Claras Allerleiweltsgedanken

Hans Huckebein fährt Fahrrad …

24 Kommentare

…oder: Schlechte Ohren machen sportlich …

oder krank.

Die umfangreiche vollkommen überflüssige Fensterputzaktion vor ein paar Tagen hat die Vorräte an Papierküchentüchern aufgebraucht. Mit keinem Lappen bekomme ich dieses streifenfreie Ergebnis wie mit den Papierhandtüchern. – Also beschließe ich, zu dem ca. 4 km entfernten P*enny-Markt zu fahren, denn nur sie haben den von mir bevorzugten „Kurzblattabriss“. Also schnappe ich mir mein Fahrrad und fahre los.

Die Packung ist so sperrig, dass ich sie nicht in meine Gepäcktasche bekomme, also mache ich sie auf dem Gepäckträger fest.

Auf dem Rückweg fahre ich eine andere Strecke. Ich stelle voll Freude fest, dass ich ziemlich nahe am Britzer Garten, Eingang Tauernallee wohne. Ich informiere mich über die Eintrittspreise und darüber, was eine Jahreskarte kostet. Ich muss mal über die Investition dieser 30,00 € nachdenken, denn ich liebe diese Anlage.

Ich fahre weiter und bin fast zu Hause, da bemerke ich, dass das Paket mit den Küchentüchern nicht mehr da ist. In der Hoffnung, dass das Paket – nur ungehört von meinen Ohren – runtergefallen ist und jetzt dumm irgendwo rum liegt, fahre ich die Strecke zurück zum Discounter.

Plötzlich und unerwartet geht ein Hagelregenschauer los. Es gibt nichts, wo ich mich wirklich gut unterstellen kann, also setze ich die Kapuze unter den Fahrradhelm und radle weiter, bin aber nach kürzester Zeit pitschnass, vor allem halten die Stoffturnschuhe NICHTS ab.

Den Rückweg will ich per Bus machen und schließe das Fahrrad mit 2 Schlössern klausicher ab. Ich trage meine Papierhandtücherbeute fest in der Hand und stehe an der Busstation (regengeschützt). Die Monatskarte ist im zu Haus gebliebenen Rucksack und die mitgenommene Hilfsbörse weist keine 2,30 € für den notwendigen Fahrpreis mehr auf.

Also das Fahrrad wieder ab-geschlossen und los ging es – mir war hundekalt, ich spürte meine Zehen kaum noch.

Zu Haus sofort Badewasser eingelassen. Das sind so die (seltenen) Situationen, in denen ich sehr froh bin, dass mein Bad über eine Wanne verfügt. – Allmählich tauen meine Füße wieder auf und die roten Frier-Flecken an den Beinen verschwinden.

Dennoch habe ich mir ganz leicht etwas weggeholt, was nicht „Küchenpapierrolle“ heißt.

Ganz ohne Foto will ich euch nicht lassen. Ich kam an einem hübschen Spielplatz vorbei und meinte plötzlich, meinen Sohn mit seinem Hund Lenny zu sehen. Doch da der Hund nicht auf mich zugerannt kam und auch nicht – wie Lenny – an der Leine war, putzte ich mir die regennassen Brillengläser und fuhr schnell nach Haus. Ich verkniff es mir auch, den Namen meines Sohnes zu rufen. 🙂 😉

2904 Lenny u Herrchen

 

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

24 Kommentare zu “Hans Huckebein fährt Fahrrad …

  1. Nette Story! 🙂 Gut, dass es Dir soweit gut geht, dass Du trotz der verregneten Brillengläser und der nassen Straße keinen Unfall gebaut hast usw. Und Du weißt ja: Nur die Harten kommen in’n Garten (in den Garten Eden, hoffe ich!) 😉 Schönes Bild mit Pseudolenny!

    • Ich will jetzt keinesfalls oder nur ein bisschen jammern – ich dachte ja, dass ich auf dem Fahrrad nichts vom Schwindel merken würde – leider Irrtum. An kniffligen Stellen kann ich nicht richtig lenken und bin schon mehrmals gerade so an einem Sturz vorbei geradelt.
      Das mit den Harten und dem Garten (Eden) gefällt mir.
      Du bist – wie ich weiß – die einzige Bloggerin, die Echt-Lenny kennt. Der hatte gerade Geburtstag, ist 6 geworden, aber beim Sohn erst seit 4 Jahren. – Die beiden lieben sich wirklich sehr.

  2. Gibt gar keinen P,Online shop. Ist wohl Neuland.

  3. Ich sehe schon, alte Frau hat aus Kälteverwirrgründen den Artikel noch nicht einmal vollständig zu Ende gebracht. Aber aufmerksam, wie ihr alle lest, ist euch diese Lücke natürlich aufgefallen.
    Ob die verlorene Packung Papiertücher wirklich noch irgendwo gelegen hat, ist mir nicht aufgefallen – meine Brille war so mit Regentropfen beschlagen und ich habe gezittert wie Espenlaub, weil mir so kalt war – also habe ich nur noch verbissen in die Pedalen getreten, bis ich wieder vor dem Discounter stand.
    Dort habe ich eine NEUE Packung gekauft – deswegen reichte auch das Geld für die Heimfahrt mit Bus nicht, ich hatte nämlich nur das kleine Taschenportemonnaie mit, in dem ist nicht viel Geld.
    Beim zweiten Versuch vertäute ich die Packung ordentlich und fuhr nach Haus, um mich gleich in die Badewanne zu setzen und danach an den Computer.
    Danke euch allen für’s Lesen, war etwas lang und konfus gefaselt.

