Claras Allerleiweltsgedanken

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Etagen haben manche Hochhäuser in Berlin

Dieser Artikel ist kein Beitrag zu dem gleichnamigen Projekt, sondern einfach ein Sonntagsspaziergang in meiner unmittelbaren Umgebung.

Schon immer habe ich es gern gemacht, in einen Bus einzusteigen und bis zur Endstation zu fahren. Mein 277er Bus brachte mich zur Stadtrandsiedlung. Schon nach so wenigen Busstationen ist Berlin zu Ende und es erstrecken sich weite Grünflächen. Überall kann ich die Schilder „Mauerweg“ lesen. Auch wenn die Assoziationen daran nicht die besten sind, jetzt sind es wunderschöne Fahrradwege, die ich hoffentlich in diesem Jahr fahren werde.

Als ich so vor mich hin pilgerte, sah ich ein rundes Hochhaus, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Irgendwie bin ich ja ein Hochhausmensch. In der 6. Etage habe ich 1970 angefangen, dann mich zur 16. hinauf gearbeitet. Dann wohnte ich viele Jahre in der zweiten Etage, was nicht in diese Reihe passte. Und ob ich jetzt mit meiner 7. oder 8. Etage stilecht lebe, weiß ich nicht so genau.

0702 Marienfelde Hochhaus 73

Es lockte mich einfach, in dieses Haus zu gelangen und mit dem Fahrstuhl in die 25. Etage zu fahren.

0702 Marienfelde Hochhaus 77

Wie ihr seht, gegen Hochwasser ist dieses Hochhaus gut abgesichert, denn die Wohnungen fangen erst einige Meter über dem Erdboden an.

Ich schaute mir die Architektur an und fand die Bauart der Balkons oder Loggien eigenartig – das dahinter liegende Zimmer muss ganz schön dunkel sein.

0702 Marienfelde Hochhaus 78

Doch als ich dann in der 25. Etage auf die frei zugängigen Balkons trat, war mir klar, warum die Loggien alle so windgeschützt gebaut sind. Ich weiß nicht, ob dieses Haus auch so viele Suizide erlebt hat wie unsere Häuser auf der Fischerinsel.- Die Farbgestaltung der Fenster fand ich freundlich. – Also hinein in einen der vier Fahrstühle und auf die 25 gedrückt.

0702 Marienfelde Hochhaus 80

Die Flurgestaltung war sehr eigenwillig – hier konnte man wirklich sagen, dass man Tür an Tür wohnt. Die Person mit dem Rollator hat ja Zutrauen zur Technik, denn ohne Fahrstuhl ist ja wohl kein Wegkommen aus dieser Wohnung. – Laut ausgehängtem Grundriss sind die Wohnungen gar nicht so schlecht.

0702 Marienfelde Hochhaus 90

Beim nächsten Mal gibt es noch ein wenig mehr aus dieser ‚Ecke.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

30 Kommentare zu “1, 2, 3, 4 viele …

  1. Ich habe von 1972 bis 1983 und dann noch einmal von 1993 bis 1998 in einem Plattenbau gewohnt. Ehrlich gesagt, möchte ich es nie wieder.
    Mein erster Versetzungsantrag an eine andere Schule führte mich von einer Schule , die sehr weit weg lag, an eine Schule ( Teltow) , die wesentlich näher an meinem Wohnort lag.
    Der nächste Versetzungsantrag war dem Plattenbau geschuldet, genau dieser Teltower Schule.
    Man hatte das Gefühl, dass die starren Wände auch in den Köpfen der dortigen Kollegen waren.

