Claras Allerleiweltsgedanken

Wovor ich Angst habe …

9 Kommentare

tritt meist auch ein.

Auf einem S-Bahnsteig. Um Unfälle zu vermeiden, grenzt ein weißer Schutzstreifen den Bereich ab, den man erst bei Halt einer S-Bahn betreten soll.

Ich sehe einen älteren Mann, der ziemlich stark taumelt – ob Alkohol oder Krankheit im Spiel ist, kann ich nicht erkennen. Die S-Bahn fährt ein und alles geht gut. Trotzdem habe ich Angst, dass etwas passiert, gehe aber nicht hin zu ihm, um ihn aus der Gefahrenzone zu ziehen. Die S-Bahn fährt an und ich drehe mich – von einer Vorahnung erfüllt – zur Seite. Plötzlich ein lautes Quietschen und die S-Bahn steht wieder.

Zwei junge Männer eilen zu dem Gestürzten, der mit seinem Rücken dicht an der S-Bahn liegt. Das Hemd ist hochgerutscht, der Rücken zeigt Schürfwunden.

Es ist noch einmal gut gegangen. Als er kurz danach mitten auf dem vollen Bahnsteig gegen eine Bank strullert, weiß ich, dass es wohl doch Alkohol gewesen ist, der das Taumeln verursacht hat.

**********

Ein anderes Beispiel habe ich vor Jahren mal erlebt. Ich habe eine große blaue Rose mit einem langen Metallstiel gekauft. Gleich und sofort habe ich Angst, dass ich im Gedränge den Stiel in Auge bekomme. Und???? Ich bekam den Stiel ins Auge, nur verhinderte Gott sei Dank die Brille Schlimmeres.

Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, auf meine Ängste zu hören.

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

9 Kommentare zu “Wovor ich Angst habe …

  1. Was will man als Frau mit solch betrunkenem Menschen tun? Wer weiß ob der nicht handgreiflich wird…da hätt ich auch Angst.

    Ähnliches habe ich an einer Fußgängerampel erlebt, zwei Grundschüler turnten arglos sehr dicht an der belebten Fahrbahn, als ob ihnen die Autos nichts anhaben könnten taten sie so als ob sie losspurten wollten. Da musste man als Erwachsener eingreifen.
    Es passiert soviel, ich hab angemessen Angst..will ich mal sagen.
    Hab einen schönen Dienstag liebe Clara!

    • Nixe, das hört sich fantastisch an: „Ich habe angemessen Angst“.
      Bei den Kindern hätte ich auch eingegriffen – wenn sie sich etwas hätten sagen lassen.
      Lasse es dir gut gehen und bis zum nächsten Mal!

  2. Naja, manchmal sind Ängste ja auch ein Schutzschild. Nur mit Dauerangst sollte man nicht herum laufen. Das lähmt.
    Ich muss jetzt zum Zahnarzt. Zum Glück habe ich eine ganz liebe Ärztin, die ihr Handwerk wirklich versteht und mir die elenden Ängste vor dem Zahnarzt genommen hat.
    Gruß von der Gudrun.

    • Liebe Gudrun, genau so sehe ich das auch – „vernünftige“ Angst kann Unfälle oder anderes vermeiden. Ich glaube nicht, dass ich zu den überängstlichen Personen zähle. Ich mache oft Sachen, wo andere die Hände über dem Kopf zusammenschlagen (z.B. nachts in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder dann 10 Minuten durch die Nacht allein nach Hause gehen).
      Ich hoffe, ich komme auch den Rest meiner Jahre noch gut durchs Leben.
      Mit Gruß von Clara

  3. Es ist gut wenn Du auf Deine Vorahnungen hörst.
    Und gut, dass der Mann Glück und Hilfe im Unglück hatte.
    Ein solcher Schreck wie Du ihn erlebtest, sitzt erst einmal in den Knochen…
    Schlaf schön in Deinem neuen Bett , hier im kleinen B stürmt es wie verrückt…✨

    • Wahrscheinlich wird das eigene Verhalten dann von der Angst gesteuert, wenn ich etwas vorausahne. Wenn ich die Situation so einschätze, dass etwas passieren wird, dann steuere ich meist gewusst dagegen – wie hier, dass ich mich weggedreht habe.
      Ich glaube wirklich, dass gewisse Ängste gut sind, um Unfälle zu vermeiden.
      Und tschüss, meine liebe Fee.

  4. Das macht also auch Berlin aus – solche Beinaheunfälle, diese Beobachtungen, wo man die Luft anhält – dann dermaßen die Menschengedrängsel, dass man um sein Augenlicht fürchten muss – och, liebe Clara, manchmal ist ja auch Ruhe im Karton!
    Träum bloß nicht schlecht, Frau Specht!

    • Sonja, wie versprochen ist er wieder da, der Artikel.
      Wahrscheinlich liegt es am Alter, aber mir ist Berlin jetzt oft zu quirlig, zu laut und zu dreckig. Die Vorteile der Stadt – das riesige Kulturangebot – nutze ich aus verschiedenen Gründen nicht. Aber jetzt, wo ich mir diese Wohnung gesucht habe, werde ich nicht mehr in eine kleinere und ruhigere Stadt ziehen. Mein Stadtteil – fast an der Grenze zu Brandenburg gelegen, ist erträglich, meine unmittelbare Wohnumgebung nicht verlottert, nicht verschlampt.
      Momentan schlafe ich viel – mehr als sonst. Als ob ich alles nachholen will, was ich an Schlaf versäumt habe – und das Bett macht es möglich!

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