  4. Die Hauptsache, du hast die Papiertücher gut nach hause gebracht 🙂

    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    lieben Gruß Barbara

    • Liebe Barbara, es waren zwei Kommentare von dir da – doch einen sollte ich erst genehmigen, nämlich diesen hier. Ich habe die Angaben von beiden verglichen – sie waren ABSOLUT identisch, deswegen verstehe ich nicht, warum WP einen in die Warteschleife geschoben hat.
      Danke für die WE-Grüße und näheres von der Papiertücherfront habe ich in meinem Extrakommentar geschrieben.

  5. Wie die Papiertücher wieder aufgetaucht sind, oder ob du neue gekauft hast, würde mich auch interessieren. Aber jetzt hoffe ich erst mal, dass du dir keine dicke Erkältung geholt hast.

    • Hallo Ute, es hält sich in Grenzen mit der Erkältung, es ist eigentlich (bisher) nur ein Schnupfen geworden. Das habe ich sicher dem sehr, sehr heißen Bad zu verdanken. Und genau aus diesem Grund möchte ich auch nicht auf meine Wanne verzichten.
      Alles andere zu den Papiertüchern kannst du in meinem Extrakommentar lesen, das erschien mir so am besten gelöst, da musste ich das nicht bei allen Interessentinnen extra schreiben.

  6. Da sind wir wohl schon zwei, die mit einem Infekt oder so kämpfen. Ich war am Sonntag bei Freunden, weil wir etwas zu besprechen hatten. Das Kaffeetrinken fand draußen statt. Denen macht Kälte nix, denn sie sind im Winter oft mit ihren Schlittenhunden in Norwegen unterwegs. Meine Nieren aber waren nicht begeistert.
    Ein schöner Spielplatz ist das. So etwas gefällt mir sehr. Den Park zeigst du bestimmt mal.
    Einen Gute-Nacht-Gruß schickt die Gudrun.

    • Hallo, liebe Gudrun, bei mir hält sich der Infekt zum Glück in Grenzen, ich habe ihn durch das heiße Badewasser und das Zitronengetränk sicher bis ins Mark erschüttert – mir solchen Strengmaßnahmen hat er sicher nicht gerechnet.
      Dieses Foto war direkt von einem Spielplatz, auf dem sehr viele oder eigentlich nur Holzfiguren waren.
      Einen richtigen Park kann man ja schlecht fotografieren – bestenfalls einzelne Bäume, Sträucher, Pflanzen, Blumen daraus.
      Ich habe festgestellt, dass ich mich mit der Wohngegend angefreundet habe, auch wenn aus meinen Fenstern fast nur Industrie zu sehen ist.
      Was so ist, kann ich nicht ändern – aber wenn ich mich aufs Fahrrad setze, bin ich ganz schnell im Grünen.
      Sonnigwolkigen Mittagsgruß aus der großen Stadt von mir

  7. Da fehlt die Stelle, in der beschrieben wird, wo die plötzlich fehlenden Papiertücher wieder aufgetaucht sind? Hab`s dreimal gelesen und nicht gefunden.
    Das mit dem nahen Park gefällt mir gar sehr!
    Wäre vielleicht peinlich gewesen, den Namen des Sohnes einfach so in die Luft gerufen zu haben – ging mir schon mal ähnlich- grins.

    • Liebe Sonja, du weißt ja, dass ich meine Beiträge immer schon ein wenig im voraus schreibe, weil ich eine „Planmenschin“ bin. Vielleicht lag es daran, dass ich mir den Artikel vor dem Erscheinen nicht noch einmal durchgelesen hatte – es war mir jedenfalls nicht klar, dass ich diese Erklärungslücke gelassen hatte.
      Jetzt habe ich in einem Extrakommentar von mir Aufklärungsarbeit geleistet.
      Ich stellte fest, dass die Umgebung (von meiner unmittelbaren Wohnstraße abgesehen) schöner ist als in Lichterfelde, wo ich zuerst gewohnt habe. Dort hatte ich nur den Teltowkanal und den ziemlich weit entfernten Stadtpark Steglitz. Hier sind so viele schöne Einfamilienhausgegenden und auch Parkanlagen.
      Ich glaube, ich muss noch ein wenig trainieren, auf alte hilfsbedürftige verschusselte, leicht dümmliche Frau zu machen, die ruhig mal nach einem Sohn rufen kann, der nur eine Holzfigur ist.

  8. HeißenTee und gute Nacht wünsche ich.

    • Liebe Arabella, meine Affinität zu Tee ist ja nicht sehr stark ausgeprägt – ich trinke NUR Hagebuttentee. Früher trank ich noch aromatisierten (Karamellgeschmack z.B.) schwarzen Tee mit Milch, doch diese Phase ist vorbei.
      In die Badewanne hatte ich ein Glas heiße Zitrone mitgenommen, die hat offenbar auch das schlimmste verhindert.
      Ich kann nur mit „Guten Morgen“ (auch schon ein wenig spät dafür) antworten

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