Claras Allerleiweltsgedanken


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Erst das Gute – dann das weniger Gute.

Hurra, eine Schnapszahl – ich liebe sie. Heute ist der 22. 11. und deswegen habe ich den Artikel nicht wie sonst um 00.05 ins Leben geschickt, sondern erst um 1.11 Uhr. Ihr seht, alte Leute werden wunderlich.

moni, komm doch mal bitte zu mir, ich will dich umarmen. Das macht man ja nicht immer, aber ich wollte mich bei dir bedanken. Wir hatten ja kurz am Telefon über deinen Feedreader geplaudert – und das, obwohl du mit den Händen eigentlich im Plätzchenteig stecktest.

Das geht nicht gegen dich, ich fand meinen „Brief“ zwar besser, aber dieser hier – der Feedly Notifier – kann sich sicherlich noch mausern. Ich weiß noch nicht, wie ich einen neuen Blog hineinbekomme, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut – ich werde tüfteln.

Zum Glück hatte mein Computer eine opml.-Datei gespeichert, allerdings keine aktuelle, sondern vom Mai diesen Jahres. Die konnte ich einfach kopieren und einsetzen – und schon waren über 50 Dateien unter Dach und Fach. Hätte ich das russische Alphabet in meiner Tastatur, würde ich schreiben: budjet, budjet.

Und dann war ja wie bei einem Wunder mein vrmisster Feedreader „Brief“ wieder da bei Mozilla. Daggi hat es als erste gemeldet. – Es ist gar nicht so schlecht, zwei Feedreader zu haben, da unterschiedliche Blogs darin sind.

Ich weiß, was mich am WP-Reader stört. Dort kann man die gelesenen Artikel nicht aus dem Reader löschen, das hat mich bisher immer von diesem abgehalten.

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So und jetzt zu dem weniger Guten.

Mir wurde am Freitag Abend, nachdem ich drei Anläufe zur Computerhilfe mit immer sehr viel Wartezeit genommen hatte, versprochen, dass ich am Montag zwischen 12.00 und 13.00 Uhr von einem Techniker angerufen werde. Gegen 13.15 Uhr konnte ich nicht mehr daran glauben. Und die dämliche Ausrede, dass momentan sehr viel zu tun ist, lasse ich auch nicht immer gelten. Da müssen eben mehr Arbeitsplätze für diese Tätigkeit geschaffen werden. Der Kunde zahlt richtig Geld dafür, hängt ewig in der Warteschleife und bekommt dann zu hören: Mozilla Firefox und die dazugehörigen Add Ons sind aber nicht so richtig unser Arbeitsgebiet. Wenn die Jungs nur das machen wollen, was ich selbst kann, dann brauche ich diese Technikhilfe nicht und kann sie kündigen.

Ich fragte ihn nur, ob die beiden Sachen zum Computer gehören, was er natürlich nicht abstreiten konnte. Und dann hat er sich ein wenig, nicht zu viel, Mühe gegeben.

Er meinte, mein alter Reader wird vielleicht in einigen Tagen angepasst und ich sollte doch einfach mal warten. Wie der Hinweis von Daggi mir zeigte, hat er Recht behalten, Brief ist wieder da. – Darauf wollte ich mich aber nicht einlassen.

Dann hat er den neuen, den Feedly Notifier, mit Mozilla verehelicht, aber das war es dann auch schon. Wie ich die Blogangaben von euch dort hinein bekomme, das hat er mir überlassen. Ich war wirklich stinksauer. – Mir fallen die Einstellungen und alles Drum Herum so schwer, weil ich wenig Englisch kann, Fachenglisch noch viel weniger. Na gut, manches kann ich einfach in ein Übersetzungsprogramm eingeben, doch da kommt auch nicht immer Bestes raus.

Einzig und allein durch solche Leute lerne ich, mit dem Computer umzugehen. Hat vielleicht auch sein Gutes.

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Doch noch nicht Schluss, es fehlt ja noch die Elefantenreittruppe für Frau Good Word … – du kannst dir einen oder auch zwei aussuchen zum Reiten. Bei neun Angeboten wird ja wohl was dabei sein – und am Schluss siehst du, dass ich die Elefantenführerin mache.

Und bei Daggi und dem sicher helfenden Schriftführer möchte ich mich mit einem Foto von dem neuen Theme bedanken, dass ich auf ihre Anregung installiert habe. – Wie heißt das so schön: Von lila kann frau gar nicht genug bekommen.


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Ich muss um Geduld bitten

Die Technik, Mozilla Firefox oder meine Unkenntnis bereiten mir Arbeit, die ich eigentlich nicht machen wollte.

