Claras Allerleiweltsgedanken

Manchmal sehe ich rot

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Damit meine ich nicht die erneute Pfuscharbeit meines Zahnarztes, damit meine ich nicht das geräuschempfindliche Leben um mich herum im täglichen Umgang mit Menschen und im weiteren Umfeld – damit meine ich schlicht und ergreifend das leuchtende Rot in meiner Küche. Die – für mich immer noch wunderschönen –

leuchtendroten Fliesen sind an einigen Stellen ein wenig zugestellt, denn irgendwo müssen ja die weniger roten = weißen Küchengeräte ja stehen.

Die Mikrowelle bietet mir roten freudigen Anblick genug, zumal ich ständig Essen oder Trinken kalt werden lasse und es wieder aufwärmen muss – und das schon früh um 9.04 Uhr. – Nach zwei Jahren habe ich entdeckt, dass ich mit ihr auch grillen kann. Beim Erstgebrauch hat es gottsmörderlich gestunken – aber nach 5 Minuten hatte sie sich freigequalmt.

So, Clara, nun komm endlich zu dem, was du erzählen willst. – Da du gegen alle Ratschläge deine Messer immer in der Spülmaschine abgewaschen hast, gab es für „schneiden“ die Synonyme drücken, durch die Materie ziehen und hoffen, dass es endlich abgeschnitten ist. – Na gut, ein wenig claramäßige Übertreibung ist schon dabei, aber so richtig scharf waren oder sind sie nicht. Man kann sie bestimmt schärfen und deswegen werde ich sie auch verschenken und nicht wegwerfen.

Ich ging am letzten Sonntag über den Trödelmarkt. Ich liebe solche Märkte üüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht, und noch weniger kann ich es leiden, wenn ich mir etwas ansehen will und der Verkäufer stürzt sich wie ein Geier auf mich, um mir das Produkt schön zu reden. Ich weiß, welche Features ich bei einem Rucksack brauche.

Aber ich wollte wieder tolles Obst kaufen, Khakis, Weintrauben und Clementinen – gegen Marktende steigen die Mengen in den Tüten und fallen die Preise. Und dann kam ich an einem Stand vorbei, an dem Messer verkauft wurden, rote Messer, scharfe Messer, Messer mit einer verkleideten Klinge, die wie Keramik aussehen, aber einen Stahlkern haben.

Natürlich wurde in mir die Hoffnung genährt, dass der junge Koch zu diesem „knife set“ gleich mitgeliefert wurde. Da wurde ich jedoch enttäuscht – aber die wunderschönen Griffe reichten für eine Kaufentscheidung. Ich darf gar nicht sagen, wie wenig Geld diese 5 Messer und ein Schäler gekostet haben. Wenn sie länger als ein Vierteljahr schneiden, dann hat sich der Kauf mehr als gelohnt.

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Wenn schon Küchenrot, dann richtig Küchenrot. Die Adventszeit naht und dann verkleiden wir Frauen ja immer einen Teil unserer Wohnung, denn die Weihnachtsschmuckkisten sollen ja nicht immer so ungenutzt im Keller rumstehen.

In dem Sinne wünsche ich euch eine frohe Voradventszeit!

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

13 Kommentare zu “Manchmal sehe ich rot

  1. Klasse, wie spontan du sein kannst! Einfach solche niedlichen Messer zu kaufen, das hat was!
    Zum „wir Frauen“ und dem Dekorieren, kommt bei mir nicht in die Tüte, es sieht aus wie immer. Das war schomma anders, als die Kinder klein waren usw., da war Frau Mama im Zugzwang. Heutzutage gehe ich zu Enkels rüber, da sieht es fein voradventlich aus.
    Bei mir stapeln sich Novemberbücher, die ich lesen will!

