Claras Allerleiweltsgedanken

Die Folien sind der Clara (zweit)liebstes Kind

31 Kommentare

Ganz ehrlich gefragt und geantwortet: Hat schon jemand „Entzugserscheinungen“ weil hier schon soooooooooooo lange nichts von Folien berichtet wurde??? Ihr denkt wohl gar, ich gehe fremd und widme mich einem anderen Hobby? – FALSCH gedacht.

In meinem Flur habe ich drei weiße Türen mit Glaseinsätzen – leider jede anders, eine Keine-Tür in der Küche, eine Panzertür als Wohnungseingangstür und eine Badtür in dem von den Vormietern offenbar geliebten Bahamabeige – passend zu den Fliesen.

Warum ich diese Farbe nicht sonderlich mochte und mag, kann ich gar nicht genau begründen – aber in mir wuchs der Entschluss, daran etwas zu ändern.

Wieder stundenlang das Netz durchforstet und dann doch wieder beim fast teuersten Anbieter hängen geblieben. Doch die anderen hatten Maße, die in der Breite einer Kirchentür nahe kamen. Wenn ich dann die Hälfte des Motivs hätte wegschneiden müssen, wäre der Rest nicht mehr aussagekräftig gewesen.

Inzwischen habe ich endlich gelernt, mit Lesezeichen zu arbeiten, so dass ich mir alle abspeichern konnte, die mir gefielen. Und von diesen (knapp 50) wurde eine nach der anderen gelöscht.

Als meine zwei Wunschfolien unterwegs waren, gingen die Vorbereitungen los. Tür gründlich reinigen und alle Beschläge abschrauben. Und da fing der Ärger an. Der Beschlag von der Verriegelung muss sich vakuumartig angesaugt haben – jedenfalls hat er so lange Widerstand geleistet, bis ich beinahe aufgehört hätte. – Die Klinke durfte bis zum Schluss bleiben, denn ich wollte mich nicht ein- oder aussperren.

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Als ich mich im Bauhaus nach chromfarbenen Türbeschlägen umsah, ließ ich diese Absicht ganz schnell fallen. Ich denke immer, ich muss 10 Jahre Preissteigerungsrate versäumt und verschlafen haben.

Alles liegt auf der Waschmaschine geordnet und sortiert, denn nicht alles passt zu allem.

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Auf los gehts los – beide Seiten sind blank und kahl.

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Ich entschließe mich, mit der Innenseite (also vom Badezimmer aus) zu beginnen. Eine Bekannte hält die Rolle, auf der noch die Folie ist, so dass ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit streichen und befestigen kann. Alles klappt, keine Blasen, keine Falten.

Das maritime Feeling des Badezimmers wurde aufgenommen.

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Als ich die Wahl der Folie zeigte, die ich für den Flur vorgesehen hatte, waren manche ganz, ganz leicht pikiert – ich weiß nicht, warum. Ich wollte, dass man bei geschlossener Tür erkennen kann, das dahinter das Bad ist. Es ist alles sehr schemenhaft und nichts ist anstößig – und leider sehe ich sooooooo nicht mehr aus.

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Dieser leichte lila Schimmer, der hier auf das Foto gekommen ist, ist in Wirklichkeit nicht da.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

31 Kommentare zu “Die Folien sind der Clara (zweit)liebstes Kind

  1. Anstößig? Ach was. Ist doch schön, wenn das Kopfkino anfängt zu arbeiten ;-). Ich find sie toll!

    • Hallo, dich habe ich ja schon 100 Jahre nicht mehr hier bei mir gesehen. Ich habe wohl vor kurzem bei deinem Mann kommentiert, wo es um die viele Reklame in dem Land ging.
      Ich wünsche dir einen schönen sonnigen Sonntag, falls ihr mal gerade zu Hause seid. – Blödsinn, wenn nicht, kannst du Sonne genau so gebrauchen.

  2. Ich bin jetzt auch beruhigt. Clara geht es gut, sie klebt wieder! 🙂

    • Schätzelein, du hast doch bei deinem bewegten Alltagsleben gar keine Zeit, dir um mich Gedanken zu machen. – Ich sage Bescheid – wenn ich noch kann – wenn ich abtrete. So wie im Fotoblog, da habe ich mich ja auch anständig verabschiedet.