Vor zwei Tagen hat sich die neueste Version von Mozilla Firefox, meinem seit langem geliebten Internetbrowser, installiert. Als alles fertig war, stellte ich fest, dass mein Feedreader, mit dem ich alle eure Blogs gelesen habe, nicht mehr vorhanden war. Da mir das schon mal passiert war, dachte ich, dass ich das allein hinbekomme.

War nicht, ging nicht. Mozilla erklärte mir, dass unsichere Add ons, zu denen dieser Feedeader „Brief“ offensichtlich auch gehört, nicht mehr im Programm ist. Darauf hin suchte ich in der riesigen Liste von Add ons nach einem ähnlichen Ding, in das ich die Daten eurer Blogs hätte eintragen können. – Nichts gefunden.

Voller Hoffnung bei der Technikhotline der Telekom angerufen. Von den langen Wartezeiten und dem ab und an mal aus der Leitung fliegen sind die Jungen dort recht pfiffig. Aber ich hatte einen am Ohr, der mich mit schrecklichem Dialekt und großer Unkenntnis abspeisen wollte. Ich erklärte ihm jedoch energisch, dass ich mein monatliches Entgelt nicht für nichts und wieder nichts bezahlen wolle und verlange, einen richtigen Techniker zu spreche. Und das war am Freitag nicht mehr möglich, da sie entweder zu oft frequentiert werden oder chronisch unterbesetzt sind.

Mir wurde versprochen, dass ich am Montag in der Zeit zwischen 12 und 13 Uhr einen Rückruf bekomme.

Drückt mir die Daumen, dass dem (jungen) Mann was einfällt, sonst muss ich tatsächlich Blog für Blog mit seiner Adresse in den WP-Reader eintragen.

Dort stört mich aber, dass immer nur die ersten Zeilen des Textes zu lesen sind. Das war in meinem Reader besser und anders. Wer es nicht wissentlich gekürzt darstellen lassen wollte, ist mit allen Bildern und dem gesamten Text erschienen. Die Bilder waren zum Teil besser als auf dem Originalblog.

Welche Möglichkeiten außer dem WP-Reader nutzt ihr denn zum Anzeigen neuer Artikel in den Blogs?


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A never-ending-lamps-story

Es ist Ende August, eine Freundin ist zu Besuch. Sie war es, die sich über meine ursprünglichen Lampen, die in den zwei Jahren nicht einmal Probleme gemacht haben, ein wenig mokiert hat. Da mir die Farbe der beiden Gestelle auch nicht gefällt, lasse ich mich darauf ein, zwei neue zu kaufen.

Uns beiden gefällt auf Anhieb ein ausgestelltes Modell und ich möchte 2 Stück davon haben. Eine original verpackte kann ich bekommen, als zweite nur das Ausstellungsstück.

Ich lasse mich darauf ein. Mein Sohn bringt beide an der Decke an und 3 Tage währt die Freude. Dann ist plötzlich eine defekt – ob es das Ausstellungsstück ist, kann ich nicht sagen, denn wir haben beim Anbringen nicht aufgepasst und gekennzeichnet.

Ich gehe zu Möbel Kraft und kaufe eine Ersatzlampe. Es ist nicht genau die gleiche, doch wer schaut sich schon zwei Lampen nebeneinander so genau an.

Der Maler, der gerade den Fußboden verlegt, wechselt die Lampe – die defekte ab, die neue an.

Ich glaube, die Lampen haben alle einen Selbstzerstörungsmechanismus eingebaut, auch wenn die versprochenen 20.000 Leuchtstunden noch nicht abgeleuchtet sind. – Hätte ich mir allerdings den Karton genauer angesehen, hätte ich stutzig werden müssen. Er war ziemlich beschädigt und geklebt – wahrscheinlich hatte sie schon jemand zu Haus, hat den Fehler bemerkt und hat sie kommentarlos zurückgebracht, WEIL:.Eine von den drei LED-Lampen flackert, flackert sogar ziemlich deutlich.

Damit der Ab- und Anbau von meinem Sohn in einem Rutsch passieren kann, gehe ich wieder hin, um eine zu besorgen. Plötzlich ist noch ein Exemplar von der ursprünglichen aufgetaucht – Karton sieht unbeschädigt aus – ich nehme sie mit.

Ihr werdet es schon ahnen, in all diesen Lampen ist der Wurm drin. Ich selbst kann nicht mehr auf die Leiter  steigen, also muss ich all diese Arbeiten deligieren (ich schrieb in meiner Müdigkeit dirigieren, aber das ist wohl doch das falsche Verb). Es hat einen Vorteil – ich sehe Sohn und Hund und manchmal auch Freundin öfter, denn sonst haben sie keine Zeit, sie sind selbst im Wohnungsrenovierungsstress – und auf der Arbeit ist die Hölle los, denn alle Hunde oder ihr Frauchen oder ihr Herrchen wollen unter dem Weihnachtsbaum eine neue Leine liegen haben.

