Claras Allerleiweltsgedanken

BBS = Balkonbilderstory

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Wenn schon nicht Stichsäge – dann wenigstens Schlagbohrmaschine oder BOHRHAMMER – letzterer ist geil, da kann man sich mit dem ganzen Haus bekannt machen oder auch verfeinden, falls man den zu lange bohren lässt.

Ich beschloss plötzlich, auf diesem schönen Balkon noch viel schönere Bilder haben zu wollen. Leider gab es die preiswerte, wasserfeste Version, wie ich sie im Bad habe, nirgends mehr zu kaufen. Es hätten ja nicht Muscheln sein müssen

Von einem recht geschäftstüchtigen Baumarkt wurden mir die Glasbilder angepriesen – und ich Blöde habe sie genommen – obwohl ein Stück ca. 20,00 € kostet. Aber mir gefielen die Motive so gut – und im Winter, wenn es auf dem Balkon nass und kalt ist, passen sie von der Farbe her gut ins Wohnzimmer.

Jetzt erst eine Gesamtaufnahme, denn danach ging der Ärger richtig los.

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Ich meinte, eine Verkleidung vor mir zu haben und setzte den Akkuschrauber / -bohrer an. Die Wand lachte. Ich holte die elektrische Bohrmaschine und fing an zu bohren: Die Wand lachte. Ich stellte auf Schlagbohren – da lachte niemand mehr, aber es passierte dennoch nichts. An drei verschiedenen Stellen probiert: jeweils ca. 1,5 mm in die Tiefe gebohrt.

Zum Sohn gefahren, die Stichsäge zurückgebracht und Trost gesucht. Seine Worte: Du schaffst das schon. Das ehrt mich immer so, das Vertrauen meines Sohnes.

Dann in den Baumarkt gefahren. Der Preis für einen einzelnen 4er Betonbohrer haute mich fast um – für das Geld habe ich früher einen ganzen Satz bekommen. Der Mitarbeiter wollte mir einen Bohrhammer zur Ausleihe andienen: 4 Stunden für 15 Euro – da bohre ich die Löcher lieber mit der Nagelfeile in die Wand 🙂

Und mit dem neuen Bohrer kam ich wenigstens einen knappen cm in die Wand – dann stieß ich bei zwei Löchern auf die Bewehrung aus Stahl – das Zeux heißt ja auch Stahlbeton. Also kürzte ich die Dübel, nahm dicke, kurze Schrauben und …. und … passt, wackelt und hat Luft. – Bei zwei anderen Bohrlöchern, natürlich an der gleichen Wand, gab es plötzlich einen Runx und das Bohrfutter saß auf der Wand auf. Ich hatte nicht mit Abstandshalter gebohrt – ich hatte es für überflüssig gehalten. Dort ging aber wenigstens ein kompletter Dübel hinein.

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Mit „Hugo“ ist doch jetzt auch ständig ein Mann gegenwärtig, der auf den Balkon und das Wetter aufpassen kann und alle schwierigen handwerklichen Arbeiten durchführen darf.

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Auch hier geht es um Saures und Getränke, dieses eine Petersiliensträußchen vernachlässige ich jetzt. Kalte Getränke sind bei Hitze für mich das A & O.

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Hugo in Grünpflanzen gebettet. Die drei Töpfe stehen auf einem Elektrogrill, der viel zu selten genutzt wird. Da wollte ich ihm eine sinnvolle Interimslösung zuweisen.

Danach war ich so breit, dass ich nur noch Kaffee trinken konnte auf meinem aufgehübschten Balkon.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

