Claras Allerleiweltsgedanken


21 Kommentare

Das Glück liegt auf der Straße …

oder in der Vererbungslehre, auf dem Zifferblatt und in einem Päckchen

Normalerweise finde ich nichts – weder in meiner Wohnung noch auf der Straße. Aber der vorgestrige Tag machte da eine riesengroße Ausnahme, denn alles, was ich jetzt erzähle, hat sich gestern zugetragen. Wenn das mal kein Glück ist.

  1. Einmal im Monat haben die Großmütter und -väter vom Berliner Großelterndienst am Donnerstag um 10.00 Uhr ein gemeinsames Frühstück. Bis zur S-Bahn fahre ich immer mit dem Fahrrad. Dort liegen – sauber aufgereiht – 3 Pfandflaschen, jede à 25 Ct. Kurz habe ich überlegt, ob ich sie mitnehme oder liegen lasse – doch dann habe ich mir gesagt: Clara, vielleicht bist du später mal auf solche Erwerbsquellen angewiesen, also übe schon mal – so lange du in keinem Papierkorb wühlen musst, sondern dich nur bückst, ist doch die Sache in Ordnung. Also habe ich die umgerechneten  0,75 € eingesteckt
  2. Vorgestern gab es viele, viele Artikel auf meinem Blog, die als Geburtstagsgeschenk für meinen großen Enkel gedacht waren. Nach 2/3 der „Lieferung“ hat er sich ganz, ganz lieb und fast schon erwachsen bei mir bedankt. Die Vererbungslehre hat hervorragend geklappt, denn er ist ein äußerst patentesr Kind Jugendlicher.
  3. Mit den Anschlüssen klappt alles hervorragend, so dass ich 3 Minuten vor der Zeit den Raum betrete. Die Frage der Leiterin: „Sind sie aus dem Bett gefallen, Frau Himmelhoch?“ begreife ich erst zeitverzögert, weil niemand im Raum ist. Dass ich mal irgendwo eine Stunde zu zeitig komme, ist einmalig – ich bin eher der zu-spät-komm-Typ. Vielleicht kann sich noch jemand erinnern, dass ich zu einer Busreise nach Italien einen ganzen Tag zu spät an der Haltestelle stand. – Jetzt habe ich eine Stunde Zeit, die Morgensonne und die schöne Umgebung zu genießen. Dabei kommt mir ein Geschäft mit Festtagstorten unter. Im Schaufenster stehen verschiedene Modelle, auch eine lila Hochzeitstorte mit Schmetterlingen. Ob die genug Versuchung für mich sein könnte?0209 Hochzeitstorte lila
  4. Und dann kam gestern ein verspätetes Geburtstagspäckchen an – und ich habe mich so, so, so, so doll gefreut, dass ich euch glattweg an meiner Freude teilhaben lassen möchte. Und damit das reibungslos klappt, habe ich eine Fotodokumentation aufgestellt. – Kurz habe ich mich gefragt, womit ich so viel Liebe verdient habe – doch dann habe ich sofort begriffen: Das kann sich frau nicht verdienen oder erarbeiten, das ist einfach ein Geschenk. Danke, danke, danke!
    Die Freundin sagte mir, dass „lila“ bei mir mehr als eine Farbe sei, sondern eine Grundeinstellung, fast schon ein Lebenskonzept. Nicht nur lt. Farbenlehre werden dieser Farbe viele gute oder interessante Eigenschaften zugeschrieben, auch andere Theorien sprechen dafür.
    Auspacken und Fotos machen passierte im gleichen Atemzug – frau kennt ja die Halbwertszeit ihres Gedächtnisses.

Ich fange mal mit den praktischen Sachen an, um mich langsam zu den Höhepunkten hinzuarbeiten. – Gerade von der lila Hochzeitstorte nach Hause gekommen, kullert mir so ein kleines lila Dingelchen über den Tisch. Essbar auf keinen Fall, denn der Geruch wies deutlich auf Seife hin. Aber nicht, dass sich jemand nun einbildet, sich bei mir mit lila Seife die Hände waschen zu können – dafür gibt es (keine lila) Flüssigseife.

Nun sage keiner, dass ein lila Küchenmesser auf roten Fliesen blöd aussehen – LILA KANN NIRGENDWO BLÖD AUSSEHEN!!! Jetzt, zu viert, werden sie hoffentlich endlich mal reichen – da ich ständig Obst bearbeite, gehen die in die Spülmaschine wie Geld aus dem Portemonnaie.

0209 Küchenmesser

Es werde Licht – und es ward Licht, und zwar gleich so viel, dass ich welches ins grüne Wohnzimmer abgeben muss. Ist aber nicht schlimm, steht im weißen Regal und beißt dort keine andere Farbe.

Die Frau ist pleech (ich weiß nicht, ob es richtig geschrieben ist, gesprochen wird es plietsch), was klug und pfifig heißt, die all diese Lilaherzlichkeiten ausgesucht hat. Na gut, das sind keine Herzen, sondern Quadrate, aber LILA. Was ich damit mache, weiß ich noch nicht so richtig. Mit einem ja: Wenn ich den im November als Kofferanhänger verwende, kann ich meinen Koffer SOFORT identifizieren.

Da kläfft doch plötzlich so ein kleiner Punk auf lila Grund – was will der denn von mir? Will der Minispielgefährte von Lenny werden? Oder will der etwa zu seinem großen Bruder, der vor ca. einem Jahr von der gleichen Freundin zu mir gekommen ist. Letztere Bitte konnte ich verstehen und beide sind jetzt bei der manchmal leicht „verrückten“ Clara.

Den Vogel hat dann eine kleine lila Kugel mit Schlitz abgeschossen – man könnte es auch ein Sparschwein nennen. Ich werde euch gleich zeigen, wie es sich in seine tolle lila Regalfachumgebung einfügt. – Das einzige absolut praktische Geschenk zeige ich euch nicht – es sind 10 hauchdünne Papierabdeckungen für Toilettenbrillen. Das – immer im Rucksack parat – kann mich vielleicht vor einigen bösen Überraschungen auf Reisen bewahren.

Hier, in diesem Fach, sind viele liebe Spender vereint, die meinen Lilafundus mitbegründet haben. Nach dem Alter sortiert kommt erst Anna, dann die liebe Fee und zuletzt die genau so liebe Lucie, ich hoffe, jede kann sich noch an ihre Basteleien, Ideen oder Geschenke erinnern????

DANKE FÜR ALLES –
eine Fee hat Geschenke vom Himmel geworfen!

 

Advertisements