Claras Allerleiweltsgedanken

Jetzt ist wirklich Adventszeit –

12 Kommentare

nicht dann, wenn alle Verkaufseinrichtungen schmücken, anbieten und dudeln wie die Weltmeister.

Gestern ist seit Wochen die erste positive Sache über die Bühne gegangen, ich hoffe, dass jetzt noch einige andere hinterher kommen.

Doch jetzt will ich euch ein wenig Adventsgefühle herüber schicken.

Das Besucherzimmer ist ganz sparsam geschmückt. Diese Weihnachtsdecke habe ich vor ca. 50 Jahren selbst gemalt und meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt. Ich wohnte in Dresden und die Kurrendesänger waren ein gängiges Weihnachtssymbol. Nicht nur in der Mitte, nein an allen vier Ecken habe ich mich auch noch betätigt.

 

In der Küche habe ich mich sehr zurückgehalten und nur mit einem – natürlich roten – Stern gezeigt, dass Licht einziehen sollte in der Welt – nicht nur für die satten und alles habenden Deutschen, sondern auch für die Armen im eigenen und fremden Land. – Auf dem einen Foto sieht man nicht, dass der Stern rot ist, deswegen habe ich noch ein zweites gemacht. – Und das Glas mit rotem Weihnachtsschmuck fügt sich gut ein.

 

Mein Zimmer hat auch nicht so sehr viel abbekommen, obwohl noch viele Adventsutensilien im Keller lagern. Ich finde, man darf nicht übertreiben. Ich sehe das immer in einer anderen Wohnung – und das mahnt mich dann zur „Deko-Sparsamkeit“, wenn es überhaupt noch sparsam zu nennen ist.

Ein kleiner und ein großer Krug mit Kugeln, 8 lila Teelichter und ein weißer leuchtender Stern – das ist Vorweihnachten genug. Schmetterlinge und Weihnachtsstern, passen die zusammen?

Das Bad  hat genügend Fische- und Muscheldekoration, da muss nichts mehr hin. Und der Flur glänzt durch seinen neuen Fußboden genug. Außerdem habe ich mich wieder handwerklich betätigt und an zwei Türen eine neue Klinkengarnitur angebracht – die guten, bei denen man keine Schrauben sieht. Ich bin richtig stolz auf mich.

Aber jetzt kommt das Wohnzimmer, da sternt und kugelt und lichtert es nur so um die Wette. Für Kugeln jeder Art habe ich schon lange ein Faible – das ist so etwas Unendliches – kein Anfang und kein Ende. – Sterne am Fenster habt ihr ja jetzt schon zwei gesehen. Dass im Wohnzimmer noch ein gleicher hängt, ist fast selbstverständlich. Die beiden hell leuchtenden sind mit LEDs bestückt und verbreiten bei mir Glücksgefühle. Ich war schon immer der Typ, der es eher hell als schummrig braucht. Meine Mutter saß bei einer 15,5 W-Lampe in ihrem Sessel und las. Ich kam in ihre Wohnung und machte als erstes die Deckenlampe an, weil ich kaum etwas sah.

Doch jetzt zu mir. Der kleine Couchtisch wurde mit einer Sternendecke geschmückt. Advent und Weihnachten ist für mich die einzige Zeit, in der ich goldfarbene Sachen in meiner Wohnung akzeptiere – ansonsten mag ich weder Messing noch Gold. – Meine Couch hat auch ihr Winterfell angelegt, toll kuschelig.

 

Wo leuchtet es denn überall? Und wo kugelt es? Und echte Teelichter haben wir auch! Und Kugeln hinter Glas in Gold und durchsichtig und viele in rot – überall ist Advent – auch im Herzen?

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

12 Kommentare zu “Jetzt ist wirklich Adventszeit –

  1. Gut vorstellbar, du beim Basteln von Sachen für Leute, die Vater oder Mutter erschlagen hätten. So Fitzelchenkram macht doch ein nervöses Hemd nicht ruhiger. Bei mir fast keine Deko, ich werde immer ungläubiger und konsumabgeneigter, habe am Fenster zur Straße lediglich einen Stern aus Birkenrinde mit Draht hängen und einen fetten rosa Engel mit Glitzerflügelchen…Das immerhin!
    Freu dich an deinen Dingen!

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    • Ich glaube, ich bin in meinem Inneren eine Elster, die es gern glitzern sieht – nur nicht am Körper und auf der Kleidung, aber die leuchtenden Sterne und die glitzernden Kugeln gefallen mir sehr – aber das alles hat nichts mit Gläubigkeit zu tun.
      Manchmal denke ich – so durch Beobachtungen – dass es gläubige Menschen in manchen Situationen leichter haben.

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  2. Eine schöne Dekoration, die mir richtig gut gefällt. Nicht überladen, aber an vielen kleinen Stellen ist der Advent zu spüren.

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  3. Liebe Clara!

    Wie hätte es anders sein könne, als dass Du Deine Wohnung perfekt zu dekorieren weißt. Ein Cousin Deines roten Sternes hängt bei mir in Holzoptik. Allerdings lasse ich ihn nicht erstrahlen, da die Lichtlein futsch sind.
    Gut, dass Du Dein Sofa in eine Felldecke gepackt hast. Stell Dir vor, es erkältet sich und fängt an zu niesen, wenn Du darauf schläfst. Das wäre nicht sehr angenehm. Und wer will sich schon an einem Sofaschnupfen anstecken? 🙂
    In Deinem gemütlichen Etablissement wünsche ich Dir einen wunderschönen ersten Advent.

    Liebe Grüße
    Mallybeau

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  4. Liebe Clara,
    ich liebe das Licht in den vorweihnachtlichen Tagen und ich veranlasse immer (seit es machbar ist), meinen Hausherrn, in die neuen Bundesländer zu fahren. Ich kann mich dem Gefühl nicht erwehren, dort mehr in den Fenster adventliche Dekoration zu finden.
    Schön hast Du es gemacht. Danke Dir.
    LG. Hilde

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    • Liebe Hilde, ich habe den Tag über gegrübelt, ob es im Osten mehr leuchtende Adventsdeko gegeben hat als hier. Wenn ich mich hier in meinem Wohngebiet so umsehe (und das ist in WESTBerlin, kann ich das nicht bestätigen. Ich habe ja eine „Allergie“ gegen bunte Licht- und Leuchtmittel und noch mehr gegen bunte bewegliche Leuchtmittel. Kreise, die immer größer werden, Ketten, die ständig ihre Farben wechseln – da könnte ich schreien vor „Begeisterung“. Bei mir ist alles weiß.
      Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.
      Liebe Grüße zu dir

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      • Liebe Clara,
        ich mag auch nicht, das Blink, Blink an bunten Lichterketten. Ich mag keinen Kitsch. Keine LKW mit an und ausgehenden Tannenbäumchen. Aber ich bin ein Fan von den Lichterketten. Das Schmücken von Fenstern mit Spielzeug, oder Schwippbögen. Alles in Maßen. Ich mag den Geruch von Tannen, Nüssen, Mandarinen, Bratäpfeln, Lebkuchen, Zimt und Vanille. Und ich singe Lieder in dieser Zeit. Ich habe es so empfunden, diese hübschen Fenster, gleich nach der Wende. Wie es heute ist weiß ich nicht und wie es in Berlin ist auch.
        Für mich sind die Teile, die ich zur Adventszeit ins Zimmer räume, Erinnerungen und das macht für mich Weihnachten aus.
        LG: Hilde

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  5. Nun, an selbstgefertigter Dekoration…z.B. aus Dinkelteig fehlt es da schon. Tja, die Großstadt…

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