22 Kommentare zu “BBS = Balkonbilderstory

  1. Liebe Clara,
    Sie haben Ihren Balkon wunderschön gestaltet! Ich bin beeindruckt (aber nicht verwundert), dass Sie sich auch nicht von Stahlbeton aufhalten lassen.
    Wie wichtig ein schöner Balkon ist – beziehungsweise überhaupt ein Balkon, weiß ich erst seit 5 Jahren. Vorher hatte ich nie einen Balkon und habe ihn auch nicht vermisst. Als meine Frau vor vielen Jahren vorgeschlagen hat, dass wir umziehen, um einen Balkon zu bekommen, habe ich mich sehr gestreubt, weil ich dort nicht weg wollte, wo wir wohnten. Dort hatte ich einen riesigen Schuppen, der bis oben vollgerümpelt war, mit Motorrädern, Fahrrädern, Holz, Metall, Werkzeugen aller Art, Schweißgerät, Wagenheber, Hobelbank. Obwohl ich schon lange nicht mehr so viel gebastel habe, konnte ich mich von all diesen schönen Dingen nicht trennen. Die waren MIR wichtiger als ein Balkon. Wie sie sicher wissen, setzen Frauen sich meistens durch (zum Glück und Wohlergehen auch der Männer!) und so haben wir seit 5 Jahren einen Balkon – mit wunderschöner Aussicht und trotzdem nahe dem Bahnhof, dem Theater, dem Supermarkt und allem was man braucht.
    Meine Frau hat sich also auch nicht von dem Brett vor meinem Kopf aufhaltenlassen – und wäre es aus Stahlbeton gewesen, um es sich schön zu machen. Ich möchte ihn nun auch nicht mehr missen – und den Schuppen vermisse ich auch nicht mehr. 😉
    Gruß Heinrich

    • Was für eine Freude im Hause Himmelhoch! Herr Heinrich hat – wie ich auch – seine Liebe zu Balkons erklärt. Eine Stadtwohnung ohne Garten MUSS einen Balkon haben, zwei wären auch okay, aber Clara neigt zum Unverschämtwerden, aber nur wenig.
      In der DDR wurden viele Balkone baupolizeilich gesperrt, da sie drohten, von den Fassaden zu fallen und damit oben und unten größeren Schaden anzurichten.
      Also verbrachte ich mein Leben bis 1981 balkonfrei. Das, was wir dann im 16. Stock als „Balkon“ bekamen, war ein besserer Austritt aus der Küche und zum Kühlen von Getränkekisten schon fast zu klein – also wurde auch das von mir nicht als Balkon bezeichnet.
      1985 zog ich in ein sehr historienschwangeres Haus – aber immer noch ohne Balkon. Allein mit Sohn, die Stasi im Haus, die Bauarbeiter dieses Hauses zettelten 1953 den 17. Juni an – bei so viel Aufregung brauchte ich gar keinen Balkon.
      Aber das neue Jahrhundert, was auch ein neues Jahrtausend war, begann mit Balkon. In der zweiten Etage, eine Idylle im Grünen und nach hinten heraus – was wollte Clara mehr??? – Nach 15 Jahren wegziehen! Aber nur unter der Bedingung, dass es wieder einen Balkon gibt.
      Wovon lassen sich ältere Damen, nein Weiber, auch nicht: Frauen abschrecken? Doch sicher nicht von Stahlbeton, damit habe ich seit 1970 gelebt, erst in der 6. Etage und dann in der 16. – da musste schon manchmal der Bohrhammer eingreifen.
      So, jetzt gehe ich wieder auf den Balkon, obwohl es heute unheimlich windig ist.
      Clara grüßt

  2. Schön geworden. Allerdings hatte ich am Anfang deines Berichtes irgendwie Angst, dass du das Haus abbrichst 🙂 🙂 🙂

    • Liebe Ute, so ein paar Ideen hätte ich schon dafür. Z.B. wären rund um den Balkon Belüftungsschlitze gut, damit das stehende Regenwasser besser weggepustet werden kann.
      Aber alles steht noch!!!

  3. Die Bilder sehen aber hübsch aus. Richtig gemütlich haste’s dir gemacht.

    Tschüssi Brigitte

    • Liebe Brigitte, ich habe mich unendlich doll über deinen Kommentar gefreut.
      Ich lese jeden, wirklich jeden deiner Artikel und bewundere dich ob deines Verhaltens grenzenlos. Deine beiden Enkel sind ja inzwischen richtig „groß“ geworden und toll wie immer, Jannis mit der Säge und dem Fotoapparat, Clara mit ihrer Sportgruppe und ihrer Schönheit. Doch am meisten du mit deiner Phantasie, alles mit einem Arm machen zu wollen und zu können und deiner Geduld, das zu ertragen, was ja wirklich nicht leicht ist. – Deine Familie ist supersupersuper gut. – Und wie du deine Zentangel-Kunst immer mehr vervollkommnet hast: Chapeau! Du machst das richtig toll, liebe Blechi!
      Mein Hauptgrund, nicht zu kommentieren, war die Idee, dir keine zusätzliche Arbeit durchs Antworten zu machen. Ich sollte endlich begreifen, dass du ja nicht antwortest und das auch nicht tun musst, sondern dich an den Kommentaren erfreust.
      Ganz, ganz liebe Grüße schickt dir Clara oder auch CC

