Claras Allerleiweltsgedanken

ClaraAugen streifen durch Jordanien – 7

20 Kommentare

6. Reisetag – Besuch in der Moschee von Aqaba

Die Religion spielt in Jordanien und wahrscheinlich in allen muslimischen Ländern eine große Rolle. Heutzutage, wo viele der Religion des Islam eine tragende Rolle an den terroristischen Anschlägen in der ganzen Welt geben, sollten wir wenigstens versuchen, ein wenig von dieser Religion zu erfahren.

Unser Reiseleiter hat uns einiges über die Gepflogenheiten in einer Moschee erzählt. Ich zum Beispiel in meiner angeborenen Aufmüpfigkeit fand es ungerecht, dass sich Frauen zum Moscheebesuch verhüllen müssen und keinesfalls mit nackten Armen hinein dürfen – auch, wenn kein GottesAllahdienst stattfindet. Die Männer hingegen gingen im T-Shirt und mit Dreiviertelhosen, wie uns unser Reiseleiter vorzeigte.

Den sozialen Faktor einer Moschee finde ich gut. Alle, die verdienen, müssen einen Anteil ihres Gehaltes an die Moschee zahlen. So wie ich verstanden habe, hat es schon etwas mit unserer „Kirchensteuer“ zu tun, nur, dass man als Moslem nicht aus der Kirche oder der Moschee austreten kann, auch wenn man nicht mehr an Allah glaubt. So besteht die Pflicht zur Geldabgabe also immer, zumindest so lange, wie der Mensch verdient.

Die Moscheen dagegen übernehmen für arme Leute die Verpflegung. Sicherlich werden sie dadurch in die Moschee „gelockt“, dennoch erscheint es mir als kein so schlechtes Modell – wenn ich hier an die vielen Leute denke, die Papierkörbe nach Flaschen durchsuchen oder durch die S-Bahnen betteln, um was zu essen zu bekommen.

Für den gemeinsamen Moscheebesuch hätte ich ja gern diese Moschee auf dem großen Bild in der linken oberen Ecke genommen, aber zu dieser sind wir nicht gegangen. Es wird schon seinen Grund gehabt haben.

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Schriftkundige können den Namen der Moschee im Original lesen, die anderen machen es darunter in unserer Schrift. – Die Minarette finde ich oft sehr schön – die lauten Rufe aus den Lautsprechern allerdings weniger.

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Das ist ja eine vollkommen un-moschee-n-hafte Collage. Na gut, das Foto mit dem Schal ist bei der Moscheebesichtigung entstanden. Alle anderen Fotos sollen zeigen, dass man SO nicht in Allah-Häuser gehen darf – aber sicher auch nicht geht, denn selbst Nicht-Christen oder Anti-Christen würden doch sicher nicht im Badeanzug in eine Moschee gehen wollen. Und auch nicht mit unbedeckten Armen.

Das rechte untere Foto zeigt den Ausschlag, den ich dort hatte. Dadurch machte das Baden im Salzwasser weniger Spaß. – Er hat in Berlin lange gebraucht, ehe er verschwunden war. Ein Daseinszustand war: Haut wie Sandpapier

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Und hier kommt gleich noch eine Collage, die nur bedingt zur Moschee passt. – Auf den Straßen zu gehen und die Augen nicht unten auf der Erde zu haben, war für mich gefährlich, denn ständig und überall gab es Überraschungen, nicht unbedingt die der angenehmen Art.

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Und morgen wieder im Fotoblog.

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

20 Kommentare zu “ClaraAugen streifen durch Jordanien – 7

  1. Nein liebe Gudrun, ich hatte auch nicht gedacht, dass du dich auf den Islam beziehst. Aber wie ich schon schrieb, ist für mich die Stadt Aqaba keine Oase, sondern ein einziges Gewimmel.
    Dann ist das ja jetzt geklärt und ich kann ins Bett gehen. Gute Nacht auch für dich

  2. Schön gelegen ist sie, die Oase in der kargen Landschaft. Das Foto gefällt mir sehr, liebe Clara. ich finde es immer interessant, von anderen Kuturen zu erfahren. Manchmal merke ich erst dann, wie sehr ich mit meiner verwachsen bin. Das ist mir nicht immer bewusst.
    Du hast bestimmt noch viele Fotos und hast noch einiges zu zeigen. Ich freue mich drauf.
    Grüße – heute mal weit vor Mitternacht.