Nun glaubt ja nicht etwa, dass die letzte in Ordnung ist. Zwei der Schirmchen leuchten hell und kräftig, so dass ich kaum in das Licht gucken kann – die dritte funzelt mal gerade so vor sich hin. – Müsste ich immer für das Anbringen bezahlen, wären es die teuersten Lampen, die ich je hatte.

Jetzt liebäugle ich mit zwei von diesen Lampen – vielleicht bringen die mir mehr Glück. Wenn ein Leuchtmittel durchgebrannt ist, muss ich nicht die ganze Lampe wegwerfen, sondern kann die Leuchteinsätze austauschen.

 


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Manchmal sehe ich rot

Damit meine ich nicht die erneute Pfuscharbeit meines Zahnarztes, damit meine ich nicht das geräuschempfindliche Leben um mich herum im täglichen Umgang mit Menschen und im weiteren Umfeld – damit meine ich schlicht und ergreifend das leuchtende Rot in meiner Küche. Die – für mich immer noch wunderschönen –

leuchtendroten Fliesen sind an einigen Stellen ein wenig zugestellt, denn irgendwo müssen ja die weniger roten = weißen Küchengeräte ja stehen.

Die Mikrowelle bietet mir roten freudigen Anblick genug, zumal ich ständig Essen oder Trinken kalt werden lasse und es wieder aufwärmen muss – und das schon früh um 9.04 Uhr. – Nach zwei Jahren habe ich entdeckt, dass ich mit ihr auch grillen kann. Beim Erstgebrauch hat es gottsmörderlich gestunken – aber nach 5 Minuten hatte sie sich freigequalmt.

So, Clara, nun komm endlich zu dem, was du erzählen willst. – Da du gegen alle Ratschläge deine Messer immer in der Spülmaschine abgewaschen hast, gab es für „schneiden“ die Synonyme drücken, durch die Materie ziehen und hoffen, dass es endlich abgeschnitten ist. – Na gut, ein wenig claramäßige Übertreibung ist schon dabei, aber so richtig scharf waren oder sind sie nicht. Man kann sie bestimmt schärfen und deswegen werde ich sie auch verschenken und nicht wegwerfen.

Ich ging am letzten Sonntag über den Trödelmarkt. Ich liebe solche Märkte üüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht, und noch weniger kann ich es leiden, wenn ich mir etwas ansehen will und der Verkäufer stürzt sich wie ein Geier auf mich, um mir das Produkt schön zu reden. Ich weiß, welche Features ich bei einem Rucksack brauche.

Aber ich wollte wieder tolles Obst kaufen, Khakis, Weintrauben und Clementinen – gegen Marktende steigen die Mengen in den Tüten und fallen die Preise. Und dann kam ich an einem Stand vorbei, an dem Messer verkauft wurden, rote Messer, scharfe Messer, Messer mit einer verkleideten Klinge, die wie Keramik aussehen, aber einen Stahlkern haben.

Natürlich wurde in mir die Hoffnung genährt, dass der junge Koch zu diesem „knife set“ gleich mitgeliefert wurde. Da wurde ich jedoch enttäuscht – aber die wunderschönen Griffe reichten für eine Kaufentscheidung. Ich darf gar nicht sagen, wie wenig Geld diese 5 Messer und ein Schäler gekostet haben. Wenn sie länger als ein Vierteljahr schneiden, dann hat sich der Kauf mehr als gelohnt.

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Wenn schon Küchenrot, dann richtig Küchenrot. Die Adventszeit naht und dann verkleiden wir Frauen ja immer einen Teil unserer Wohnung, denn die Weihnachtsschmuckkisten sollen ja nicht immer so ungenutzt im Keller rumstehen.

In dem Sinne wünsche ich euch eine frohe Voradventszeit!

 


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Die Höflichkeit lebt, ja wirklich!!!

Da man ja unserer Jugend meist nicht das Allerbeste nachsagt, muss ich jetzt mal eine Lanze für sie brechen (heißt das Sprichwort so?)

Liegt es daran, dass ich mein Alter nicht mehr so richtig wegleugnen kann, liegt es daran, dass meine Beinschmerzen meist einen mittelprächtig leidenden Gesichtsausdruck hinterlassen? Ich habe doch schon mindestens 1/8 Murmeltier oder Murmeltierfett oder sonstwas vom Murmeltier auf das Bein geschmiert – bisher hat sich das Murmeltier noch nicht gnädig gezeigt.