  3. die sind wirklich toll und ich finde an der Außenfolie Nichts Anstößiges 😉
    Schickiii!

    • Du und ich – wir haben ja auch ein gewisses und gesundes Selbstvertrauen, da fühlen wir uns NICHT von solchen schönen Folienfrauen unter Druck gesetzt.
      Ich würde gern mal wieder was mit dir machen, falls du Lust hast. NOTFALLS würde ich dich auch einfach nur mal besuchen kommen – das war so interessant in deiner Wohnung (falls ich nicht die Wohnungen verwechsle)

  4. Liebe Clara!

    Das Warten hat ein Ende. Mittlerweile habe ich schon unter Entzugserscheinungen Deiner Beiträge „Folienkleben mit Clara“ gelitten. Aber es hat sich gelohnt.
    Das maritime Innenleben Deines Badezimmers sieht wirklich fabelhaft aus. Hoffentlich wird man bei diesem Anblick nicht seekrank. Naja, so schlimm ist es eigentlich nicht, die Toilette ist ja gleich in der Nähe 🙂
    Und die anziehende ausgezogene Dame hinter bzw. auf der Türe ist vermutlich ein großer Anreiz für Deine männlichen Gäste, mal rasch das Bad aufzusuchen. So kann man jemanden auch gut in die Falle locken.
    Hut ab, dass Ihr das auf so bravouröse Weise gemeistert habt. Du hast ja schon geschrieben, wie groß und unhandlich die Folien waren. Dann war das hier sozusagen Deine Meisterprüfung. Chapeau!
    Ich erhebe meine Teetasse und trinke auf die Weltbeste Folienkleberin!

    Liebe Grüße ins wassertaugliche Bad
    Mallybeau
    PS: Hat die Dame auch einen Namen?

    • Hehallo, liebe Mallybeau, warum habe denn ich faule Socke dir noch nicht geantwortet??? Das kannst DU mir sicher auch nicht sagen.
      Ich könnte nur als Lüge behaupten, dass ich pausenlos im Einsatz war – na gut, den Vormittag über hatte ich netten Besuch UND ICH habe Mittagessen gekocht – große Leistung für mich. Ich koche fürchterlich ungern.
      Wenn ich mit beiden Backen fest auf der Toilette sitze, wird auch kein Seekrankgefühl an mich übertragen, deswegen habe ich es ibsher gut überstanden.
      Bisher waren nur 2 Männer in meiner Wohnung, die die Duschmaid gesehen haben. Mein Sohn hat gerade eine junge, hübsche Freundin, mit der er sicher mehr anfangen kann als mit diesem Türklebewunder – also hat er letzteres kaum registriert.
      Und der laut Papier jüngere, aber laut Seelenzustand ältere Nachbar hat sich vielleicht nicht getraut, sich über das Bild auszulassen. Also genieße ich es allein und nur für mich.
      Ich stoße jetzt mit dir an – mir Tee habe ich das noch nie gemacht. – Heißt es dann statt „Prost“ „Trost“???
      Das mit dem Namen hapert noch – aber die Idee ist gut. Jedes Auto hatte bisher einen Namen. Mir wird was einfallen. Spontan könnte ich sagen „Martha“ – dann wäre es bei meinen Namen die Dreieinigkeit: Christine als Taufnamen, Clara als Wunschnamen, Martha als zweiten Vornamen und auf Wunsch meines Vaters. Aber ob sich das durchsetzt in meinem Gehirn – ich weiß ja nicht.
      Lieben Gruß von der inzwischen ganz trockenen Clara

      • Du könntest für die Türdame ja mal einen Namenswettbewerb ausrufen. Natürlich muss man die entsprechende Begründung zum Namen noch mitliefern. Dann hat man gleich den nächsten Blogbeitrag und die Dame ist wenigstens namentlich nicht mehr so nackt 🙂

        • Da könnten gleich wir beide um den Namen diskutieren, denn viel umfassender ist die Resonanz in diesem Falle nicht.
          Bis morgen habe ich mir überlegt, wie ich sie anreden will.

