Claras Allerleiweltsgedanken

Kunst in Rost

17 Kommentare

oder: Verrostete Kunst

Bevor ich mit dem heutigen Artikel anfange, will ich den Link mitteilen, unter dem ich schon einmal über diesen Park mit seiner seltsamen verrosteten Kunst geschrieben habe. Wer also Lust hat, kann gucken gehen – die Kunst hat sich so gut wie nicht verändert, obwohl der erste Artikel 2010 geschrieben wurde.

https://chh150845.wordpress.com/2010/05/11/kunst-im-park/

Es gibt jetzt so gut wie keinen Text, denn (diese) Kunst im Schöneberger Naturpark Südgelände kann ich nicht beschreiben.

Ich will einfach mal mit dem Ungewöhnlichsten anfangen. Es bringt mich zum Grübeln, wenn ausrangierte rostige Nägel oder kleine Stücke Steinkohle Kunst sein sollen.

Es geht nicht viel weniger seltsam weiter – ich halte mich an den Leitspruch: „Kunst muss man nicht verstehen, Kunst muss man nur bewundern und bestaunen.“ An manchen Stellen fiel es mir aber schwer.

Diese rostigen, sehr großen Behälter wurden bepflanzt und sahen dadurch recht hübsch aus.

In diese Schlange konnte ich mich ankuscheln und anlehnen, als ich eine Lesepause machen wollte.

und hier konnte ich grübeln, was es denn darstellen soll:

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Kunst in Rost

  1. Oben rechts, das erste Blech, schaut aus wie mein Fischfutter.
    Extralange Schwimmfähiges. 🙂

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  2. Damit hast du auf jeden Fall Recht: „Aber im Land des Exportweltmeisters gibt es Pfand- Flaschensammler mehr als Kunstsammler.“ Ich habe mal bei einem der letzteren Sorte gearbeitet – der hat wohl viele Millionen für Kunst ausgegeben – aber er hatte sie auch, um sie auszugeben. Vielleicht hat er auch Künstler gesponsert.
    Das mit dem „umsonst“ geht auch immer weiter zurück.

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  3. Vielleicht bestimmt letzten Endes der Betrachter, was Kunst ist. Nicht immer vom „Hersteller“ gewünscht, aber so ist es eben. Die rostigen Dinge mag ich, gehe gleich in unseren alten Kuhstall, die urlange verrosteten Haken und Ringe an der Wand zu betrachten. Nägel eh überall. Der Alteisenmann freut sich immer, wenn er was von dem Zeug auf seinen Wagen bekommt.
    Danke für die interessanten Fotos!

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    • Das ist bestimmt oft so, dass der „Kunde“ oder der Betrachter bestimmt, ob das Werk in die große Kunstkategorie aufrückt oder nur „Kunst für den Erschaffer“ bleibt. Es ist bestimmt für manche Künstler ein hartes Los, wenn sie von ihrer Kunst leben müssen.
      Das ist ja eine lustige Bezeichnung: „Alteisenmann“ – ich kannte bisher nur Schrotthändler, aber deine Benennung ist liebevoller.

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  4. Ist halt Geschmackssache. Wenn man mal einen Namen hat, dann kann man wohl aus allem „Kunst“ machen. Mir würde keiner die Blechdinger abkaufen geschweige dann sie ausstellen 🙂 . Übrigens, Rostobjekte mit Blumen zu verzieren scheint momentan „in“ zu sein.

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    • Ich glaube gar nicht, dass viele von den Künstlern schon einen Namen hatten, als sie die Skulpturen herstellten. Sie hatten in dem Park die Gelegenheit, eine Werkstatt und die dazugehörigen WErkzeuge zu nutzen, ohne dass sie dafür löhnen mussten.
      Ob sie wirklich „berühmt“ geworden sind, habe ich nicht recherchiert, liebe Ute.

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  5. Im Gastgarten habe ich eine Büchse voller verrosteter Nägel gufunden. Vielleicht sollte ich Kunst daraus machen. Ich müsste es dann nicht entsorgen. Es ist nämlich schwer. 😊
    Morgendliche Grüße aus dem grauen, kalten Leipzig.

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    • Das ist ja der Mist, liebe Gudrun, wenn DU oder ICH eine Büchse mit Nägeln einfach auf ein Tablett schütten würden, dann wäre das Umweltverschmutzung, lange noch keine Kunst. So ungerecht ist das Leben.
      Und tschüss sagt Clara

