Claras Allerleiweltsgedanken


17 Kommentare

Susanna im Bade … *

… Quatsch, natürlich muss es „Clara im Bade“ heißen

Jetzt braucht ihr euch nicht auf heiße Fotos zu freuen, es geht um anderes.

Ich wollte meiner Gesundheit und meinem Bein was Gutes tun und deswegen Wassergymnastik machen, neumodisch auch mit Aquafitness benannt.

Das Ankogelbad ist

  • zu Fuß zu weit zum Laufen
  • mit Öffentlichen zu umständlich zu erreichen
  • mit Auto nicht möglich zu fahren

also holte ich seit langer Zeit mal wieder das Fahrrad hervor und es ging besser als ich dachte.

Da das Kinderbecken wärmeres Wasser und weniger Leute hatte, suchte ich mir dort eine Ecke. Natürlich blieb es nicht so leer und bald kam ein gutaussehender „Papa“ mit 4 Kindern. Ich vermutete, dass die beiden kleineren Jungen von ihm sind und die beiden türkischen Kinder von der Nachbarsfamilie mitgenommen waren.

Ihm und den Kindern zuzusehen und zu hören, war eine wahre Freude. Sobald sie am nassen Rand zu schnell rannten, zu laut quietschten oder sich mit ihren Schwimmärmeln ins zu tiefe Wasser begaben, genügte eine Handbewegung von ihm und die Kinder machten es. Immer wieder kam eines zu ihm, um sich liebevoll das Wasser aus den Augen wischen zu lassen.

Am Ende ging er selbst ins Wasser und warf die Kinder mit Lust und Laune hoch und sie platschten ins Wasser – immer und immer wieder wollten sie.

Ich war so neugierig geworden, welche denn nun seine Kinder sind. Und was stellte sich heraus?

Er ist Erzieher in einer KITA, der jüngste und mutigste war erst 3,5 Jahre und die Großen waren 5. Die Eltern dieser KITA können froh sein, so einen engagierten Erzieher zu haben, den die Kinder auch richtig mochten.

Mal sehen, ob er nächsten Dienstag auch wieder da ist.

*************

Zu dem kleinen Stern in der Überschrift – eine Leserin bei fb, übrigens eine Klassenfreundin von Klasse 1 bis 8, machte mich darauf aufmerksam, dass es nicht „Johanna im Bade“ heißt, sondern „Susanna im Bade“ heißen müsste und dem Pinsel von Tintoretto entstammt. Habe ich doch sofort geändert. – Als ich noch einmal bei Wiki recherchierte, habe ich festgestellt, dass sich auch noch andere Maler diesem biblischen Thema gewidmet haben, u.a. auch Rubens und Rembrandt. Da hat bei mir die kulturelle Bildung im Unterbewusstsein geschlummert 🙂

 


43 Kommentare

Den ganzen Tag QVC sehen …

(so oder so ähnlich heißt ein Werbesender),

  • macht das Portemonnaie leerer
  • macht die Wohnung voller
  • macht den Kleiderschrank abwechslungsreicher
  • macht die Straßen verstopfter (weil so viele LKWs fahren müssen)
  • macht die Hersteller reicher
  • macht den Popo dicker, weil es alle Süßigkeiten nur im Kilopaket gibt – (oder waren es doch schon 500 g?)
  • macht die Menschen bequemer, weil sie nicht mehr einkaufen gehen müssen
  • macht den Verstand dümmer

Da ich in meiner Umgebung so etwas kenne, habe ich mein eigenes Einkaufsverhalten näher unter die Lupe genommen. Bei bestimmten Sachen ist es in Berlin schon recht mühsam, von dem einen Fachgeschäft zum anderen zu kommen. Ich will mich jetzt nicht mit meinem „Lahmknie“ herausreden, aber ich bin wirklich froh, dass ich nur auf drei oder vier Seiten suchen muss und dann IMMER das finde, was ich gern hätte. Nur im äußersten Notfall schicke ich es wieder zurück.

