Claras Allerleiweltsgedanken


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Wovor ich Angst habe …

tritt meist auch ein.

Auf einem S-Bahnsteig. Um Unfälle zu vermeiden, grenzt ein weißer Schutzstreifen den Bereich ab, den man erst bei Halt einer S-Bahn betreten soll.

Ich sehe einen älteren Mann, der ziemlich stark taumelt – ob Alkohol oder Krankheit im Spiel ist, kann ich nicht erkennen. Die S-Bahn fährt ein und alles geht gut. Trotzdem habe ich Angst, dass etwas passiert, gehe aber nicht hin zu ihm, um ihn aus der Gefahrenzone zu ziehen. Die S-Bahn fährt an und ich drehe mich – von einer Vorahnung erfüllt – zur Seite. Plötzlich ein lautes Quietschen und die S-Bahn steht wieder.

Zwei junge Männer eilen zu dem Gestürzten, der mit seinem Rücken dicht an der S-Bahn liegt. Das Hemd ist hochgerutscht, der Rücken zeigt Schürfwunden.

Es ist noch einmal gut gegangen. Als er kurz danach mitten auf dem vollen Bahnsteig gegen eine Bank strullert, weiß ich, dass es wohl doch Alkohol gewesen ist, der das Taumeln verursacht hat.

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Ein anderes Beispiel habe ich vor Jahren mal erlebt. Ich habe eine große blaue Rose mit einem langen Metallstiel gekauft. Gleich und sofort habe ich Angst, dass ich im Gedränge den Stiel in Auge bekomme. Und???? Ich bekam den Stiel ins Auge, nur verhinderte Gott sei Dank die Brille Schlimmeres.

Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, auf meine Ängste zu hören.