Claras Allerleiweltsgedanken

ClaraAugen streifen durch Jordanien – 9

23 Kommentare

Im Wasser des Toten Meeres schweben

Eine Woche am Roten Meer ist eine endliche Zeit, aber sie sollte noch von einem anderen Highlight abgelöst werden: Baden im Toten Meer.

Die Busfahrt dahin zeigten uns wieder die karge Landschaft, aber auch, wie unheimlich groß das Tote Meer ist, die Abmessungen könnt ihr selbst nachlesen, ich will hier keine nackten Fakten aufzählen. Erstaunlich ist nur, dass es tatsächlich jedes Jahr einen Meter an Höhe verlieren soll – das würde wirklich bedeuten, irgendwann ist es nicht mehr da und sein Salz hat sich dann auf die Landschaft verteilt. Da es kaum Frischwasserzufuhr bekommt, gibt es also auch keinen Nachschub an Inhalt.

Mir kam das Tote Meer wirklich wie ein MEER vor, nicht wie ein größenmäßig begrenztes Binnengewässer.

Die Ufer sind fast noch karger und pflanzenärmer als die sonstigen Regionen.

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Kurz bevor wir an unserem letzten Ziel angekommen waren, wurde noch in einer Verkaufseinrichtungen Halt gemacht. Eine Freundin – und zwar die, die mir den wunderschönen lila Loop geschenkt hat – bat mich, ihr vielleicht einen typischen Stoff aus dem Land mitzubringen. Da ich zwischendrin nicht einen einzigen Stoffladen gefunden hatte, sah ich hier meine letzte Chance. Ich kaufte genau das, was auf dem Foto dreimal vertreten ist. Erst zu Haus kamen mir Bedenken, dass ihr dieses „Palästinensertuch“ nicht gefallen könnte.

Doch ich hatte Glück, ihr gefiel es und inzwischen muss es auch bei ihr eingetroffen sein.

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Und dann waren wir angekommen. Das Hotel selbst sehr gut, die Lage dämlich hoch drei. Wenige Meter von der Fernverkehrsstraße entfernt – aber es war ja nur für eine Übernachtung.

Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann?

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Dieser Heilschlamm entfaltet seine Wirkung erst, wenn er über einen längeren Zeitraum jeden Tag mehrmals aufgetragen wird. Da diese Bedingungen bei uns nicht gegeben waren, blieb ich … hautfarben.

Blöd war nur, dass so ein komfortables Hotel nicht in der Lage war, einen vernünftigen Steg zu bauen, so dass auch Alt-Frau und Alt-Mann vernünftig ins Wasser gekommen wären. Wir haben es natürlich so auch geschafft, denn eines kann hier nicht passieren: Das man untergeht.

Hier kann man gut erkennen, wie die Blond-, Weiß- und Dunkelschöpfe mit aus dem Wasser ragenden Fußspitzen auf oder im Wasser „schweben“. Dass die Fotos, auf denen ich zu sehen bin, von J.W. gemacht wurden, versteht sich fast von allein.

Die Beine senkrecht nach unten zu bringen, war ein sehr schwieriges Unterfangen.

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Das Hotel war sehr schön mit seinen riesigen Außenanlagen.

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Wasserknappheit muss hier kein Thema sein, denn es war alles grün.

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Und morgen wieder Fotoblog.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “ClaraAugen streifen durch Jordanien – 9

  1. Die Keramiken finde ich total schön. Bestimmt sind sie handgearbeitet.
    Hast du dir welche mitgebracht?

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    • Sie waren wirklich wunderschön, aber auch wunderschön teuer. Da ich von allem mehr als genug habe, konnte ich jegliche Kauflust bremsen.

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      • So geht es mir zumeist auch. Ich frage mich dann oft: „Wohin damit?“.
        Denn zum „in den Schrank stellen“ sind die schönen Dinge dann auch zu schade.

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        • Zum Glück habe ich hier in der „neuen“ Wohnung genügend Flächen, wo ich schöne Dinge zeigen kann. Und mit dem Staub darauf mache ich mir keine großen Gedanken. Ab und an kommt das Zeug in den Geschirrspüler und dann glänzt wieder alles.
          Aber meine Zeit ist endlich – sicher ist die von allen endlich – aber ich bin dichter dran an diesem Zeitpunkt.
          Und tschüss!

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  2. Liebe moni, für mich war es nur ein teilweises Neuerleben. Gut, ich war vorher noch nie am Toten Meer. Aber mir fiel ein, dass wir nach 1979 (da haben wir nämlich das große Auto gekauft, mit dem wir wunderschöne Touren durch Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien machen konnten. Und in Rumänien sind wir (zufällig?) auf so einen Salzsee gestoßen. Natürlich nicht so groß, aber mindestens so salzhaltig und der Schlamm war auch am Ufer. – Da musste man keine Angst haben, dass nicht schwimmen-könnende Kinder im Wasser abhanden kommen.
    Herzliche Grüße von Clara

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  3. Was nutzt es den Jordaniern, wenn andere Meere wo anders auch verschwinden oder wachsen – die wollen eben ihr Totes Meer als Wahrzeichen behalten.

