Claras Allerleiweltsgedanken

Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen – 1

12 Kommentare

– nicht nur für Spinnstuben-Gudrun

Zweimal bekam ich zu lesen, dass ich doch „meinen“ Park mal im Blog zeigen sollte. Anfangs widersprach ich, weil ich dachte, dass es zwischen Gräsern, Sträuchern, Bäumen, Pflanzen, Käfern und Wolken nichts besonderes zu fotografieren und vor allem nichts zu erzählen gäbe. Doch dann habe ich mich auf die Räder gemacht. – Direkt vor meiner Haustür entstand dieses Foto – und mir kam der Gedanke:

Warum in die Ferne schweifen, Schönheit ist direkt so nah!

1205 Park für G 2

Als ich am Parkeingang stand, war ich überrascht, dass der Park so nah ist. Das Komma ist so schlecht zu erkennen – ich musste wirklich nur 1,56 km fahren – also noch kein Grund, eine Erschöpfungspause einzulegen.

Mir begegneten fast so viele Hunde wie Menschen – aber bei diesem herrlichen Frühlingswetter mit warmem Sonnenschein ist das klar. Keiner der Hunde war so neugierig wie Lenny, alle ließen mich unbehelligt mit meinem Fahrrad passieren.

Gelb war auf den grünen Wiesen die dominanteste Farbe, denn die Familien Löwenzahn zeigen sich in voller Schönheit. – Diese beiden habe ich mal fotografiert – die stritten sich so lauthals und beschimpften sich – es ging fast zu wie bei den Menschen. Das kleine Kind neben ihnen war schon ganz be- und verkümmert. – Aber ich habe auch wahre Blumenhundertschaften entdeckt, bei denen es ganz friedlich zuging

 

Da war doch dieses Pfauenauge (??? richtig???) ganz was anderes – ruhig und beschaulich saß er allein auf einem Stein, kein Streit, kein Gezänk – richtig ohrenberuhigend.

1205 Park für G 6

Glaubt ihr mir, dass es auch in einem Park „Parlamentssitzungen“ gibt? Oder für was haltet ihr diese Birkendebatte sonst? – Eine war schöner und grüner und schwarzweißer als die andere – also kann das doch nicht aus der Politik kommen – dort ist so gut wie nichts mehr schön. – Oder ob die etwa darüber diskutierten, was mit ihnen passieren soll, wenn sie gefällt werden. Wollen sie als Zwischenlager irgendwo im Wald herumliegen, damit ich meine Jacke dort ablegen kann und ein Minipicknick mache?

 

Und dann kamen sie, diese „Kahlköpfe“ , die mich recht nachdenklich machten. Sie sahen aus, als wenn nach einer durchgestandenen Krankheit, bei der ihnen die Haare ausgefallen sind, es jetzt wieder anfängt zu sprießen. Eine Doppelkopf-Freundin hat so einen wunderschönen Wuschelhaarkopf bekommen, dass es mich immer verlockt, ihr einmal durch das „Fell“ zu streicheln.

1205 Park für G 8

Wahrscheinlich hat der Kahlschlag nicht bei allen Bäumen im gleichen Jahr stattgefunden, denn es gab auch viele, bei denen die Zweige schon richtig lang und grün beblättert waren. – Mir gefielen besonders die knorrigen Stämme, aus denen es auch wuchs und „triebte“. Das sind doch nicht etwa die Nasen- und Ohrenhaare von älteren, männlichen Bäumen? (Pfui Clara, du sollst dein Lästermaul halten!)

1205 Park für G 54

Und hier das Beweisfoto, dass ich nicht nur mit dem Tacho hier bin, sondern mit dem ganzen Fahrrad. – Und danach habt ihr einen Tag Pause, bis es in DIESEM Blog weitergeht. Morgen ergänze ich im Fotoblog diese Parkreportage. – Die soeben ausführlich beschriebenen Bäume säumen meinen Weg.