    Grüße aus Potsdam
    Orangata

    • Hallo, liebe Orangata. Deinen Kommentar habe ich heute früh beim Arzt gelesen, aber auf dem Phone kann ich so schlecht antworten. Also hatte ich längere Zeit, um darüber nachzudenken.
      Ich habe von 0-25 und dann von 40 – 70 in Häusern gewohnt, die keine Plattenbauten waren – in der zweiten Periode erst im Osten (Friedrichshain) und dann im Westen Berlins. (Lichterfelde)
      Ich denke, die Bauweise eines Hauses kann vielleicht für die Akustik (Hellhörigkeit) oder die Möblierung (Grundriss) verantwortlich sein, aber doch nicht für den Kopfinhalt der Bewohner. Starre Wände sind in fast allen Wohnungen, zumindest die tragenden. Mit Wänden jonglieren (Stellplatz) kann man wohl meist nur in der Bauphase und bei Eigentumswohnungen.
      Jetzt wohne ich ja auch im Plattenbau – aber im westlichen. Der Westen hat sich ja immer ein wenig lustig gemacht über die Menge der Plattenbauten im Osten. Hier wohnen jetzt alles Eigentümer – und damit vielleicht nicht unbedingt sozial Schwache. Doch genau darüber bin ich mir nicht im klaren, denn die Wohnungen wurden in den 70er Jahren sehr preiswert verkauft – und jetzt sind vielleicht einige Eigentümer auch sozial schwach.
      Ich denke, das Wohnklima in einem Haus ist einzig und allein von den darin wohnenden Leuten abhängig. Bei mir war es von 2000 – 2015 ein Haus, wo man einen WBS brauchte – also auch eher sozial schwächere Leute. Obwohl kein Plattenbau – das Klima war bedingt gut oder schlecht, das lag oft an der Hausverwaltung.
      Ich freue mich für dich, wenn du jetzt wohnungsmäßig zufrieden bist und das Klima im Haus auch stimmt.
      Liebe Grüße an dich von der Clara aus dem obersten Balkon + dranhängender Wohnung

      • Hallo ,
        es ging mir nicht um sozial schwach oder nicht schwach.
        In dieser konkreten Plattenbauschule wabberte ich noch der DDR Schulgeist durch did Flure. Viele Kollegen waren dort der Meinung, dass „früher“ alles besser war und schien sich Missstände schönzureden.
        Auch ich wohne „nur “ in einer Mietwohnung.

        PS. Ich gehöre zu besagtem Blog, habe aber lange nichts mehr geschrieben 🙂

  2. Soso, du Hochhausmensch. 🙂
    Wenn ich meine Treppen nicht mehr hochkraxeln kann, werde ich auch in ein Hochhaus ziehen. Wenn schon Fahrstuhl, dann ganz weit rauf.
    Ich freue mich schon auf deine Fotos von ganz oben hinab auf die Stadt.
    Liebe Grüße von der Gudrun

    • Funkspruch an Schäferin-Gudrun von Hochhausclara!
      Gedulden Sie sich, die Fotos von oben kommen morgen – und ein Foto vom Großstadtrand, das ich einzig und allein deinetwegen fofografiert habe (aus der Straßenbahn heraus), das kommt auch irgendwann – dranbleiben!!!
      Ich muss immer wieder feststellen, dass ich deinen Gravatar schön finde. Gehe ich recht in der Annahme, dass du dieses wissbegierige Gesicht selbst gezeichnet hast?
      Ich komme gerade vom HNO-Arzt. Der Akustiker hat gemeint, ich sollte mir Ohrenschmalz entfernen lassen. Und tatsächlich, jetzt höre ich wie ein Luchs 🙂 – fast!
      Beste Grüße von mir

  3. Seitdem ich als Kind und Jugendliche in einem Pent House wohnen musste, mag ich es nicht mehr. Über allem und allen zu leben, hat Vorteile, ganz klar – aber allein die Geräusche, die von unten zu uns drangen- und dass wir oft mit Besenstielen nach oben geklopft bekamen – will ich nicht mehr. Deine „Reportage“allerdings gefällt mir! Es gibt ja auch ein Buch, wo eine Frau sämtliche Straßenbahnen ihrer Stadt jeweils bis zur Endstation befährt und dort rum spaziert und über das Erlebte berichtet- wie du hier! Schönen Dank!

    • Hallo Sonja, da du schriebst, du „musstest“ wohnen, habe ich mich noch mal schlau gemacht, was Penthouse-Wohnungen sind. Ich hätte sie als die Creme de la Creme bezeichnet.
      Es dürften doch in solch eine Wohnung nicht mehr Geräusche kommen als in jede anderen Wohnung. Ich z.B. bin nicht unbedingt ein Einfamilienhaustyp, das wäre mir zu einsam.
      Es kommt ja immer darauf an, was man für Leute unter oder neben sich zu wohnen hat. Manche sind sehr empfindlich und regen sich schnell auf, andere weniger. Richtige randalierende Säufer mit lauter Musik möchte ich aber auch nicht als Nachbarn haben.
      Heute war ich wieder unterwegs.
      Ich habe das ja schon mal vor langer Zeit gemacht und auf jeder Station der S25 das fotografiert, was ich in 15 Minuten Umkreis schön fand.

