Claras Allerleiweltsgedanken

Täglich: Interessante GartenAspekte 6

10 Kommentare

Die Mittelstation der Seilbahn auf der IGA hat den Zweck, dass man zu einem Aussichtsbauwerk geht. Ob per Treppen oder Fahrstuhl erklommen, ist egal, oben ist die Aussicht für alle gleich.

Nicht nur einmal habe ich erstaunte Ausrufe gehört: „Was, in solchen Betonsilos kann man wohnen?“ Ich konnte nur raten, wo diese Besucher herkamen. Vielleicht ist es wirklich nicht ganz üblich, auf solch geringem Raum so viele Menschen unterzubringen. Aber Bauland ist teuer. Und da der Wohnungsbedarf in der Hauptstadt der DDR groß bis riesig war, konnte das nur erledigt werden, wenn man in die Höhe baute.

Ich weiß nur, dass ich vor über 40 Jahren bedingungslos in dieser Gegend in eine 4-Zimmer-Wohnung gezogen wäre. Wir haben 10 Jahre lang mit 4 Personen – 2 Erwachsene, 2 Kinder – in einer 2-Zimmer-Wohnung gewohnt, die gerade mal 49 m² hatte – dafür aber im Zentrum von Ostberlin war.

Inzwischen sind einige Häuser runtergebaut worden – aber wenige Bewohner wollen wegziehen aus ihrem Kiez und finden das keineswegs schlimm – im Gegensatz zu den Besuchern.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

10 Kommentare zu “Täglich: Interessante GartenAspekte 6

  1. Nach so einer Neubauwohnung haben sich die Mehrheit der DDR-Bürger die Finger geleckt – fließend Warmwasser, Zentralheizung … na, überhaupt eine eigene Wohnung zu bekommen…
    Das Erstaunen der Leute neben Dir verstehe ich auch aus einem anderen Grund nicht ganz: in Westdeutschland gab es doch auch ganz hässliche Neubausiedlungen.
    Liebe Grüße aus dem Altbau-Norden Berlins in Deine Lila Wohnidylle mit Weitblick 🙂

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    • Liebe Agnes, aber in Westdeutschland waren die großen Plattenbausiedlungen (haben wir ja hier im sogenannten WB auch einige) immer die Problemkieze, wo die Sozialhilfeempfänger, die Arbeitslosen und die Ausländer untergebracht wurden. Berlin-Hellersdorf war bei iuns auch lange Zeit als rechts verschrien.
      Wir bekamen diese 50 m“-Wohnung auf der Fischerinsel erst, als schon das zweite Kind auf der Welt war – vorher lebte ich in Görlitz bei meiner Mutter in der Wohnung. Und es hieß immer, wir bekommen erst eine größere Wohnung, wenn das ZWEITE Kind in die Schule kommt.
      Doch wir hätten eine Möglichkeit gehabt, nach Marzahn zu ziehen – wenn denn der Mann einverstanden gewesen wäre.
      Meine lila Wohnidylle mit Weitblick freut sich über deinen Gruß!
      Lasse dich lieb grüßen von mir

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  2. Das Schlimmste, was ich mal gehört habe war: „Wie tief muss man denn sinken, dass man in der Platte wohnen muss.“
    Ich wohne hier gerne, neben einem Park und mitten im Grünen. Mich ärgert nur, dass ich im vierten Stock wohne. Ich möchte gerne höher hinaus.
    Liebe Clara, ich schicke dir liebe Grüße.

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    • Gudrun, ich sage ja immer wieder, manchmal ist es ein Segen, dass ich nicht alles höre. Ich habe ja nur die Bemerkung verstanden von den Leuten, wo ich unmittelbar daneben stand. Und die waren nicht sehr positiv.
      Es ist eben nicht jeder in einem Schloss oder in einem Einfamilienhaus geboren. Die Wohnung müssen nur menschlich sein, auch in Bezug auf die Größe. 4 Personen in 50 Quadrat Metern sind unzumutbar

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  3. Liebe Clara!

    Dann bekommen wir hier heute mit diesem Bild sozusagen eine architektonische Blume serviert 🙂 Nun verstehe ich auch gut, warum Du mit so viel Liebe zum Detail Deine Wohnung hegst und pflegst. Frau weiß was sie hat.
    So eine Gondel ist schon sehr praktisch, da verliert man nie den Überblick. Aber den hast Du ja sowieso immer.

    Liebe verschlafene Grüße
    Mallybeau 🙂

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    • Hallo, mein Großer Kommentar Schatz, ich nenne dich wieder so abartig komisch, weil ich mit dem Handy antworte.
      Unsere Zweizimmerwohnung auf der Fischerinsel war sehr schön, aber ohne Balkon und ohne Platz. Ich hätte sie bedingungslos hergegeben, aber das männliche Elternteil wollte partout nicht.
      Es ist wirklich immer noch unfassbar für mich, dass ich jetzt mit meinen über 70 Quadratmetern weitaus mehr Platz habe als damals zu viert in der Wohnung. Aber da habe ich gelernt, keine großen Vorräte anzulegen, das ging einfach nicht. Deswegen schmeiße ich auch relativ schnell Sachen weg, die ich nicht haben möchte ich war ja gestern bei dem neuen Orthopäden und bin glücklich glücklich glücklich, ich kann nur hoffen, dass es anhält. Seit Monaten habe ich das erste mal wieder auf der Seite schlafen können
      Vielleicht schläfst du ja doch noch ein bisschen weiter, ich wünsche dir, dass du nachher jedenfalls froh, munter und ausgeschlafen bist. Hier ist es ziemlich diesig.
      Ganz liebe frühen Morgen Grüße von Clara

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    • Die Aufnahme ist aber nicht aus der Gondel gemacht. Ich war auf dem Aussichtsberg

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      • Ah, na wenn Du nun sogar positive Nachrichten vom Orthopäden hast, kannst Du ja künftig keine Busreisen, sondern nur noch Wanderungen unternehmen 🙂
        … und einschlafen sollte ich jetzt nicht mehr, ich muss ja arbeiten… 🙂
        Regengussgruß von der Alm

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