Jedenfalls habe ich in der letzten Zeit oft einen Platz angeboten bekommen. Auch die Tür wurde mir lange aufgehalten, auch wenn ich noch ein paar Meter weg war. Ich freue mich dann immer sehr und sage das auch deutlich, denn ich hoffe, dass das dann anspornt, auch zu anderen so zu sein.

Mir wird ja nachgesagt, doch recht emanzipiert oder selbständig zu sein. Ich habe selten gewartet, bis mir jemand in die Jacke oder in den Mantel hilft – da habe ich es schon selbst erledigt. Aber manchmal finde ich Höflichkeit einfach angenehm – ich muss sagen, dass ich mich auch immer bemühe, niemand die Tür vor den Latz zu knallen.

Will jemand diese Tür einem anderen aufhalten, hat er Hilfe. Denn oben auf dem Stein steht: „Gott hilft, Gott hat geholfen, Gott wird helfen“ – sicher lege ich das mit dem Tür aufhalten einfach zu eng aus. Oder galt das mit der Hilfe nur für das 18. Jahrhundert?

 


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Abschied von HL 1 und HL2

Ist irgendwie irreführend, denn von HL 1 habe ich vor langen Jahren schon Abschied genommen, nämlich 1996 – doch innerlich habe ich diesen Abschied immer und immer hinausgezögert. Auch jetzt ist immer noch einiges in der Wohnung, was mich an „IHN“ erinnert:

  • ein Badefoto (1995) aus Mallorca – klebt im Kleiderschrank und zeigt mir, wie wahnsinnig schlank ich mal war
  • ein Foto im Segelboot, denn er war leidenschaftlicher Freizeitkapitän
  • ein kleiner Tonschutzengel, der mich beschützt
  • ein goldener Krebsanhänger an einem Bilderrahmen

und jetzt dieses Nummernschild, das absichtlich seine Initialen hatte und „zufällig“ sein Todesjahr. Ich habe – als man sich die Buchstabenkombination bei Autos aussuchen konnte – immer Autonummern mit CH gehabt, das konnte ich mir gut merken.

Wenn ich mit dieser Nummer gefragt wurde, was das heißt, war meine Blitzantwort: H…immelhoch-Löwe, da das ganze Auto voller Löwen war, konnte das jeder glauben.

Und jetzt ist der Himmelhoch-Löwe überall abgemeldet, die Steuer hat sich schon gemeldet, die Versicherung auch und der Käufer hat mich angemotzt, warum ich den Kaufvertrag an die Zulassungsstelle geschickt habe. Was hatte der mit meinem Auto vor? Als ich die Schilder von ihm bekam, nahm ich natürlich an, dass er das Auto ordnungsgemäß abgemeldet hat.

Ich habe übrigens mit zwei Anwälten vom ADAC gesprochen – wenn ich schon noch bis nächstes Jahr Oktover drin sein muss, kann ich auch noch Leistungen abfordern. – Beide haben mich übrigens gelobt, dass ich gleich unumwunden meine Schuld zugegeben habe. Der eine meinte ganz trocken: Ein fahrendes Auto und ein stehendes Auto – welcher Fahrer wird wohl schuld sein? – Beide meinten, da kommt nichts Schlimmes hinterher, auch das Bußgeld für einen Auffahrunfall ist erträglich.

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Dieses Foto, das mittelscharf unscharf ist, zeige ich nur, weil die Sachen drumherum vielleicht erkannt werden.

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Es wird so sein, von beiden wird immer ein wenig Erinnerungen bleiben.

 


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Bombiges Berlin

Es ist kaum zum glauben, 72 Jahre nach Kriegsende legen immer noch Bomben das Großstadtleben lahm.

Zuerst fuhr die S-Bahn nicht, weil in der Nähe des Potsdamer Platzes eine Bombe entschärft werden musste.

Und wenige Tage später, und zwar am Mittwoch, war der S-Bahnverkehr nach Potsdam unterbrochen, weil auch dort in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Bombe ihren Fundort hatte. Immerhin betraf es 10.000 Leute, die ihre Wohnungen während der Entschärfung räumen mussten.

Ich bewundere immer wieder die Entschärfer, die ihr Leben aufs Spiel setzen, denn diese alten und sicher total verrosteten Bomben reagieren ja ganz anders als man es von ihnen erwartet. Die Schlagzeilen im Netz waren nicht zu überlesen.

Nicht genug mit Potsdam, im Norden von Berlin wurde ebenfalls am Mittwoch in Reinickendorf noch eine Bombe entschärft.