  4. ich ha da in so einem Silo schon Wochenenden verbracht. Mich ängstigt das….es war eine komische Atmosphäre und ich denke immer was passiert wenn es unter einem mal anfängt zu brennen

    • Hallo, von 1970 bis 1981 haben wir zu viert (zwei Erwachsene, zwei Schulkinder) in einer Zweizimmerwohnung gewohnt, die ganze 49 qm hatte. Ich weiß nicht, was ich gegeben hätte, in solch ein „Silo“ ziehen zu dürfen und eine vernünftige 4-Zimmer-Wohnung zu haben – die hätte auch in einem der „berüchtigten“ vier Stadtteile von Ostberlin sein können – und dort gab es einige 5Geschosser, sehr viele 11Geschosser und auch viele richtige Hochhäuser, so wie dieses hier.
      Und vom Brandschutz her sind diese Häuser viel, viel sicherer als meines, in dem ich jetzt wohne. In die 8. Etage reicht keine Feuerwehrleiter, ich müsste also ins Sprungtuch springen, wenn ich nicht mehr über das einzige Treppenhaus flüchten könnte. Wenn das brennt, bin ich eingeschlossen, denn mein Balkon ist auch nicht sicher.
      Hier haben die Wohnungen alle die brandsicheren Außentreppenhäuser und die frei zugängigen Treppenhausloggien, auf denen alle Bewohner einer Etage lässig Platz finden.
      So viel zu deinen Brandgedanken.

      • ich wollte es dir nicht madig machen ich war in einer wirklich hässlichen Gegend von Berlin und in dem Haus lag überall Müll zwei von drei Fahrstühlen taten nicht. Ich hab mich unwohl gefült….ich komm halt vom platten Land….ich hab auch schon in anderen Hochhäusern genächtigt- war ganz anders- es gibt zwei Seiten wie überall. Mit meinen Kids lebe ich ja auch in einem Mehrfamilienhaus,aber für mich gut und wichtig ganz unten

        • Ich wohne ja nicht dort. Gegen Dreck bin ich auch sehr empfindlich und gegen Lärm ebenfalls. Wenn die Technik ausfällt, ist man dann auch wie eingesperrt. – Wir haben zuerst im 6. Stock gewohnt – und da wäre mein 7jähriger Sohn beinahe vom Balkon gefallen – das wäre das Schrecklichste, was hätte passieren können. Aber da kann auch schon die zweite Etage ausreichen, wenn es dumm kommt.

          • ja ich wollte nur sagen mir ist es je höher je unbehaglicher und eben auch in welcher Gegend solche diese Gebäude stehen

  5. wenn ich den rechner vorkrame – 293 (wohnung mit rollator) durch 25 (stockwerke) dividiere, dann macht dies 11,72! annähernd 300 wohnungen in diesem bau?
    lieber gruss. barbara

    • Barbara, das könnte ich gerechnet haben. Es sind insgesamt 26 Etagen, weil in Berlin meist das Erdgeschoss nicht als 1 zählt. Ich könnte direkt noch mal hinfahren und nachsehen, wie weit die Nummerierung geht.
      Die Wohnungen waren laut Grundriss nicht zu groß, so dass jetzt (das steht ja schon ein paar Jahre) in den 2-Zimmer-Wohnungen oft nur eine Person lebt, aber so ca. 400 Leute werden schon drin wohnen.
      Die Berliner sind selbst dran Schuld, dass sie in solchen Wohnsilos wohnen, warum wollen sie in Belrin bleiben 🙂
      Liebe Grüße von mir

      • wieviel m2 fläche braucht der mensch? und wer verdient sich daran wieviel?
        wünsche dir eine gute neue woche. barbara

        • Ich glaube, ich habe mit meiner jetzigen Wohnung mehr Fläche, als ich wirklich brauche – und darüber bin ich glücklich, denn ich konnte Ola hier wohnen lassen.
          Ich weiß, dass ich keine Einzimmerwohnung haben möchte, doch im Laufe des Lebens habe ich so für mich festgelegt, dass eine Wohnung von 55 qm ausreichend ist, aber in den letzten Jahren hatte ich mehr – im Ausgleich zu den ersten Jahren, wo wir zu viert nur 50 hatten.
          Schlaf schön und auch dir eine gute Woche!

  6. Interessante Architektur, aber doch irgendwie beängstigend, wieviele Menschen da dicht auf dicht wohnen und sich jeden Tag im engen Aufzug bzw. Treppenhaus begegnen müssen.