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  6. Liebe Clara!
    Also wenn mal die Nägel im Haushalt ausgehen, weiß man ja, wo man günstig welche erstehen kann. Fragt sich natürlich, wie lange die noch halten werden 🙂
    Jetzt habe ich mir gerade überlegt, ob da ein Künstler vielleicht etwas kurzsichtig war und in Wirklichkeit ganz tolle Metallgebilde installiert hat. Nur hat er hierüber vergessen, dass all seine Objekte nicht rostfrei sind und so ist alles zu einem ungewollten Rostparkours verkommen. Man weiß es ja nie 🙂
    Ich beiße jetzt lieber mal genüsslich in einen Schokohasen, bevor der auch noch anfängt zu rosten, wäre ja jammerschade 🙂
    Liebe Sonntagsgrüße
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, wenn ich mir einen Schokohasen kaufe, achte ich immer darauf, dass unten „rostfrei“ drauf steht, weil ich Rost zwischen meinen Zähnen gar nicht mag.
      Die rostigen Nägel fand ich den „KunstKnalleffekt“ schlechthin – alles andere kann ich akzeptieren und achten, denn Metall ist sicher nicht so leicht zu bearbeiten wie Holz oder Kunststoff. Ich habe auch nichts dagegen, wenn alles verrostet ist – aber mit den Nägeln fühle ich mich leicht bis mittelschwer verklappst oder verar…..t.
      Als die Sachen hergestellt wurden, waren sie sicher noch unrostig, falls man das so sagt.
      Lasse es dir gut gehen und lass dich lieb grüßen von mir

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  7. Liebe Christine,
    Unruhiger Schlaf trieb mich um Sechs aus dem Bett und das am Sonntag…
    Also Rostkunst am Sonntag. Recht hübsch…fiel mir auch zum Blumenkübel ein. Die Figuren Rücken an Rücken finde ich recht interessant.
    Recht interessant ist so ähnlich wie recht hübsch. Da ist ein Recht drin, das macht ein Toleranzgesicht. Jo, okay, Kunst. Schon klar. Rostige Nägel, sowas kloppe ich Kunstbanause natürlich in den Metallschrott….
    Vor der BI Kunsthalle steht auch so ein rostiges Artefakt. Heißt Axis und ist von Richard Serra. Besteht aus überdimensionalen Platten in seltsamen Anordnungen. Wenn man drin steht in der Skulptur, wirkt sogar der Himmel rostig und total schräg. Nu…ist auch Kunst, so welche, die ich schon beeindruckend finde. Schräg ggüber sitzt gleich Rodins Denker und zerbricht sich den Kopf über das, was Richard Serra wohl sagen wollte mit ‚Axis‘. Gut, okay. Rodins Denker ist ungeschlagen. Der kann zwinkern!
    Aber der rostet auch (noch) nicht…:-)
    Liebe Grüße von der Fee

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    • Liebe Stefanie, ich störe mich bei den gezeigten Sachen keinesfalls daran, dass sie verrostet sind, denn einige davon finde ich auch recht schön. Aber wenn jemand eine große Menge an verrosteten Nägeln auf ein Blech schüttet, das natürlich auch verrostet ist, da hört für mich Kunst auf.
      Für mich ist immer noch ein Kriterium für Kunst, dass das nicht alle oder besser nur wenige können.
      Ich habe mir gerade per G. die Skulptur von Serra angesehen – da ist ja sehr, sehr viel Metall verbaut worden. Es sieht schon irgendwie beeindruckend aus.
      Die Skulpturen der älteren Zeit rosten nicht – das ist wohl erst in den letzten Jahren „modern“ geworden.
      Ganz liebe Grüße in die BI-Ecke von mir

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      • Liebe C., Axis ist eine Stahlskulptur. Kennst Du H.G. Wells Beschreibung der Stadt der alten Götter, R’yleh? In dieser Stadt ist keine Dimension möglich, Winkel wirken verzerrt, an die unmöglich vorstellbare Architektur dieser Stadt (die alle paar Äonen mal aus dem Meer auftaucht, angeeeblich…) erinnert mich Axis von Serra. Sie wirkt leicht, obwohl sie tonnenschwer ist. Rostige Nägel auf rostigemTablett schreien nach einer Erklärung! Also: Blanke Nägel auf einem Edelstahltablett würden sofort weggeklaut. Nägel sind schweineteuer, so große umso teurer. Also rostige Nägel. Die klaut niemand. Einleuchtend, oda?
        Ja oder ja…?

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        • Wie ich schon schrieb, mit der Riesenplastik von Serra könnte ich mich sicher anfreunden.
          Danke, danke, danke – jetzt weiß ich endlich, warum es solche alten, verrosteten Teile sein mussten. Überwiegend sind es wohl doch mehr Schrauben, aber auch die sind als Neuware sicher nicht billig. – Es ist doch wunderschön, wenn mir so auf die Sprünge geholfen wird. 🙂 😉
          Ganz herzlichen Dank sagt Clara

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          • Also nun könnte man natürlich noch ein wenig fachsimpeln:
            -Die Abstraktion der unumgänglichen Vergänglichkeit der Schraube in der Verzerrung der Perspektive durch Rostfraß.
            -Eine andere Definition für Schreckschrauben, vielleicht Schrottschrauben?
            – Was tun Schrauben in Ermangelung der Dualität ohne passende Muttern? sie rosten!
            Somit stellt sich dem Betrachter die ganze Dramatik auf einmal (auf dem Tablett!!!)dar: Selbst die schönste Schraube rostet dahin, ohne Mutter bleibt sie ohne Sinn….

            Oh, ich lass das jetzt lieber hier…🙊🐰

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