    • Liebe Gudrun, du verwirrst mich, du verwirrst mich total. Ich habe mir alle Fotos von diesem Artikel noch einmal angesehen, zumal es ja nur Collagen sind, aber ich weiß wirklich nicht, was du mit der „Oase in der kargen Landschaft“ meinst. Die Moschee war mitten im Stadtgewühl von Aqaba und hatte mit einer Oase nichts zu tun – und karg war die Landschaft um die Moschee auch nicht, sondern von dickstem Verkehr umgeben und von Häusern umbaut.
      Mit der „anderen Kultur = Islam“ – da kann ich mitgehen, zumal ich mich ja bemüht habe, den Islam – im Gegensatz zu dem zur Zeit herrschenden Bild – als durchaus positiv erscheinen zu lassen. Aber ich bin natürlich auch mit unserer Kultur verwachsen und könnte mir einen Übergang nicht vorstellen.
      Es kommen wohl noch 4 Berichte – dann ist aber auch gut.
      Auch mich hast du motiviert, VOR Mitternacht zu antworten.
      Schneeflockengrüße kommen von Clara, und die sind NICHT LILA

      • Gleich das erste Bild, liebe Clara. Da ist der Ort und dahinter eine karge Berglandschaft. Wieso verwirre ich dich? Um den Islam ging es mir nicht.

  3. So wie es scheint, habt ihr nur die Männerseite in der Moschee besucht. Ich war selbst in einer Moschee in Berlin, allerdings in dem Raum für die Frauen. Der Raum war leer,ohne jede Dekoration, nur ein Lautsprecher an der Decke, sodass die Frauen den Gottesdienst im Männer-raum folgen konnten. Ein Blick in der Hauptmoschee für die Männer dürften wir doch werden, es war sehr schön und groß.
    Herzliche winterliche Grüße

    • Liebe Reine, Bonn (über-)wintert also auch – hier hält es sich bisher noch in Grenzen, aber es soll ja noch mächtig kalt werden. Wie schön, wenn man dann eine warme Wohnung hat.
      Ja, wir waren wirklich nur im Männerteil der Moschee. Wie ich schrieb, ist die Frauenabteilung eine Etage höher und hinter Holzgittern. Ich glaube nicht, dass sie besonders sehenswert ausgestattet ist.
      Ich glaube, einen gewissen Prunk haben alle Moscheen, aber christliche Kirchen haben ja noch mehr davon und meist sehr viel Gold.
      Lasse dich lieb grüßen von Clara, der Berliner lila Pflanze

  4. Liebe Clara!
    Durch die Stolpersteine wird wohl eindeutig sichergestellt, dass Du auch wirklich mit offenen Augen durch Jordanien streifst und nicht von der Mittagssonne in einen schläfrigen Dämmerzustand versetzt wirst.
    Und Katzen scheint es ja nicht nur in Petra viele zu geben, neben der großen lila Schnurrkatze auch noch eine kleine 🙂 Aber Hunde streunen wohl eher nicht durch die Gegend? Das ist in manchen Ländern ja auch der Fall. Und in Indien sinds die Kühe 🙂 Und auf der Alm natürlich.
    Wird der Teppichboden in der Moschee eigentlich regelmäßig gesaugt? Wenn dort oft gebetet wird, müsste der doch mordsmäßig dreckig sein. Für einen reinlichen Schwaben ein nicht unwichtiger Faktor 🙂
    Ich werde mich jetzt wohl oder übel erstmal vors Haus begeben und ordentlich Schnee beiseite schaufeln müssen.
    Liebe Grüße aus der weißen Pracht
    Mallybeau Schneekuh