    • Lieber Carlheinz, eine Stadt wie Westberlin konnte sich nicht beliebig ausbreiten und musste von daher in die Höhe bauen. Dennoch sind in Westberlin viel weniger richtige Hochhäuser als in Ostberlin. Das habe ich schon bei Barbara im Kommentar geschrieben. Bei uns schossen die 20- und mehr-Geschosser nur so aus dem Boden, deswegen sind für mich 11-geschossige Häuser noch lange keine Hochhäuser. Und gegen die Amis sind ja unsere 25geschossigen auch noch ein Kinderspiel.
      Da das hier zwei verbundene Bauteile sind und jeder Teil zwei Aufzüge hat – einer für 6 und einer für 12 Personen, klappt das mit dem Aufzugfahren wahrscheinlich recht gut
      Mein jetziges Haus hat 24 Wohnungen und geschätzt 50 Leute wohnen hier. Ich wünsche mir manchmal, ein paar mehr Leute zu treffen, damit ich sie kennenlerne – aber kaum treffe ich jemand. Und so gewöhnt man sich im Hochhaus auch.
      Früher fanden wir es nur immer schrecklich, wenn irgendwelche Fahrstuhlfahrer so viel Knoblauch gegessen hatten.

      • Das Leben im Hochhaus wäre wahrscheinlich nichts für mich, auch wenn man sich ja an vieles gewöhnen kann. Ich brauche einen gewissen Abstand zu meinen Mitmenschen 🙂 sodass Nürnberg mit seiner halben Million Einwohnern ideal für mich ist.

        • Hier in Berlin haben das ja – besonders am Stadtrand – auch einige geschafft, den Abstand zu ihren Mitbewohnern. Doch die Grundstücksgrößen sind mit 300 qm ziemlich klein – und gerade dort gibt es oft erbitterte Kämpfe um herüberhängende Zweige, kaputte Zäune und sonstwas. – Meine beiden Mietparteien auf dem Flur bekomme ich kaum mit, mir reicht der Abstand.

  7. Du hast Mut. Ich hätte mich nicht getraut, da einfach reinzugehen und hochzufahren. Dabei wünsche ich mir schon ein ganzes Leben lang eine Penthouse-Wohnung. 🙂

    • Liebe Ute, da ich 15 Jahre auf der Fischerinsel in solchen Häusern gewohnt habe, weiß ich, dass sich nicht mal 10 % der Leute untereinander kennt. Damals kamen auch oft Leute, die einfach von den Treppenhausbalkonen schauen wollten, um den teuren Eintrittspreis im Fernsehturm zu sparen.
      Und wie schon bei Leonie beschrieben, traut mir nie nicht niemals jemand was Böses zu – und das ist auch richtig so, ich will ja nur gucken und fotografieren.
      Jetzt habe ich mich erst mal richtig schlau gemacht, was Penthouse-Wohnungen sind. Da muss man wohl einen größeren Geldbeutel haben. – Und das hier sind ja mitnichten Penthouse-Wohnungen, das sind nur Wohnungen im obersten Geschoss.

  8. Wie bist Du denn da hinein. gekommen? .-) Wünsche Dir einen schönen Sonntag und noch viele schöne Streifzüge durch Berlin, Leonie

    • Liebe Leonie, da ich ja ein ehrliches Gesicht habe, nicht wie eine Terroristin aussehe und die „schussbereite Kamera“ etwas versteckt hielt, wartete ich kurz darauf, dass jemand herauskam und ging einfach durch.
      Heute habe ich gerade wieder einen Streifzug gemacht – aber alles nur von der Straßenbahn aus fotografiert. Ich habe mehr zu Dokumentationszwecken als zu Schönheitspreis-Gewinn-Absichten fotografiert.
      Mit besten Grüßen von mir

  9. Schon imposant, dieses Hochhaus. Kann man es so einfach betreten? In unserem beschaulichen Solingen gibt es keine so hohen Hochhäuser. Ich fühle mich auch Parterre wohler.

    Lieben Gruß
    Barbara

    • Hallo Barbara, heute war ich mal wieder per Straßenbahn in Berlin unterwegs. Im sogenannten Osten in den damaligen Neubaugebieten Marzahn, Ahrensfelde, Hohenschönhausen und Hellersdorf sind ja fast alles 11geschossige Häuser, wenige, die nur 5 haben, aber auch ganz viele richtige Hochhäuser mit ca. 20 Stockwerken. Ich z.B. wollte nie in Parterre wohnen, da hatte ich immer Angst, dass mir nachts beim Lüften jemand einsteigt.
      In so einem großen Haus kennen sich die Leute ja nicht untereinander. Und wenn einer die Tür aufschließt, kann man ohne weiteres mit hineingehen.
      Beste Grüße von Clara

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