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  4. Lieber Lu, wenn es ein reiner Naturvorgang wäre, dann wäre auch alles in Ordnung. Aber hier spielt wohl viel das Verhalten der Menschen eine Rolle.
    Morgengrüße zu dir

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  5. Tja, dort müsste ich mich wahrscheinlich mal für längere Zeit einquartieren. Geht nicht, aber du hast mich jetzt mitgenommen. Danke für deinen Bericht.
    Liebe Grüße von der späten Gudrun (oder der besonders frühen? )

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    • Verzeihung, Gudrun, dass ich jetzt erst zu einer Antwort komme – warum auch immer, meine Computerlust muss aus Versehen in den Gully gerutscht sein – oder so etwas ähnliches.
      Du magst richtig liegen – an diesem Wasser mit dem Schlamm – jeden Tag eine Packung und dann im Wasser (wärmer als jetzt, denn Wärme tut ja auch ihren Teil bei orthopädischen oder rheumatischen Krankheiten. Du kannst dich doch mal erkundigen, ob die Kasse so einen Aufenthalt zahlt, was sie wahrscheinlich nicht tut.
      Im Normalfall ist ja 1 Uhr 38 eine typische Zeit für mich, aber jetzt „flüchte“ ich immer ins Bett.
      Und tschüss sagt Clara

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  6. Ich war in Dänemark mal in einem Bad, dessen Wasser die Konsistenz des Toten Meeres hatte. Es war einfach nur genial. Der Schwiegersohn ar letztes Jahr am Töten Meer und auch begeistert. Schöne Fotos hat er auch mitgebracht. Ist schon der Wahnsinn.

    Tschüssi Brigitte

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    • Liebe Brigitte, wie schön, dass ich hier was von dir lese. Ich versäume bei dir keinen Eintrag, aber irgendwie will ich dir immer keine Arbeit machen mit eventuellen Antworten.
      Stimmt, so eine Salzkonzentration kann man ja auch sicher bewusst herstellen: 1 Million, 797 Tausene und 35 Kochsalzhaushaltspackungen ins Wasser geschüttet – und schon hat man sein eigenes Totes Meer. Müsste doch auch in der Badewanne klappen???? Aber das entsteht so viel Abfall von den Verpackungen. Außerdem ist meine Wanne nicht hoch und groß genug, dass ich das richtig testen könnte.
      Spaß beiseite. Bei moni habe ich von dem Salzsee in Rumänien erzählt, das muss Anfang der 80er Jahre gewesen sein.
      Ich wünsche dir eine Zeit, die so gut wie möglich ist.
      Ganzganzganz liebe Grüße zu dir von Clara

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  7. Liebe Clara!
    Das kann man sich wirklich gar nicht richtig vorstellen, dass man auf dem See so problemlos an der Oberfläche schwimmt. Stelle ich mir irgendwie auch lustig vor. Wie gut, dass man im Wasser wenigstens nass wird, sonst hätten sich all die „Schlammträger“ nicht von dem Dreck befreien können. 🙂
    Farblich sieht es auch sehr schön aus, finde ich. …. und solange lila irgendwo zu finden ist, ist ja ohnehin alles in Butter … oder Salz 🙂
    So, und nun vom Meer wieder in den Schnee und kräftig schippen..
    Liebe Grüße
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, langsam bekomme ich leichte Bedenken, ob ich die Schlafkrankheit habe oder ob es nur einfach Nachholebedarf ist. Zum Glück schlafe ich bisher noch nicht im Stehen oder Gehen ein – aber ich sitze, will ein Buch lesen und schaffe noch nicht mal 2 Seiten. – Na gut, wird ja irgendwann durch den Frühling geheilt.
      Gestern war es so so so schön – Schneesturm, der zum Glück keinen Schaden angerichtet hat. Alle oder fast alle Fenster waren zugeschneit – und ich habe mich einfach nur gefreut über meine schöne warme Wohnung.
      Am frühen Abend läutet der Mann aus einer unteren Wohnung mit den Worten: „Bist du endlich mal zu Haus????“ Ich habe schon zweimal bei dir geklingelt. Kurzes Grübeln und dann „Gestehen“ – „Muss ich wohl verschlafen haben.“
      Du sparst also echt jedes Fitnesscentergeld, wenn du eifrig Schnee schippen musst. Dann also volle Kraft voraus. Hier in unserer Wohnanlage wird maschinell gesäubert, aber bei diesen vielen und vor allem schnurgeraden Wegen lohnt sich das schon. Im Sommer fahren die Hausmeister Rasenmähtraktoren, im Winter Schnee“mäh“traktor.
      Heut hat hier bei drei Grad plus schon wieder großes Tauwetter eingesetzt.
      Dieser Heilschlamm mit dem Wasser zusammen soll gut für vieles sein – aber da müssten sie bequemere Einstiegsmöglichkeiten schaffen.
      Liebe Grüße zur dir von Clara

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    • Guck mal bei meiner Antwort an moni, da habe ich von dem rumänischen Salzsee erzählt.

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  8. Ich habe „Brustschwimmen“ versucht. Es war lustig, die Beine kamen einfach immer wieder hoch 🙂 Das ist wirklich ein Erlebnis, das dir niemand mehr nehmen kann. Die nächste Kur beantragst du am Toten Meer. Übrigens, hat ihr Salzgewinnungsanlagen gesehen? Damals gab es diese.

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    • Liebe Ute, die Frage nach den Salzgewinnungsanlagen „beantworte“ ich im Fotoblog, da habe ich aus dem Bus heraus so ein Werk fotografiert.
      Ich hatte so ein Salzwassererlebnis schon mal vor vielen, vielen Jahren, die Kinder waren noch ziemlich klein. Es war in Rumänien und kaum einer kennt das.
      Wenn man hier „gefahrloser“ und „stein- und rutsch-loser“ hätte ins Wasser gelangen können, wäre ich sicher mehrmals rein gegangen, aber so habe ich es bei einem Wasserbesuch gelassen.
      Wasser ist wohl doch nicht so ganz mein Element.

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  9. Endlich war ich mal dort, wo ich schon immer mal hin wollte! Danke dir! Hihi, lauter schwebende Grottenolme…Es soll dort „Schlucklöcher“ geben, die haben aber offensichtlich keinen von Euch runtergezogen.

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