Was jetzt in letzter Zeit bei mir leider eingerissen ist, ist die Bestellung von rezeptgebundenen und rezeptfreien Medikamenten. Mir haben 1000 (oder weniger) Leute empfohlen, dass ich Hyaluron, dass ich Vitamin D, dass ich Curcuma oder dass ich Murmeltiersalbe brauche. Wenn alles weh tut, greift frau ja nach jedem Strohhalm. Bei der Versandapotheken ist das alles viel billiger als bei der um die Ecke. Ich kann nur für die um die Ecke hoffen, dass es noch genügend Kunden ohne Computer gibt, die ihre Sachen vor Ort kaufen.

Aber ich habe manchmal wenigstens ein schlechtes Gewissen – besonders, wenn ich bei A*mazon bestelle, denn von dort hört man ja nicht die mitarbeiterfreundlichsten Sachen.


23 Kommentare

Clara und die Mode

Das Wort MODE konnte ich bestimmt schon in der ersten Klasse mit ungelenken Großbuchstaben schreiben, denn es ist ja keine große Leistung, sich 4 Buchstaben zu merken.

Was aber in diesem Wort steckt und was es bedeutet oder beinhaltet, habe ich bis heute nicht verinnerlicht.

Wie kann man die halbe Menschheit dazu bringen, dass in diesem Jahr nur diese und jene Farben Glück bringen, also Mode sind, alle anderen Kleidungsstücke kann man entweder in die Altkleidersammlung geben oder gleich entsorgen – denn wer will schon in Farben herumlaufen, die nicht Trend sind? 🙂 😉

Mit den Farben ist es die eine Seite, da kann man sich ja noch getrost darüber hinwegsetzen. Doch wie sieht es aus, wenn Herr Modeschöpfer Carl L., der smarte Wolfgang J., die jugendfrische Jil S., der Mehrfachmilliardär Giorgio A. oder die CC = Coco Chanel festlegen, dass die Rocklänge kurz oder lang, die Kleider tailliert oder locker fallen oder die Hosenbeine mit Schlag und weit oder hauteng sind. – An diesem Diktat kann man sich sicherlich vorbeimogeln, aber es fällt schon mehr auf als bei den Farben.

Und da bin ich auch schon bei des Pudels Kern. Ich habe eine lila Hose, das Kaufdatum liegt wirklich schon einige Jahre zurück. Ich gehe damit Doppelkopf spielen und prompt sagt eine zu mir: „Trägst du deine Hose aus den 70er Jahren auf?“

Ich fahre zu Besuch zu meiner Schwägerin – in einer Hose, die gut und viel Luft von unten in die Hosenbeine lässt. Nach ihrem Kommentar komme ich mir fast vor, als begehe ich ein Sakrileg.

Und jetzt fange ich an, mich umzuschauen. Nicht nur die blutjungen und schlanken Mädchen tragen hautenge Hosen. Ich überlege, ob sie sich da mit dem Schuhanzieher reinquälen, denn auf natürliche Weise kann das gar nicht klappen. Und dazu gehört dann ein kurzes Stück freies, nacktes Bein und irgendwelchen Markenturnschuhen. Von weitem sieht es aus, als wenn die jungen Damen in Strumpfhosen rumlaufen würden.

Und das soll schön sein?????? Ich habe das Gefühl, von 100 Hosenträgerinnen haben 3 keine hautengen Jeans oder andere Hosen an. Das sind dann die Außenseiterinnen. Ich mache mir überhaupt nichts daraus, auch Außenseiterin zu sein … … bis …

Jede versteht bestimmt, dass ich nach 7 kg abgegebenem Speck das Bedürfnis hatte, zwei neue Hosen zu kaufen. Außerdem bin ich schnapszahlensüchtig. Als auf der Waage wirklich und wahrhaftig die 66,6 erschien, musste ich mich belohnen. Ich ging zu einem Kleidungsdiscounter und probierte ewig. Ganz besonders beliebt waren dort die K-Größen – wahrscheinlich für das obligatorische nackte Stück Bein! Wollte ich aber nicht.

