Claras Allerleiweltsgedanken

Es muss nicht immer ba-steln sein …

11 Kommentare

nein, ba-uen oder „handwerkeln“ kann es auch sein

Als ich im September 2015 in diese Wohnung einzog, verwunderte es mich, dass es so viele unterschiedliche Türen gab, was nicht üblich ist. Dass die Wohnungseingangstür abweicht, ist klar, dass die Badtür keinen Glaseinsatz hat, ist auch klar. Dass aber Küchen-, Schlafzimmer-, Besucherzimmer- und Wohnzimmertür zwar Glaseinsätze haben, aber alle anders sind, war schon ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Ich weiß nicht, ob das Geld nicht gereicht hat, einheitliche Türen zu bestellen, oder ob es individuelle Freiheit war, die Türen so verschieden zu gestalten. – Ich gewöhnte mich im Laufe der Zeit daran, nur die Frage mancher Besucher machte mich immer wieder auf diese Tatsache aufmerksam.

Was mich aber noch störte und was ich ändern konnte, waren die unterschiedlichen Türklinken. Erstens waren sie in einem „Goldton“ gehalten, zweitens störte mich die U-förmige Form einiger Klinken und last but not least gefiel es mir nicht, dass ich überall die Befestigungsschrauben sehen konnte. Ich weiß, dass das „Wohlstandsbürgersch…“ ist, aber ich habe erstens recht preiswerte gekauft und zweitens werde ich die anderen bei eBay-Kleinanzeigen verschenken, falls sie jemand möchte.

Die ich mir ausgesucht habe und in wirklich mühevoller (Klein-)Arbeit selbst angebracht habe, gefallen auch nicht jedem und jeder, ich finde sie gut. Beim Anbringen arbeitete wieder Murphy mit seinem Grundsatz: „Alles, was schief gehen kann, sollte auch schief gehen“ mit, aber letztendlich war alles zu meiner Zufriedenheit erledigt. Außer an der Wohnungseingangstür sind jetzt überall diese mit verdeckten Schrauben. Ich schwöre euch, ICH bekomme sie nicht wieder ab, die Metallverschläge sitzen auf den unteren Plastikteilen fest wie Pech und Schwefel.

Ich glaube, ich brauche so eine körperliche Beschäftigung, die auch ein wenig meinen Geist fordert, für mein Wohlbefinden. Es ist die beste Psychotherapie.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

11 Kommentare zu “Es muss nicht immer ba-steln sein …

  1. Ich finde das Klasse, dass du dich an die Türklinken gewagt hast und jetzt feine einheitliche hast. Bist halt unsere Werkel-Clara und das ist gut so.
    Ich hoffe, du hattest Glück beim Doppelkopp.
    Späte Grüße aus Leipzsch.

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    • Liebe Gudrun, ich war auch stolz, dass ich es angepackt habe, denn geärgert hat es mich schon lange. Ich hatte es mir ziemlich einfach vorgestellt, aber das war es leider doch nicht.
      Heute habe ich mir für meine vielen Vinylböden und die Fliesenböden einen Dampfreiniger gekauft – da war der Zusammenbau ja eine Spielerei dagegen.
      Du bist die Schaft-Gudrun und ich die Werkel-Clara – damit können wir beide leben.
      Dafür war Doppelkopf nur Sch…karten, aber mittags war ich bowlen, das war toll.
      „Frühe“ Grüße aus der Großstadt

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  2. Liebe Obersuperclara!

    Soeben hat der Postbote geklingelt und tataaaa…. Dein Päckchen ist da.
    Bis Weihnachten hätte ich es niemals ausgehalten zu warten. Und so habe ich ratzfatz den Karton aufgeschlitzt und drei ulkige Fratzen haben mich angeblickt. Aber zuerst ist mir natürlich dieser süße Duft in die Nase gestiegen. Und ich kam nicht umhin, sogleich eine braune Kugel zu testen, um Dir nun berichten zu können.
    PERFEKT GELUNGEN. Mit Genuss habe ich die Marzipankartoffel mit meinen Kuhzähnen zerteilt als plötzlich sogar noch ein Schokokern zum Vorschein kam. Welch ein kulinarisches Erlebnis. Die übrigen Schmankerl hebe ich mir aber sorgfältig auf und werde sie nach und nach in vollsten Zügen genießen.
    Und natürlich musste ich auch sofort eine Maske ausschneiden und zeige Dir nun das erste Bild. Das Papier ist übrigens wirklich super.
    Tja, wer von uns beiden hat nun die üblere Visage? 🙂 Ich finde, wir sehen beide ziemlich gut aus damit, oder?

    Ich danke Dir von ganzem Herzen für diese wundervolle Weihnachtsüberraschung.
    Für Karneval bin ich jetzt eingedeckt und ein Masken-Blogbeitrag wird irgendwann auch noch folgen.
    Mit den besten Charade-Grüßen von der Alm
    Mallybeau 🙂

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  3. Liebe Clara!

    Das scheint mir bei Dir auch eine ausgezeichnete Therapie zu sein. Ständig am werkeln und ausbessern. Das finde ich klasse. Die Klinken sehen perfekt aus. Ich als Laie beurteile das jetzt mal als absolute Profiarbeit.
    Dass Deine Türen alle unterschiedlich aussehen ist schon witzig. Aber auch irgendwie angenehm abwechslungsreich. Wäre auch blöd gewesen, wenn alle Türen gleich ausgesehen hätten und gerade dieses Design wäre scheußlich gewesen. Dann hättest Du unter Umständen alle Türen auswechseln müssen.
    Ich habe vor einigen Jahren meine Zimmertüre in die Garage gestellt und zunächst durch einen Vorhang ersetzt. Mittlerweile liegt auch der in einer Kommode und ich lebe türlos.
    Aber eines ist klar, wer bei Dir zu Besuch ist, hat wirklich an allen Ecken und Enden etwas zu bestaunen 🙂

    Liebe Handwerkergrüße an die Baumarktexpertin
    Mallybeau

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  4. Daggi, ich glaube, in den 70er Jahren, wo dieses Haus hier gebaut wurde, haben die noch gar nicht so dicke Wände gehabt, dass man darin hätte eine Tür verschwinden lassen. Das kam erst später. Aber oft war es ja so, dass die Tür vor die Wand geschoben wurde – da konnte dort auch nichts stehen.
    Meine Türen gehen vom Flur aus alle in die Zimmer – manche stören, andere weniger. Das muss man eben berücksichtigen, so man Türen haben will. Zwei Jahre stand meine Küchentür im Keller, doch jetzt haben wir sie wieder eingebaut. Der Heizkörper hat eine Macke und heizt nur laukalt – das reicht mir nicht.

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