1205 Park für G 53

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

12 Kommentare zu “Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen – 1

  1. Ohhhh, der pflanzliche Kahlkopf ist aber schön ! Wenn ich was zu deinen Fotos sagen darf, wenn nicht, liest du es einfach nicht 🙂
    Wenn du – so wie bei dem Schmetterlingfoto – das Hauptmotiv ein Stück aus der Mitte nimmst und an den Rand verschiebst, bekommt jedes Foto mehr Spannung. zB das letzte Foto mit dem tollen Weg würde – finde ich – sehr gewinnen, wenn das Rad auf der anderen SEite des Wegs stehen würde.

    • Natürlich habe ich es gelesen.
      Wenn ich einen Schmetterling fotografiere, der gleich wegfliegen kann, mache ich mir über Positionierung keine Gedanken. Ich fotografiere mit 5 Megapixel – abgespeichert werden die Bilder aber viel kleiner. Also habe ich dann am Rechner genügend Zeit, entsprechend auszuschneiden. – Von der Praxis der „in die Mitte positionieren“ bin ich schon lange weg.
      Beim letzten Foto habe ich mir gar keine Gedanken gemacht – ich wollte das Fahrrad zeigen und ich wollte die Kopfweiden (so heißen die wohl) auf das Foto bekommen.
      Und wie gesagt, meine Fotos dienen mir zur Illustration einer Geschichte.
      Wenn ich mal – nach meiner Meinung – ein paar schöne oder gar sehr schöne Fotos geschafft habe, dann kommen die in den Fotoblog.

      • Ich bin doch so eine begeisterte Fotografiererin und das Foto mit dem Fahrrad und dem verschlungenen WEg, der in die Ferne geht, gefällt mir so gut.Nur hätte ich das Fahrrad eben gerne auf der anderen Seite 🙂 Aber ich entschuldige mich eh, man soll anderen Leuten nicht in ihre Fotos reinpfuschen * beschämt augenklimpernd*

        • Du musst dich überhaupt nicht schämen, auch augenklimpernd nicht. Wenn ich dran denke, fahre ich noch einmal dorthin und stelle das Fahrrad auf die andere Seite. – Mir erschließt sich üüüüüüüüüüüberhaupt nicht, warum es dann besser aussehen könnte.
          Wenn ich beide Fotos habe, kann ich es vergleichen. Nur spiegeln nutzt ja nichts.

  2. Ist doch prima, dass du so viel Grün in deiner Nähe hast. Ich versuche auch einmal in der Woche einen Spaziergang in der Natur zu machen.

    Lieben Gruß Barbara

    • Liebe Barbara, seit ich mir die Jahreskarte gekauft habe für die 4 Parkanlagen, war ich doch meistens dort unterwegs. – Pfingsten muss man sich ja über Außenaktivitäten keinen Kopf machen – da ist es ja eh kalt und nass.
      Fast mitternächtliche Grüße von Clara

  3. Es gibt hunderte von Motiven, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht (oder fährt). Du hast schöne Motive gefunden, liebe Clara. Weiter so.

  4. Feines hast du entdeckt, liebe Clara. Es sind nur scheinbare Kleinigkeiten. Richtig betrachtet sind es schöne, klare Fotos geworden, aber alles in allem eine spannende Geschichte.
    Da ist es wieder, dieses helle Grün des Frühlings, welches ich so mag.
    Ich bin auf die nächsten Fotos gespannt.
    Ein nächtlicher Gruß von der Gudrun.

    • Liebe Gudrun, vielleicht kann ich schon gar nicht mehr anders als meine Fotos mit einer Geschichte zu verbinden. Ich will jetzt wirklich nicht gelobt werden, aber ich finde meine Fotos teilweise recht banal – eben doch nur einfach geknipst. Natürlich sind sie klar und auch ein wenig bearbeitet, um das Richtige zur Geltung zu bringen. Doch viel mehr gibt der kleine Apparat nicht her. Ich kann keine tollen Makros, keine riesigen Weitwinkelaufnahmen – aber ich kann Geschichten erzählen. Die ungefähre „Story“ habe ich schon beim Abdrücken im Kopf.
      Na, dann lass dich mal überraschen. – An den Tagen dazwischen gibt es jeweils ein (oder zwei) Fotos im Fotoblog.
      Du bist ja auch spät noch am Computer gewesen.
      Mittagsgrüße kommen von Clara

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