    • Puh, liebe Mallybeau, gut dass wenigstens eine genau so wissbegierig ist wie ich . Gerne beantworte ich dir alle Fragen – wenn mir Faktenwissen fehlen sollte, nehme ich CF = Clara-Fantasie.
      Der Zustand der Bürgersteige war sooooooooooo erschreckend, dass ich sicherheitshalber IMMER stehen geblieben bin, wenn ich mir was ansehen wollte oder gar fotografieren. Bei uns mache ich das oft im Laufen.
      Über das „Problem“ Katzen und Hunde habe ich vor 20 Minuten mit einer Klassenkameradin aus der Grundschule gesprochen, die das in Fb auch erwähnt hatte, Ich wusste gar nicht, dass diese dreifarbigen Katzen als „Glückskatzen“ bezeichnet werden – für mich sind das immer diese albernen goldenen Dinger, die ständig mit einer Pfote winken und in den asiatischen Restaurants zu finden sind.
      Hunde gab es echt viel, viel weniger als Katzen. Vor Hunden fürchten sich ja viele Touris eher als vor Katzen. Vielleicht werden Hunde tatsächlich systematisch beseitigt, denn das Geld für eine Sterilisationskampagne hat das Land garantiert nicht.
      Vielleicht müssen die armen Moslems ihr Mittagessen in der Moschee mit Staubsaugen verdienen, vielleicht gibt es auch große Sauger. Da aber alle ohne Schuhe in die Moschee gehen, hält sich das Dreck in Grenzen. – Der Teppichboden betrifft ja nur die Männer – die sind da nicht so ängstlich wie eine reinliche Schwäbin.
      Ein paar Schneeflocken hat Berlin jetzt auch abbekommen – sieht (vorläufig noch) schön aus.
      Es grüßt die große lila Schnurrkatze Clara

      • Aaah, ich danke Dir. Jetzt fühle ich mich wieder einmal rundum versorgt mit neuesten Informationen aus Jordanien. Und wenn das kein Zufall ist, dann bist Du nicht nur eine Schnurr-sondern auch eine Glückskatze.
        …. platsch und noch ein kleiner Schneeballgruß an Dein Fenster 🙂

        • Uff, was bist du sportlich – warst du mal Schneeballweitwerferin? Bis in die achte Etage kannst du werfen? Ich wusste immer, dass ich dich nicht nur wegen bester Tastentippergebnisse, die mit Filmchen und Photoshopbildern ergänzt werden, bewundern darf. Das gibt dem Blogleben doch einen Sinn 🙂
          Wenn ich schneeballartig entgegnen möchte, müsste ich mich erst einmal aus meinem Nachtanzug schälen.

          • 🙂 Ich habe eine Schneeballweitwurfmaschine und habe Dir soeben neben drei Knödeln für eine leckere Mittagssuppe noch einen Nachtischschneeball mit integrierter Trüffelschokolade kreiert. Schwups …. boing … oh, hoffentlich geht das alles wieder von der Scheibe runter 🙂

          • Meine liebe, liebe Mallybeau, bei DIR rechne ich mit allem – und deswegen stand ich auch schon am Fenster und passte deine Schneeballweitwurfmaschinenladung ab. Da meine Fenster im Winter gar nicht und im Sommer schlecht geputzt sind, hatte ich keine Lust zum Scheiben lecken. Blitzschnell konstruierte ich aus einem Tennisschläger ohne Bespannung ein Fangnetz und jetzt habe ich so lange gebraucht, um die Leckereien aufzuessen.
            Beim Bloggen wird man sogar gefüttert – traumhaft und lieben Danke von mir

          • Welch ein Glück, dass Du so fix einen Tennisschläger als Fangnetz zur Hand hattest. Aber bei Deinem Improvisationstalent ist so etwas ja ohnehin kein Problem.
            Aaaachtung, es kommt noch ein Schneeball mit Spülmittel, der reinigt gleich automatisch Deine Scheiben … 🙂

          • Du meinst, der normale Winterdreck kann auch mal abgewaschen werden. Vielleicht hast du recht. Also danke schön

          • Nein nein, ich dachte nur, weil Du meintest, dass Du nicht so oft die Fenster putzt (ich in meinem Zimmer im Übrigen so gut wie nie 🙂 ) . Und da kommt ein Schneeball als Putzhilfe doch gerade recht, muss man sich schon nicht selbst die Hände schmutzig machen … 🙂

          • Einzig und allein genauso habe ich deinen guten Schneewald Dienst verstanden

  5. Puh, da waren ganz schöne Stolperfallen auf dem Weg. Gut, dass du aufgepasst hast.

    • Liebe Ute, das waren nur einige wenige Fotos, die ich verarbeitet habe bzw. irgendwann habe ich aufgehört, zu fotografieren, denn das hätte ich ständig und überall machen können. – Allerdings sahen die Fahrbahnen für die Autos besser aus – da hätte ich allerdings auch nicht stehen bleiben können, denn der Verkehr war teuflisch.

  6. Blühende Landschaften mitten auf dem Weg. Und das Zinsverbot des Islam hat die EZB, die FED, alle haben es übernommen! Und gucken doof.

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