Claras Allerleiweltsgedanken

15 ° Unterschied sind Welten dazwischen

22 Kommentare

Seit drei Stunden bin ich von meinem dreitägigen Diagnostikaufenthalt in der Klinik wieder zu Haus und musste , wie üblich, drei mal zehn Taler bezahlen.

Das Essen war wirklich gut, doch die Ärzte und die Untersuchungen auch. Die Blutuntersuchungen haben gezeigt, dass bisschen mit Vitamin B und D in mich hinein gehört – wird sich machen lassen.

Die Stromuntersuchungen an den Beinen zeigten mit schmerzhaftem Zucken, dass sie nicht mehr so zucken, wie sie sollen – aber schließlich bin ich ja nicht Diabetikerin, wo es um Zucker geht. – Ohne Spaß, die Nervenleitgeschwindigkeit ist verringert – ganz im Gegensatz zu mir, wo noch keine Geschwindigkeit verringert ist.

Und dann die leicht gefürchtete Untersuchung auf Morbus Menière 0 Drehschwindel mit Übelkeit, Stürzen und teilweise sogar mit Erbrechen. Ich wusste schon vorher, dass ich DAS nicht habe, aber es war dennoch gut, dass es getestet wurde. – Zuerst wurde 42 ° warmes Wasser in die Ohren gespritzt – das ist wie angedeutete Gehirnwäsche. Dass ich danach glaubte, die ganze Liege fährt mit mir Karussell, ist normal. – Unangenehmer fand ich das 27 ° kalte Wasser – zum Glück wusste ich, dass mein Gehirn oder Innenohr nicht schockgefrostet werden sollten. – Na gut, 10 ° unter der Körpertemperatur, ÄÄÄÄTTTTZZZZEEEENNNNDDDD, wirklich.

Dann spielte der Oberarzt mit mir Karussell – so, wie ich das mit meinen Enkelkindern immer gemacht habe. Ich saß auf einem Drehstuhl, Beine hoch, dann wurde ich gedreht und danach die Augen gemessen. – Da ich nicht runter gefallen bin, war ich vielleicht sogar gut.

Gar nicht konnte ich den „Schnürgang“, Beine dicht voreinander – ich wette, das können so und so viel andere auch nicht. Muss man auch nicht!

Also, es ist alles halb so schlimm – man kann sich darauf einstellen.

Worauf ich mich in den drei Tagen nicht einstellen konnte, war das laute (sie war ja mit 78 Jahren auch nicht mehr so ganz gut-hörend), fast ununterbrochene Kofferradiogedudel in Musikarten, die nicht meine sind. Dreist, wenn sie meine gewesen wäre, hätte ich sie auch nicht hören wollen, denn dann verstehe ich keine Sprache mehr.

Am zweiten Tag habe ich dann „Ruhestunden für meine Ohren“ durchgesetzt und bin oft genug in den Park gegangen, damit gedudelt werden konnte.

So jetzt wisst ihr Bescheid, über meinen dreitägigen All-inclusive-Kilinikaufenthalt.

Auf jeden Fall war ich im Zimmer als das lustige lila Fresssäckchen verschrieen, da ich mich immer am meisten über das Essen gefreut habe.

0707 lila Clara

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

22 Kommentare zu “15 ° Unterschied sind Welten dazwischen

  1. Ach Clara, mit Dir hat man aber auch komische Sachen angestellt. Um so schöner, dass Du alles gut überstanden hast.
    Wir werden halt nicht jünger und ein paar kleine Zipperlein darf man sich im Alter auch mal gönnen 🙂
    LbG Isi

    • Liebe Isi, ich „gönne“ mir schon reichlich davon.
      Aber was man angestellt hat, war wirklich alles okay und gehört zur ganz normalen Schwindeldiagnostik. Die Stromsache hat ein wenig geschmerzt, da ich aber auf alles Neue erpicht bin, fand ich das vollkommen okay! Aber danke fürs Mitgefühl.

  2. Alles Gute, schön dass du wieder da bist:)

  3. Schön, dass du wieder zu Hause bist.So ein richtiges Ergebnis gibts wohl nicht, wenn ich das richtig lese. „Von allem etwas“ ist üblich in unserem Alter, so lange es nicht von „etwas“ zu viel ist. Du hast schon Recht, man muss einfach damit leben, ob man möchte oder nicht. Die Schwindelgeschichte gefällt mir allerdings gar nicht. Konnte man dagegen wenigstens etwas tun?

  4. Fein, dass du wieder zu Hause bist. Und wenn nun noch gesagt wird, dass alles gut ist, dann wäre alles noch besser.
    Gruß von der Gudrun

    • Liebe Gudrun, übertreiben wollten die Ärzte nicht mit „alles gut“ – aber zumindest so, dass ich damit leben kann, wenn ich weiß, dass manches altersbedingt und anderes eben so ist – andere Leute haben dann eben anderes. – Mein Feedreader hat wieder so viele Beiträge und ich komme nicht mit Lesen und Schreiben hinterher.
      Gute Nacht wünsche ich dir

  5. Guuut dass du alles überstanden hast. Jetzt braucht es nur noch eine hilfreiche Diagnose und Behandlung ….

    • Der Arztbrief, den ich vorliegen habe, sagt mir, dass es von allem ein bisschen ist und ich werde mich jetzt mit allem abfinden – bis zum „anfreunden“ wird es vielleicht nicht unbedingt kommen.

      • Das Anfreunden mit Beschränkungen ist eine sehr sehr große Herausforderung

        • Liebe Myriade, da musste ich mich schon an viel Schlimmeres gewöhnen. Alle meine Schwachpunkte werde ich hier nicht offenbaren, sonst denkst du noch, ich sei alt oder krank 🙂 😉
          Die schlimmste „Anfreundung“ fand statt, als ich nur noch sehr eingeschränkt hören konnte. Da hätte ich täglich 3 x mit dem Kopf gegen die Wand rennen können.
          Nur ein bisschen schwankend Fahrrad fahren, ist dagegen Pipifax. – Vollkommen gesund zu sterben, wäre aber auch Ressourcenverschwendung!

  6. Schön, dass du das mit einem Lächeln überstanden hast, und es dir gut geht. LG zum Abend von gartenkuss 🙋🐝

    • Hallo und Guten Tag hier bei mir. Ich habe gleich mal die vielen schönen Beiträge quergelesen und die wundervollen Fotos von Blumen gesehen – doch „Gartenkuss“ lässt sich nicht hinter die Karten gucken – ich weiß nicht, ob mich ein weiblicher oder männlicher Gartenkuss fröhlich begrüßt hat – ist ja aber auch nicht wichtig.
      Die eine Frau, die schon ein paar Tage länger wegen einer ähnlichen Sache dort liegt, meinte gleich zu mir, dass ich das mit so viel Humor trage, hilft bestimmt weiter. Und dabei finde ich schon Momente, wo ich ängstlich bin, weil das Fahrrad wackelt (oder die Leiter 🙂
      Liebe Grüße zurück von Clara

      • Schau mal ins Impressum (unter der Kategorie Über meine Website). Vielleicht ist „mutig“ die treffendere Bezeichnung. Wie auch immer, solch ein Krankenhausaufenthalt ist beängstigend per se. 🙋🐝

  7. Froh bin ich, dass es dir gut geht.

  8. Dann gutes Ankommen zu Hause. Liebe Grüße nach Berlin, Leonie

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