Claras Allerleiweltsgedanken


20 Kommentare

Meine tolle BB-Reise – Teil 1 Bonn allgemein

Das erste B war bei mir Bonn, obwohl im Alphabet Bochum zuerst kommt. Ich habe mich jedoch an der Geografie und der Deutschen Bahn orientiert.

Pfingstsonntag war die Reise auch ohne Platzkarte möglich, so dass ich sitzend und unbehelligt bis Köln fuhr und dort vom schönen ICE in einen Regionalzug wechselte. Meine Gastgeber holten mich ab und bei der Fahrt zu ihrem wunder-, wunderschönen Haus wurde ein wenig Sightseeing gemacht.

Vor längerer Zeit wohnten vier Personen in dem Haus und hatten immer noch ausreichend Platz – doch jetzt wohnen die Söhne in anderen Bonner Wohnungen, so dass für mich genug Platz war – dennoch war es mir peinlich, dass ich das Schlafzimmer bekam und das Paar nach unten gezogen ist.

Auf einer hellen, sonnigen Terrasse tranken wir Kaffee und dann schaute ich mich im Garten um – nicht zu groß und nicht zu klein und sehr liebevoll gepflegt. Da es ein Reihenhaus ist, gibt es rechts, links und hinten Nachbarn – die Bonner scheinen leiser und friedlicher als die Berliner zu sein 🙂

Ich mag ja Steine – und hier gab es ausreichend davon. Dem Schmetterling scheint die Natursteinwand auch zu gefallen. Leider habe ich den Fußboden mit den schieferähnlichen Steinen nicht fotografiert.
All diese Arbeiten hat der mehrfach begabte Hausherr gemacht. – Nein, stimmt nicht, bevor meine Freundin hier lautstark protestiert. Die Struktur an der Wand hat sie in mühevoller Handarbeit geschaffen. Ich hoffe, dass man es bei der Vergrößerung in der Galerie sieht.

Der Garten hat alles, was der Mensch zur Erholung braucht: Blumen, Sträucher, Obststräucher oder -bäume, Schattenplatz, Polsterliege und Wasser, was bei sehr heißen Tagen gefragt ist, nicht nur von den Pflanzen.

Ich hoffe nicht, dass Reine die lila Pflanzen extra wegen mir in die Erde gebracht hat. – Glaube ich aber nicht, denn ich habe auch im Haus vieles entdeckt, das meine Farbe hat. Da wir beide am gleichen Tag nur in anderen Jahren geboren sind, kann ja diese Lilaliebe durchaus Löwentypisch sein.

Für heute ist es genug – ich will die Erinnerung an die Fahrt noch einige Zeit genießen.


18 Kommentare

So wird das aber nix, Herr Staubsaugervertreter!!!

Ein Situationsbericht über das garantiert schlechteste Verkaufsgespräch.

Ich bekomme einen Anruf mit der Frage, ob ich eine kostenlose Teppichintensivreinigung probieren möchte. Die Firma hätte ein neues Reinigungsmittel entwickelt, wozu sie gern Kundenmeinungen einholen wollen.

Meine Auslegware im Flur hätte so eine Reinigung nötig, so dass ich zusage.

20 Minuten nach der vereinbarten Zeit klingelt es einmal und ich melde mich an der Sprechanlage und öffne die Tür. Es klingelt noch einmal und kurze Zeit ein drittes Mal. Leider kann ich den Besucher nicht verstehen.

Obwohl meine Klingel die oberste von allen ist, war dem jungen Mann nicht klar, ob ich oben oder unten wohne.

Er nimmt Platz und macht so überhaupt nicht den Eindruck, als wenn er jetzt irgendwie arbeiten möchte. Und ich Übereifrige hatte noch zwei Kleinmöbelstücke im Flur aus dem Weg geräumt.

Ich stelle die Frage, ob so eine tiefengereinigte Auslegeware nicht danach viel schneller schmutzig wird. Seine Antworten waren mehr als unqualifiziert. Meinem gerade zu Besuch weilenden Nachbarn – in etwa in meinem Alter – fuhr er wie ein Rotzlöffel über den Mund.