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    • Liebe Sonja, du meinst, es war etwas kühn und keck von mir, dass ich den Frauen das Adventsschmücken in der Wohnung zugeschrieben habe. Vielleicht kenne ich inzwischen zu wenige Männer oder zu wenige Paare, um mir ein richtiges Urteil zu erlauben. Ich habe es immer nur von Frauen gehört, dass sie schmücken.
      Auch wenn ich es jetzt nicht mehr für Kinder mache, sondern wirklich nur noch für mich selbst – ein wenig Kugel- und Lichterglanz möchte ich in dieser Jahreszeit schon haben. Und leuchtende Sterne am Fenster finde ich auch schön. Bei den heutigen LED-Lampen braucht man auch keine Angst zu haben, dass sich da was entzündet.
      Aber damit hat es sich auch schon mit den Vorweihnachtsfreuden.
      Ich habe mir letztens auch 5 Bücher ausgeliehen und bin mit dem ersten noch nicht fertig. Die muss ich alle verlängern lassen.

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  2. Ach, Clara, genieße deine schöne Küche. Das ist ein wirklich schöner Ort.
    Ich musste mir ja einen neuen Zahnarzt suchen, weil meine „Bastel“-Ärztin in Pension gegangen ist. Mit der Neuen scheine ich wieder großes Glück zu haben. Man muss ja auch mal Glück haben, nöch?
    Grüße von der Gudrun.

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    • Ich gönne es dir von ganzem Herzen, liebe Gudrun. Leider habe ich bisher von keinen Bekannten gute Empfehlungen bekommen für das, was ich brauche.
      Am Montag wird es eine mehr als heftige Diskussion geben. Bisher bin ich nicht bereit, auch nur einen Euro zu bezahlen.
      Mir gefällt meine Küche nach reichlich zwei Jahren auch immer noch.
      Schlaf gut, falls du das nicht sogar schon machst.
      Gute Nacht sagt Clara

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  3. Liebe Clara!

    Oder sollte ich sagen „liebe Hitchcock-Psycho-Clara“? Was für ein Messerset! Und wenn ich da gleich an Dein Badezimmer denke mit der Dame an der Tür….
    also gegen Einbrecher bist Du bestens gewappnet. Bin gespannt, was es jetzt bei Dir zu Essen gibt, schließlich wollen diese Prachtstücke von Messern ja auch benutzt werden. Aber als extravaganter Dekoschmuck sind sie auch eine Wucht 🙂

    Liebe Grüße an die Aufschneiderin
    Mallybeau

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    • Halli Hallo, liebe Mallybeau, war Hitchcocks auch ein roter, so wie meine schönen Küchenmesser? Du hast natürlich recht und ich sehe schon, du kennst mich besser als meine Familie, ich habe die Messer überwiegend wegen des Aussehens gekauft, nicht wegen der scharfen Messerschneide. Ich glaube auch kaum, dass sie nicht mehr zum Kochen animieren werden. Aber Fleisch damit zu schneiden, das macht bestimmt Spaß.
      Deinen groß finde ich ja wieder spitze: Gruß an die Aufschneiderin.
      Wenn ich mich schon 14 € so doll freuen kann, dann ist das Leben doch noch in Ordnung.
      Lasse es dir richtig gut gehen und wir hören wieder voneinander

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  4. Apropos freigequalmter Mikrogrill!
    Hab ich letztens vergessen Mittagessen zu machen. Wenige Minuten bis zur Invasion. Schnell eine Rolle Pizzateig zum Auftauen in die Mikrowelle. Da muss ich aber in der Hektik was mit den Knöppen verbaselt habe. Jedenfalls fängt das irgendwann mörderisch an zu stinken. Ich luns um die Ecke: Glüht die Mikrowelle!

    Jedenfalls hab ich den gefrorenen Teig gegrillt – das stank am Abend immer noch wie Harry! 😀

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  5. Mir ist gestern noch so ein Messerchen durchgebrochen, als ich für den Schriftführer erneut(!) Rosenkohl schälen musste. Das federte mittig schon so verdächtig. Hat aber für’n Billigding lange gehalten.

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    • Ich denke, bei 10 € für den ganzen Spaß haben sich die Messer schon amortisiert, wenn sie nur ein Vierteljahr halten. Ich werde die alten, die vorher daran hingen, nicht wegwerfen und auch nicht verschenken

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