Hauteng wollte ich auch nicht, aber richtig weite und bequeme Hosenbeine wollte ich auch nicht – wenn schon eine neue Hose, dann kann sie ja nach der sicher bald wieder wechselnden Mode sein.

Und jetzt einen kleinen bildlichen Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Jeans zu meiner Lieblingshose mutiert.

Bei dieser Hose hätte ich nichts gegen eine andere Farbe gehabt, aber andere Farben waren nur in kurz zu haben.

Da war je der „Stress“ mit der Uhrenrückstellerei ein Kinderspiel dagegen.


23 Kommentare

Die IGA zeigt(e) Gesicht(er)

Ich weiß, die IGA hat vor mehr als  2 Wochen ihre Pforten geschlossen – ich zeige euch aber dennoch etwas, was mir vor den Fotoapparat ge sprungen kommen ist. Eine Region zeigte auf unterschiedliche Art bekannte Personen oder Persönlichkeiten, die sich um das öffentliche Leben verdient gemacht haben. Die dazugehörigen Bilder auf der Ausstellungsfläche habe ich manchmal sofort erkannt, manchmal eher nicht oder manche Personen kannte ich gar nicht. Jetzt könnt ihr euch selbst ein Urteil bilden.

Es geht wohl um die Region Halle/Saale und Unstrut. Fragt mich nicht, wie das miteinander zusammenhängt.

Bismarck ist uns – zumindest den Ostkindern – im Schulunterrecht nicht besonders positiv rübergebracht worden. – Das zuletzt aufgeführte Zitat von ihm gefällt mir sehr.

So, diesen Herrn habe ich nicht allein sofort erkannt, ihr sicher auch. – Bei diesem, dem Hofmusikus Georg Friedrich Händel, war das auch noch leicht, zumal alles in der Deko auf ihn als Musikmenschen hinwies. – Er wurde im Februar 1685 in Halle geboren. Berühmte Söhne werden auch nach 300 Jahren nicht vergessen.

Na, jetzt lassen wir mal die ganz leichten Sachen. – Den Namen von ihr kennen viele, vielleicht alle – aber von der Zeichnung her???

Geboren wurde Käthe Kruse zwar in Breslau und gestorben ist sie auch wo anders, aber ihre berühmte und bekannte Puppenwerkstatt hat sie in Bad Kösen betrieben, was man auf dem Kurzlebenslaufbogen lesen kann. Sie ist erst 1968 gestorben – also zu einer Zeit, an die ich mich noch erinnern kann.

Aber jetzt wird es richtig schwer – zumindest für alle die, die sich nicht mit Malerei in der DDR beschäftigt haben. Ihr könnt ja mal nach dem Namen Willi Sitte googeln – könnt es aber auch lassen. Das Gesicht sagte mir nichts, allerdings der Name.

 

Aber Otto von Guericke sagt euch was – das ist der Mann, der im 17. Jahrhundert vor dem Magdeburger Rathaus die Gäule anspannen ließ, die eine aus zwei Teilen bestehende Kugel auseinander ziehen sollten. Auf jeder Seite zogen 8 Pferde. Sie schafften es natürlich nicht, da Guericke mit dem Vakuum „gehext“ hatte.

Viel mehr weiß ich über den Mann auch schon nicht zu berichten.

Und was haben wir jetzt? – Martin Luther, den kennen wir natürlich alle, denn er hat ja in der Religionsgeschichte genügend bewegt. Allerdings fand ich das dazugehörige Blumengesteck etwas seltsam. – Und das war es dann auch schon.

Aber jetzt ist wirklich und wahrhaftig Schluss mit der IGA – ich muss ja auch mal was anderes berichten.