  4. Du bist wirklich hoch begabt, was handwerkliche Fähigkeiten betrifft. Den Schlagbohrer nehme ich ja noch nicht mal in die Hand, obwohl ich Handwerker – Gattin bin :-). Bin gespannt wie`s dem Parkett ergangen ist.
    Lieber Gruß Barbara

  5. Liebe Clara!
    Ich bin sprachlos. Was für ein lebhafter Balkon. Nicht nur, dass bei Dir die Wände lachen, nein es werden sogar Blumen in der Balkongalerie gegrillt. Beeindruckend finde ich das Vorhaben, notfalls mit der Nagelfeile Löcher in die Wand zu bohren. Du bist eindeutig die geBOHRENE Ausbrecherin, die, festgehalten auf Alcatraz, sich geduldig mit einem Maniküreset den Weg in die Freiheit feilt. Hochachtung! Dein Sohn hat ganz recht: Du schaffst das wirklich, und zwar ganz ausgezeichnet! Da werden es Dir sicher auch die Sonnenblumen auf dem Polsterbezug nachsehen, dass Du sie nach getaner Arbeit ein wenig plattsitzt! 🙂
    Liebe Grüße nach Balkonien
    Mallybeau M.

    • Meine Mitfahrer in der Bahn wundert sich gerade, warum ich so schallend lachen. Ich antworte dir von zu Hause aus, aber erst heute spät am Abend

      • Na klar, bis dann, liebe Grüße 🙂

      • Du nun wieder, liebe MM, köstlichst!!! Du kennst mich ja immer nur als die liebe, nette (hoffentlich) und witzige Clara – meine kriminelle Laufbahn ist die ja bisher verborgen geblieben. Säße ich in Alcatraz oder ähnlichen Einrichtungen, würde ich mir in einem Betonkuchen so viele Feilen bringen lassen, bis ich wieder in Freihei wäre 🙂 😉
        Das Wetter in P. war leider nicht so wünschenswert wie gedacht. Der schon für den Urlaub gekaufte Badeanzug wurde unbenutzt nach Hause gebracht und die Umgebung hatte auch mehr einen flüssigen statt gasförmigen Aggregatzustand. – Die Heimfahrt war ein Erlebnis – der Zug war so voll, dass ich beim Gang zum WC keinen Fuß auf einen freien Platz setzen konnte, überall Leute oder Gepäck. Und dann das WC defekt, so dass ich durch den ganzen Zug zurück musste.
        Am Ende habe ich noch was Lustiges erlebt – Hugo kam zu mir, nicht über mich. Die jungen Leute in meiner unmittelbaren Umgebung luden mich zu einem Hugo-Umtrunk ein, aber Hugo war zu warm, er muss eiskalt sein.
        Gleich nach meiner Rückkehr ging ich zu den Sonnenblumenkissen und fragte sie, ob sie wegen meines 70-kg-Lebendgewichtes sauer seien. – Watt’n Glück, sind sie nicht.
        Doch ich muss jetzt blitzschnell ins Bett – heute früh einfach zu zeitig aufgestanden.
        Mit Grüßen aus der Freiheit!!!
        Clara

  6. Na dann können wir mal dort gemütlich frühstücken, wenn ich selbstgemachte Marmelade vorbeibringe 🙂 Sieht jedenfalls sehr gemütlich aus.

    • Können wir gerne machen. Wochenende ist am geeignetsten am besten sogar der Sonntag, weil es dann nicht so laut ist. Dann fahren nicht so viele Autos

  7. Gratuliere zu den handwerklichen Fähigkeiten, auf die ich absolut neidisch bin und schönen Gruß an Hugo 🙂

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