          • Wie wärs mit DOORis? 🙂

          • Das Tür(steher)mädchen? Hört man das Doppel-O beim sprechen?
            Ich habe mich immer beklagt, dass ich nicht ChristinA heiße, was ich hübscher fand als das unbedeutende e am Ende. Und deswegen ClarA als Wunschname und MarthA erfüllt das auch.
            Du siehst, meine Sympathie geht zu A-hinten-Namen 🙂

          • Ich dachte an das englische Wort Door= Türe. Da liegt Dooris doch sehr nahe 🙂

          • Das hatte ich schon begriffen, deswegen hatte ich ja was von der Tür-Steherin geschrieben.

          • Achso, jaja, na klar, die Dame ist gemeint.

          • Drei Namen habe ich jetzt zur Auswahl, die alle was für mich bedeuten: Emma, Anna oder Tina. – Doch andersherum, werde ich mich oft mit meiner Tür unterhalten? 🙂 – Vielleicht fängt so der Alterswahnsinn an. Stell dir vor, mich beobachtet jemand und fragt sich dann ganz ernsthaft, ob es in mein Oberstübchen reingeregnet hat.

          • Stelle ich mir lustig vor. Vielleicht entwickelt sich noch eine richtige Freundschaft zwischen Tür und Angel 🙂

          • Die Badtür ist ja die erste gleich rechts, wenn ich die Wohnungstür aufschließe. Wenn ich dann in Zukunft als erstes „Hallo EmmaAnnaTina“ sage und dann beim Ausziehen von den soeben erlebten Sachen berichte, rosten wenigstens meine Sprechwerkzeuge nicht ein.
            Du hattest also wieder mal – wie so oft – einen grandiosen Einfall.

          • … und irgendwann antwortet die dreinamige Dame dann auch mal … 🙂

          • … und kurz danach komme ich in die psychosoziale Heilanstalt. Es kristallisiert sich immer mehr ein Name heraus, denn dreinamig soll sie nicht bleiben.

  5. Würde mir gefallen, wenn der Handabdruck nicht wäre. Aber G.s.D. hat ja jeder Mensch einen anderen Geschmack. 🙂

    • Hallo Ute, im ersten Moment habe ich auch gestutzt, mich dann aber damit angefreundet. Es ist so, als wenn man sich an der Scheibe der Duschkabine abstützt, so wie ich das sicher bald machen müsste, hätte ich eine Kabine. Bis jetzt steige ich ja noch in die Wanne und dusche dort mit Vorhang – nicht ideal, aber besser als mit dieser faltbaren Abdeckung.
      Etwas ähnliches ohne Hand habe ich nicht gefunden.

  6. Hehe, Gut geworden ist deine Badtüre. Gefällt mir richtig gut. Gut ist auch, dass du in deiner Wohnung machen kannst, was du willst.
    Ein morgentlicher Gruß von der Gudrun.

    • Hallo Gudrun, es ist jetzt mindestens 2 Wochen und höchstens 3 Wochen her, dass ich die Tür beklebt habe. UND:????? Sie gefällt mir immer noch! Die mit dem Bullauge ist ja ein wenig kindlich, aber die sehe ich selten, weil ich meist bei offener Tür auf dem Thron sitze. Aber die vom Flur – ich mache sie extra zu, damit ich die schöne Frau unter der Dusche sehen und bewundern kann.
      Bei dieser Folie stand direkt dabei, dass sie nur mittelstark klebt. Im Ernstfall könnte ich also an einer Ecke anfassen und alles abziehen. Ich hoffe und bete, dass nie ein Besucherkind auf diese Idee kommt.
      Tragende Wände dürfte ich in der obersten Etage vielleicht sogar versetzen oder abreißen, aber auf diese Idee komme ich nicht – mir gefällt die Zimmereinteilung.
      Hier sieht es wieder grau und diesig aus, vielleicht kannst du dir einen schöneren Tag machen.
      Und tschüss sagt Clara

  7. Was wurde denn aus den Antireflexfolienreklamationserfahrungen?

    • Eigentlich nichts – die haben einfach nicht mehr reagiert. Ich habe sogar an den Chef geschrieben – keine Entschuldigung, keine Ermäßigung – nichts. Ich Blöde hatte ja im Voraus bezahlt. – Ich habe mich an die nicht klebenden Stellen gewöhnt.

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