Dann kommt er mit einer kleinen Schachtel an, in der sich eine gelochte weiße Kugel befindet, die mit klappernden Kristallen gefüllt ist – sie soll die Waschmaschine effektiver machen und Waschpulver sparen. „Für 80 € ist das ihre!“ Als ich keinerlei Interesse zeigte, ging er auf 60 € runter und dann auf 40,00. Da reichte es mir und ich sagte: „Wir sind doch hier nicht auf einem türkischen Basar!“ Den Protest einer beleidigten Leberwurst hättet ihr hören müssen, denn er war oder ist Türke. – Übrigens kosten diese Kugeln beim großen A ca. 20,00 €.

Dann lobte er meine Wohnung bis über den grünen Klee – wahrscheinlich wollte er sich einschleimen.

Da weder Zeit noch Geduld bei mir ewig vorhanden sind, bat ich ihn, doch mit der Reinigung anzufangen. Ich bemerkte, dass er seinen 800,00 € teuren Kirby-Staubsauger (gebraucht als Vorführexemplar, leichte Kratzer und Gebrauchsspuren) verkaufen wollte. Nach seinen Worten pustet „sein Staubsauger“ tiefengereinigte Luft aus, jeder andere trotz Hepafilter sei dagegen eine „Dieselrußschleuder“.

Als ich daran so überhaupt kein Interesse zeigte, da ich außer dem Flur in den anderen Räumen so gut wie keinen Teppich hatte, sank seine Laune in den Keller. – Dann wollte er das 9 m lange Kabel als besonderen Vorzug anpreisen. Auch da rollte ich nicht vor Begeisterung mit den Augen, denn ein Umstecken in eine andere Steckdose halte ich nicht für unzumutbar.

Und da ist ihm die Geduld geplatzt. Er meinte, ich sei ihm derartig unsympathisch, dass er jetzt zu den Leuten ginge, die auf ihn warten. Das beruhte zwar auf Gegenseitigkeit, aber ich sprach es nicht aus – und bei mir war diese Antipathie schon da, als er mit seinem „Gepäck“ die 8 Stufen der Treppe hoch stieg.

Schade, warum habe ich ihn nicht sofort hinausgeworfen und die Tasche mit dem teuren Staubsauger gleich hinterher??? Es lohnt nicht immer, Menschenfreund zu sein.

Trotz zu sehender Telefonnummer konnte ich niemand erreichen, um mich über ihn zu beschweren. Doch falls er wirklich der Chef ist, hätte das ja eh keinen Erfolg..


12 Kommentare

Verd….. Sch… – welchem Wettergott habe ich in die Suppe gespuckt?

Für heute – mehr oder weniger für jetzt – war die Fertigstellung meines Balkons angedacht, was bedeutete, dass auch die Markise wieder an ihren Platz sollte – alles unter der Option, dass es nicht regnet. In der Nacht die Wetterapp befragt und zufrieden gelächelt: Regen ab 14.00 Uhr, da müsste alles vorbei sein.

Zu Arbeitsbeginn kam auch einer, der die Folien entfernte – leider nur zu einem Drittel, weil es dann sintflutartig zu regnen begann. Und ich hatte extra meinen Orthopädentermin mit einer Schummellüge verschoben, weil ich natürlich zu Haus sein wollte, um Werkzeug zu liefern, eine zweite Leiter zur Verfügung zu stellen und Belohnungen in die Taschen der Monteure zu versenken.

Aber der Regen hatte auch was Gutes. Ich bemerkte, dass mein Sender für die Außentemperatur versehentlich in dem Folienabfallhaufen gelandet war. Regendichte Jacke angezogen und gesucht und gesucht und erfolgreich gesucht und ihn befreit. Die Folien werden heute noch alle entfernt werden – doch ob es mit der Markise was wird, das bestimmt der Regengott von Tempelhof.

 

Und hier mein Markis-chen, wie es im Wohnzimmer ruht. Die Aufnahmewinkel rufen schon: „Komm doch wieder zu uns, wir sind so leer!“

Wenn alles fertig ist, wird es nur noch das Problem-chen geben, wie ich meine Glasbilder wieder anbringen kann. Die gedämmten Wände sind tabu für Nagel, Schrauben, Dübel oder anderes. Entweder setze ich an einer Seite eine Wand davor, die ich löchern kann, oder ich finde eine Möglichkeit, wie ich die Bilder direkt auf eine der Glaswindschutzfenster klebe. Mal sehen, was mir und den Bauhausmitarbeitern einfällt – die werben doch immer damit: „Wenn’s gut werden soll …“ – und genau das soll es.


