Claras Allerleiweltsgedanken

Öffentliche Verkehrsmittel sind oft …

23 Kommentare

… realistischer als ein Horrorfilm

Ich fahre am zeitigen Abend in der U-Bahn und will an der nächsten Station aussteigen. So nebenbei bekomme ich mit, wie ein junger Mann, wahrscheinlich der Vater dieses etwa 3jährigen Mädchens, auf sie einredet. Es klang wie nicht-Deutsch, mehr konnte ich nicht hören. Die Tür geht auf, der junge Mann stürmt davon. Ich vermutete noch eine Mutter in der Nähe – doch das blieb Vermutung. Ich steige aus und gehe zum Ausgang. Da kommt mir der junge Mann entgegen gerannt – er wollte seine Fahrkarte am Automaten abstempeln lassen.

Ich drehe mich um – und die U-Bahn mit dem kleinen Mädchen fährt ab. – Und auf dem Bahnhof kein Personal, dem man den Fall schildern könnte.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “Öffentliche Verkehrsmittel sind oft …

  1. Deine hier geschilderte Beobachtung ging mir den Tag über schwer nach! Lebensmomente – was die anderen dazu meinen – ich würde sie lassen, vor allem, mich nicht aus der Ruhe bringen lassen oder gar rechtfertigen. Wie ich dergleichen kenne – lassen wir mal Zuversicht walten (dass sich alles zum Guten gewendet hat)! Ich danke dir für reichlich Denkanstöße!

  2. Ich hab das schon verstanden…ebenso möchte ich auch richtig verstanden werden, nämlich das man , wenn man so etwas mitbekommt, handeln sollte. Notsäule ..Handy..irgendwas…eben helfen!

    • Hat sie vielleicht versucht 😉 – wir werdens erfahren, wenn Clara sich wieder meldet 🙂

      • Helma, danke für dein Vertrauen – aber habe ich leider in diesem Falle nicht gemacht. Ich weiß gar nicht, ab ich ihn überhaupt wiedererkannt hätte – vielleicht an seinen Gesten und an seiner Verzweiflung., aber ich habe ihn ja weniger als eine Sekunde gesehen.

    • Wie schon unten bei dir geschrieben – habe ich nicht gemacht. Aber ich merke im Laufe der letzten Monate immer mehr, wie stark mich meine Hörbehinderung handicapt. Unter Leuten verstehe ich kaum meinen Gesprächsparter/in, mit ausländischer Sprachfärbung schon gleich gar nicht. Und Stimmen aus Automaten oder Telefonen werden auch zusehends zum Problem.
      Das alles war viel hemmender als der Termin.

  3. Ich glaube, es ging Clara weniger darum zu sagen, wer hier was falsch gemacht hat, sondern dass es einfach nur ein Horror ist, (s)ein kleines Kind im Gedränge zu verlieren. Sei es U-Bahn, sei es Bus oder die Menge in der Stadt. Wo hier noch erschwerend hinzukommt, dass möglicherweise beide keine deutsche Sprache sprechen und/ oder verstehen.
    Ich hoffe sehr, dass die anderen Fahrgäste im Abteil die Situation ebenso wahrgenommen und sich des Kindes angenommen haben! Und alles ein gutes Ende nahm. Dem jungen Mann wird das mit Sicherheit kein zweites Mal passieren.

    • Liebe Helma, du sagst es – vielleicht hat sich ein Fahrgast gekümmert, falls die Mutter nicht in der U-Bahn war. Vielleicht ist jemand an der nächsten Station mit dem Kind ausgestiegen und hat die nächste U-Bahn abgewartet. Vielleicht war es auch eine Station, wo es noch Stationspersonal gab.
      Alles nur Spekulationen und Vermutungen.

  4. Vielleicht wusste er ja nicht, das man trotz Kauf eines Fahrscheines ,den noch stempeln lassen muss. Ansonsten sind auf den Bahnhöfen die hübschen Säulen für Hilfe.
    Man kann sich natürlich darüber aufregen, was dieser Mann/ Vater oder Bruder oder Onkel oder oder alles falsch gemacht hat…..aber…hättest du nicht helfen können????

    • Mohrle, du glaubst gar nicht, welche Vorwürfe ich mir nachher gemacht habe – aber die ganze Sache hat weniger als eine Minute gedauert. Ich hatte einen wichtigen Termin – aber das entschuldigt es nicht. Ich hätte den Vater suchen müssen und gucken, ob ich ihm über die Notrufsäule helfen kann. Ich hätte ihn sicher nicht verstanden – und vielleicht auch nicht die Stimme aus der Notrufsäule. –
      Ich habe es nicht gemacht und es tut mir Leid – dennoch bin ich überzeugt, dass es gut ausgegangen ist.

  5. der „Vater“ hätte natürlich das Kind mitnehmen müssen. Aber vielleicht war die ganze Situation für ihn fremd, wenn er Ausländer ist. Er wusste vermutlich nicht, das die Bahn so schnell wieder fährt. Hoffentlich ist alles gut gegangen. Viele herzliche Grüße aus Bonn

  6. Sehr verantwortungslos von dem jungen Mann – hoffentlich ist alles gut ausgegangen. Ich hoffe, du hattest einen schönen Nachmittag mit deiner Blog – Freundin.

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Wahrscheinlich nur unüberlegt. Ich glaube, er hat nicht vermutet, dass der rote Stempelkasten so weit weg steht, so dass er es nicht mehr zeitig genug schafft, zurück zu sein.
      Vielleicht war noch die Mutter da – so dass alles gut ausgegangen ist.
      Die Zeit mit der Blog-Freundin ist noch schön.
      Mit lieben Grüßen von mir

  7. Und nun? Ich hoffe, das Kind wurde spätestens an der Endstelle in Obhut genommen bis der Vater angehetzt kommt. Oh, das ist wirklich Horror.

    • Gudrun, ich habe ja lange Jahre Kinder betreut, auch in diesem Alter. Wenn wir irgendwo hingegangen sind, so wir uns hätten verlieren können, haben wir immer einen Plan B gehabt. Entweder wir haben einen ganz markanten Treffpunkt ausgemacht, den auch das Kind gefunden hätte oder in diesem Falle hätte ich dem Kind gesagt, dass es an der nächsten Station aussteigen soll, um auf mich zu warten. Mit Anna ist es mir mal ähnlich passiert, es war ein anderer Grund.
      Ich denke, dass das Kind am Ende gut gelandet ist.
      Lieben Gruß zu dir

    • Barbara, es war beim Aussteigen nur eine Momentaufnahme von mir – ich sah nur, dass er sich zu der Kleinen herunter gebeugt hat, bevor er ausstieg. Es kann ja durchaus noch eine Mutter dagewesen sein. Oder er hat ihr gesagt, wenn ich nicht gleich wieder da bin und die U-Bahn weiterfährt, dann steigst du an der nächsten Station aus und wartest auf mich. . Nichts davon weiß ich.

  8. Oh, man was für ein Depp. Das arme Kind.

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