Claras Allerleiweltsgedanken


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Hans Huckebein fährt Fahrrad …

…oder: Schlechte Ohren machen sportlich …

oder krank.

Die umfangreiche vollkommen überflüssige Fensterputzaktion vor ein paar Tagen hat die Vorräte an Papierküchentüchern aufgebraucht. Mit keinem Lappen bekomme ich dieses streifenfreie Ergebnis wie mit den Papierhandtüchern. – Also beschließe ich, zu dem ca. 4 km entfernten P*enny-Markt zu fahren, denn nur sie haben den von mir bevorzugten „Kurzblattabriss“. Also schnappe ich mir mein Fahrrad und fahre los.

Die Packung ist so sperrig, dass ich sie nicht in meine Gepäcktasche bekomme, also mache ich sie auf dem Gepäckträger fest.

Auf dem Rückweg fahre ich eine andere Strecke. Ich stelle voll Freude fest, dass ich ziemlich nahe am Britzer Garten, Eingang Tauernallee wohne. Ich informiere mich über die Eintrittspreise und darüber, was eine Jahreskarte kostet. Ich muss mal über die Investition dieser 30,00 € nachdenken, denn ich liebe diese Anlage.

Ich fahre weiter und bin fast zu Hause, da bemerke ich, dass das Paket mit den Küchentüchern nicht mehr da ist. In der Hoffnung, dass das Paket – nur ungehört von meinen Ohren – runtergefallen ist und jetzt dumm irgendwo rum liegt, fahre ich die Strecke zurück zum Discounter.

Plötzlich und unerwartet geht ein Hagelregenschauer los. Es gibt nichts, wo ich mich wirklich gut unterstellen kann, also setze ich die Kapuze unter den Fahrradhelm und radle weiter, bin aber nach kürzester Zeit pitschnass, vor allem halten die Stoffturnschuhe NICHTS ab.

Den Rückweg will ich per Bus machen und schließe das Fahrrad mit 2 Schlössern klausicher ab. Ich trage meine Papierhandtücherbeute fest in der Hand und stehe an der Busstation (regengeschützt). Die Monatskarte ist im zu Haus gebliebenen Rucksack und die mitgenommene Hilfsbörse weist keine 2,30 € für den notwendigen Fahrpreis mehr auf.

Also das Fahrrad wieder ab-geschlossen und los ging es – mir war hundekalt, ich spürte meine Zehen kaum noch.

Zu Haus sofort Badewasser eingelassen. Das sind so die (seltenen) Situationen, in denen ich sehr froh bin, dass mein Bad über eine Wanne verfügt. – Allmählich tauen meine Füße wieder auf und die roten Frier-Flecken an den Beinen verschwinden.

Dennoch habe ich mir ganz leicht etwas weggeholt, was nicht „Küchenpapierrolle“ heißt.

Ganz ohne Foto will ich euch nicht lassen. Ich kam an einem hübschen Spielplatz vorbei und meinte plötzlich, meinen Sohn mit seinem Hund Lenny zu sehen. Doch da der Hund nicht auf mich zugerannt kam und auch nicht – wie Lenny – an der Leine war, putzte ich mir die regennassen Brillengläser und fuhr schnell nach Haus. Ich verkniff es mir auch, den Namen meines Sohnes zu rufen. 🙂 😉

2904 Lenny u Herrchen