18 Kommentare

Ich bin eine so exzellent schlechte Köchin, …

… dass ich beim Kochen von normalem Gemüse immer erst die Suchmaschine nach der Kochzeit befragen muss

Das finde ich überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil, ich bin froh, dass ich mein Smartphone auch mal mit was Vernünftigem beschäftigen kann. – Zum Glück stehen bei Tiefkühlkost die Zeiten für die Mikrowelle oder den Herd immer auf der Packung. Die Industrie weiß, dass es noch mehr solche Blindgänger wie mich gibt.

Wann sollte ich aber auch kochen gelernt haben??? Erst hat das meine Mutter, dann meine Oma und dann die Internatsküche gemacht. Nach der Eheschließung hat sich mein Mann um diesen Job gerissen und nach der Scheidung hat sich Kochen nicht mehr gelohnt. Wenn man allein isst, lobt keiner, meckert keiner – also kann man es auch gleich bleiben lassen.

Dafür kann ich die Spülmaschine super gut einräumen. Für diese Menge an dreckigem Geschirr und Töpfen bräuchten andere zwei Maschinen – ich kratze nachher die hängengebliebenen, nicht abgewaschenen Reste per Hand runter. 🙂 – Frau muss eben nicht alles können!.

Und …. Und …. Ich kann gut essen und es gibt kaum etwas, was mir nicht schmeckt oder was ich gar überhaupt nicht mag. Das ist doch auch schon was, oder???

In großen Bedarfszeiten kann ich backen, aber ich weiß viel besser, wo es guten Kuchen zu kaufen gibt.

Die Küche ist nicht mein Revier!!!!!!!!!


14 Kommentare

Ich bin wieder im großen B und spaziere über die IGA

Allein dieser Artikel wäre noch keine Garantie dafür, dass ich gesund und munter und voller positiver Eindrücke wieder zurück bin – ihr kennt ja meine Masche, vorzuposten. Sind die Fotos nicht unbedingt termingebunden, kann ich sie auch mal nach hinten schieben.

Und genau das habe ich mit diesen Fotos von der IGA gemacht.

Als ich vor längerer Zeit mal dort war, wollte ich unbedingt mit einer Gondel mit Glasboden über das Gelände schweben. Vor mir und hinter mir standen viele, viele Schüler und Schülerinnen – ich muss gestehen, ich erwartete nicht das Allerbeste, wenn ich mit ihnen in der Gondel saß. – Auf Anhieb erklärten sie mir, dass ich dann auf eine Gondel warten muss, die mit viel Reklame beklebt ist. Bingo, sie hatten Recht. Und dann innen waren sie super!!! Sie zogen ihre Füße nach oben auf die Bänke, machten mich auf fotografierwürdige Motive aufmerksam und erzählten mir, dass sie aus einem Gymnasium in Karlshorst kommen. Wer Berlin kennt, weiß wo das liegt. – Ich jedenfalls war begeistert von meinen 5 MitfahrerInnen. – Leider sind die Fotos nicht so toll, da der Glasboden mächtig zerkratzt ist. Wollte ich was fotografieren, war das Motiv schon wieder weg. – Na gut, ich kann damit leben, werde aber nicht wieder auf eine der 5(?)  vorhandenen Reklamegondeln warten.

Im Laufe des Parkspaziergangs kam ich an „Holz“ vorbei. Ich sage das so neutral, weil ich nicht so richtig weiß, ob dieses schöne Turm-Holz-Gebilde noch einen anderen Zweck als die Ästhetik hat. Um das besser zu wissen, hätte ich das Hinweisschild fotografieren müssen. – Das Forschungsfloß sieht zwar gut aus, wird aber sicher keine Forschungsaufgaben zu  erfüllen haben.

Vor längerer Zeit hatte ich ja mal das Spiegel“labyrinth“ erwähnt. Die Bezeichnung „Labyrinth“ ist 100 %ig falsch, denn ICH habe mich SOFORT darin zurechtgefunden, da es nach dem Schneckenhausprinzip gebaut ist. Mit Schnecken kenne ich mich aus – wenn auch mehr mit denen ohne Haus. – Hier ein paar nette Bilderchen. Und „Clara in Teilen“ lässt sich nicht verhindern, denn alles spiegelt.

Zum Schluss gibt es noch ein galeriefreies Foto, weil ich dieses „Fächergrün“ so herrlich fand. Und dann verabschiede ich mich auch schon wieder – bis zum nächsten Beitrag.