbei mit ihren schlecht getürkten Abzockversuchen.
        Das mit Deiner Liege freut mich!!!
        Ich war heute in der City auf dem W-Markt. Im Kaufhaus mit den Menschenmassen wurde mir erst schlecht und der Glühweingeruch haute mich beinah aus den Latschen. Ich entkam wachsbleich und rennend dem Getümmel und sah zu dass ich in meine Vorstadtidylle am Waldesrand zurückkehrte. Solche angeschwipsten Volksaktivitäten sind nix für für mich…ich sollte es inzwischen besser wissen…
        Drüxxx zurück…✨

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  4. Doch, ich gebs zu. Manchmal meine ich wirklich, ich müsse unbedingt dies oder das haben. Allerdings gehe ich dann meist ins Internet und nicht in die Kaufhäuser. So ein kleines Päckchen, das man sich selbst schicken lässt, unterbricht den Alltag auf angenehme Art 🙂

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    • Zwei Kluge, ein Gedanke! Liebe Ute, mir geht es auch so. In Berlin kann die Einkauferei sehr zeitaufwendig sein. Ein Beispiel war ein Produkt, über das ich bald berichten werde. In einem Baumarkt: nicht vorhanden. Der nächste nur mit Auto erreichbar, Preis astronomisch hoch.
      Also doch im Netz bestellt und mich dann auf das Paket gefreut. Die Sendungsnummer verriet mir, dass es am Donnerstag geliefert werden soll. Mitbewohner verraten mir, dass die Päckchen immer gegen die Mittagszeit kommen. Ich sitze gespannt am Computer. Die untere Türklingel ist ja mit der superlauten Flashanlage verbunden – da kann nichts schief gehen – denke ich. – Leider ist die Klingel an der Wohnungstür getrennt und gibt ein zaghaftes Dong-Ding von sich. Deswegen habe ich mir noch eine Funkklingel angebracht, die ich in die Steckdose stecke und dort flasht sie ein wenig und spielt Big Ben ab.
      Also, als ich so sitze und warte, gibt es ein Geräusch, dass ich meinem Handy zuordnete. Aber kurz darauf ertönt aus dem Wohnzimmer Big Ben und ich war in Sekundenschnelle an der Tür. Der Postbote war schon fast wieder am Fahrstuhl, aber ich bekam mein Paket noch.

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  5. Lasse mich von Billigangeboten überhaupt nicht beeindrucken. Wenn ich etwas brauche, vergleiche ich die Preise, dann ist gut.
    Mir geht’s wie dir, ich hasse volle Kaufhäuser und Gedränge!

    Liebe Grüße
    Barbara

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    • Liebe Barbara, leider bin ich ganz so konsequent nicht. Da meine Rente nicht so supergut ist, muss ich schon zusehen, für ein Produkt nicht beliebig viel Geld auszugeben, wenn ich es wo anders viel günstiger bekomme. – Als gelerntes DDR-Kind fällt es mir auch nach 25 Jahren noch schwer, mich mit dieser Preispolitik und vor allem mit der Fülle der Angebote für ein Produkt anzufreunden. Mir würden in jedem Preissegment maximal 3 Produkte reichen – drei billige, drei mittlere, drei teure und drei Luxusstaubsauger. 😉 Und was sehe ich??? Von jeder Sorte mehr als 10. Frau ist überfordert.
      Die kleinen Fachläden mit dem guten Service kann ich mir nicht leisten und volle Kaufhäuser sind nicht meins – also lasse auch ich die Innenstädte veröden, weil ich im Netz bestelle.
      Voradventliche Grüße von Clara

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  6. Ohja, ich brauch unbedingt diese lila Lampe, das Rosenmarzipanstöllchen, die herzigen Gummistiefel und rasenden Fußmatten, ich brauch die Goldkette, den Meister Propper, den Zwillingskinderwagen, das Gulaschgeschirr – ich will alles haben, echt, ey, besonders diese Flugreise nach Kuala Lumpstur, den Skipass von Oberschottland, alles 🙂

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    • Meine allerliebste Sonja :-), du kannst alles kaufen, alles bestellen – aber die beiden ersten Sachen reichst du bitteschön an mich weiter – eine lila Lampe würde mein Boudoir bereichern und für Rosenmarzipanstolle würde ich meine (katholische) gute Erziehung vergessen. – Apropos Zwillingskinderwagen – wirst du etwa Zwillingsoma??? (Scherz)
      Deine Flugreise ist ja auch klasse!
      Wir sind uns einig – du brauchtest in letzter Zeit weniger als ich – aber auch bei mir normalisiert es sich wieder. Dafür brauche ich zu Weihnachten fast nichts – außer eine Rosenmarzipanstolle.

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  7. Bombenstimmung haben wir genug! Ich gehe lieber besinnlich durch die Adventszeit…..Gebe dir gerne Recht!

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